A Inhaltsverzeichnis
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Inhaltsverzeichnis 1
A
Der Ländliche Raum - was kann man sich darunter vorstellen? 2
1
Die Siedlungsformen im Ländlichen Raum 3
2
2.1 Definition oder „Was sind eigentlich Siedlungen?“ 3
2.2 Die verschiedenen Einteilungskriterien für Dörfer 4
2.3 Verschiedene Dorfformen - lockere und geschlossene Dörfer nach BORN (1977) 5
2.3.1 Lockere Dörfer 5
2.3.2 Geschlossene Dörfer 5
Flur oder Flurform - das ist hier die Frage 7
3
3.1 Die Flur - im Gefüge des Ganzen 7
3.2 Flurformen - die strukturgebenden Muster der Flur 8
3.2.1 Definition oder „Mit was genau haben wir es eigentlich zu tun?“ 8
3.2.2 Blöcke und Streifen in Feld und Flur - Die Grundformen 9
3.2.2.1 Blockflur 9
3.2.2.2 Streifenflur 9
3.2.2.3 Die Lage der Parzellen in der Flur 10
Exkurs : Flurbereinigung - Gründe, Maßnahmen, Eckdaten 11
4
Die Erbsitten - Formen und Verbreitung 12
5
5.1 Realteilung 12
5.2 Anerbenrecht 12
5.3 Regionale Verbreitung der Erbsitten in Deutschland 13
Die Dreifelderwirtschaft - Eine Erfolgsgeschichte? 14
6
6.1 Funktion und Zielsetzung 14
6.2 Historische Entwicklung 15
Fazit - was sollte man sich „mitnehmen“? 16
7
Literaturverzeichnis 17
B
Anhang - Abbildungen 18
B.1
Bibliographie 26
C
Eidesstattliche Erklärung 28
D
Danksagung 28
E
1
1 Der Ländliche Raum - was kann man sich darunter vorstellen?
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Ländlicher Raum -Ländliche Siedlungen und Flur. „Ländlicher Raum“ ist ein Begriff, den man mit viel „Inhalt“ füllen kann, so umfangreich gestaltet er sich. Aus diesem Grund ist es notwendig, da man nicht alle Seiten des ganzen komplexen Gebildes „Ländlicher Raum“ in einer Hausarbeit erschöpfend erfassen kann, Prioritäten zu setzen. In der vorliegenden Hausarbeit wollen wir uns daher lediglich auf Dorfformen, Flur und Flurformen sowie Bewirtschaftungsmethoden ebendieser und der gängigen Vererbungsformen in Deutschland beschränken. Dies hat obig der Zusatz „Ländliche Siedlungen und Flur“ schon implizieren dürfen. Vorab soll an dieser Stelle eine kurze allgemeine „Definition“ des Ländlichen Raumes erfolgen, damit ein Eindruck vermittelt werden kann, in welchem Bereich des täglichen menschlichen „Lebens und Wohnens“ wir uns befinden, bevor der Einstieg in obengenannte Themenkomplexe geschieht:
1. Im Ländlichen Raum herrschen land- und forstwirtschaftlich genutzte Produktionsflächen vor.
2. Seine Siedlungen besitzen eine relativ geringe Größe, eine geringe Bebauungsdichte, eine geringe Einwohnerdichte und daher auch eine geringe Arbeitsplatz- sowie Industriedichte. Eine Folge davon ist auch das geringere Einkommen „auf dem Land“. 3. Seine Rechtsstellung im Vergleich zu Stadtgebieten ist unterschiedlich, vor allem im Verwaltungsrecht: dort u.a. weniger Rechte
(zu 1.-3. vgl. HENKEL 1999: 30-31; zu 2. vgl. auch HEINEBERG ³2000: 65). In früheren Zeiten war es daher noch enorm von Bedeutung, ob man aus einem eher ländlich geprägtem Gebiet stammte, oder ob man in einem eher städtisch geprägtem Gebiet wohnte. Heute ist die geographische Erforschung des Ländlichen Raumes schlicht ein Teilgebiet der Stadtgeographie geworden, da der Trend der Verstädterung schon längst Einzug gehalten hat in den ländlichen Regionen und man sagen kann, daß die Unterschiede der Lebensqualität, der Flexibilität, der Versorgung usw. gegenüber einer Stadt immer kleiner werden. Dennoch bewahrt sich der Ländliche Raum „seinen Charakter, seine Identität“ und ist weiterhin wichtiger Erzeugungsraum landwirtschaftlicher Produkte (vgl. LIENAU 4 1995: 27-37).
Das eben Gelesene im Gedächtnis behaltend, kann man nun übergehen zum eigentlichen Teil dieser Hausarbeit, zu den ausgewählten einzelnen „Teildisziplinen“ des Ländlichen Raumes. Diese sollen Ihnen im Folgenden nähergebracht und anhand wichtiger Merkmale aufgezeigt werden, bevor wir zu guter letzt mit einem begründeten Fazit schließen werden.
2
2 Die Siedlungsformen im Ländlichen Raum Definition oder „Was sind eigentlich Siedlungen?“ 2.1
Im ersten Teil dieser Hausarbeit befassen wir uns mit der Frage: „Was sind eigentlich Siedlungen?“. Außerdem setzen wir uns mit der historischen Entwicklung und der Entstehung ebendieser Siedlungen auseinander.
Die Frage „Was sind eigentlich Siedlungen?“ lässt sich leicht beantworten: Sie sind jegliche Form von Wohnplatz, wie auch jede isoliert gelegene Wohnstätte und jede Arbeitsstätte. Jede Form, in der Menschen miteinander leben und wohnen, sind als solche zu bezeichnen. Im etwas engeren Sinne sind Siedlungen mehr oder weniger planmäßig angelegte Dörfer. Sie können aufgrund günstiger Lage entstanden sein oder aber auch durch geplante Aussiedlung. Des weiteren gibt es Dörfer, die durch Brandrodung oder Trockenlegung entstanden sind, und wiederum welche, die sich schlicht der Natur angepasst haben.
Eine erste Einteilung, in welche man Siedlungen gliedern kann, ist die nach ihrer Größe:
- Einzelhöfe:
Dies sind isoliert liegende Bauernhöfe mit einem oder mehreren Gebäuden. Damit sie als Einzelhof gelten können, müssen sie eine bestimmte Entfernung zum Nachbarhof oder Dorf haben. Sie werden meist von Großfamilien bewohnt und deren Besitzer sind vermehrt in der Landwirtschaft tätig.
- Weiler:
Weiler sind Siedlungen, die aus 3-20 Höfen oder Wohnhäusern bestehen. Sie haben in der Mehrzahl der Fälle keine geschlossenen Bebauung. Oft sind sie aufgrund der Tatsache entstanden, dass sich mehrere Einzelhöfe zusammengeschlossen haben. Es gibt hier keine bestimmte Festlegung über die Entfernung der Bebauung. Die ersten Weiler sind im frühen Mittelalter ab dem 9. Jahrhundert nach Chr. entstanden.
- Dorf:
Dieser Begriff für eine Siedlung wird erst dann verwendet, wenn mindestens 100 Bewohner diese Siedlung bewohnen und mindestens 20 Wohngebäude vorhanden sind. Die ersten Dörfer sind schon vor 15000 Jahren entstanden. In den meisten Dörfern gibt es ein „zentrales Element“ wie eine Kirche oder eine Schule.
Der Begriff „Ländliche Siedlungen“ bezieht sich nicht allein auf heutige Agrarsiedlungen mit einem bestimmten Anteil ländlicher Bevölkerung, sondern auch auf solche, die keine Landwirtschaft mehr vorweisen bzw. sie nur noch eine geringe Rolle spielt (n. BORN 1977).
3
2.2 Die verschiedenen Einteilungskriterien für Dörfer
Es gibt natürlich verschiedene Kriterien um Dorfformen zu beurteilen, zu unterscheiden und sie miteinander zu vergleichen und schließlich in „Dorftypen“ einzuteilen.
a) Das erste Einteilungskriterium ist die Größe der Dörfer (vgl. LIENAU 4 1995: 64): : bis 100 Einwohner und 20 Haus- und Hofstätten Kleines Dorf : bis 500 Einwohner und 100 Haus- und Hofstätten Mäßiges Dorf : bis 2000 Einwohner und 400 Haus- und Hofstätten Dorf : bis 5000 Einwohner Großes Dorf : zwischen 5000-10000 Einwohnern Sehr großes Dorf
b) Das nächste Einteilungskriterium ist der Grundriss des jeweiligen Dorfes: Zum Grundriss eines Dorfes zählen alle Häuser, Straßen, Plätze, Wege, Freiflächen und Gärten. Er sagt nicht nur etwas über die Form des jeweiligen Dorfes aus, sondern auch über die Anordnung der Gebäude zueinander. Der Grundriss einer ländlichen Siedlung ist etwas Dauerhaftes, d.h. er verändert sich auch durch Neubauten nur bedingt. Am Grundriss eines Dorfes lässt sich meist die Region der Siedlung und auch deren Entstehungszeit erkennen. Es gibt 3 Formen von Grundrissarten, die man heute unterscheidet:
- Lineare Siedlungen: Hier sind die Dörfer linear angeordnet und die Gebäude reihen
- Platzsiedlungen: Siedlungen ordnen sich hier um einen zentralen Platz an. Die
- Siedlungen mit flächigem Grundriss: Bei dieser Siedlungsform lassen sich keine
Verschiedene Dorfformen - lockere und geschlossene Dörfer nach BORN (1977) 2.3
2.3.1 Lockere Dörfer
(vgl. Abb. 1,2 - Anhang). „Locker“ bedeutet in diesem Zusammenhang: die Dörfer sind flächig bebaut. Der Abstand der Häuser zueinander ist groß bis sehr groß. Es handelt sich hier meist um kleinere Dörfer oder Weiler, die häufig in Norddeutschland zu finden sind. Anstatt „locker“ wird synonym auch „offen“ verwendet.
Ein gutes Beispiel stellen die Haufendörfer dar:
Hierbei handelt es sich um Dörfer mit unregelmäßigem Grundriss und unterschiedlicher Bebauungsdichte. Die meisten der Haufendörfer sind aus Zusammenschlüssen verschiedener Weiler und Einzelhöfe entstanden. Diese Form der Siedlungsbildung ist die früheste aller Dorfformen. Sie sind ohne jegliche Planung entstanden.
2.3.2 Geschlossene Dörfer
(vgl. Abb. 1,2 - Anhang). Hierbei handelt es sich um Dörfer, die eine klar erkennbare Grundrissform aufweisen. Diese Siedlungen sind meist aus einer Planung heraus entstanden und liegen oft an charakteristischen Orten. Die Gebäude in solchen Dörfern sind dicht anein-ander gebaut. Sie bilden die am häufigsten in Nordeuropa vorkommende Form der Bebauung.
Ein Rundplatzdorf, oder auch Rundling genannt, hat seinen Namen Rundplatzdörfer:
Straßendörfer bestehen, wie der Name schon vermuten lässt, aus Straßendörfer:
Angerdörfer sind planmäßig angelegte Dörfer, die einen Angerdörfer:
Reihendörfer haben, genau wie das Straßendorf, nur eine Reihendörfer:
Zeilendörfer sind eine historisch gewachsene Form der Besiedlung. Zeilendörfer:
Diese Siedlungsformen zählen zu den Reihendörfern. Ihren Namen Marschhufendorf/
haben sie aufgrund ihrer Lage und einer alten Maßeinheit Waldhufendorf/
bekommen, die bei diesen Dörfern eine entscheidende Rolle spielt. Moorhufendorf:
Arbeit zitieren:
Christian Benner, 2008, Ländlicher Raum - Ländliche Siedlungen und Flur, München, GRIN Verlag GmbH
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