Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis II
1. Einleitung. 1
2. Marktsegmentierung und Marktbearbeitung im Web 2.0 2
3. Möglichkeiten und Grenzen der differenzierten Marktbearbeitung. 3
3.1 Identifikation der Zielgruppen und Internet-User 4
3.2 Wo und wie findet ein Unternehmen seine Zielgruppe im Internet? 7
3.2.1 Soziale Netzwerke. 8
3.2.2 Corporate-Blogs. 11
3.2.3 Virtuelle Communities 14
4. Affiliate-Marketing als besondere Marktbearbeitungsformen im Web 2.0 17
5. Fazit 19
Literaturverzeichnis 21
Anhang III
Abbildungsverzeichnis
Profilbeschreibung einer Persona Abb. 1.1
Nutzertypen Abb. 1.2
Inhaltliche Interessenschwerpunkte der Online-Nutzertypologie Abb. 1.3
Interessenschwerpunkt bei Angeboten der Online-Nutzertypologie Abb. 1.4
Verteilung auf Plattformen Abb. 1.5
Networking-Gedanke nach Plattformen Abb. 1.6
Networking-Gedanke der XING-Teilnehmer nach Berufsgruppen Abb. 1.7
Gründe für die Blognutzung Abb. 1.8
Auffinden von Blogs Abb. 1.9
Elements of Interaction in a virtual Community Abb. 1.10
Types of virtual Communities Abb. 1.11
Customer Energy Segmentierung Abb. 1.12
Glaubwürdigkeit von Blogs Abb. 1.13
I
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung AGB Allgemeine Geschäftsbedingungen B2C Business-to-Consumer Blog Weblog bzw. beziehungsweise ca. circa CRM Costumer Relationship Management ders. derselbe dies. dieselbe(n) ebd. ebenda E-Commerce electronic Commerce f. folgende Seite ff. fortfolgende Seiten FH Fachhochschule Hrsg. Herausgeber hrsg. v. herausgegeben von Ltd. Limited o.J. ohne Jahr o.V. ohne Verfasser s. siehe s.o. siehe oben UGC User generated content VC Virtuelle Community Vgl. Vergleiche WWW World Wide Web z.B. zum Beispiel
II
1. Einleitung
Das Internet erlaubt zunehmend einen teilweise völlig individualisierten Kundenkontakt. Dennoch ist es in den meisten Märkten zweckmäßig, verschiedene Kundengruppen zu bilden und zu bedienen. Der Kern dieser Arbeit soll darin bestehen, aufzuzeigen, welche Möglichkeiten und Grenzen es im Web 2.0 1 für Unternehmen gibt, differenzierte Marktbearbeitung betreiben zu können. Es wird sich im Laufe der Arbeit zeigen, dass einige Themen mehr oder weniger direkt miteinander in Beziehung stehen. Um das Themengebiet der differenzierten Marktbearbeitung im E-Commerce näher beschreiben zu können, werde ich zunächst insbesondere die Marktbearbeitungsstrategie und Marktsegmentierung im Web 2.0 ausleuchten. Hierzu soll auch die Identifikation der Zielgruppen und Internet-User betrachtet werden. Hauptthemengebiete werden Foren, Blogs, Communities und soziale Online-Netzwerke (wie StudiVZ, Xing & Co.) sein, die verdeutlichen sollen, welche Möglichkeiten einem Unternehmen zur Verfügung stehen, um die anvisierten Segmente und Zielgruppen aufzuspüren und zu bearbeiten. In diesem Zusammenhang ist zu klären, wie und wozu Individuen Netzwerke, Communities und Blogs nutzen und ob sich aufgrund dieses Verhaltens oder der Intentionen unterschiedliche Segmente erkennen lassen. Auch das Web-Monitoring wird ein Aspekt in diesem Kapitel sein, um aufzuzeigen wie In-formationen zum Zweck der Marktbearbeitung generiert werden können. Hauptsächlich werde ich auf das Marketinginstrument Kommunikationspolitik eingehen. Auf eine ausführliche Beschreibung des Marketing-Mix soll verzichtet werden, da zum Einen der Fokus auf Web 2.0-Anwendungen liegt und zum Anderen dies den Rahmen der Arbeit überschreiten würde. Es soll nur beispielhaft in den unterschiedlichen Kapiteln auf die Produktpolitik eingegangen werden, z.B. das Nutzen von Blogs sowohl als Kommunikationsinstrument als auch zur Einbindung in die Produktpolitik (z.B. im Innovationsmanagement). Das Affiliate-Marketing soll herangezogen werden, um eine besondere Möglichkeit der Distributionspolitik im Web 2.0 zu schildern, das eng mit Social Commerce und dem Viralen Marketing Zusammenhängt.
In dieser Arbeit werde ich mich also mit folgenden Fragen auseinandersetzen: Welche Bedeutung haben Web 2.0-Anwendungen im E-Business und wie kann ein Unternehmen diese nutzen, um bestimmte Märkte zu segmentieren? Welche Segmente und Internet-User gibt es und wo findet ein Unternehmen diese? Welche Möglichkeiten hat ein Unternehmen unterschiedliche Märkte und Zielgruppen zu bearbeiten?
1 Definition: Der Begriff „Web 2.0“ wird in der Literatur bislang uneinheitlich verwendet. Einerseits steht er für eine Reihe von Technologien und Anwendungen (z.B. Ajax, Blogs, Mashups und RSS) andererseits werden darunter eine Reihe z.T. gravierender Verhaltensänderungen von Internetnutzern subsumiert. (Vgl. Cyganski und Hass 2008, S.102) In dieser Arbeit werden beide Definitionen herangezogen.
2. Marktsegmentierung und Marktbearbeitung im Web 2.0
Möchte man das Themengebiet der differenzierten Marktbearbeitung näher betrachten, so sollte im Vorfeld geklärt werden, was darunter zu verstehen ist. Die Wahl der Marktbearbeitungsform wird laut Meffert in der strategischen Marketingplanung getroffen. 2 Es wird durch die Wahl des strategischen Geschäftsfeldes und der Bildung strategischer Geschäftseinheiten gleichzeitig festgelegt, in welchem Umfang der Markt bearbeitet werden soll. Der Grad der Marktabdeckung kann dann nach zwei unterschiedlichen Optionen bestimmt werden, die Gesamtmarktabdeckung oder die Teilmarktabdeckung. 3 Diese Herangehensweise bezieht sich jedoch auf Entscheidungen, die auf oberster Unternehmensebene getroffen werden müssen und nicht mit dem Ziel dieser Arbeit einhergeht, d.h. dieser Ansatz kann meiner Meinung auch außer acht gelassen werden. Der Ansatz liefert allerdings einen Hinweis, der mit der differenzierten Marktbearbeitung in Verbindung steht: Er impliziert das Durchführen einer Marktsegmentierung. Meffert und auch Maaß folgend versteht man unter Marktsegmentierung das Aufteilen eines Gesamtmarktes in eindeutig voneinander abgrenzbare Teilmärkte, die in sich homogene und untereinander heterogene Segmente darstellen. 4 Die Marktsegmentierung beinhaltet die Bearbeitung der Marktsegmente, ist eine Situationsanalyse und soll Auskunft darüber geben, wie sich die dort bestehenden Kundenbedürfnisse der identifizierten Zielgruppen befriedigen lassen. 5 Die von Meffert als „Marktsegmentierungsstrategie“ bezeichnete Strategiedimension wird nach drei Optionen unterschieden: Undifferenzierte, differenzierte und konzentrierter Marktbearbeitung. 6 Becker bezeichnet diese Strategie auch als Marktparzellierungsstrategie. Bei der Marktbearbeitung selbst, steht Meffert folgend der Einsatz der Marketinginstrumente im Vordergrund. 7 Der Fokus dieser Arbeit wird die differenzierte Marktbearbeitung sein und legt die erwähnte Erläuterung nach Meffert zugrunde, die sich auf das operative Marketing bezieht.
Intendiert man die Marktsegmentierungsstrategie, also das Konzept der Marktsegmentierung und der Marktbearbeitungsformen, vom „Offline-Marketing“ auf das „Online-Marketing“ zu übertragen, könnte sich dies nur bedingt umsetzten lassen. Im E-Business und E-Commerce sollten einige Dinge bei der Marktsegmentierung zusätzlich berücksichtigt werden. Die Marktsegmentierung erfolgt anhand einiger Kriterien die bestimmte Anforderungen erfüllen sollten, die da wären: 8 Kaufverhaltensrelevanz, Messbarkeit (Operationalität), Zugänglichkeit bzw. Erreichbarkeit, Handlungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und zeitliche Stabilität. Die Kriterien lassen sich in folgende Gruppen einteilen: geographische, psychographische, soziodemographische (sozioökonomische
2 Vgl. Meffert u.a. 2008, S.254
3 Vgl. ebd., S.259
4 Vgl. Maaß 2008, S.67; Vgl. Meffert u.a. 2008, S.182
5 Vgl. Meffert u.a. 2008, S.183 f.; Vgl. Maaß 2008, S.67
6 Vgl. Meffert u.a. 2008, S.295
7 Vgl. ebd., S.184
8 Vgl. Meffert u.a. 2008, S.190
und demographische) und verhaltensorientierte Kriterien. 9 Durch das Internet haben z.B. räumliche Grenzen für bestimmte Produkte und Branchen im E-Commerce selten noch eine ausschlaggebende Bedeutung. 10 Der Verbreitungsgrad einer Tageszeitung beschränkt sich nicht mehr zwangläufig auf eine Stadt, Region, Bundesland oder die Bundesrepublik Deutschland. Online-Ausgaben dieser Tageszeitung unterliegen keinerlei derartiger Restriktion.
Für das E-Commerce bzw. für die Marktsegmentierung im Web 2.0 werden anhand verschiedener Studien Käufer-/Kundentypologien entwickelt, beispielsweise die „Typologie der Blognutzer“ der „Blogstudie 2007“ oder die „Online-Nutzertypen 2007“-Studie von SevenOne Media. 11 Diese werden auch für die folgenden Ausführungen dieser Arbeit von Bedeutung sein. Für solche Ansätze werden sogenannte Lifestyle-Konzepte eingesetzt, die die im Alltagsleben sichtbaren und verfestigten Verhaltensweisen, Einstellungen und Konsumgewohnheiten verschiedener Individuen und Gruppen erfassen. Maaß folgend, wird der Lebensstil als solcher mit dem AIO-Ansatz (Activities, Interests, Opinions) erhoben. 12 Somit bestehen einige Möglichkeiten bei der Durchführung einer Marktsegmentierung im Online-Marketing bezüglich der Auswahl an Kriterien und Ansätzen, um eine sorgfältig durchdachte Entscheidung über die differenzierte Marktbearbeitung treffen zu können.
„Schubladen“, in welchen die Konsumenten auf die nächste Werbekampagne warten, gibt es heute kaum mehr. 13 Vor allem können, beispielsweise täglich neu entstehende Online-Communities, verantwortlich für die Wandlung der Zielgruppen sein. 14 Daraus kann sich ergeben, dass eine Kundensegmentierung nach Name, Anschrift, Altersgruppe und Einkommen längst nicht mehr ausreicht, denn Media Communities entstehen auf Basis gemeinsamer Interessen oder gemeinsamer Themen. 15
3. Möglichkeiten und Grenzen der differenzierten Marktbearbeitung
Um nun eine differenzierte Marktbearbeitung erfolgreich durchführen zu können, sollte die relevante Zielgruppe in einem bestimmten Segment zunächst identifiziert werden. Wer seine Zielgruppe sowie deren Wünsche, Motive, Einstellungen und Interessen kennt, könnte dann gezielt auf diese eingehen. Doch wie ich schon im vorherigen Kapitel aufgezeigt habe, können einige
9 Vgl. Meffert u.a. 2008, S.191
10 Vgl. Maaß 2008, S.68
11 Vgl. Zerfaß und Bogosyan 2007, http://www.blogstudie2007.de/, 26.10.08, 16.30 Uhr; Vgl. o.V. 2007, http://www.sevenoneinteractive.net, 07.10.08, 13.54 Uhr
12 Vgl. Maaß 2008, S.69
13 Vgl. o.V.: Wenn Schubladen nicht mehr reichen: Auf der Suche nach der Zielgruppe. In: direkt marketing, Heft
09/2008, S.13
14 Vgl. ebd.
15 Vgl. ebd.
Arbeit zitieren:
Markus Becker, 2008, Möglichkeiten und Grenzen einer differenzierten Marktbearbeitung im E-Commerce, München, GRIN Verlag GmbH
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