Inhaltsverzeichnis
1. Prolog 2
2. Zur Thematik im Mauricius von Craûn 3
2.1 Inhaltsdarstellung des Buches 3
3. Das Schiff im Mauricius von Craûn. 4
3.1 Darstellung des Schiffes 4
3.2 Vergleichsobjekte und mögliche Vorlagen 5
3.2.1 Der Carroccio Wagen 5
3.2.2 Die Kölner Wunderschiffe. 5
3.3 Versuche einer Datierung anhand der Schiffsbautechnik 6
3.4 Funktionen des Schiffes. 7
3.4.1 Die Funktion im Hinblick auf das Turnier 7
3.4.2 Die Funktion im Hinblick auf den Minnedienst. 8
4. Fazit. 9
Literaturverzeichnis 10
Prim ärliteratur: 10
Sekund ärliteratur: 10
1
1. Prolog
Diese Arbeit wird sich mit dem mittelalterlichen Werk „Mauricius von Craûn“ beschäftigen und dabei liegt das Hauptaugenmerk auf dem von Mauricius gebauten Turnierschiff, welches die Besonderheit hat, das es nicht im Wasser, sondern auf Land fährt und so größte Aufmerksamkeit und Bewunderung erregt. Bei genauerer Betrachtung wirft es einige Fragen auf, von denen hier versucht werden soll einige zu beantworten. Beispielsweise soll geklärt werden, warum oder zu welchem Zweck Mauricius überhaupt solch ein verwunderliches Schiff baut, um auf die Burg der Gräfin zu gelangen. Baut er es zur reinen Selbstinszenierung oder um seine Macht zu demonstrieren?
Das Schiff hat zudem vermeintliche Vorlagen, die hier genauer betrachtet und verglichen werden, um es sowohl zeitlich als auch räumlich besser einordnen zu können und eine Vorstellung davon zu bekommen, warum der Autor vielleicht gerade das Schiff als ein Hauptsubjekt in dem Werk zu wählen. Viele Parallelen zeigen sich vor allem bei einem Vergleich mit den Kölner Wunderschiffen, die z Ehren Isabellas von England auf ihre „Landfahrt“ geschickt wurden (vgl. Fischer, 2006). Diese Wunderschiffe könnten ein Hinweis darauf sein, dass Mauricius das Schiff baut, um der Gräfin von Beamunt besonders zu gefallen und seinen Minnedienst perfekt zu meistern. Hier kann man sich im Hinblick auf den Minnedienst fragen, warum Mauricius das Schiff baut. Baut er es, um zu gefallen oder nur um Aufmerksamkeit zu erregen?
Ebenso soll versucht werden, anhand der vom Autor beschriebenen Schiffsbautechnik im Vergleich mit dem damaligen Fortschritt und der Entwicklung im Schiffbau ein Datierungsversuch unternommen zu werden oder das Werk zumindest zeitlich einzugrenzen, indem vergleichend vorgegangen werden soll. Doch zuerst soll kurz die Thematik skizziert werden.
2
2. Zur Thematik im Mauricius von Craûn
In dem Werk „Mauricius von Craûn“ 1 , dessen Autor und Entstehungsdatum bisher unbekannt sind, wird auf eine annähernd parodistische Weise der mittelalterliche Minnedienst dargestellt. Es handelt sich um eine äußerst facettenreiche Erzählung, die nicht nur aus der reinen Beschreibung des Minnedienstes besteht, sondern zudem geschichtliche Elemente, wie charakterliche Abrisse über Kaiser Nero, den trojanischen Krieg und eine Beschreibungen des Niedergangs des Rittertums enthält (vgl. MvC, Prolog V 1-266). Im Weiteren soll kurz auf den Inhalt eingegangen werden.
2.1 Inhaltsdarstellung des Buches
Die Geschichte erzählt von einem Ritter namens Mauricius von Craûn, welcher sich dem Minnedienst einer Dame verschrieben hat. Da er nichts mehr als den Lohn dieser Gräfin on Beamunt ersehnt, bittet er sie, seinen Wunsch zu erfüllen. Diese verlangt daraufhin von ihm, er solle ein Turnier ausrichten, da sie noch nie einem solchen innewohnen durfte. Daraufhin lässt Mauricius ein beeindruckendes Schiff bauen, mit welchem er nicht auf Wasser, sondern, mit Hilfe von versteckten Pferden im Inneren des Schiffes, die es ziehen, über Land zu der Burg der edlen Dame gelangt. Er sorgt mit seinem Schiff für großes Aufsehen und wird dafür sehr gelobt. Bei dem von ihm ausgerichteten Turnier kommt durch die Hand des Gatten der Gräfin, also dem Gastgeber, versehentlich ein Ritter ums Leben, was den Graf in tiefste Bestürzung fallen lässt. Nach dem Turnier lässt die Dame Mauricius in eine reich ausgestattete Kemenate führen, wo dieser im Schoße einer Zofe vor Erschöpfung einschläft und die Dame dadurch sehr erzürnt ist und sie ihm den Lohn verweigert. Aufgrund dessen verfolgt er sie in ihr Schlafgemach und da der Graf ihn für den Geist des Verstorbenen hält, kann er sich von der Dame seinen Lohn holen. Anschließend kündigt er ihr den Dienst auf und stürzt sie somit in Verruf, was sie sehr bedauert und ihren Zorn auf Mauricius gerne rückgängig machen würde. In dieser Arbeit soll jedoch hauptsächlich auf das oben erwähnte Schiff eingegangen werden.
1 Im Folgenden mit MvC abgekürzt
3
Arbeit zitieren:
Julia Fluck, 2007, Die Darstellung des Turnierschiffes im Mauricius von Craun, München, GRIN Verlag GmbH
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Die Interpretation "Der Moriz von Craun als politische Satire&quo...
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