Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Die Bedingungen für die Außenpolitik der USA 3
2.1 Die geographische Lage der USA 3
2.2 Die leitenden außenpolitischen Ideen der USA 4
2.3 Die Ressourcen der USA 5
2.3.1 Die militärischen und wirtschaftlichen Ressourcen 5
2.3.2 Die „soft Power“ der USA 6
3 Das regionale Sicherheitssystem des Nahen Ostens 7
4 Pax Americana 8
4.1 Die Voraussetzungen einer Pax Americana im Nahen Osten 9
4.2 Die Zielvorstellungen der Pax Americana 9
4.2.1 Die ökonomische Dimension der Pax Americana 10
4.2.2 Die Demokratisierung der politischen Systeme im Nahen Osten 11
5 Die verschiedenen Rollen der USA im Nahen Osten 11
5.1 Die USA als Facilitator 12
5.2 Die USA als Broker 13
5.3 Die USA als Stabilizer 13
5.4 Die USA als Security Guard 14
6 Ein Ausblick in die Zukunft der amerikanischen Nahost-Politik 15
7 Quellen und Literatur 16
1
1 Einleitung
Beinahe täglich wird der Betrachter der Medien mit den Bildern über tote oder verletzte amerikanische Soldaten im Irak konfrontiert. Auch nach der Beendigung des Krieges sehen sich die Vereinigten Staaten einem nahezu unsichtbaren Gegner gegenübergestellt, dem Terrorismus. Diese Art der Konfliktaustragung ist auch in Israel zu erkennen. Bombenanschläge und Raketenangriffe scheinen den Friedensprozess in dieser Region zu einer Art Sysyphus- Aufgabe zu machen.
Trotz zahlreicher Menschenopfer, einem enormen finanziellen Aufwands, trotz vergangener und aktueller Kritik seitens anderer Staaten engagieren sich die USA seit Jahrzehnten in der Region des Nahen Ostens.
Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Frage nach Gründen und der Art des dortigen Auftretens der USA. Dazu sollen zunächst die Bedingungen betrachtet werden, die den Vereinigten Staaten ermöglichen, in diesem Handlungsrahmen zu agieren. Das regionale Sicherheitssystem des Nahen Ostens bildet zum einen den Grund für das Engagement der Amerikaner, zum anderen liegen hier auch die Gründe für bestimmte Handlungsspielräume, die den USA vorgegeben sind.
Der nächste Abschnitt der Arbeit befasst sich mit dem Begriff der Pax Americana, welche für die Vereinigten Staaten als leitendes Ziel für den Nahen Osten betrachtet werden kann. Schwerpunkte sollen hier auf die ökonomischen und demokratischen Wandlungen in den Strukturen der Region gesetzt werden.
Dass sich das amerikanische Engagement bzw. die Rolle der USA im Nahen Osten nicht auf einen Typus des Akteurs beschränkt, soll im fünften Abschnitt verdeutlicht werden. Ein abschließender Ausblick auf mögliche Wandlungen in der Nahost- Politik der Vereinigten Staaten soll das Ende dieser Ausarbeitung begleiten.
2
2 Die Bedingungen für die Außenpolitik der USA
Nach Bierling ist die Außenpolitik eines Landes von bestimmten Faktoren abhängig. Diese tragen entscheidend zur Gestaltung der Beziehungen zu anderen Staaten und zum Auftreten auf der politischen Weltbühne bei. Dies gilt selbstverständlich auch für die Vereinigten Staaten.
Zu den wichtigsten dieser Faktoren gehören die geographische Lage des Landes, die leitenden Ideen der Landeselite und des Volkes, die Ressourcen auf dem wirtschaftlichen und militärischen Gebiet, die politische Stabilität des Landes sowie die Attraktivität seiner Kultur. 1 Diese sollen im Folgenden in Bezug auf die USA näher betrachtet werden.
2.1 Die geographische Lage der USA
Im Vergleich zu den großen Nationen auf dem eurasischen Kontinent brauchten die Vereinigten Staaten im 20. Jahrhundert keine direkten Angriffe auf das amerikanische Festland zu befürchten. Die Existenz der USA war allein durch ihre geographische Lage zwischen den zwei Ozeanen vor unmittelbaren Angriffen anderer Mächte geschützt. Dies änderte sich jedoch mit dem Anschlag auf das World Trade Center im Jahre 2001. Die Amerikaner mussten feststellen, dass auch ihre Nation mit Hilfe moderner Technologien in den Bereichen Kommunikation und Transport durchaus das Opfer von Angriffen werden konnte. Andeutungen der Möglichkeit dieser globalen Art der Kriegsführung wurden schon seit dem Sputnik- Schock 1957 gemacht. Um den alten Status der Unverwundbarkeit zu erhalten, wurden seitens der amerikanischen Verteidigungspolitik höchste Anstrengungen unternommen. Raketenabwehrprogramme und Verteidigungsinitiativen sollten dazu beitragen, die USA möglichst von Konflikten im „internationalen Umfeld isolieren“ 2 . Die geographische Lage der USA ermöglicht dennoch eine zumindest räumliche Distanz zu den Konfliktregionen der Welt, so dass eine direkte Bedrohung für das amerikanische Festland nahezu ausgeschlossen ist.. Deutlich wurde dies auch in den Weltkriegen, in denen die USA erst eingriffen, als sie sich unmittelbar bedroht fühlten.
1 vgl. Bierling, 1999, S.9
2 Vgl. Bierling, 1999, S.11
3
Als Folge dieser Lage zwischen zwei Weltmeeren ist die wichtige Rolle der Seestreitkräfte und des Marinekorps in der amerikanischen Militärpolitik zu betrachten 3 .
2.2 Die leitenden außenpolitischen Ideen der USA
Nicht allein die geographische Lage beeinflusst das außenpolitische Denken der Amerikaner. Das starke Selbstbewusstsein gründet auch auf der schon durch die Gründungsväter der USA vermittelte Stellung der Vereinigten Staaten im Blick auf andere Nationen. Bierling verweist hierbei auf Thomas Jefferson, der aussprach, was noch heute in vielen Teilen der amerikanischen Bevölkerung das Meinungsbild über ihr Land prägt: Die Vereinigten Staaten hätten die Aufgabe, „ein Imperium der Freiheit“ zu schaffen“. 4 Die Legitimation außenpolitischen Handelns fand nach Bierling fast immer durch eine Verschmelzung machtpolitischer und idealistischer Motive statt 5 , da der Glaube an die amerikanischen Werte nicht nur in der Gesellschaft, sondern vor allem auch in der Politik hochgehalten wird. Als letztes großes Beispiel dient hierbei die Reaktion des US- Präsidenten George Bush jr. , der nach den Anschlägen auf das World Trade Center die „Freiheiten“ der USA bedroht sah. Der berühmte „American way of life”, auf den im Abschnitt über die amerikanische Kultur noch näher eingegangen wird, sollte Ende des 19. Jahrhunderts nur in die Welt strahlen und die Vereinigten Staaten als Vorbild für Frieden, Freiheit und Demokratie erscheinen lassen. Das Bild vom „Wandel der USA vom Leuchtturm- zum Kreuzfahrer-Staat“ zeigt jedoch recht anschaulich, welche Rolle die USA ab dem 20. Jahrhundert einnahmen. Die Ideale der USA sollten sich im Streben wieder finden, Unterdrückung und die Missachtung der Menschenrechte zu unterbinden.
Auch aus diesem Grund sahen sich die Vereinigten Staaten im 20. Jahrhundert immer öfter genötigt, militärisch weit außerhalb ihres Staatsgebietes einzugreifen. Die Prägung des außenpolitischen Denkens in den USA weist eine starke Kontinuität bezüglich dieser Ideen auf.
3 Vgl. Bierling, 1999, S.12
4 Vgl. Bierling, 1999, S.13
5 Vgl. Bierling, 1999, S.207
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Arbeit zitieren:
Daniel Fedders, 2005, Die Rolle der USA im Nahost-Konflikt, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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Die Nah- und Mittelostpolitik der USA
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