Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. I
Abk ürzungsverzeichnis. II
1 Problemstellung. 1
2 Grundlagen von Hub-and-Spoke-Systemen. 1
2.1 Charakteristika von H S-Netzwerken. 1
2.2 Typen von H S-Netzwerken. 2
3 Hub-and-Spoke-Systeme im Güterverkehr. 2
3.1 Entwickung von H S-Netzen als Folge der Deregulierung. 2
3.2 Vor- und Nachteile von H S-Netzen. 4
4 Planung und Optimierung von H S-Systemen. 7
4.1 Strategisches Netzwerkdesign. 7
4.2 Modelle und Lösungsansätze von HLP. 8
5 Einsatz von H S-Systemen. 9
5.1 Das H S-System als Produktionsmodell im Kombinierten Verkehr. 9
5.2 Sammelgutverkehr bei KEP-Diensten. 11
5.3 Feeder-Dienste in der Schifffahrt. 11
6 Zusammenfassung. 12
Anhang. III
Literaturverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Liniennetz, Raster-Netz, Hub-and-Spoke-Netz.
Abb. 2: 1-Hub-Netz und Multi-Hub-Netz.
Abb. 3: Sanduhr-Hub und Hinterland-Hub.
Abb. 4: Unverbundene vs. verbundene Produktion.
Abb. 5: Multiplikatorwirkung von H S-Netzen.
I
Abkürzungsverzeichnis
Aufl.
Bd.
Diss.
ggf.
HHLA
Hrsg.
H&S
HLP
Jg.
KEP
KV
TFGI
Güterverkehr mbH
u.a.
UPS United Parcel Service
Verl. Verlag
II
1. Problemstellung
Der Erfolg eines Unternehmen wird u.a. durch die Kompetenz determiniert, d.h. auf die Fähigkeit Ressourcen effektiv einzusetzen. Transportunternehmen müssen sich laufend entwickeln, indem sie sich neue Kompetenzen zulegen, die den gesteigerten Serviceforderungen der Kunden entgegenkommen. Im Zuge eines stetig steigenden Konkurrenzdruckes im Transportwesen, versuchen die Unternehmen, sich durch die Art und Qualität der angebotenen Leistung (Leistungsdifferenzierung) oder durch möglichst geringe Kosten (Kostenführerschaft) von ihren Wettbewerbern abzugrenzen. Dabei setzt beides effizient strukturierte und organisierte Transportnetze voraus, denn diese beeinflussen sowohl den Lieferservice als auch die Logistikkosten. 1 Im Rahmen logistischer Optimierungsstrategien wurde mit dem Aufkommen von Kurier-, Expreß- und Paketdiensten sowie der Deregulierung des Luftverkehrs in den USA ein neuer Netztyp geschaffen, das sogenannte Hub-and-Spoke (H&S)-System. 2 Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Systematik und dem Einsatz solcher Systeme im Güterverkehr auseinander und soll Lösungsmodelle von Hub Location Problemen aufzeigen.
2. Grundlagen von Hub-and-Spoke-Systemen
2.1 Charakteristika von H&S-Netzwerken
Unter einem Netzwerk ist ein Gebilde zu verstehen, das aus Knoten (Elementen) und Kanten (Knotenverbindungen, Relationen) besteht. Dabei kann das Netzwerk als reines Liniensystem, als Rastersystem („free flow“, Direktverkehrsnetz), als H&S-System oder als Mischsystem konzipiert sein. 3 (vgl. Abb.1, Anhang III) Die Bezeichnung „Hub-and-Spoke“ wird hierbei interdisziplinär verwendet. Neben der Beschreibung von Transportnetzen werden auch Netzwerke mit ähnlicher Topologie, z.B. in der Informatik, als „Hub-and-Spoke“ tituliert. 4 H&S-Netze sind hierbei radiale Netze, in denen die Verbindungen (Spokes, Speichen) strahlen- oder sternförmig auf einen zentralen Punkt (Hub, Nabe) zulaufen. Die Knoten sind dabei nicht direkt, sondern über den Hub miteinander
1 Vgl. Mayer, G. (2001), S. 1.
2 In der Literatur werden synonym die Begriffe Nabe-Speiche bzw. Drehkreuz-System für H&S-Netzwerke gebraucht.
3 Vgl. Huber, J. (2000), S.162f; o.V. (2002), S. 22f.
4 Vgl. Mayer, G. / Wagner, B. (2002), S. 716.
1
verbunden. 5
2.2 Typen von H&S-Netzwerken
Abhängig von der Anzahl der Hubs und deren Funktion bei der Verteilung des Verkehrsaufkommens unterscheidet man verschiedene Netztypen. Bei nur einem zentralgelegenen Hub spicht man von einem 1-Hub-Netz. Dieses stellt die einfachste Form eines H&S-Systems dar. Ein Konglomerat aus mehreren 1-Hub-Netzen, welche über die Hubs in Interaktion stehen und nicht losgelöst voneinander betrieben werden, heißen Multi-Hub-Netze. Die Bündelungsfunktion ist auf den Verbindungen zwischen den Hubs am effektivsten. (vgl. Abb. 2, Anhang III) 6
Je nach Funktion der 1- oder Multi-Hub-Netze werden Sanduhr- oder Hinterland-Hubs unterschieden. Sanduhr-Hubs weisen eine gewisse geographische Orientierung der Ströme auf. Diese münden aus einer Richtung (z.B. Norden) in den Hub ein und verlassen ihn in mit demselben Richtungssinn (z.B. nach Süden). Sanduhr-Hubs sind vorrangig „en route“ liegende Orte zur Bedienung einer über diese Orte hinwegführende Durchgangsnachfrage. Beim Hinterland-Hub wird der Verkehr aus Orten in der Nähe des Hubs zu selbigem geleitet, um ihn von dort zu häufig entfernteren Zielen weiterzuführen. Der Hinterland-Hub dient damit als Zu- oder Abführungspunkt für Verkehr von kurzen auf lange Strecken und umgekehrt. 7 (vgl. Abb. 3, Anhang IV) Beide Hubtypen erlauben die Ausprägung als 1-oder Multi-Hub-Strategie. Die geschilderten H&S-Netze sind in dieser „reinen“ Form aber nur selten vorzufinden. 8
3. Hub-and-Spoke-Systeme im Güterverkehr
3.1 Entwicklung von H&S-Netzen als Folge der Deregulierung
Die achtziger und neunziger Jahre waren in Nordamerika und Europa geprägt durch den Abbau verschiedener staatlicher Regulierungsmaßnahmen. 9 Im Luft- und Straßengüterverkehr hatten die erwähnten Liberalisierungsmaßnahmen eine wesentliche Auswirkung: von
5 Vgl. Domschke, W. / Krispin, G. (1999), S. 284; Mayer, G. (2001), S. 10.
6 Vgl. Mayer, G. (2001), S. 11f.
7 Vgl. Teuscher, W.R. (1994), S. 265f; Pompl, W. (1998), S. 337.
8 Vgl. Domschke, W. / Krispin, G. (1999), S. 285; Mayer, G. (2001), S. 13f.
9 Im Eisenbahnverkehr wurden mit den Richtlinien 91/440, 95/18 und 95/19 der EU-Kommission Maßnahmen eingeleitet, die mehr Wettbewerb durch den Eintritt neuer Anbieter erzeugen sollen.
2
Arbeit zitieren:
Wolfhard Janz, 2002, Hub-and-Spoke-Systeme im Güterverkehr, München, GRIN Verlag GmbH
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