II
Universität Augsburg WS 2001/02
Lehrstuhl für Didaktik der Geographie
Übung: Medien im Geographieunterricht
III
Gliederung
1 Der Begriff „Experiment“ 1
1.1 Definition 1
1.2 Möglichkeiten der Klassifizierung von Experimenten 1
1.2.1 Versuchsanordnung 1
1.2.2 Methodische Zielsetzung 2
1.2.3 Inhaltliche Kategorien 2
1.2.4 Zeitdauer 2
1.2.5 Ergebnisauswertung 3
2 Argumente für und gegen den Einsatz von Experimenten
im Erdkundeunterricht 3
2.1 Gängige Vorbehalte 3
2.2 Nutzen und Vorteile 5
3 Verlaufsphasen beim Einsatz von Experimenten im
Erdkundeunterricht 6
3.1 Vorbereitung 6
3.2 Durchführung 7
3.3 Auswertung 7
4 Schlussfolgerung 8
5 Beispiele 9
5.1 Salzwasser trägt 9
5.2 Eigenschaften von Luft 10
5.3 Bodenversalzung 11
5.4 Bestimmung des Kalkgehalts im Boden 12
6 Literaturverzeichnis 14
Einfache Experimente für den Erdkundeunterricht
1 Der Begriff „Experiment“
1.1 Definition
„Das Experiment ist ein Verfahren zur überprüfbaren Ermittlung in einem geographisch relevanten, regelhaften und meist auf Naturphänomene bezogenen Vorgang. Dieser wird zunächst isoliert, künstlich an einem Modell oder geeigneten Objekt erzeugt, dann beobachtet und anschließend erklärt.“ (Böhn, 1997, S. 41) Diese Definition zeigt, dass ein Experiment ein praktisches Problem versucht zu lösen. Zu Beginn steht ein unerforschter Sachverhalt, der durch Aufstellen einer Hypothese mit einem Versuch verifiziert oder falsifiziert wird. Dieser Vorgang, der sich meist in der Natur abspielt, wird an einem Modell vereinfacht nachgebildet und an einem Experiment beobachtet und danach erläutert.
1.2 Möglichkeiten der Klassifizierung von Experimenten
1.2.1 Versuchsanordnung
Geographische Experimente kann man nach unterschiedlichen Aspekten einteilen. Unter dem Gesichtspunkt der Versuchsanordnung und dem Ort der Durchführung werden Experimente in Naturexperimente und in Modellexperimente eingeordnet. Bei Naturexperimenten ist die Natur selbst Objekt des Versuchs, d.h. dass diese Versuche meist Übergangsformen zu Experimenten darstellen, weil keine experimentelle Messung vorliegt. Naturexperimente können auch im Freien ablaufen. Bei einem Modellexperiment hingegen sind Nachbildungen der Natur an einem
2
Modell dargestellt, die im natürlichen Verhältnis auf dem Labortisch durchgeführt werden.
1.2.2 Methodische Zielsetzung
Unter der methodischen Zielsetzung unterscheidet man zwischen Demonstrationsexperimenten und Schülerexperimenten. Bei einem
Demonstrationsexperiment ist der Schüler meist der Beobachter und der Lehrer führt den Versuch durch. Die Schülerexperimente hingegen fördern die Selbsttätigkeit der Schüler, indem die Klasse meist in Gruppen eingeteilt wird und eine genaue Aufgabenstellung erhält, die sie bearbeiten sollen.
1.2.3 Inhaltliche Kategorien
Die schon erwähnten Klassifizierungen können durch verschiedene Gesichtspunkte erweitert bzw. vervollständigt werden. Mit inhaltlichen Kategorien lassen sich die Experimente in die unterschiedlichen Sachgebiete und Teilbereiche der Geographie einteilen, z.B. Klimatologie, Geomorphologie, Hydrologie, Biologie, Umweltproblematik, usw.
1.2.4 Zeitdauer
Unter dem Gesichtspunkt der Zeitdauer kann man unterscheiden zwischen Kurzzeitexperimenten und Langzeitexperimenten. Kurzzeitexperimente sind meist auch Demonstrationsexperimente. Wegen der Kürze der Zeit, die man zur Durchführung benötigt, eignen sie sich besonders für den Geographieunterricht. Die Zeitdauer beträgt hier maximal zehn bis zwanzig Minuten. Langzeitexperimente hingegen sind meist Experimente im Freiland, die von den Schülern selbst durchgeführt werden. Ihre Zeitdauer beträgt manchmal Tage oder Wochen. Diese Experimente sollten aber nicht zu oft eingesetzt werden, da Schüler einem Experiment, das von kurzer Dauer ist, mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen als einem Experiment, bei dem sie auf das Ergebnis mehrere Tage warten müssen.
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Michaela Putz, 2002, Einfache Experimente im Erdkundeunterricht, Munich, GRIN Publishing GmbH
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