Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 4
Vorwort 6
1. Einleitung 8
2. Das Medium Internet 10
3. Die Geschichte des Internetmarketing 12
4. Die rechtliche Situation 14
4.1 Die Rechtslage beim Domainnamen 15
4.2 Die Rechtslage bei der Anbieterkennzeichnung 16
4.3 Die Rechtslage bei Jahresabschlüssen 17
4.4 Die Rechtslage beim Widerspruchsrecht 17
4.5 Die Rechtslage beim Datenschutz 18
5. Wie funktioniert Internetmarketing? 19
5.1 Onsite-Maßnahmen 20
5.1.1 Email-Marketing 21
5.1.2 Blog-Marketing 23
5.1.3 Podcast-Marketing 27
5.2 Offsite-Maßnahmen 30
5.2.1 Klassische Offsite-Maßnahmen 30
5.2.2 Affiliate Marketing 31
5.2.3 Brand Communities 32
5.3 Suchmaschinenmarketing 34
5.3.1 Suchmaschinen 35
5.3.2 Keywordrecherche 36
5.3.3 Verwendung der Keywords 39
5.3.4 Double Content 42
5.3.5 Verlinkung der Website 42
5.3.5.1 Wie sammelt man Links? 44
5.3.5.2 nofollow-Links 45
5.3.6 Aktualität der Website 46
5.3.7 Weitere Google-Faktoren 48
5.3.8 Google Ads 48
5.3.9 Nischenstrategie des Autors 50
5.3.10 Digital Asset Optimisation (DAO) 52
6. Markenführung im Internet 54
7. Marketingcontrolling im Internet 57
7.1 Key Performance Indicators 57
7.2 Marketingcontrolling in der Anwendung 59
8. Zusammenfassung der Theorie 60
9. Empirische Untersuchung des Internetmarketing: Quantitative Befragung 63
9.1 Einleitung 63
9.2 Fragestellung 63
9.3 Methode 63
9.4 Hintergründe zur Befragung 64
9.5 Vorgehensweise 65
9.6 Zeitablauf 67
9.7 Aufbau und Inhalt des Fragebogens 67
9.8 Hypothesen und Ergebnisse 67
9.8.1 Soziodemographische Merkmale 68
9.8.2 Das Internet ist ein Pull-Medium 68
9.8.2.1 Einleitung 68
2
9.8.2.2 Das Internet als Pull-Medium 69
9.8.2.3 Das Internet als Push-Medium 72
9.8.2.4 Fazit 74
9.8.3 Kundenbindung und Kundenakquisition 74
9.8.3.1 Einleitung 74
9.8.3.2 Kundenbindung und Kundentreue 75
9.8.3.3 Kundenzufriedenheit führt automatisch zur Kundenbindung 78
9.8.3.4 Newsletter sind bei der Kundenbindung unabdingbar 79
9.8.3.5 Faktoren der Kundenbindung 80
9.8.3.6 Kundenakquisition im Internet 81
9.8.3.7 Seriösität entscheidet über Kauf oder Nichtkauf 82
9.8.3.8 Internetmarketingmaßnahmen und deren Potenzial zur Kundenakquisition
84
9.8.3.9 Kundenakquisition und deren Produktabhängigkeit 86
9.8.3.10 Fazit 89
9.8.4 Internetmarketing als alleinige Kommunikationsmethode 89
9.8.4.1 Einleitung 89
9.8.4.2 Internet löst Fernsehen ab 90
9.8.4.3 Bewertung der Internetmarketingmaßnahmen 94
9.8.4.4 Zigarren und Weine im Internet 94
9.8.4.5 Fazit 94
9.9 Fazit der quantitativen Befragung 95
10. Empirische Untersuchung des Internetmarketing: Qualitative Befragung 96
10.1 Hintergründe zur Befragung 96
10.2 Vorgehensweise 97
10.3 Zeitablauf 97
10.4 Ergebnisse 98
10.5 Fazit der qualitativen Befragung 105
11. Schluss 108
Literaturverzeichnis 110
Anhang 116
Online -Fragebogen der quantitativen Befragung 116
Leitfaden der qualitativen Befragung (telefonisch) 123
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Internetnutzer weltweit (Quelle: Internet World Stats, Dezember 2007)
Abbildung 2: Medienkonsum in Stunden bei 16-24-jährigen Europäern (Quelle:
Mediascope Europe 2007)
Abbildung 3: Kommunikationsmethoden und deren Anteile am Werbekuchen in
Deutschland (Quelle: OVK Online-Report, 2007)
Abbildung 4: Werbestatistik nach Segmenten 2004-2007 in Mio. Euro, Deutschland
(Quelle: OVK Online-Report, 2007)
Abbildung 5: Öffnungs- und Bouncerate der Weihnachtsemail
Abbildung 6: Walther Saftblog
Abbildung 7: Kombination von Vodcasting und Weblog (Quelle: viddler.com)
Abbildung 8: GIF-animierter Banner (Quelle: dartmotif.com)
Abbildung 9: ciao -Community (Quelle: ciao.de)
Abbildung 10: Metatags im Quelltext einer Website
Abbildung 11: Keywordoptimierte Website (Quelle: business-werbeartikel.de)
Abbildung 12: Breadcrumbs (Quelle: dmoz)
Abbildung 13: Content Management System (CMS)
Abbildung 14: Keyword-Baum bei „Zigarren“
Abbildung 15: Google-Map bei der Suche nach „Zigarren Passau“
Abbildung 16: News-, Shopping-, und Videoergebnisse bei der Suche nach „Zigarren
Passau “
Abbildung 17: Statistikbereich eines Providers
Abbildung 18: Soziodemographische Merkmale der Internetnutzer im Vergleich zur
Gesamtbev ölkerung (Quelle: AGOF e.V., 2007)
Abbildung 19: Nutzung von Suchmaschinen
Abbildung 20: Beurteilung von Internetmarketingmaßnahmen
Abbildung 21: Abgleich Empfang und Lesen von Newslettern
Abbildung 22: Akzeptanz von Newslettern mit kundenrelevanten Inhalten
Abbildung 23: Websitebesuch beim Passauer Einzelunternehmen
Abbildung 24: Bewertung von Maßnahmen zur Kundenbindung
Abbildung 25: Bewertung von Kaufkriterien bei Zigarren und Weinen
Abbildung 26: Häufigkeit von Online-Käufen
Abbildung 27: Bewertung von Kaufkriterien im Internet
Abbildung 28: Bewertung der Internetmarketingmaßnahme „Newsletter“
Abbildung 29: Erinnerung an die Internetmarketingmaßnahme „Banner“
Abbildung 30: Nutzung der Internetmarketingmaßnahmen „Weblogs“ und „Podcasts“
Abbildung 31: Zigarren und Weinkonsum, -kauf und -Online-Kauf im Vergleich
Abbildung 32: Medienkonsum in Minuten/Tag
Abbildung 33: Medien/Werbemaßnahmen und deren Bedeutung bei der Kundenakquisition
Abbildung 34: Anteil der Werbeartikelhändler, der aktiv nach neuen Lieferanten sucht
Abbildung 35: Recherche nach neuen Lieferanten/Produkten
Abbildung 36: Online-Suche der Werbeartikelhändler
Abbildung 37: Vorgehen der Werbeartikelhändler bei der Online-Suche
Abbildung 38: Entscheidungskriterien für die Produktaufnahme
Abbildung 39: Mediennutzung der Werbeartikelhändler
Abbildung 40: Fachzeitschriften der Werbeartikelhändler
Abbildung 41: Messebesuche der Werbeartikelhändler
Abbildung 42: Online-Maßnahmen der Werbeartikelhändler
Abbildung 43: Abgleich Allgemeine Mediennutzung und Anteil am Aufmerksamwerden
auf das Unternehmensangebot
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Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Unterschiede zwischen Privat- und Firmenkunden bei der Produktsuche ......... 70 Tabelle 2: Unterschiede zwischen den Zigarrenrauchern und Nichtrauchern bei der
Befürwortung eines Newsletters über Zigarren und Weine ................................................ 79 Tabelle 3: Tabellarische Gegenüberstellung des Zigarren- und Weinkonsums .................. 89 Tabelle 4: Unterschiede zwischen den Studenten und Berufstätigen beim Aufmerksamwerden auf das Unternehmensangebot über den persönlichen Kontakt ......... 93 Tabelle 5: Unterschiede zwischen den Studenten und Berufstätigen beim
Aufmerksamwerden auf das Unternehmensangebot über Google ...................................... 93
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Vorwort
Das Internet erlebt nach wie vor einen Boom. Beherrscht wird das Medium derzeit vor allem durch ein Unternehmen: Google. Rund um verschiedene Suchmaschinen hat sich ein großer Markt entwickelt. Immer mehr Internetmarketingagenturen versuchen Unternehmen von der Relevanz eines Suchergebnisses auf der ersten Google-Seite zu überzeugen. Wer vorne mit dabei ist und bei den wichtigsten Suchbegriffen schnell gefunden wird, der kann das Internet zur Kundenakquisition nutzen - ein wichtiges Ziel vieler Unternehmen, ist doch Kundengewinnung meist sehr teuer und schlecht zu messen, wie die Neukunden auf ein Angebot gestoßen sind.
Die Schnelllebigkeit des Internets, bedingt durch technische Innovationen und Algorithmus-Änderungen der wichtigen Suchmaschinen beeinflussen täglich das Internetmarketing. Häufige Gesetzesänderungen erfordern, dass ein Internetanbieter sich regelmäßig auf dem Laufenden halten muss, um den aktuellen Bedingungen gerecht zu werden.
Der Autor dieses Buches konnte viele dieser Änderungen in den letzten Jahren verfolgen. Als Unternehmer setzt er verstärkt auf unterschiedliche Maßnahmen des Internetmarketing. Die Transparenz bei der Kundengewinnung und die relativ niedrigen Kosten sind die Hauptgründe für diese Kommunikationsform. Die Tätigkeit bei einer Marketingberatung mit dem Schwerpunktthema „Internetmarketing“ verschafften dem Autor 2005 erste Einblicke, ehe vier Jahre Praxiserfahrung folgten. Mit mittlerweile sechs Online Shops konnten hierbei diverse Erfahrungen gesammelt werden. Der Autor hat seine eigene Internetstrategie entwickelt, die auf einzelne Nischenmärkte abzielt und dem Leser in diesem Buch nicht vorenthalten wird. In seiner Diplomarbeit beschäftigte sich der Diplom-Kulturwissenschaftler ebenfalls mit dem Thema Internetmarketing. Hierbei wurde nicht nur sehr viel Literatur gelesen, sondern auch empirisch geforscht. Teile dieser Arbeit, wenn auch nicht repräsentativ, sind in dieses Buch eingeflossen. Der Kontakt zu Internetmarketingagenturen und das Wissen, wie diese arbeiten, schafften einen weiteren wertvollen Beitrag zu diesem Buch.
Das Ziel des Buches ist es nicht, seine Leser das technische Know-how, das hinter den Marketingmethoden steckt, nahe zu bringen. Jedoch kann Internetmarketing nicht verstanden werden, ohne wenigstens einen Einblick in diesen Bereich zu gewähren. Die technische Seite wird daher nicht komplett vernachlässigt, trotzdem versucht der Autor dem Leser die zentrale Fragestellung verständlich näher zu bringen. So wird auch ein Leser ohne HTML-Kenntnisse (Hypertext textbasierte Markup Language;
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Auszeichnungssprache zur Strukturierung von Websites) verstehen, inwieweit sich Internetmarketing zur Kundenakquisition eignet und genau das ist das Ziel des Buches „Internetmarketing als Kommunikationsmethode zur Kundenakquisition“.
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1. Einleitung
Kein Massenmedium hat sich je schneller verbreitet als das Internet (Weichselgartner & Baier, 2007, S. 178). Dieses Medium schrieb Erfolgsgeschichten wie die von Google, ein Internetunternehmen, das sich zur einflussreichsten Marke weltweit entwickelt hat (Wiedmaier, 2007, S. 36). Google kam innerhalb von wenigen Jahren eine derartige Bedeutung zu, dass mittlerweile das Verb „googlen“ sogar seinen Platz im Duden gefunden hat (Schmidt-Mänz, 2007, S. 201). Damit ist das amerikanische Unternehmen maßgeblich mitverantwortlich für Werbemaßnahmen, die schneller wachsen als dies irgendeine andere Werbeform je zuvor getan hat (Harrer, 2004). Das rasante Wachstum macht deutlich, dass bereits viele Unternehmen die Vorteile des Internets nutzen. Abgesehen von Kosteneinsparungen, kann hierbei die schnelle Kommunikation und die Möglichkeit Neukunden zu akquirieren hervorgehoben werden. Das Streben nach Bequemlichkeit und die gleichzeitige Verfügbarkeit bei der Suche nach Produkten und Dienstleistungen lassen den Umsatz im Internet weiter anwachsen.
Darüber hinaus proklamieren neue Ansätze die Abkehr von Massenmarketing, wobei sich online besonders interaktive Möglichkeiten für die Markenprofilierung und -führung eröffnen. Grundsätzlich gilt für das Marketing, dass die Geschäftsidee oder das Produkt eine so genannte Unique Selling Proposition (USP), also ein verkaufsentscheidendes Argument, besitzen muss. Dieses Argument muss sich durch Differenzierung gegenüber den Konkurrenzprodukten kennzeichnen und vor allem eine dominierende Stellung in der Psyche der Konsumenten innehaben. Totz geht einen Schritt weiter und schließt daraus, dass eine entsprechende Markenpositionierung weniger mit der Betonung spezifischer Leistungseigenschaften und der Option der Individualisierbarkeit, als vielmehr mit der Herausstellung der aktuellen und potenziellen Bedeutung des Leistungsangebots für unterschiedliche Lebenssituationen und Lebensstile der Nachfrager arbeiten muss. (Totz, 2007, S. 283)
Dies gilt grundsätzlich für Internetanbieter wie für Unternehmen, welche bisher nicht im Web vertreten sind. Die meisten Marketingregeln sind ohnehin allgemeingültig und finden bei Internetmarketingstrategien ebenso Anwendung wie bei herkömmlichen Marketingkonzepten.
Die zentrale Fragestellung des Buches lautet, inwiefern sich das Internetmarketing als Kommunikationsmethode zur Kundenakquisition eignet. Im Zusammenhang damit sollen drei Hypothesen untersucht werden.
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Dabei soll geklärt werden, ob sich Internetmarketing eher zur offensiven Push-Strategie oder zur passiveren Pull-Strategie eignet. Wie im Laufe des Buches aufgezeigt, sind Experten der Meinung, dass das Internet ein Pull-Medium ist. Teil der Online-Push-Strategie wäre beispielsweise das aktive Versenden von Werbeemails an potentielle Neukunden, wogegen der Internetauftritt eines Unternehmens als reines Pull-Marketing betrachtet werden kann. Beide Marketingformen werden im Laufe des Buches noch genauer erläutert.
An diese erste Fragestellung knüpft die Untersuchung der zweiten Hypothese an: Da die Kundenakquisition immer auch mit dem Gedanken an die darauf folgende Kundenbindung durchgeführt werden sollte, soll innerhalb des Buches analysiert werden, ob das WWW (World Wide Web, weltweites Netz) tatsächlich besser zur Kundenbindung als zur Kundenakquisition geeignet ist.
Die dritte Hypothese besagt, dass das Internet als alleiniger Kommunikationskanal zur Kundenansprache, ob für Akquise oder Bindung, nicht oder nur sehr bedingt geeignet ist. Geprüft werden soll, welche Bedeutung dem Internetmarketing im Gegensatz zu anderen Medien derzeit zukommt. Eine Überprüfung von verschiedenen Branchen kann dazu genauere Aufschlüsse geben.
Das Buch beginnt mit einer Einführung in die Themengebiete Internet und Internetmarketing. Hierbei werden Fachbegriffe vorgestellt und definiert. Des Weiteren wird die rechtliche Situation auf ihrem neuesten Stand untersucht, damit abgeklärt ist, welche rechtlichen Grenzen einem Unternehmen beim Internetmarketing gesetzt sind. Im Hauptteil des theoretischen Teils werden die einzelnen Maßnahmen des Internetmarketing und deren Bedeutung im Marketingmix erklärt. Ein Einblick in die Markenführung im Internet sowie das Marketingcontrolling schließen den theoretischen Teil ab. Im Anschluss sollen mit einer quantitativen Befragung die drei Hypothesen untersucht und mit einer qualitativen Befragung gegebenenfalls neue Hypothesen generiert werden. Im Rahmen der quantitativen Befragung werden hierzu die Kunden eines Internet-Einzelunternehmens befragt. Die qualitative Befragung richtet sich an Werbeartikelhändler, die potenzielle Abnehmer der Produkte des Einzelunternehmens darstellen. Im Schluss werden die Ergebnisse des theoretischen Teils mit der empirischen Untersuchung verglichen. Das
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Fazit der Befragungen und ein Ausblick über die weitere Entwicklung des Internetmarketing schließen das Buch letztendlich ab.
2. Das Medium Internet
Das Internet ist heutzutage weder in Unternehmen noch bei privaten Haushalten aus dem Alltag wegzudenken. Ob Internetrecherche, Kommunikation via Email, Online-Banking und -Shopping, das Internet ist täglich präsent.
Der Begriff „Internet“ leitet sich aus Interconnected Net her, was ein weltweites Netz bestehend aus vielen einzelnen Netzwerken bezeichnet (Fritz, 2007, S. 25). 1957 wurde in den USA die Advanced Research Projects Agency (ARPA) mit dem militärischen Ziel ins Leben gerufen, eine Kommunikation auch dann zu ermöglichen, wenn die Übertragungswege defekt sind (Schmidt-Mänz, 2007, S. 195). Conrady, Jaspersen und Pepels (2002) sind der Meinung, dass die Anfänge des heutigen World Wide Web trotzdem erst auf 1969 zurückzuführen sind. In den USA waren damals an verschiedenen Universitäten vier räumlich getrennte Computer über ein Netzwerk miteinander verbunden. Dieses sollte während des Kalten Krieges das militärische Kommunikationsnetzwerk im Falle einer Beschädigung unterstützen. 1972 waren bereits 50 Computer miteinander vernetzt. Im selben Zeitraum wurden erste FTP-Programme (File Transfer Protocol, dient der Übermittlung von Daten zu Computern oder Servern) und Emaildienste entwickelt. 1977 wurde schließlich das Netz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht (Straub, 2007, S. 41).
Die kommerzielle Nutzung des Internets überstieg die der wissenschaftlichen allerdings erst ab Beginn der neunziger Jahre. Die Gründe dafür lagen in der Verbreitung des ersten grafikfähigen Internetbrowsers und des ersten kommerziellen Emailsystems. Zudem wurden zur gleichen Zeit leistungsfähige Such- und Recherchetools entwickelt (Straub, 2007, S. 41). Zu diesen Suchtools zählt der erste Webcrawler von Mathew Gray, welcher 1993 erstmals das Web auf der Suche nach Informationen automatisch durchwanderte (Schmidt-Mänz, 2007, S. 199). Von diesem Zeitpunkt an konnte das Wachstum des Internets einen explosionsartigen Schub verzeichnen und entwickelte sich zu dem WWW, wie wir es heute kennen. 2007 stieg die Anzahl der weltweiten Internetnutzer auf 1,2 Milliarden Menschen. Damit war fast jeder fünfte Mensch online. Somit hat sich die Online-Community seit dem Jahr 2002 verdoppelt (BITCOM, 2007). Zu diesem Schub konnte ab 2004 die Verbreitung des Internets über mobile Endgeräte wie Mobiltelefone
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und PDAs beitragen. Bei der Anzahl der Internetnutzer steht Deutschland hinter den USA, China, Japan und Indien auf Rang fünf (Internet World Stats, 2007).
In seinen Anfangszeiten wurde das Internet primär als Informationsquelle genutzt. In den letzten Jahren hat sich das Medium parallel zu einer großen Unterhaltungsplattform entwickelt. Begünstigt wurde diese Entwicklung einerseits durch eine steigende Anzahl an multimedialen Angeboten, andererseits durch die zunehmende Breitbandtechnologie. Bis 2010 soll die Anzahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland von derzeit circa 11,5 Millionen auf 16,9 Millionen wachsen (Deutschland Online, 2006). Als Konsequenz bietet das Internet als Markt dem Unternehmer ganz neue Möglichkeiten. Ein- und Austrittsbarrieren sind niedrig und der Zielmarkt ist größer und schneller erreichbar, was ein Produkt oder eine Geschäftsidee über Nacht zum Verkaufsschlager werden lassen kann. Allerdings können genauso schnell Konkurrenten auf einen Trend aufspringen und einen harten Wettbewerb entfachen. Aufgrund der Transparenz des Angebots und der Nachfrage wird schnell deutlich, ob sich das Einsteigen in einen Internetmarkt rentiert. Hier dient ebay als anschauliches Beispiel, da Gebühren, Verkaufspreise und Mitbewerber mit wenigen Klicks ersichtlich sind. Letztendlich kann aber auch im Internet nur überleben, wer nachhaltig Gewinne erzielt. Da sich der Nutzer auf einen Onlineanbieter festlegt, vollzieht sich auf Dauer von selbst eine Marktbereinigung und es überleben nur wenige Anbieter eines Segments. Im Internet geht es darum, eine möglichst große Anzahl an Nutzern zu binden, oder, wie auch offline, durch Produktinnovationen Neukunden zu gewinnen. Viele Onlineanbieter, wie zum Beispiel Online Communities (Xing, studiVZ) erhalten erst durch eine hohe Anzahl an Mitgliedern ihren eigentlichen Wert. Schaffner (2007, S. 59) spricht in diesem Zusammenhang von der „kritischen Masse“.
Die Studie „Mediascope Europe 2007“ (siehe Abbildung 2) macht deutlich, dass das Internet vor allem unter den jungen Deutschen dem Fernsehen als meist genutztes Medium
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den Rang abläuft (EIAA, 2007). Da allerdings nur Internetnutzer befragt wurden, sollte das Ergebnis relativiert werden. Drei Viertel der Befragten Deutschen zwischen 16 und 24 Jahren gaben an, dass sie das Internet fünf bis sieben Tage in der Woche nützten. Lediglich zwei Drittel würden in derselben Zeit fernsehen. In Deutschland verfügten 2007 61% der Bevölkerung über einen Internetanschluss. Diese nutzen das Internet durchschnittlich 5,2 Tage in der Woche und verbringen damit wöchentlich knapp elf Stunden online.
Chaffey, Ellis-Chadwick, Mayer und Johnston (2006, S. 7) weisen an dieser Stelle auf die Unausgeglichenheit zwischen Medienkonsum und Werbung im Fernsehen und im Printbereich hin. Demnach stelle die Reallokation der Unternehmensressourcen zur Maximierung der Gewinne im Internet die Schlüsselaufgabe des Internetmarketing dar.
3. Die Geschichte des Internetmarketing
Was aber genau ist Internetmarketing? Es wird definiert als
Achieving marketing objectives through applying digital technologies (Chaffey et al., 2006, S. 8).
Somit beinhaltet Internetmarketing nicht nur das Medium Internet mit seinen Marketingmöglichkeiten, sondern auch digitale Medien wie mobile Telefone und Endgeräte für das digitale Fernsehen. In diesem Buch wird der Fokus lediglich auf Marketingmaßnahmen gesetzt, die tatsächlich im Internet durchgeführt werden.
Bei einer Studie der Fachzeitschrift „w&v werben und verkaufen“ sowie der MediaGruppe München wurde 1998/99 das Stimmungsbild der 1.000 werbeintensivsten deutschen Unternehmen zum Thema Internet skizziert (Hermanns, A./Riedmüller F., 2003). Das Ergebnis ist aus heutiger Sicht erschreckend, spiegelt jedoch das Wachstum in diesem Mediensegment wieder. Obwohl damals bereits 90% der befragten Unternehmen im
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Internet präsent waren, nutzten es erst 50% als Werbeträger. Als Grund wurde die Unsicherheit gegenüber der Effektivität von Internetwerbung angegeben. Häufigste Werbeformen waren bis dato die Bannerwerbung und der Eintrag in Suchmaschinen. Heute schätzt man aufgrund der Online-Controllingmöglichkeiten genau die Effektivität der Werbemaßnahmen. Bannerwerbung hingegen hat an Attraktivität verloren und der Eintrag in Suchmaschinen macht nur noch einen sehr kleinen Teil des umfassenden Suchmaschinenmarketing aus. Dass Internetmarketingmaßnahmen gegenüber anderen Kommunikationsmethoden aufgeholt haben, zeigt Abbildung 3.
Online-Report, 2007)
Die unzureichende Beschäftigung mit dem Thema Internetmarketing spiegelt sich auch im Kommunikationsmix von Schmalen (2002, S. 455) wieder. Dort ist das Internet noch nicht einmal Bestandteil der Mediawerbung. Anschließend geht Schmalen zumindest oberflächlich auf einige Internetmarketingmaßnahmen ein. Einmal wird das Wort „Suchmaschinen“ erwähnt, von Suchmaschinenmarketing, heute ein Schwerpunkt des Internetmarketing, ist überhaupt noch nicht die Rede (Schmalen, 2002, S. 461).
Und das, obwohl der Grundstein des Internetmarketing bereits im Jahr 1994 durch das amerikanische Telekommunikationsunternehmen AT&T gelegt wurde. Damals wurde das erste statische Werbebanner auf der Internetseite des Magazins hotwired.com geschaltet. Seither hat sich der Markt für derartige Onlinewerbemittel stark weiterentwickelt. Heute werden meist animierte und interaktive Banner, oft verbunden mit Audio- oder Videodateien abgespielt (Straub, 2007, S. 75).
Durch das Sammeln und Speichern von Nutzerdaten werden Internetsurfer zudem zunehmend individuell angesprochen. Das Targeting der ersten Generation wurde vom
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Portalbetreiber WEB.de anhand von soziodemographischen und technischen Nutzerdaten im Jahr 2000 eingeführt (Straub, 2007, S. 81). Diese Art der individuellen Zielgruppenansprache wird bis heute weiterentwickelt und auf größeren Portalen wie WEB.de, GMX, 1&1, aber auch von Google verwendet. Heute ordnet man zudem die Nutzerprofile bestimmten Gruppen mit ähnlichen psychographischen Merkmalen, wie persönliche Einstellung und Meinung, zu. Man spricht hierbei vom Target Group Planning, das durch die zielgenaue Werbeansprache zu einer starken Senkung der Streuverluste führen konnte (Straub, 2007, S. 82). Eine andere Art der individuellen Ansprache datiert in das Jahr 1994 zurück. Damals entstand das „Personal Pair“ Programm von Levi Strauss. Gegen einen Aufpreis von bis zu 15 US-$ wurde Frauen angeboten, sich digitalisieren zu lassen. Durch die Speicherung ihrer Maße konnten sie beim nächsten Einkauf entsprechend mit den passenden Textilien bedient werden (Chaffey et al., 2006, S. 218).
Eine entscheidende Rolle im Internetmarketing spielt heute das so genannte Suchmaschinenmarketing. Seit 1995 haben sich die heutigen Suchmaschinen aus den damals sehr einfachen Webverzeichnissen, wie beispielsweise Yahoo!, entwickelt (Straub, 2007, S. 96).
2001 wurden die ersten Podcast-Prototypen entwickelt, wobei diese neue Form des Internetmarketing erst 2005 ihren Durchbruch schaffte. Damals erweiterte Apple seine iTunes Software, die von circa 40 Millionen Menschen genutzt wurde, um ein Podcast-Verzeichnis (Oneupweb, 2006). Mittlerweile gibt es erste Podcast-Suchmaschinen und -Portale auf denen die Audio- und Videodateien gesucht, abonniert und heruntergeladen werden können.
4. Die rechtliche Situation
Dem Internetmarketing sind jedoch trotz seiner positiven Entwicklung Grenzen gesetzt. Eine dieser Grenzen stellt das Internetrecht dar. Dieses ist bisher sehr schnelllebig und lückenhaft. Ein globales oder europaweit geltendes Internetrecht hat sich noch nicht etabliert. Zur Rechtsharmonisierung wurden innerhalb Europa Mindeststandards erlassen (Straub, 2007, S. 176). In Deutschland ist Internetrecht eine übergreifende Rechtsmaterie, die auf verschiedene rechtliche Regelungen des Bundes und der Länder zurückgreift. So wurde zunächst das Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz (IuKDG) verabschiedet, mit welchem die drei Bundesgesetze Teledienstegesetz (TDG),
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Teledienstedatenschutzgesetz (TDDSG) und das Signaturgesetz eingeführt wurden. Von den Ländern wurde zudem der Mediendienstestaatsvertrag (MDStV) geschlossen. Mit dem am 1. März 2007 in Kraft getretenen Telemediengesetz (TMG) wurde die Aufspaltung in Teledienste-Gesetz einerseits und Mediendienste-Staatsvertrag andererseits überwunden und beide Gesetzeswerke sowie das Teledienste-Datenschutzgesetz durch ein einheitliches Gesetz ersetzt. Durch die Schaffung des neuen Gesetzes wurden die bisherigen Teledienste (TDG) und Mediendienste (MDStV) unter dem rechtlichen Begriff Telemedien zusammengeführt (ver.di, 2007).
Im Folgenden wird auf die Rechtslage beim Domainnamen, bei der Anbieterkennzeichnung, bei Jahresabschlüssen, beim Widerspruchsrecht sowie beim Datenschutz eingegangen. Ein Unternehmen im Internet hat jedoch wesentlich mehr rechtliche Vorschriften zu beachten. Dazu zählen beispielsweise das neue Gesetz zur Vorratsspeicherung der Verkehrsdaten von Internet- und Emailnutzern, sowie das Signaturgesetz. Weitere Gesetze wie das Markengesetz (MarkenG), das Urheberrecht (UrhG) oder das Wettbewerbsrecht (UWG) werden hier jedoch nicht berücksichtigt, da im Rahmen des Buches nur ein Einblick in das Internetrecht gewährt werden kann.
4.1 Die Rechtslage beim Domainnamen
Die Klärung der rechtlichen Situation beginnt weit vor Beginn der Programmierung eines Internetauftritts. Erste Fragen treten bereits bei der Verwendung eines geeigneten Domainamens auf. Diesem kommt eine besondere Gewichtung beim Internetmarketing zu, da er bei den Algorithmen der meisten Suchmaschinen neben der Verlinkung der Internetseite ein wesentliches Kriterium für das Ranking bei Google und Co. darstellt (Hoffmann, 2007, S. 342). Im Domainnamen sollte daher das wichtigste Keyword der Geschäftsidee enthalten sein. Gleichzeitig muss nach einer freien Domain gesucht und hierbei alle markenrechtlichen Überschneidungen geprüft werden. Grundsätzlich findet das Recht des Staates Anwendung, an dessen Einwohner ein Internetauftritt gerichtet ist (Gräbig, 2007, S. 148). Im Bereich der Kennzeichenrechtsverletzungen spielt vor allem die Verwechslungsgefahr von zwei Domainnamen eine besondere Rolle. Problematisch ist hierbei, dass die Frage der Verwechslungsgefahr rein juristisch betrachtet wird. Das bedeutet, dass nicht berücksichtigt wird, ob im betroffenen Verkehr tatsächlich diese Verwechslungsgefahr auftritt, beziehungsweise überhaupt von Bedeutung ist (Hoeren & Utz, 2007, S. 371). Voraussetzung einer Markenrechtsverletzung ist ein Handeln im
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geschäftlichen Verkehr. Es muss sich folglich um eine Tätigkeit mit Geschäftszweck handeln (Gräbig, 2007, S. 148).
Bei Unachtsamkeit können sich Investitionen in einen Domainnamen schnell als Fehlinvestitionen erweisen. Dies gilt besonders dann, wenn der entsprechende Mitbewerber einen Rechtsstreit initiiert, bei dem der Unterlegene alle Kosten zu tragen hat (Hoeren & Utz, 2007, S. 370). Als Beispiel soll hier die Onlineausgabe der WELT dienen, welche unter dem Domainnamen www.weltonline.de zu finden ist. Die Rechtssprechung entscheidet in diesem Fall, dass die Domain www.welt-online.de unter die Verwechslungsgefahr fällt und den Nutzen der Marke aus ökonomischer Sicht einschränkt. Der Bindestrich ist somit in diesem Fall nicht geeignet, um Verwechslungsgefahr auszuräumen (Backhaus, 2007, S. 15).
Ähnliches kann auch für eine Domain ohne entsprechende Kennzeichenrechte gelten. Hat beispielsweise eine Domain mit Umlautschreibweise (www.büroartikel.de)
Verkehrsgeltung im markenrechtlichen Sinne erhalten, so könnte gegen eine zweite Domain ohne Umlautschreibweise (www.bueroartikel.de) rechtlich vorgegangen werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass es sich in beiden Fällen um eine Werk- oder Produktähnlichkeit handelt (Gräbig, 2007, S. 154). Dasselbe gilt für Domainnamen, welche sich nur durch einen Bindestrich unterscheiden (www.promotionalproducts.com und www.promotional-products.com).
Liegt ein Fall von Markenrechtsverletzung beim Domainnamen vor, so kann der Inhaber grundsätzlich Unterlassungs-, Beseitigungs-und gegebenenfalls auch
Schadensersatzansprüche geltend machen.
4.2 Die Rechtslage bei der Anbieterkennzeichnung
Bei gewerblichen Internetauftritten ist der Unternehmer verpflichtet per Impressum bestimmte Unternehmensdaten auf der Internetseite zu veröffentlichen. Seit 1. März 2008 bestimmen das neue Telemediengesetz (TMG) und der geänderte Rundfunkstaatsvertrag die Inhalte des Web-Impressums.
Nach der Ansicht des Rechtsanwalts Beckmann (2007) gehört der Verstoß gegen die Pflicht zur Anbieterkennzeichnung gemäß § 5 TMG (früher § 6 TDG und § 10 MDStV) zu einer der am häufigsten missachteten Vorschriften im Internet. Wer sich nicht an die
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gesetzlichen Vorgaben hält, müsse jederzeit damit rechnen, von Konkurrenten oder Abmahnvereinen abgemahnt zu werden. Entsprechende Rechtsverstöße ließen sich sehr leicht durch eine Internetrecherche feststellen.
Die wesentlichen Bestandteile des Impressums sind:
• Name und Anschrift des Anbieters
• Informationen zur Kontaktaufnahme
• Hinweis auf eine gesonderte Kontakt- und Reklamationsmöglichkeit
• Ggf. die Angabe des Vertretungsberechtigten (juristischen Personen, Personengesellschaften und sonstigen Personenzusammenschlüssen)
• Ggf. die Angabe der Aufsichtsbehörde
• Register und Registernummer
• Ggf. Umsatzsteueridentifikationsnummer
• Ggf. weitere Angaben
Ähnliches gilt für jede Emailsignatur, die, falls möglich, den Firmennamen, die Emailadresse, die Telefonnummer, die Handelsregisterangabe und die
Umsatzsteueridentifikationsnummer beinhalten muss (Straub, 2007, S. 130).
4.3 Die Rechtslage bei Jahresabschlüssen
Seit 2008 gilt auch für die Offenlegung der Jahresabschlüsse eine neue Regelung. Abschlüsse, die ab 1. Januar 2006 beginnen müssen ab 2009 beim elektronischen Bundesanzeiger (www.ebundesanzeiger.de) abgeliefert werden. Die Offenlegung der Jahresabschlüsse im Internet gilt für Kapitalgesellschaften, große Personengesellschaften und große Einzelkaufleute sowie für einige andere Rechtsformen (Koss, 2007, S. 19). Das neue Gesetz schafft somit mehr Transparenz über die Liquiditätslage bei Unternehmen.
4.4 Die Rechtslage beim Widerspruchsrecht
Wichtiger Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ist das Widerspruchsrecht. Der Verbraucher kann sein Widerrufsrecht ohne Begründung seinerseits nach § 312c ff. BGB geltend machen. Problematisch ist dabei nur die Frist, die gesetzlich einen Monat beträgt. Die meisten Anbieter im Internet reduzieren diese in ihren AGB jedoch auf 14 Tage, was, wenn der Verbraucher darüber informiert ist, vollkommen rechtens ist. Nach Ansicht der Rechtsprechung sind jedoch viele Widerrufsbelehrungen
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falsch, so dass nicht die Frist für den Widerruf von 14 Tagen, sondern die längere gesetzliche Frist von einem Monat gilt (Meinrenken, 2006).
Das Widerspruchsrecht muss, geht man nach der aktuellen Rechtsprechung, in Textform übermittelt werden. Das wird trotz gut zugänglicher AGB nicht erfüllt. Die Erklärung über das Widerspruchsrecht in den Online-AGB reicht nicht aus, selbst wenn der Verbraucher in zumutbarer Weise von deren Inhalt Kenntnis nehmen kann (Dingeldey, 2006).
Somit wird bei einer Onlinebestellung, trotz dem Lesen der AGB, die Frist von zwei Wochen nicht wirksam vereinbart. Gemäß dem Bundesgerichtshof (BGH GRUR 2002, 1085f.) soll der Verbraucher durch die Belehrung nicht nur von seinem Widerrufsrecht Kenntnis erlangen, sondern auch in die Lage versetzt werden, dieses auszuüben.
Die Widerrufsbelehrung ist aber wegen der Mitteilung einer Frist von 14 Tagen unwirksam, da die Frist in Wirklichkeit einen Monat beträgt. Die Frist beginnt nicht mit Erhalt der Ware zu laufen, sondern erst ab Erhalt einer den gesetzlichen Ansprüchen genügenden Widerrufsbelehrung. Die Frist wurde vor Vertragsschluss mitgeteilt, kann also gar nicht zu laufen beginnen. Damit verstößt die Darstellung auch gegen UWG, da sie beim Verbraucher den Irrtum hervorrufen könnte, er habe tatsächlich nur eine Widerspruchsfrist von 14 Tagen. Erhält also der Verbraucher keine weiteren Hinweise, ist die Widerrufsfrist nicht 14 Tage, sondern einen Monat lang (Meinrenken, 2006).
Das Widerspruchsrecht macht deutlich, auf welche Details ein Unternehmen im Internet mitunter achten muss. 2007 kam es bei ebay zu einer regelrechten Abmahnwelle, da kaum ein Anbieter die soeben aufgezeigte Rechtslage beachtet hatte. Neuerdings muss die Widerrufsbelehrung zudem innerhalb der AGB in Fettdruck geschrieben sein. Außerdem müssen die AGB zu drucken und zu speichern sein. Sie müssen sich zudem in der Bestellbestätigungsemail befinden (aktuelle Rechtssprechung 2009).
4.5 Die Rechtslage beim Datenschutz
Viele Unternehmen sind im Internet darauf angewiesen, einzelne Kundendaten für zukünftige Zwecke zu speichern. Hierzu gibt es umfangreiche datenschutzrechtliche Vorschriften.
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Der Grundsatz im Datenschutzrecht lautet, dass jede betroffene Person umfassend vor der Speicherung von persönlichen Daten über Art und Umfang der Datenerhebung und Verarbeitung zu informieren ist (Wulf, 2007). Darüber hinaus gilt es die Datensparsamkeit zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass nicht mehr Daten erhoben werden, als für den konkreten Zweck erforderlich. Möchte ein Internetanbieter über den zuvor angekündigten Zweck hinaus die Daten des Nutzers verwenden, so ist hierfür eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich (§ 13 TMG). Weitere Grundsätze sind die enge Zweckbindung sowie das Kopplungsverbot, auf die hier jedoch nicht näher eingegangen wird. Zu beachten ist zudem, dass die Weitergabe von Daten ohne Einwilligung unzulässig ist und gleichzeitig einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht darstellt.
Unter das Thema Datenschutz fällt auch das am 9. November 2007 vom Bundestag beschlossene Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung (2006/24/EWG). Zukünftig sollen demnach alle Verkehrsdaten für sechs Monate von den Kommunikationsanbietern aufbewahrt werden (Wulf, 2007).
5. Wie funktioniert Internetmarketing?
Da in diesem Buch auf die Online-Kundenakquisition fokussiert wird, macht es Sinn, das Medium Internet zunächst bezüglich seiner Kommunikationsmöglichkeiten zu analysieren. Man unterscheidet hierbei zwischen Push- und Pull-Marketing (Schmalen, 2002, S.553). Durch die Push-Strategie wird der Verbraucher direkt angesprochen, zum Beispiel über Direkt-Marketingmaßnahmen wie eine Email. Pull-Marketingmaßnahmen initiieren hingegen, dass die potenziellen Kunden ihren Weg zu einem selbst finden. In diesem Zusammenhang wird genauer untersucht, ob sich das Internet eher zur offensiven Push-Strategie oder zur passiveren Pull-Strategie eignet.
Zu den Oberzielen des Internetmarketing zählen die Kundengewinnung und die Kundenbindung. Diesen Zielen können Unterziele zugeordnet werden, ohne die weder die Gewinnung, noch die Bindung von Kunden möglich ist. Dazu zählt die Generierung von einer möglichst großen Anzahl an Websitebesuchern, was als Traffic bezeichnet wird. Ein weiteres Unterziel kann das Sammeln von Kontaktdaten sein, wenn sich Interessenten registrieren oder über ein Onlineformular den direkten Kontakt zum Unternehmen suchen. Die online gewonnenen Nutzerdaten können gespeichert und daraus Profile erstellt werden. Diese einzelnen Profile ermöglichen schließlich eine beinahe individuelle
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Kundenansprache, weshalb in diesem Zusammenhang häufig von One-to-One-Marketing beziehungsweise -Kommunikation gesprochen wird (Straub, 2007, S. 48).
Grundsätzlich kann bei den Internetmarketingmaßnahmen zwischen Offsite- und Onsite-Maßnahmen unterschieden werden. Letztere umfassen alle Möglichkeiten des Internetmarketing, die auf der eigenen Website realisierbar sind. Unter Offsite-Maßnahmen versteht man dagegen alle Werbemöglichkeiten im WWW außerhalb der eigenen Website. Darunter fallen beispielsweise Bannerwerbung, Werbeanzeigen in anderen Newslettern und Einträge auf anderen Portalen oder Verzeichnissen. Im Mittelpunkt des Buches stehen eindeutig die Onsite-Maßnahmen. Letztendlich führt fast jede Offsite-Werbung über einen Link zurück zur eigenen Website, wodurch dem Internetauftritt ohnehin besondere Bedeutung zukommt.
Im Folgenden werden somit vor allem die Onsite-Maßnahmen, die der Vermarktung der Unternehmenswebsite dienen, genauer untersucht und nur am Rande auf die klassischen Offsite-Maßnahmen, Affiliate Netzwerke und Brand Communities eingegangen. Ein heute ganz wesentlicher Bestandteil des Internetmarketing, der sich in Onsite- und Offsite-Maßnahmen aufteilt, stellt das Suchmaschinenmarketing dar (siehe Abbildung 4), welches im Anschluss vorgestellt wird.
Abbildung 4: Werbestatistik nach Segmenten 2004-2007 in Mio. Euro, Deutschland (Quelle: OVK Online-Report, 2007)
5.1 Onsite-Maßnahmen
Zur Onsite-Vermarktung einer Unternehmenswebsite zählt vor allem das Suchmaschinenmarketing, das jedoch, wie soeben angemerkt, in diesem Buch gesondert
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untersucht werden soll. Ein wichtiger Bestandteil ist zudem die so genannte Usability. Sie beschreibt, wie nutzerfreundlich eine Internetseite ist. Erlhofer (2007b, S. 393) bezeichnet die Usability sogar als den „Schlüssel zum Erfolg“. Im Wesentlichen geht es darum, dass sich ein Besucher auf der Website schnell zurechtfindet und nicht aufgrund der Unübersichtlichkeit nach wenigen Sekunden die Seite wieder verlässt, was alle Bemühungen der Kundenakquisition zunichte machen würde. Da es sich bei der Usability jedoch um Layout-, Struktur, Inhalts- und Grafikfragen der Website handelt, soll das Thema hier nicht weiter behandelt werden. Somit werden im Folgenden nur das Email-Marketing und die innovativen Onsite-Instrumente Blog- und Podcast-Marketing analysiert, da diese unmittelbar auf die Kundenakquisition abzielen.
5.1.1 Email-Marketing
Emails sind der meistgenutzte Internetdienst (Straub, 2007, S. 124). Sie lassen sich sehr gut zur Kundenbindung und zur Neukundenakquisition einsetzen. Dabei ist kaum ein anderes Marketinginstrument günstiger und schneller. Emails zählen zu den wenigen Online-Push-Marketinginstrumenten. Deshalb sollte von vorneherein großer Wert auf das Sammeln von Emailadressen über die Website gelegt werden. Spricht man von Email-Marketing, so ist in der Regel das Versenden von Newslettern gemeint. In Newslettern werden regelmäßig und kostenlos aktuelle Informationen und Angebote an Kunden geschickt.
Das Unternehmen Quris Inc. (2003) macht deutlich, dass beim Newsletterversand Chancen und Risiken eng beieinander liegen. Einerseits werden von 57% der Internetnutzer aufgrund von Emails Onlinekäufe getätigt. Andererseits brechen 45% der Nutzer geschäftliche Beziehungen im Internet aufgrund von unrechtmäßigen Emailpraktiken ab.
Daher muss beim regelmäßigen Versand von Newslettern einiges beachtet werden. Jeder Kunde muss sich mit dem Empfang einverstanden erklärt haben und es sollte ihm in jeder Email die Möglichkeit gegeben werden, den Newsletter wieder abzubestellen. Liegt eine Einwilligung seitens des Empfängers nicht vor, so kann die Email gemäß §7 UWG als unzumutbare Belästigung gelten. Bereits bestehende Geschäftsbeziehungen sind hiervon ausgenommen.
Wie von Quris Inc. (2003) schon angedeutet, ist das Email-Marketing ein Bestandteil des Internetmarketing bei dem viele Fehler gemacht werden können und daher eigens über
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dieses Thema bereits sehr viel publiziert wurde. Die Versandfrequenz des Newsletters sollte nicht zu hoch sein und dem Abonnenten bereits im Vorfeld mitgeteilt werden. So wird Vertrauen, Transparenz und Akzeptanz geschaffen. Zudem sollte der Interessent vor der Anmeldung in Erfahrung bringen können, was ihn inhaltlich erwartet, beziehungsweise welchen Nutzen er aus dem Newsletterempfang ziehen kann. Bei der Umsetzung ist schließlich wichtig, dass ein Newsletter nicht nur aus Text besteht, sondern zumindest Bilder enthält. Jedoch muss der Abonnent die Möglichkeit haben, die Email optional in reinem Textformat öffnen zu können. Dies können verschiedene Emailprogramme gewährleisten. Der Betreff muss kurz und aussagekräftig sein und interessant klingen. Nur aufgrund eines falschen Betreffs kann eine Email schon als Spam angesehen werden und dadurch nie beim Nutzer landen. Von entscheidender Bedeutung sind zudem die persönliche Ansprache, die Gestaltung und die Struktur des Newsletters (Schwarz, 2005 S. 50ff).
Da ein Newsletter niemals zu lang sein darf, können verschiedene Themen nur angerissen werden. Ziel einer jeden Email sollte daher sein, den Abonnenten auf die eigene Website zu lotsen, um ihm bei Bedarf mehr Informationen zu vermitteln. Dies geschieht über Links, welche auf Landing Pages führen. Aufgabe der Landing Pages ist dabei den Nutzer zunächst „abzuholen“ und dann zum Kauf zu bewegen.
An den Emailaktionen ist in jedem Fall die Messbarkeit des Werbeerfolgs positiv zu bewerten. Bei Beachtung aller notwendigen Kriterien kann mit durchaus positiven Quoten gerechnet werden: Circa 90% der Emails erreichen den Adressaten, rund 30% öffnen die Email und ungefähr 8% tätigen einen oder mehrere Klicks auf die Hyperlinks im Text der Email (Chaffey et al., 2006, S. 195). Das britische Wettunternehmen William Hill fand heraus, dass sich durch das automatische Versenden von Emails an Nutzer, die sich zwar angemeldet, aber nicht an Wetten teilgenommen hatten, die Bereitschaft doch zu wetten, um 50% erhöhte.
Neben dem Newsletter, der regelmäßig erscheinen sollte, kann es Sinn machen, zu bestimmten Anlässen eine Emailaktion zu starten. Diese kann sich an potenzielle Neukunden richten oder an Bestandskunden. Möchte ein Unternehmen beispielsweise eine Geschenkidee bewerben, so wird es keinen besseren Zeitpunkt geben, als die Aktion ein paar Wochen vor Weihnachten zu starten. Das Passauer Einzelunternehmen StarkeZigarren verschickte 30 Tage vor Weihnachten eine Email mit dem Betreff „Unser
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Weihnachtsgeschenk“ an alle Privatkunden von denen eine Emailadresse vorlag. Von insgesamt 79 verschickten Emails kamen 78 bei den Kunden an. Wie in Abbildung 5 zu sehen, betrug die Öffnungsrate der Email hohe 55%, die Bouncerate lag bei 1% (Email die den Empfänger nicht erreicht). 10% der Empfänger klickten auf einen Hyperlink der auf das Kontaktformular der Website führte. 2,5% tätigten letztendlich einen Kauf. Somit wurde mit einer kostenlosen Werbeform 289,84 € Umsatz erzielt.
5.1.2 Blog-Marketing
Der Begriff Blog ist die Kurzform für Weblog. Weblogs werden als Online Tagebücher oder Logbücher bezeichnet (Straub, 2007, S. 146). Diese Tagebücher zeichnen sich durch eine hohe Interaktivität, Aktualität und durch einen starken Verlinkungsgrad aus. Blogs sind somit sehr suchmaschinenfreundlich, was sie grundsätzlich zur Neukundenakquisition sehr geeignet erscheinen lässt. Zudem können durch den hohen Vernetzungsgrad der Blog-Nutzer unter sich Neuigkeiten im Internet sehr schnell verbreitet werden.
Blog-Marketing ist innovativ. Weblogs stehen …kurz davor sich als Massenmedium zu etablieren (Holzapfel, 2006). Diese Aussage ist wohl in Deutschland noch zu relativieren, da derzeit nur ungefähr ein Prozent aller Blogeinträge auf Deutsch verfasst werden (Sifry, 2006). Bei den deutschen Unternehmen ist dieser neue Marketingtrend bisher kaum angekommen (Straub, 2007, S. 161). In den USA und Japan können Weblogs aber bereits als Massenmedium bezeichnet werden.
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Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Weblogs. Ein Unternehmen kann sich dafür entscheiden, einen eigenen Blog zu eröffnen. Diese werden als Corporate Blogs bezeichnet und haben meist den Aufbau von Sympathie und Vertrauen zum Ziel. Ermöglichen sie eine direkte Kommunikation mit den Kunden, so können zudem wertvolle Informationen aus Kundenmeinungen gezogen werden. Neben den Corporate Blogs gibt es auch inoffizielle Weblogs. Da diese keine Verbindung zur Unternehmenswebsite haben, zählen sie zu den Offsite-Maßnahmen und werden unter Brand Communities (5.2.3) beispielhaft erläutert.
Bei den Corporate Blogs unterscheidet Straub (2007, S. 148 f) zwischen Service-Blogs, Kampagnen-Blogs, Themen-Blogs, Produkt-Blogs, Brand-Blogs, Customer-Relationship-Blogs, Krisen-Blogs, CEO-Blogs und Employee-Blogs. Durch ihre aussagekräftigen Namen sind sie selbsterklärend. Sie werden speziell zu diesen Zwecken, wie einem Produkt, einer Marke oder zur Verbesserung der Kundenbeziehung eingerichtet. Während CEO-Blogs ausschließlich für Führungskräfte gedacht sind, können in Employee-Blogs ihre Mitarbeiter kommunizieren. Unternehmen, die bereits ein Corporate Blog haben, führen meist ein Themen-Blog. Das Ziel der Themen-Blogs ist es, Interessenten über Themen und nicht über Produkte anzusprechen. Ein Unternehmen muss dem Nutzer ein Informationsangebot präsentieren, das es so im Internet noch nicht gibt. Bestenfalls kann es eine „mediale“ Nische besetzen oder zumindest Nachrichten zusammenfassen, wie es sie in dieser Kombination bisher nicht gibt. Wichtigste Voraussetzung dabei ist, dass Fachleute die Artikel schreiben. Selbstverständlich sollen die Informationen in irgendeiner Form mit den Produkten oder der Dienstleitung des Unternehmens zusammenhängen. Zeigt man sich auf einem Themengebiet als sehr kompetent. so lassen sich bei geschickter Nutzung der Weblogs, Kundenkontakte und Leads (geschäftliche Anbahnungen) generieren (Giesen, 2006, S. 2f).
Dabei sind unterschiedliche Faktoren entscheidend für das Funktionieren der Corporate Blogs. Klare und prägnante Überschriften machen ein Blog ebenso übersichtlicher wie eindeutige Kategorien (Eck, 2005a). Da Transparenz ein wichtiges Erfolgskriterium ist, mag es bei manchen Weblogs sinnvoll sein, den Herausgeber zu benennen und mit Bild vorzustellen (Giesen, 2006, S. 3). Zudem spielt die Veröffentlichungsfrequenz eine wichtige Rolle. Eck (2005b) betrachtet die Frequenz neben der Qualität der Inhalte als die größte Herausforderung für die Unternehmen. Je häufiger Artikel erscheinen, umso mehr Traffic kann erzeugt werden. Dabei sollten zwei Veröffentlichungen pro Tag als Maßstab
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gelten. Eck (2004) und Giesen (2006) sind sich darüber einig, dass viel versprechende Werbeaussagen in Corporate Blog nichts zu suchen haben. Das Unternehmen sollte im Moment des Postens nicht an Publicity denken, sondern versuchen, Lösungskompetenz zu zeigen. Potenzielle Kunden sollen mit Informationen versorgt und beraten werden (Giesen, 2006, S. 2).
Steht der Kundendialog im Vordergrund eines Corporate Blogs, so sollte jeder externe Blogger die Möglichkeit erhalten über eine Kommentarfunktion mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten. Gleichzeitig sollte der Blog-Leser einen Link hinterlassen können (Trackback), um gegebenenfalls auf seinen eigenen Weblog mit ähnlichem Thema verweisen zu können. Zudem kann dem Nutzer innerhalb des Blogs der automatische Empfang von Unternehmensnachrichten per RSS-Feed angeboten werden (Giesen, 2006).
Zwei Unternehmensbeispiele zeigen, wie ein Weblog zum Erfolg des Unternehmens beitragen kann. Sowohl bei Frosta (Lembke, 2006), dem Tiefkühlkosthersteller, wie auch bei der Kelterei Walter (Löwer, 2006), überstiegen die Zugriffszahlen des Blogs die der eigentlichen Unternehmensseite bei weitem. Der (Saft-)Blog der Kelterei (siehe Abbildung 6) startete 2006 und konnte nach mehreren Monaten bereits 500 Besucher am Tag zählen. Die Website hatte zum gleichen Zeitpunkt nur 80 Besucher anlocken können. Mit dem Erfolg des Blogs stiegen auch die Emailanfragen und Bestellungen. Dies gelang durch das zeitaufwendige aber kostengünstige Bloggen in der Mischung aus CEO-, Employee- und Produkt-Blog.
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Arbeit zitieren:
Sebastian Gollas, 2008, Internetmarketing als Kommunikationsmethode zur Kundenakquisition, München, GRIN Verlag GmbH
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