Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis................................................................................................................... II
Abk ürzungsverzeichnis. III
Abbildungsverzeichnis. III
Tabellenverzeichnis. III
1 Einleitung 1
2 Definition und Idee von OSS 3
2.1 Definitorische Abgrenzungen von Free Software, Open Source Software und Closed
Software 3
2.2 Idee von OSS 4
3 Open Innovation 5
4 Open Source in Unternehmen als eine Form von Open Innovation 10
4.1 Zusammenhänge zwischen OSS und Open Innovation 10
4.2 Umsetzung von Open Innovation bei der OSS Entwicklung - Organisatorische
Herausforderungen von Open Innovation bei der OSS Entwicklung und ihre Lösung. 11
4.2.1 Maximierung des Nutzens interner Forschungskapazitäten (Interne Innovation) 11
4.2.2 Die Integration externer Innovationen in die eigene Firma (Externe Innovation) 12
4.2.3 Schaffen von externen Anreizen, die eigene Firma mit Innovationen zu
unterst ützen (Motivation externer Innovation) 14
5 Zusammenfassung. 18
Literaturverzeichnis V
Eidesstattliche Erklärung VIII
II
Abkürzungsverzeichnis EDV Elektronische Datenverarbeitung F&E Forschung & Entwicklung FS Free Software FSF Free Software Foundation GPL GNU General Public License OS Open Source OSS Open Source Software OSI Open Source Initiative
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Closed Innovation S. 7 Abb. 2: Open Innovation S. 8
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Prinzipien von Closed Innovation vs. Prinzipien von Open Innovation S. 8
III
1 Einleitung
In der vorliegenden Arbeit wird neben der Darstellung der Idee und Geschichte von Open Source Software (OSS) explizit darauf eingegangen, wie der Prozess der Innovation in der OSS Entwicklung abläuft. Des Weiteren erfolgt eine systematische Analyse davon, wie bei OSS Entwicklungsprozessen das Konzept der Open Innovation angewendet wird und wie die Herausforderungen des Konzepts der Open Innovation in Unternehmen organisatorisch gelöst werden.
“Open Source“ ist das Schlagwort für ein heute immer wichtiger werdendes Phänomen, das es schon seit den 70er Jahren in der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) gibt, nämlich so genannte quelloffene Software. In der Anfangszeit der Datenverarbeitung war es üblich, dass Softwareentwickler ihren Quellcode, also die Basis ihrer Produkte, untereinander austauschten. Somit waren sie in der Lage, sich gegenseitig zu helfen und durch einen offenen Prozess der Innovation die Qualität ihrer Produkte zu verbessern. Durch die Kommerzialisierung von Software während der 70er und 80er Jahre wurde diesem offenen Entwicklungsprozess von Seiten der Softwarekonzerne jedoch ein Riegel vorgeschoben. Innovation im Softwarebereich fand von nun an hauptsächlich in den geschlossenen Forschungs-und Entwicklungszentren (F&E) der großen
Softwareunternehmen statt. Ab diesem Zeitpunkt wurde somit “Closed Software“ verkauft; Software, bei welcher der Quellcode verschlossen ist und Änderungen und Modifikationen dem Entwickler vorbehalten bleiben. Die Wiedergeburt von quelloffener Software Ende der 90er Jahre hat jedoch auch bei den großen Softwareunternehmen zu einem Umdenken geführt: So sind heutzutage alle renommierten Softwarefirmen in OSS Projekte involviert.
“Open Innovation“ bezeichnet ebenfalls ein Phänomen, das seit Anfang dieses Jahrzehntes durch Chesbrough bekannt wurde. Open Innovation kann als Öffnung des Innovationsprozesses von Unternehmen und damit als aktive strategische Nutzung der Außenwelt zur Vergrößerung des eigenen Innovationspotentials bezeichnet werden (vgl. Gassmann und Enkel, S. 132ff). Das Konzept der Open Innovation ist also neu. Ebenso ist “Open Source“ (OS) ein neuer Begriff für ein vergleichsweise älteres Phänomen und steht für eine Art quelloffener Software.
In der Vergangenheit fand der Prozess der Innovation ausschließlich in geschlossenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen statt. So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch die Entwicklung von Software schon wenige Jahre nach ihrer Erfindung innerhalb geschlossener Institutionen abspielte.
Früher betrachteten Unternehmen ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilungen als äußerst wertvolle Unternehmensschätze, welche es vor der Öffentlichkeit und insbesondere vor Konkurrenzunternehmen zu schützen galt. Ähnlich wie beim Modell der
1
Softwareentwicklung war die Entwicklung neuer Produkte der unternehmensinternen Forschungsabteilung vorbehalten und diese war zur Geheimhaltung von Innovationen verpflichtet. Analog zum Begriff “Closed Software“ spricht man hier deshalb auch von “Closed Innovation“.
Nach dem Volkswirt Schumpeter kann Innovation allgemein als die Durchsetzung einer technischen oder organisatorischen Neuerung, nicht allein ihre Entwicklung als Innovation bezeichnet werden (vgl. Schumpeter 1911). Im Sinne von Closed Innovation galt es auch diese Durchsetzung von Innovation zu schützen, damit lediglich das innovierende Unternehmen davon profitieren kann.
So wie das Rezept eines Erfrischungsgetränkes (z.B. Coca-Cola) bildet der Quellcode einer Software (z.B. Microsoft Office) ebenfalls die Basis für die Durchsetzungskraft oder den Erfolg dieses Produktes, welches verschlossen gehalten werden muss. Dieser Ansicht waren zumindest die Vertreter von Closed Innovation und Closed Software, welche die jeweiligen Gegenstücke zu Open Innovation und OSS sind. Seit einigen Jahren hat sich jedoch das Konzept Open Innovation immer weiter verbreitet und wurde insbesondere in Verbindung mit der OSS Entwicklung gebracht. Ein gutes Beispiel für Open Innovation in Verbindung mit OSS ist das Eclipse Open Innovation Network. Über 160 Unternehmen, darunter IBM, SAP, Intel, Oracle und Nokia, innovieren hier gemeinsam Open Source Software (vgl. Eclipse Open Innovation Networks). Im Verlauf dieser Arbeit wird nun darauf eingegangen, was man konkret unter OSS und Open Innovation versteht und auf welche Weise die OSS Entwicklung ein Beispiel für die Umsetzung von Open Innovation in Unternehmen darstellt.
OSS Entwicklung ist zum einen selbst als eine besondere Art der Innovation anzusehen, nämlich als Prozessinnovation. Zum anderen trägt sie zur Entstehung innovativer Softwareprodukte bei. Es stellt sich die Frage, inwiefern OSS Entwicklung eine besondere Form von Open Innovation im Unternehmen darstellt.
Nach West und Gallagher (2005) werden im Entwicklungsprozess von OSS tatsächlich wesentliche Merkmale von Open Innovation angewendet (vgl. West und Gallagher 2005, S. 2). OSS Projekte werden durch eine spezielle Organisation von Innovation zum Erfolg geführt. Doch wie genau erfolgt diese Umsetzung im Falle von Open Source Software? Um aufzeigen zu können, ob und - wenn ja - auf welche Weise bei der Entwicklung von OSS das Konzept der Open Innovation zum Tragen kommt, ist es deshalb sinnvoll, zu analysieren, wie die organisatorischen Herausforderungen von Open Innovation, die Anforderungen an das Management zur Koordination, sowie die Gestaltung des Innovationsprozesses als solchen im Bereich der OSS Entwicklung gelöst werden.
2
2 Definition und Idee von OSS
Im Folgenden wird eine definitorische Abgrenzung von Free Software, Open Source Software und Closed Source Software vorgenommen sowie die Idee von OSS erläutert.
2.1 Definitorische Abgrenzungen von Free Software, Open Source Software und Closed Software
Bei Free Software (FS) ist der Quelltext der Software frei zugänglich und darf vervielfältigt, verbreitet und modifiziert werden. Modifikationen müssen unter den gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen (vgl. Stallman 2002, S. 30). Free Software wird unter der von der Free Software Foundation (FSF) herausgegebenen GNU General Public License (GPL) lizenziert.
Im Gegensatz dazu ist Open Source Software (OSS) ein Modell, das die kommerzielle Nutzung von quelloffener Software vereinfachen soll. Der Quelltext ist ebenfalls frei zugänglich. Vervielfältigung, Verbreitung und Modifikation sind erlaubt, wobei letztere nicht unbedingt unter den gleichen Lizenzbedingungen zur Verfügung gestellt werden muss. An dieser Stelle sei angemerkt, dass Free Software natürlich auch OSS ist, aber OSS nicht unbedingt Free Software, da Modifikationen nicht unter den gleichen Bedingungen veröffentlicht werden müssen. OSS ist demnach eine weniger restriktive Untermenge von Free Software. Oftmals werden die Begriffe Free Software und OSS als Synonym verwendet, was allerdings nicht korrekt ist. Es muss hier erwähnt werden, dass der Begriff Open Source Software erst seit 1998 gebräuchlich ist. Vorher hatte man OSS lediglich als Free Software bezeichnet.
Mit Closed-Source-Software/Proprietärer Software ist Software gemeint, bei welcher der Quelltext (im Gegensatz zu OSS) nicht zur Verfügung steht. Die Geheimhaltung dient der Wahrung von Geschäftsgeheimnissen (bestimmten Implementierungen, Algorithmen oder Datenstrukturen). Durch eine Funktionsanalyse oder Dekompilierung des Programms (meist untersagt), also der Zurückführung in einen lesbaren Quelltext, lassen sich die Geheimnisse jedoch oftmals enttarnen.
Es wird klar, dass es sich bei OSS somit um eine Form von quelloffener Software handelt. Die Open Source (OS) Definition wird durch die OS Initiative publiziert (vgl. Open Source Organization). Die aktuelle Definition von OS kann unter
http://www.opensource.org/docs/definition.php eingesehen werden und bildet die
Grundlage für OS Lizenzen. Das heißt, jede Lizenz, die den Bedingungen dieser Definition gerecht wird, kann als OS Lizenz bezeichnet werden.
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Arbeit zitieren:
Bernhard Ellmer, 2008, Die Entwicklung von Open Source Software (OSS) , München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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