1. Einleitung
Der Handel mit Menschen und deren Versklavung stellen schwerstwiegende Verletzungen der Menschenrechte dar. Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben immer wieder unterschiedliche Formen und Ausprägungen der Sklaverei sowie des Handels mit Menschen bestanden. Dementsprechend wurde von Menschenrechtsaktivisten, Hilfsgruppen, Staaten, und von Seiten der internationalen Gemeinschaft auf unterschiedliche Arten immer wieder versucht, die Sklaverei und den Menschenhandel zu unterbinden. Bis heute ist dies nicht gelungen. Sklaverei und Menschenhandel konnten in einigen Regionen dieser Erde weder eingedämmt noch abgeschafft werden. Hierzu zählt beispielsweise Mauretanien, das im 20. Jahrhundert die Sklaverei zwar dreimal feierlich abschaffte, heute aber dennoch über 250.000 Sklaven verfügt. 1 Andere Regionen hingegen haben die Sklaverei bereits im 19. Jahrhundert offiziell abgeschafft. Aber auch hier konnte die Sklaverei und der Handel mit Menschen nie ganz unterbunden werden. „Slavery exists on every continent of the world and affects most countries.“ 2 Während die International Labour Organization (ILO) von 12,3 Millionen 3 versklavten Menschen weltweit ausgeht, schätzt der Menschenrechtsaktivist Kevin Bales, dass 27 Millionen 4 Menschen in der Sklaverei leben. Die höchsten Schätzungen belaufen sich sogar auf bis zu 200 Millionen Sklaven weltweit. 5 Allen Schätzungen gemeinsam ist aber, dass die heutige Sklaverei Dimensionen angenommen hat, die das Ausmaß der Sklaverei zur Zeit des transatlantischen Sklavenhandels um ein Vielfaches überschreitet. Ziel dieses Lehrforschungsprojektes ist es, das Ausmaß und die Formen der heutigen Sklaverei sowie des heutigen Menschenhandels zu erfassen, geschichtliche Hintergründe darzustellen, Ursachen aufzuzeigen und die Hauptbetroffenen zu nennen. Darüber hinaus werden direkte und indirekte Folgen der Sklaverei und des Menschenhandels aufgeführt sowie gesetzliche Grundlagen beschrieben. Der zweite Teil der Arbeit befasst sich schließlich mit der häufigsten Form des Menschenhandels, dem Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung von Frauen und Mädchen. Hierbei wird zunächst ein unmittelbarer
1
Vgl. u.a. Bales, Kevin (2005). S. 185; Die Zeit. Sklaverei in 41 Staaten. Online im Internet:
http://www.zeit.de/1996/18/Sklaverei_in_41_Staaten>. Stand: 20.02.08.
2
Anti-Slavery International: Online im Internet:
http://www.antislavery.org/homepage/antislavery/faq.htm#isslavery>. Stand: 20.02.08.
3
Liebert, Nicola (2005). Online im Internet:
http://www.ilo.org/public/german/region/eurpro/bonn/download/ilo-nl205.pdf>. Stand: 20.02.08.
4 Bales, Kevin (2001). S. 17.
5 Ebd.
1
Bezug zu Europa und Deutschland hergestellt, es werden Mechanismen erläutert, die den Handel mit Menschen fördern und ermittelte Opfer sowie Täter beschrieben. Letztlich werden Forderungen zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Sklaverei sowie zu einem verbesserten Umgang mit den Opfern genannt. Hierzu wurde auf zahlreiche Publikationen von namhaften Zeitungen und Zeitschriften zurückgegriffen, zahlreiche Berichte und Veröffentlichungen unterschiedlichster Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen untersucht, sowie bereits vorhandene Forschungsarbeiten eingesehen.
2. Geschichtliche Hintergründe
Die Existenz von Sklaven sei, so weit verbreitete Annahmen, bereits auf die vor- und frühgeschichtliche Zeit zurückzuführen. 6 Durch zunehmend differenzierte Gemeinschaften sowie der Entstehung erster Staatsformen vor 5000 Jahren, wurde die Sklavenarbeit sozial integriert und institutionalisiert. Nicht nur in der Antike war die Sklaverei somit auch fester und akzeptierter Bestandteil in einer Gemeinschaft. Sklaven resultierten meist aus Raubzügen, waren Kriegsgefangene oder bereits Kinder von Sklaven. Aus der eigenen Gemeinschaft wurden kaum Sklaven gewonnen. Die Ausnahme hiervon bildeten Gesetzesbrecher und Personen, die Schulden abzuarbeiten hatten bzw. deren Angehörige. Je nach Gesellschaftsstruktur und kulturellen Ansichten hatten Sklaven einen jeweils unterschiedlichen Status, unterschiedliche Rechte und unterschiedliche Arbeit zu verrichten. Während beispielsweise Sklaven im Orient meist in Palästen unmittelbar ihren Herrschern dienten und verhältnismäßig gut versorgt wurden, waren Sklaven im antiken Rom lange Zeit barbarischsten und menschenunwürdigsten Lebensbedingungen ausgesetzt. Ihr
gesellschaftliches Ansehen war folglich sehr negativ und ein Entkommen aus diesem Status war lange Zeit kaum möglich. Im Orient hingegen war es männlichen Sklaven beispielsweise durch Kriegsdienste möglich, gesellschaftliches Ansehen zu erlangen. Ebenso hatten Haremsdamen einen respektierten Platz in der Gemeinschaft, der ihnen besondere Rechte zusicherte. 7
Im späten Mittelalter und mit voranschreitender Christianisierung sowie veränderten demographischen Entwicklungen ließ die Sklaverei, zumindest in Westeuropa, nach. Das
6 Die weit verbreitete Annahme, Sklaven hätten bereits in der Vor- und Frühgeschichte existiert, kann nicht
bewiesen werden und wird beispielsweise auch von Christian Delacampagne in „Die Geschichte der Sklaverei“
bestritten.
7 Vgl. u.a. Everett, Susanne (1998). S. 10 ff.
2
christliche Gebot der Nächstenliebe, der hohe Preis fremdländischer Sklaven, die hohe Anzahl heimischer Arbeitskräfte sowie das Verbot Karls dem Großen, keine Christen als Sklaven zu halten oder zu verkaufen, waren hier wohl die Hauptgründe für den Rückgang der Sklaverei. Allerdings wich der Sklavenhaltung das System der Leibeigenschaft, welches abermals sklavenähnliche Lebensverhältnisse zur Folge hatte. Im Mittelmeerraum dagegen florierte der Handel mit vor allem Sklaven aus Afrika ungebrochen weiter. Zum schwerpunktmäßigen Handel mit afrikanischen Sklaven trug nicht zuletzt die Ausweitung des Osmanischen Reiches bei. Mit der Eroberung der Balkanhalbinsel 1453 war der Nachschub von Sklaven östlich und nördlich des Schwarzen Meeres unterbrochen. Somit wichen abendländische Sklavenhändler auf den afrikanischen Kontinent aus. 8 Durch die Erforschung Afrikas und Amerikas und der nachfolgenden Kolonialisierung erreichten die Sklaverei und der Sklavenhandel einen Höhepunkt. Vor allem die Entdeckung und Kolonialisierung Amerikas Ende des 15. Jahrhunderts und der dadurch entstandene erhöhte Bedarf an Arbeitskräften für vor allem Zucker- und Kaffeeplantagen, löste eine programmatische und systematische Ausbeutung, Versklavung und Misshandlung von überwiegend afrikanischen Sklaven aus. Da die Ureinwohner Amerikas anfällig auf europäische Krankheiten waren und ihre Anzahl dadurch innerhalb kürzester Zeit extrem dezimiert wurde, schienen Sklaven aus den Kolonien Afrikas, vor allem für die Plantagenarbeit, geeigneter. Die Folge war ein Sklavenhandel von bis dato unerreichtem Ausmaß. Allein zwischen 1730 und 1740 wurden 270.000 Sklaven unter widrigsten Bedingungen auf Schiffen nach Amerika transportiert und dort größtenteils in Lagern gehalten. Dem Transatlantischen Sklavenhandel sind so insgesamt 11 Millionen Sklaven zum Opfer gefallen. Allerdings sind allein durch die Umstände des Transportes, den Krankheiten, Mangelerscheinungen, selektiven Tötungen, durch Meutereien aber auch Selbstmorde und Schiffbruch ca. ein Zehntel, also über eine Millionen Sklaven, verendet, ohne Amerika lebend erreicht zu haben. 9
Im 19. Jahrhundert wurde dieses Kapitel der programmatischen Versklavung und Sklavenhaltung schließlich beendet. Dänemark, das 1802 als erster Staat die Sklaverei offiziell abschaffte, folgten 1865 letztlich auch die Vereinigten Staaten von Amerika. Ausschlaggeben für den Abolitionismus in Amerika seien aber weniger humane und moralische Ansichten, als vielmehr wirtschaftliche Gründe, gewesen. 10
8 Vgl. u.a. Delacampagne, Christian (2004). S. 10 ff.
9 Vgl. ebd. S. 182 ff.
10 Beispielsweise unterstrich Benjamin Franklin in seinem Buch Observations concerning the Increase of
Mankind aus dem Jahr 1751, dass „die Einfuhr von Sklaven einen (zu dieser Zeit modernen, d. Verf.) Staat nur
schwächen könnte“. Ebd. S. 25.
3
Dennoch wirken die Folgen dieses exzessiven Sklavenhandels bis heute nach. Nicht nur die durch massenhafte Deportation von afrikanischen Sklaven grundsätzlich veränderte soziale und kulturelle Struktur Amerikas, sondern auch die andauernden Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent können auf den umfassenden Sklavenhandel dieser Zeit zurückgeführt werden. Fehden und Kriege zwischen verschiedenen Stämmen und ethnischen Gruppen wurden immer wieder gezielt von Sklavenhändlern geschürt, um Entführungen, Menschenjagden und Gefangenenkäufe zu erleichtern. 11
Obwohl die gesellschaftliche und geschichtliche Wahrnehmung der Phänomene Sklaverei und Sklavenhandel mit der offiziellen Abschaffung endete, existierte die Sklaverei jedoch in verschiedenen Gemeinschaften, teilweise akzeptiert, meist aber offiziell geächtet, prinzipiell weiter. Vor allem die heutige globale Wirtschaftsstruktur lässt dieses Phänomen wieder verstärkt aufkeimen. Während Frauen zu sexuellen Zwecken gehandelt wurden und werden, ist auch die Arbeitssklaverei im klassischen Sinne wieder auf dem Vormarsch.
3. Übersicht über die Grundstrukturen des heutigen
Menschenhandels/der heutigen Sklaverei
In der allgemeinen Wahrnehmung findet Sklaverei heutzutage kaum mehr statt. Die weitgehende Vorstellung, die geistigen Errungenschaften der Aufklärung hätten die programmatische und gewaltsame Ausbeutung von Menschen und ihrer Arbeitskraft zumindest im europäischen Kulturkreis beendet, ist aber falsch. Denn die Sklaverei wurde zwar international geächtet, dennoch existiert sie aber weltweit bis heute weiter. Obgleich unsere Vorstellungen der Sklaverei vor allem von dem transatlantischen Sklavenhandel und dem der Antike geprägt sind, variieren die Erscheinungsformen und Ausprägungen innerhalb dieser Art der Unterdrückung stark.
11 Ebd. S. 11 ff.
4
3.1 Definition von Sklaverei und Menschenhandel
Die Differenzierung der vielfältigen Formen und Ausprägungen von Menschenhandel und Sklaverei hängt sehr stark davon ab, wie diese, bzw. wie Sklaven definiert werden. Im Folgenden soll deshalb zum einen die sehr allgemein gehaltene Definition von Kevin Bales gelten, die lautet: „(Ein Sklave ist, der Verf.) eine Person, die mit Gewalt oder durch Androhung von Gewalt zum Zwecke wirtschaftlicher Ausbeutung festgehalten wird.“ 12 Zum anderen soll Bezug genommen werden auf die ebenfalls hinreichend weit gefasste Definition von Menschenhandel gemäß des UN Protokolls zur Verhütung, Unterdrückung und Bestrafung des Menschenhandels aus dem Jahr 2000. Der UN-Definition nach,
„bezeichnet der Ausdruck ‘Menschenhandel’ die Anwerbung, Beförderung,
Verbringung, Beherbergung oder den Empfang von Personen durch die Androhung
oder Anwendung von Gewalt oder anderen Formen der Nötigung, durch
Entführung, Betrug, Täuschung, Missbrauch von Macht oder Ausnutzung
besonderer Hilflosigkeit oder durch Gewährung oder Entgegennahme von
Zahlungen oder Vorteilen zur Erlangung des Einverständnisses einer Person, die
Gewalt über eine andere Person hat, zum Zweck der Ausbeutung. Ausbeutung
umfasst mindestens die Ausnutzung der Prostitution anderer oder andere Formen
sexueller Ausbeutung, Zwangsarbeit oder Zwangsdienstbarkeit, Sklaverei oder
sklavereiähnliche Praktiken, Leibeigenschaft oder die Entnahme von
Körperorganen.“ 13
Die oben aufgeführte Definition von Menschenhandel befasst sich folglich, über den eigentlichen Handel mit Menschen hinaus, auch mit direkt vorherrschenden Formen der Sklaverei und ähnlichen Formen der Ausbeutung von Personen jeden Geschlechts und jeden Alters. Dementsprechend werden in dieser Definition weitgreifend die unterschiedlichsten Stadien miterfasst, in denen sich unfreie Menschen zur gewaltsamen Ausbeutung ihrer Arbeitskraft und ihrer Körper befinden können. Somit stellt die direkte Sklaverei, in Verbindung mit einer Anwerbung, Beförderung usw. von Opfern mit dem Ziel ihrer Zuführung in die Sklaverei und der Anwendung von bestimmten Mitteln, wie beispielsweise Gewalt und Täuschung, ein Element des Ausdrucks Menschenhandels nach dieser Definition dar. In der weiteren Arbeit wird daher der Begriff Sklaverei häufig zusätzlich mit und durch den Begriff Menschenhandel ausgedrückt.
12 Bales, Kevin (2001). Die neue Sklaverei. S. 366.
13 Resolutionen ohne Überweisung an einen Hauptausschuss. Resolution 55/25. Übereinkommen der Vereinten
Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität. Online im Internet:
http://www.un.org/Depts/german/gv-55/band1/a5549_wr.pdf. S. 64>. Stand: 25.01.08.
5
3.2 Heutige Formen und Ausprägungen des Menschenhandels und der
Sklaverei
Nach Kevin Bales, der sich umfassend mit dem Phänomen der heutigen Sklaverei befasst hat, lassen sich drei grundlegende Formen heutiger Sklaverei unterscheiden: Die Leibeigenschaft und die Schuldknechtschaft weisen hierbei Strukturen auf, wie sie teilweise bereits vor Jahrtausenden bestanden. Die Vertragssklaverei kann hingegen als moderne Form der Sklaverei bezeichnet werden. 14
Neben diesen drei grundlegenden Formen der Sklaverei werden weitere, sinnvolle Differenzierungen wiedergegeben.
Fernerhin sollte hinzugefügt werden, dass sich die Formen und Ausprägungen der Sklaverei oft nicht klar voneinander abgrenzen lassen, bzw. dass Grundelemente der einen Form ebenfalls in einer anderen Form vorliegen können.
3.2.1 Leibeigenschaft
Die Leibeigenschaft bezeichnet den vollkommenen Besitzanspruch und die Eigentümerschaft über einen Menschen. Eine Eigentümerschaft wird teils durch Verschleppung, käuflichen Erwerb oder durch die Geburt eines Kindes beansprucht, dessen Mutter bereits als eigene Sklavin gesehen wird. Die Eigentümerschaft ist selten offiziell, d.h. staatlich legitimiert, aber dennoch oftmals vom Umfeld geduldet und akzeptiert, bzw. durch die Anwendung und Auslegung anderer Gesetzesformen, wie beispielsweise der Scharia in Mauretanien, gerichtlich gebilligt und daher gesichert. 15 Diese Form der Sklaverei scheint seit Jahrhunderten kaum verändert und ist folglich häufig kulturell manifestiert und fester Bestandteil der jeweiligen Gesellschaftsordnung. Die betroffenen Menschen bleiben meist ihr Leben lang versklavt. Der Besitzanspruch wird darüber hinaus oftmals auch auf die folgenden Generationen ausgeweitet. Die Form der Leibeigenschaft stellt heute dennoch einen sehr geringen Anteil in der weltweiten Versklavung von Menschen dar. Sie kommt besonders in den Staaten Nord- und Westafrikas sowie in einigen arabischen Staaten vor. 16
14 Vgl. Bales, Kevin (2001). S. 31 f.
15 Vgl. ebd. S. 116.
16 Vgl. ebd. S. 31.
6
3.2.2 Schuldknechtschaft
„Schuldknechtschaft bedeutet, dass Menschen sich selber als Sicherheit für eine Anleihe, oder weil sie von einem Angehörigen dessen Schuld geerbt haben (…), in Sklaverei begeben.“ 17 Ein Besitzrecht ist in dieser Form somit explizit nicht vorhanden. Diese Art der Sklaverei und ihre häufigste Ausprägung, die landwirtschaftliche Schuldknechtschaft, ist speziell in Indien und anderen asiatischen Staaten verbreitet. Sie stellt die häufigste Form heutiger Sklaverei dar. Da den betroffenen Landwirten sowie der Landbevölkerung aufgrund von beispielsweise Krankheiten oder Missernten finanzielle Mittel zur Existenzsicherung fehlen, und diese auch über keinerlei Sicherheiten verfügen, sind sie gezwungen, Schulden zu machen und sich selbst zur Abarbeitung dieser bei den Geldgebern zu verpflichten. Da die Gläubiger allerdings oftmals betrügerische Absichten haben, und es in ihrem Ermessen liegt, das Schuldenverhältnis aufzukünden, wird die Arbeitsleistung der Schuldner häufig nicht angemessen oder gar nicht anerkannt, bzw. vergütet, und bei den Abrechnungen betrogen. Dementsprechend befinden sich die Betroffenen oftmals über Jahre in der Schuldknechtschaft, was teilweise dazu führt, dass die Schulden und damit die Schuldknechtschaft auch an die kommenden Generationen des Schuldners weitervererbt werden. Der Gläubiger sieht sich aber auch im Falle einer Nachlässigkeit des Schuldners dazu berechtigt, dessen Kinder und Familienangehörige direkt mit in das Schuldenverhältnis zu integrieren oder an andere Sklavenhalter zu verkaufen. 18
3.2.3 Vertragssklaverei
Die am stärksten zunehmende Art der Sklaverei bezeichnet die Vertragssklaverei bzw. die Contract Slavery. Sie ist in allen Teilen der Welt verbreitet. Die Betroffenen werden anhand unrechtmäßiger Verträge in die Sklaverei getrieben, bzw. in dieser gehalten. Dieser Typus der Sklaverei bezieht sich auf sämtliche Arbeitsbereiche, in denen Sklaven beschäftigt werden. So werden beispielsweise Landarbeiter in Brasilien oder junge thailändische Frauen mit der Aussicht auf eine Arbeitsstelle und einem dazugehörigen Arbeitsvertrag in entfernte Gegenden gebracht. Dort werden sie gewaltsam in ein sklavenähnliches Arbeitsverhältnis in der Landwirtschaft oder in der Prostitution ohne Selbstbestimmungsrecht und Vergütung überführt. Der eingegangene Vertrag dient dazu, „der Versklavung den Anschein von Rechtmäßigkeit zu geben“ 19 . Oftmals reichen aber mündliche Vereinbarungen aus, um
17 Ebd. S. 17.
18 Vgl. ebd. S. 31f.
19 Ebd. S. 32.
7
insbesondere Kinder unter Druck zu setzen. Manchmal werden den Opfern zusätzlich Schulden vorgehalten, die angeblich durch den Transport und Vermittlungsgebühren zustande kamen, und die sich noch zusätzlich durch Unterkunft und Verpflegung häufen. Diese Form der Sklaverei ist vor allem in Brasilien, China, Südostasien, Indien, einigen arabischen Ländern, aber speziell auch in den Industrienationen Westeuropas, den USA und Japan vorzufinden. Hierzu können beispielsweise die meisten Formen der Zwangsprostitution, Bettelkinder, Haushaltssklaven und mail order brides 20 gezählt werden.
3.2.4 Sonstige Arten von Menschenhandel und Sklaverei
Zu Sonderformen der Sklaverei, die nicht in die oben genannten Formen und Ausprägungen einzuordnen bzw. deutlicher abgrenzbar und definierbar sind, gehören beispielsweise Formen der Sklaverei, die staatlich und politisch motiviert sind. Die staatliche Sklaverei in Myanmar stellt eine dieser Formen dar. Dort gibt es immer wieder Fälle, bei denen zehntausende Menschen von Seiten der Regierung gewaltsam als Hilfskräfte für Bauarbeiten und für Feldzüge missbraucht werden. 21
Eine weitere Form stellt die Kriegsversklavung von Zivilisten seitens der Armee oder Rebellen dar. Hierzu gehören Kindersoldaten und Erwachsene, die direkt zum Kampf gezwungen werden, aber auch Zivilisten, die als Hilfskräfte der Armee gewaltsam missbraucht werden.
Eine weitere Form stellt Child Placement 22 dar. Diese, noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts auch in Europa verbreitete Verbringung von Kindern in andere Regionen, ist heute vor allem noch in Westafrika zu finden. Hier werden Kinder mit der Hoffnung auf bessere Versorgungs- und Arbeitsmöglichkeiten zu Verwandten, anderen Gemeinschaften oder fremden Arbeitgebern gegeben. Dadurch erhoffen sich die meist sehr armen und kinderreichen Familien eine doppelte Entlastung. Einerseits muss ein Kind der Familie weniger versorgt werden, andererseits könnte das Kind durch seine Arbeit die Familie in der Heimatregion sogar zusätzlich finanziell unterstützen. Die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, welche die Kinder später teilweise vorfinden und der skrupellose Missbrauch, der in diesem Zusammenhang manchmal stattfindet, sind den Eltern aber fast nie bewusst.
20 Als mail order brides werden Frauen und Mädchen beschrieben, „die Zwangsverheiratet oder unter
Vortäuschung falscher Tatsachen (…) angeworben wurden, um dann von Männern als Haushälterinnen und
sexuell missbraucht zu werden“. Kartusch, Angelika (2003). S. 3. Online im Internet:
berlin.de/gpo/pdf/kartusch/angelika_kartusch.pdf>. Stand: 20.02.08.
21 Vgl. Bales, Kevin (2001). S. 33.
22 Bales, Kevin (2005). S. 149.
8
Darüber hinaus existieren verschiedene Formen der religiösen Sklaverei. Diese Formen sind in Indien und in Teilen Westafrikas zu finden. Hier werden Kinder oder junge Frauen als Ritualsklaven, beispielsweise zur Bannung von Flüchen, missbraucht. 23 Der Handel mit menschlichen Organen sowie der Adoptionshandel mit Kindern und Neugeborenen stellen einen Missbrauch und eine Ausbeutung zu wirtschaftlichen Zwecken von Menschen dar. Die betroffenen Personen bzw. die Mütter der Kinder werden häufig mit Mitteln der Täuschung, der Gewalt oder durch die Ausnutzung eines Abhängigkeitsverhältnisses zu diesen Schritten bewegt. 24 Daher können der Adoptionshandel und der Organhandel in die Definition von Menschenhandel subsumiert werden.
Abschließend ist es mir an dieser Stelle wichtig, die Lohnsklaverei zu nennen. Sie entspricht nicht der vorweg aufgeführten Definition der Sklaverei und des Menschenhandels. Die Lohnsklaverei soll hier aber trotzdem eine kurze Erwähnung finden. Der Begriff der Lohnsklaverei wird auf arbeitende Personen angewendet, die trotz täglicher Lohnarbeit keine entsprechende Entlohnung bekommen, und daher mit dieser Arbeit kaum ihre Existenz sichern können. Neben der mangelnden Entlohnung existieren häufig nicht menschengerechte Arbeitsbedingungen, die oftmals erhebliche Beeinträchtigungen und Gefahren für die Gesundheit der Betroffenen zur Folge haben. Hierzu sind auch einige Formen der Kinderarbeit, aber auch Formen der Gefängnisarbeit zu zählen. Da hier aber für die Definition Menschenhandel, bzw. für die Definition Sklave, entsprechende Elemente wie eine Täuschung und der direkte Zwang durch die Anwendung gewaltsamer Mittel zur Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses fehlen, kann nicht von Sklaverei und Menschenhandel im oben genannten Sinn gesprochen werden. Daher findet die Form der Lohnsklaverei in dieser Arbeit im Folgenden keine Erwähnung mehr.
3.2.5 Direkte und indirekte Sklaverei
Ebenso erscheint es mir wichtig, die direkte Sklaverei von einer indirekten Sklaverei zu unterscheiden. Es existiert, wie bereits beschrieben, in allen Regionen der Welt die direkte gewaltsame Ausbeutung von Menschen und deren Arbeitskraft. Allerdings ist es ein Phänomen der globalisierten Wirtschaftsstruktur, dass Waren, wie beispielsweise Kleidung, Teppiche, Reis, Zucker und Spielsachen, die von Sklaven produziert wurden, in den Regalen der Kaufhäuser dieser Welt landen. Somit ist ein preisbewusster Konsument oftmals indirekter Unterstützer der Sklaverei. Aber nicht nur die gefertigten Waren der Opfer stehen
23 Bales, Kevin (2001). S. 34.
24
Vgl. Kartusch, Angelika (2003). S.3. Online im Internet:
berlin.de/gpo/pdf/kartusch/angelika_kartusch.pdf>. Stand: 20.02.08.
9
in unseren Kaufhäusern, sondern auch heimische Konzerne produzieren ihre Waren mit von Sklaven gefertigten Grundstoffen, wie Ziegel und Holzkohle. Schließlich sollte auch erwähnt werden, dass Investmentfonds und andere Aktienpakete von Unternehmen verwaltet werden, die in Firmen investieren, welche Sklaven beschäftigen. Denn die fehlenden Lohnkosten garantieren eine hohe Gewinnabschöpfung und ermöglichen es folglich, die Rendite erheblich zu steigern. 25
3.3 Hauptsächliche Tätigkeiten heutiger Sklaven
Die Opfer des Menschenhandels, der Sklaverei werden vor allem zu Arbeiten in der Landwirtschaft und zu Arbeiten im traditionellen Handwerk gezwungen. Weiterhin werden Sklaven in Bereichen der Prostitution, des Heiratshandels, des Bergbaus, in Steinbrüchen, in Haushalten und in Webereien beschäftigt. Darüber hinaus brennen Sklaven Holzkohle, sie verarbeiten und schürfen Edelsteine sowie Edelmetalle, heutige Sklaven roden Wälder und sie sind in Werkstätten und Fabriken zu finden. 26
3.4 Besonderheiten der heutigen Sklaverei
Grundlegend muss an dieser Stelle zunächst das Ausmaß der heutigen Sklaverei genannt werden. Vorsichtige Schätzungen beziehen sich hier auf weltweit insgesamt 27 Millionen Sklaven. 27 Somit übersteigt die heutige weltweite Anzahl der Sklaven deutlich die geschätzte Anzahl der Sklaven in allen vorangegangenen Epochen. Ein weiterer Unterschied zur Sklaverei in den vergangenen Jahrhunderten, stellt die Illegalität des heutigen Menschenhandels dar. Durch dessen weltweite Ächtung werden und können heute keine offiziellen Besitzansprüche an die Opfer gestellt werden. Des Weiteren hat sich der zeitliche Umfang, in denen sich die Opfer in der Sklaverei befinden, verändert. Durchschnittlich ist dieser auf einen relativ kurzen Zeitraum, teilweise wenige Monate, gesunken. Es kommt nur noch selten vor, dass Menschen und deren Kinder ihr Leben lang als Sklaven gehalten werden. Der scheinbar unbegrenzte Nachschub an Sklaven und der damit verbundene geringe Kaufpreis, macht diese zeitlich begrenzte Ausbeutung von Personen erst möglich. Innerhalb kürzester Zeit werden von den Opfern, mit dem geringsten finanziellen Aufwand und einem immensen finanziellen Gewinn für die Sklavenhalter, extreme Leistungen abverlangt. Ist
25 Vgl. u.a. Werner, Klaus/Weiss, Hans. S. 31 ff.
26 Vgl. u.a. Bales, Kevin (2001). Die neue Sklaverei. S. 18.
27 Kevin Bales, der als Experte auf dem Gebiet der heutigen Sklaverei gilt, hat diese Schätzung wissenschaftlich
erarbeitet. Da seine Schätzung auch in zahlreichen Medienberichten genannt wurde, wird sie auch von der
Verfasserin in der weiteren Arbeit verwendet.
10
schließlich nach einer gewissen Zeit eine Minderung ihrer Produktivität, beispielsweise durch Krankheiten und körperliche Abnutzungserscheinungen, zu erkennen, kann man sich den Opfern entledigen, ohne weiter für sie verantwortlich zu sein. Somit hat der fehlende gesetzliche Besitzanspruch sogar positive Folgen für die Sklavenhalter. Denn nur so können sie jede Verantwortlichkeit gegenüber ihren Opfern, im Gegensatz zu den Sklavenhaltern früherer Zeiten, von sich weisen. Folglich können die Unterhaltskosten auf ein Minimum reduziert werden, da die Dauer der Ausbeutung sowieso nur auf einen kurzen Zeitraum angelegt wird und eine potentielle Langlebigkeit des Opfers, aufgrund der unbegrenzten Verfügbarkeit von potentiellen Sklaven, nicht von Nöten ist. 28 Im Gegensatz zu vergangenen Formen der Sklaverei spielen heute rassistische Denkweisen und kulturspezifische Animositäten in der Rekrutierung und Beschäftigung von Sklaven kaum mehr eine Rolle. Grundsätzlich kann daher gesagt werden, dass Sklaven der heutigen Zeit größtenteils keine kulturelle und religiöse Andersartigkeit und keine andere Herkunft wie die der Sklavenhalter besitzen bzw. nicht aufgrund dieser Andersartigkeit rekrutiert werden. Die Opfer der heutigen Sklaverei in Westeuropa, den USA oder Japan weisen zwar meistens eine andere Herkunft auf. Diese beruht aber nicht auf Ressentiments gegenüber ihrer Kultur und Hautfarbe, sondern fast ausschließlich auf deren, meist durch wirtschaftliche Benachteilungen und Armut bedingten, Notlagen, Hilflosigkeiten und Abhängigkeiten. 29
3.5 Ursachen für das heutige Phänomen des Menschenhandels und der
Sklaverei
Für die extreme Zunahme der heutigen Sklavenarbeit sind für Kevin Bales vor allem zwei Faktoren verantwortlich. Zum einen habe nach dem zweiten Weltkrieg der schlagartige Anstieg der Weltbevölkerung in vor allem wirtschaftlich unterentwickelten Staaten für einen unbegrenzten Nachschub an potentiellen Sklaven gesorgt. Gerade in den Staaten und Regionen mit der massivsten Bevölkerungszunahme sei parallel hierzu das Ausmaß der Sklavenarbeit extrem hoch. „Das größte Bevölkerungswachstum ist in den Ländern zu verzeichnen, in denen heute Sklaverei am häufigsten anzutreffen ist.“ 30 Darüber hinaus
28 Vgl. Bales, Kevin (2001). S. 19 ff.
29 Es bestehen allerdings in Mauretanien und auch teilweise in Indien nach wie vor Rekrutierungen von Opfern
aufgrund des Stammes bzw. aufgrund der Kaste. Aber auch hier ist die kulturelle Andersartigkeit oftmals ein
Deckmantel für, mit ihr einhergehenden Benachteiligungen und Hilflosigkeiten der Betroffenen. Vgl. ebd.
30 Bales, Kevin (2001). Die neue Sklaverei. S. 22.
11
verstärke sich das Ausmaß der Sklaverei in den Staaten und Regionen zusätzlich, in denen die Sklaverei von alters her etabliert war. 31
Den anderen Faktor sieht Kevin Bales in den, mit dem extremen Bevölkerungswachstum einhergehenden, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen. So hätten überbevölkerte Regionen größtenteils mit Ressourcenknappheiten und extremer Armut zu kämpfen. Diese seien insbesondere auf korrupte Regierungen und Machthaber zurückzuführen, die durch Kriege, Verschuldungen und falsche wirtschaftliche Strategien den Verfall traditioneller Wirtschafts- und Sozialstrukturen gefördert hätten. Der Prozess dieses Verfalls sei aber auch durch weltwirtschaftliche Entwicklungen begünstigt worden. Die globalisierte und modernisierte Weltwirtschaft habe die massive Veränderung wirtschaftlicher Grundstrukturen in den betroffenen Ländern, beispielsweise durch den intensiven monokulturellen Anbau exporttauglicher Produkte mitzuverantworten. Dies habe oftmals erhebliche existenzielle Nachteile, vor allem für die Landbevölkerung, mit sich gebracht. So seien viele Menschen aus Existenznot in die Sklaverei oder sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse gezwungen worden. Diese Missstände und das diesbezügliche zurückhaltende Engagement der Weltgemeinschaft, habe sich außerdem seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes erheblich verstärkt. Denn durch das Ende des kalten Krieges sei die Aufmerksamkeit von Seiten der Westmächte und ihrer kapitalistischen Regierungen bezüglich der Einhaltung von Menschenrechten innerhalb anderer Staaten geschwunden, da keine Profilierungen durch die Artikulation ideologischer Wertmuster wie Freiheit und Demokratie weiter erforderlich sind. Daher würden kommerzielle Interessen nur noch kaum von politischen Moral- und Wertevorstellungen beeinflusst und restringiert. Nicht zuletzt seien auch dadurch arbeitsrechtliche Grundsätze verloren gegangen. 32
4. Elemente des Menschenhandels und der Sklaverei
Die Grundsituation der betroffenen Menschen zeichnet sich meist durch eine starke Armut und die damit verbundene Perspektivlosigkeit, fehlende Alternativen und Notlagen aus. Dadurch werden die Angebote der Mittelsmänner wahrgenommen und das Arbeitsverhältnis und oftmals die Migration mit Zuhilfenahme von Personen angestrebt bzw. Kreditgeber um Hilfe gebeten. Schließlich sind die Betroffenen ihren Peinigern hilflos ausgeliefert, so dass eine eigenständige, freie Lebensgestaltung in keinster Weise mehr möglich ist. Denn in einem
31 Vgl. ebd. S. 24 ff.
32 Vgl. ebd.
12
fremden Land mit fremder Kultur und Sprache angekommen, fühlen sich die Betroffenen, oftmals ohne Geld und Unterkunft von den Anwerbern abhängig und aufgrund angeblicher Schulden dem Sklavenhalter verpflichtet. Schließlich wird die Hilflosigkeit und Abhängigkeit der Opfer durch Zwang, Gewaltandrohung, Erpressung und direkte Gewalt aufrechterhalten. Die Opfer werden massiv bedroht, körperlich misshandelt und psychisch unter Druck gesetzt. Die Täter/innen hingegen weisen wirtschaftliches Gewinnstreben, Gewalttätigkeit, Machtmissbrauch und meist eine gezielte Anwerbung hilfloser Opfer auf.
5. Opfer und Betroffene
Dem heutigen Menschenhandel fallen spezifische Personengruppen zum Opfer. Die Opfergruppen und deren Merkmale sind zwar je nach Form und Art des Menschenhandels/der Sklaverei unterschiedlich ausgeprägt, darüber hinaus variieren die Opfergruppen je nach Staat und Region. Beispielsweise sind es in Brasilien oft Männer, die auf Faziendas (landwirtschaftlichen Großbetrieben) und in Minen zur Arbeit gezwungen werden, während in Europa und Nordamerika vor allem Frauen in sklavenähnlichen Verhältnissen leben. Zusammenfassend sind dennoch besonders häufig betroffene Personengruppen zu erkennen, die zu einem großen Teil zu den Schwächsten unserer Gesellschaft zählen. Daher wird nachfolgend dargestellt, welche Opfergruppen existieren und worin die Ursachen liegen, dass gerade diese Personengruppen zu Opfern des modernen Menschenhandels und der Sklaverei werden.
Neben den Folgen für direkt Betroffene des Menschenhandels existieren auch indirekte Folgen und indirekt Betroffene. Denn der Handel mit Menschen hat nicht nur die Verletzung individueller und persönlicher Rechte und Freiheiten zur Folge, sondern auch die Mitleidenschaft von Familienmitgliedern sowie strukturelle Folgen für betroffene Milieus und damit verbundenen Gemeinschaften und Gesellschaften.
Die Eigenschaften der hauptsächlich betroffenen Personen werden hier, den persönlichen und strukturellen Folgen vorweg, aufgeführt.
13
Arbeit zitieren:
Katrin Geier, 2008, Lehrforschungsprojekt - Moderne Formen des Menschenhandels und der Sklaverei, München, GRIN Verlag GmbH
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