Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeines 3
2. Erste Eindrücke 4
3. Besonderheiten der Schule im Fach Englisch 5
4. Gestaltung des Englischunterrichts an der Schule 6
5. Meine eigene Stunde 7
6. Die zweite Woche - Etwas ganz Besonderes 11
7. Projekt: Wandertag der Eb zum Bauernhof 12
8. Mein pädagogisches Selbstkonzept (PSK) 12
9. Gesamtfazit 14
10. Anhang 15
10.1. Verlaufsplan für die Einzelstunde (45 Minuten) am 16 09 2008 in der Ec: 15
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1. Allgemeines
Die Grundschule, in der ich mein Praktikum absolvierte, ist eine ländliche Grundschule mit 131 Schülerinnen und Schülern (im Folgenden SuS) und 7 Lehrkräften. Es gibt drei Klassen in der Flexiblen Eingangsstufe, die jeweils aus ca. 10 Erstklässlern und 10 Zweitklässlern zusammengesetzt sind. Des weiteren gibt es die Klassen 3a bis c und eine mit 32 Schülerinnen und Schülern sehr große vierte Jahrgangsstufe. Herr Schulrektor ist seit August 2000 Schulrektor der Grundschule. Im gleichen Jahr wurde auch der Förderverein der Schule unter Vorsitz von Herrn Vorsitzender gegründet, der sich für zahlreiche Anschaffungen für SuS und Kollegium einsetzt, unter anderem für Spielmöglichkeiten wie Tischtennisplatten und eine schuleigene Bibliothek. Drei Lehrerinnen unterrichten in der Flexiblen Eingangsstufe: Lehrerin 1, Lehrerin 2 und Lehrerin 3. Lehrerin 4 und Lehrerin 5 sind jeweils Klassenlehrerin einer dritten Klasse und Lehrerin 6 ist einer dritten und der vierten Klasse sowie dem Sportunterricht zugeteilt. Herr Schulrektor unterrichtet hauptsächlich Mathematik und Musik. Mathematik und Deutsch werden täglich unterrichtet. Weitere wöchentliche Unterrichtsfächer sind Englisch, Musik, Sport, Sachunterricht, Kunst und Religion.
Die Schule ist in zwei Gebäude aufgeteilt, im ersten befinden sich das Lehrerzimmer, das Sekretariat, die Schulbibliothek und die Klassenräume der dritten und vierten Klassen sowie der Musikraum. Im zweiten Gebäude sind die drei Klassen der Flexiblen Eingangsstufe, also die SuS der ersten und zweiten Jahrgangsstufe, untergebracht. Die Klassenräume sind hell und fröhlich bunt gestaltet. Es hängen viele Plakate an den Wänden und es gibt eine Leseecke mit Sofa und Regalen. Quer durch den Raum ist eine Leine mit den Buchstaben des Alphabets gespannt und vor der Tafel steht ein Bankkreis. Generell wird eine positive Lernumgebung geschaffen. Außerdem gibt es eine große, gut ausgestattete Turnhalle. Der zwischen den Gebäuden liegende Schulhof ist groß und bietet zahlreiche Bewegungs-und Spielmöglichkeiten. Es gibt ein großes Klettergerüst, Schaukeln und einen Sandkasten sowie einen Bolzplatz. Außerdem gibt es einen Ausleihe-Stand, der von den Schülern der vierten Klasse geführt wird. Jeweils zwei Schüler (wechseln wöchentlich) führen Buch über ausgeliehene Spielsachen wie Stelzen, Springseile, usw. Während meiner Praktikumszeit war ich überwiegend in der Flexiblen Eingangsstufe tätig, erhielt aber auch Einblicke in die Jahrgänge drei und vier. Im Folgenden werde ich meine Eindrücke schildern, über die
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Besonderheiten und die Gestaltung des Englischunterrichts berichten, meine eigenen Unterrichtsstunden beschreiben und schlussendlich die Lehrerrolle reflektieren.
2. Erste Eindrücke
Nach einem kurzen Vorstellungsgespräch eine Woche vor Praktikumsbeginn war ich schon sehr positiv gestimmt. Ich wurde sehr freundlich und offen aufgenommen und war mit den Kollegen direkt per Du. Der Schulleiter Herr Schulrektor bot mir an, dass ich in jeden Unterricht reinschnuppern und mir alles genau ansehen könnte. Da Englisch in jeder Klasse nur ein- oder zweimal wöchentlich unterrichtet wird, hatte ich auch die Möglichkeit, mir andere Fächer anzusehen, besonders Mathematik, Deutsch und Kunst, aber auch Sport und Musik. Des weiteren wurde mir die Möglichkeit geboten, ganze Stunden oder nur Teile zu unterrichten. Außerdem durfte ich Ausflüge begleiten und an der Computer AG teilnehmen. Die Vielfalt an Möglichkeiten hat meine Erwartungen an das Praktikum bei weitem übertroffen, da ich nicht damit gerechnet habe, dass ich alle Aufgabenbereiche des Lehrers so genau kennenlernen und erleben dürfte.
Der erste Tag war sehr aufregend, ich habe viel Neues gesehen Zu Beginn haben der Schulleiter und ich meinen Stundenplan erstellt. Das war gar nicht so einfach, da die Schule sehr klein ist und es deshalb gar nicht so viele verschiedene Klassen mit Englischstunden gibt. Darum durfte ich auch anderen Unterricht besuchen, zum Beispiel Kunst und Sport, und auch die Kolleginnen waren erfreut, dass ich sie ein bißchen unterstützt habe. In der Eingangsstufe wurde entweder Mathematik, Deutsch oder Englisch unterrichtet, ich habe alle drei Fächer begleitet. Mein Stundenplan sah wie folgt aus:
Danach habe ich mich mit den Räumlichkeiten vertraut gemacht. Mir wurden die Kollegen vorgestellt und ich habe die SuS kennen gelernt, diese waren sehr neugierig. Das Klima im Kollegium war von Anfang an recht gut, es gab keine offensichtlichen Rivalitäten.
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Die Stimmung in den Klassenräumen war auch sehr gut, der Schulalltag hat sich überwiegend freundlich und fröhlich gestaltet. Kleine Streitereien waren immer schnell geschlichtet. Es haben sich auch klassen- und jahrgangsübergreifende Freundschaften gebildet. Im Unterricht herrschten klare Regeln, die von allen Schülerinnen und Schülern zu Schuljahresbeginn akzeptiert werden mussten und generell eingehalten wurden. Jeder Schüler kann sich melden, wenn er der Ansicht ist, dass er sich falsch verhalten hat. Zu meiner Überraschung haben sich die unaufmerksamen SuS auch wirklich freiwillig gemeldet und versprochen, sich in den nächsten Stunden zu bessern. So war ein fast störungsfreier Unterricht möglich und die SuS bekommen ein objektives Selbstbild. Zu Beginn jeder Woche wurden Klassendienste wie Tafel-, Fege-, Blumen- und Kakaodienst verteilt, um den SuS Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln und die Klasse in Ordnung zu halten.
Die ersten zwei Tage habe ich die Klassen der Flexiblen Eingangsstufe begleitet (mehr zur Flex unter Punkt 3). Am dritten Tag war ich auch in der dritten und vierten Klasse zu Besuch. Ich habe versucht, mir alle Namen der SuS einzuprägen, da meiner Meinung nach so eine vertrauens- und respektvolle aber trotzdem noch professionelle Basis geschaffen wird.
3. Besonderheiten der Schule im Fach Englisch
In der Flexiblen Eingangsstufe sind die erste und die zweite Jahrgangsstufe gekoppelt, es sitzt jeweils ein Hase (die in der Schule gängige Bezeichnung für Zweitklässler) neben einem Igel (Erstklässler). So sollen die lernstärkeren Erstklässler von den Zweitklässlern lernen und die schwächeren Zweitklässler können sich noch die Zeit nehmen und den Stoff der Erstklässler mitverfolgen und wiederholen. Außerdem werden Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit vermittelt. Nach Möglichkeit sitzt auch immer ein Junge neben einem Mädchen. Des weiteren sprechen sich die Lehrerinnen im Kollegium ab, damit generell in allen drei Parallelklassen die gleichen Lerninhalte zeitgleich vermittelt werden. Das ist notwendig, da es sogenannte Aufteilungsstunden für Mathematik und Deutsch gibt, in denen alle Erstklässler bzw. alle Zweitklässler gemeinsam unterrichtet werden. In diesen Stunden werden neue Themen intensiv besprochen und bearbeitet. Das Motto ist „viel schaffen“. In den anderen Stunden wird Wochenplanarbeit gemacht. Jeder Schüler arbeitet zwar an den gleichen Aufgaben, aber im eigenen Lerntempo. In Deutsch zum Beispiel machen die Erstklässler Hör-, Seh- und Schreibübungen, die Zweitklässler arbeiten im Lollipop am
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Daniela Schulze, 2008, Praktikumsbericht: Vier Wochen in einer Grundschule, Munich, GRIN Publishing GmbH
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