„ In der Gleichaltrigengruppe verringert sich
der Satellitenstatus des Jugendlichen von den
Eltern, ohne das eine vollständige Autonomie
möglich ist. Es entsteht ein pädagogisch
kaum erfassbarer Bereich, der für die
Identitätsentwicklung des Jugendlichen von
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis................................................................................................................ - 3 -
1. Einleitung. - 1 -
2. Die „peer groups“ - 2 -
2.1. Definition. - 3 -
2.2. Deutung - 3 -
3. Charakter von Peer Groups - 4 -
3.1. Grundlegende Ursache für die Entstehung - 4 -
3.2. Funktion und Wirkungsweise. - 5 -
3.3. Schwächen von „peers“ - 6 -
4.0. Motivation zu Auswahl einer „peer group“ - 7 -
5.0. Bedeutung für die Sozialisation. - 8 -
5.1. Die Perspektive von Jean Piaget. - 8 -
5.2. Die Perspektive von Urie Bronfenbrenner - 9 -
5.3. Gegenüberstellende Auswertung - 9 -
6.0. Unterschiede von weiblichen und männlichen Adoleszenten - 10 -
7.0. Zusammenfassung. - 11 -
Literaturverzeichnis - 12 -
Literaturverzeichnis
Literaturverzeichnis
Literaturverzeichnis
Literaturverzeichnis
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1. Einleitung
Eine Gesellschaft ist ein komplexes System, dass aus vielen Millionen einzelner und handelnder Individuen besteht. Unter intensiverer Betrachtung ist es in gewisser Weise verwunderlich, dass Gesellschaften in sich Harmonieren und eine hohe Funktionalität aufweisen. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden stabile Gesamtsysteme, die doch aus „[…] einer Vielzahl von institutionalisierten Subsystemen…“(Parson; in Theorien der Sozialisation 2008; S. 88) zusammengefügt sind und darüber hinaus eine enorme Fülle an individualistischen Einstellungen und Besonderheiten zu tragen haben. Dies bedeutet natürlich nicht, dass Gesellschaften keine Probleme haben, sondern lediglich, dass eine Gesellschaft durch ihre Struktur und Form ausschlaggebend dafür ist, dass viele einzelne Menschen innerhalb eines geordneten Systems zusammen leben können. Der Grund für dieses Phänomen ist, dass jedes einzelne Individuum innerhalb einer Gesellschaft von Geburt an mit Regeln und Rollen seiner Umgebung konfrontiert wird und somit ganz selbstverständlich lernt sich Innerhalb dieses Systems zu bewegen.
Im Allgemeinen versteht man Sozialisation „[...]als einen lebenslangen individuellen Lernprozess, in welchem sich das menschliche Individuum zur Persönlichkeit entwickelt, indem es sich in seiner Lebenstätigkeit die gesellschaftlichen Verhältnisse als soziale Beziehungen sowie die gesellschaftlich geschaffenen materiellen und ideellen Werte in individueller Form als Wissen, Können und Werten nicht nur aneignen, sondern sie auch bereichert. Als gesellschaftliche Handlungsvoraussetzungen wirken zunächst konkrete soziokulturelle Bedingungen (z. B. Das sozialökonomische System, Sitten und Normen) die über verschiedene Entwicklungsmedien (z. B. Schule und Arbeitsplatz) unter Berücksichtigung spezifischer Entwicklungsnormen (z. B. Lehrpläne) als Entwicklungsaufgaben dem Individuum gegenüberstehen. Diese umfassen nicht nur die durch gesellschaftliche Institutionen gesetzten Bildungs-, Erziehungs- und Qualifizierungsanforderungen, sonder auch solche, die sich im Rahmen der Familie, der Partnerschaft und anderer Zusammenhänge als fremd- oder selbstgesetzte Ansprüche geltend machen.“ (Clauß, Erhardt, Kulka, Lompscher, Rösler & Timpe 1995; S. 431 ff).
Betrachtet man diese Definition etwas genauer, werden zwangsläufig die Komplexität, die Tragweite und die Vielschichtigkeit des Sozialisationsbegriffes bewusst. Die „[…]Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen, kulturellen und materiellen Umwelt…“ (vgl. Geulen 1997; S. 18), vollzieht sich nahezu in allen Bereichen des täglichen Lebens.
Aufgrund dieser enormen Tragweite, soll in der vorliegenden Arbeit schwerpunktmäßig, eine der Sozialisationsinstanzen Untersucht werden.
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Im Fokus stehen vor allem die Bedeutung und die Wirkung von „peer groups“ in der Adoleszenz in Bezug auf die Sozialisation, um festzustellen und zu begründen, wann „peers“ die Sozialisation positiv bzw. negativ beeinflussen.
Hierbei ist es natürlich nicht möglich die peer group als Sozialisationsinstrument völlig isoliert zu betrachten, da sich vor allem Faktoren wie die Familie und das allgemeine soziale Umfeld, zwangsläufig auf die Wirkungsweise und Kultur von Jugendgruppen auswirken.
Zunächst soll der Begriff der „peer groups“ sorgfältig definiert werden, um auf dieser Grundlage, das Entstehen und die Funktionsweise von Jugendgruppen zu erläutern. Die Motivation zu Anschluss an „peer groups“, sowie deren Einfluss von Altersgleichen auf die individuelle Identitätsbildung sollen dabei allgemein skizziert werden.
Auf Basis dieser Erkenntnisse werden Chancen für die erfolgreiche Sozialisation, aber auch Schwächen bzw. Risiken der „peers“ aufgezeigt und diskutiert. Dabei sollen vor allem die Gründe für normkonformes Verhalten und Gründe für eine ungünstige
Persönlichkeitsentwicklung gegenübergestellt werden.
Von weiterem Interesse ist, ob sich die bis zu diesem Punkt erlangten Erkenntnisse gleichermaßen sowohl auf weibliche, als auch auf männliche Mitglieder der Jugendgruppe übertragen lassen und wie es zur Bildung von Jugendgruppen mit subkulturellen Eigenschaften kommen kann. Nachdem in diesem Abschnitt auch auf die hierarchischen Verhältnisse innerhalb der „peers“ eingegangen wird, sollte durch die abschließende Auswertung der Ergebnisse skizziert werden, in welcher Weise „peer groups“ die Sozialisation beeinflussen.
2. Die „peer groups“
Bevor auf die zu Eingang gestellten Fragen eingegangen wird, ist es zwingend Notwendig den Begriff „peer group“ wissenschaftlich kenntlich und fassbar zu machen. Aus diesem Grunde soll an dieser Stelle die genaue Definition erfolgen und ebenfalls ein Überblick über die Herkunft der Begrifflichkeit gegeben werden.
Der englische Begriff „peer“ leitet sich ursprünglich aus dem Lateinischen (par = gleich) ab. Obwohl der Begriff im eigentlichen Sinne lediglich eine Gruppe gleichaltriger Individuen bezeichnet, sind in diesem Fall auch Gruppen gemeint, deren Angehörige in den meisten Fällen aus ähnlichen sozialen Schichten stammen.
Vor allem in der Soziologie wird der Begriff „peer group“, in der Regel, nicht mehr als die Gruppe der Gleichaltrigen verstanden. Das Verständnis beschränkt sich im Wesentlichen auf die Latenzperiode und Adoleszenten. Dies liegt vor allem an der Bedeutsamkeit der „peer - 2 -
Arbeit zitieren:
Thomas Berger, 2009, Die „peer-group“ als Instrument der Sozialisation , München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Sozialisation in der Peer-Group I: Zur Sozialisatorischen Bedeutung de...
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Thomas Berger's Text Die „peer-group“ als Instrument der Sozialisation ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
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