Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einführung 4
2. Geschäftsreiseziel Stadt 5
3. Touristisches Zielgebiet Stadt 7
3.1 Charakteristik der Reisenden 9
3.2 Übernachtungstourismus 10
3.3 Tagestourismus 11
3.4 Ausländertourismus 12
3.5 Events 14
3.6 Wirtschaftsfaktor 15
3.7 Tourismusmarketing in den Städten 16
4. Fazit und Ausblick 19
Literaturverzeichnis 21
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Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Anzahl der Geschäftsreisen 2003 2006
Abb. 2 Dauer der Geschäftsreisen 2003 2006
Abb. 3 Entwicklung im deutschen Städtetourismus 1993 2005
Abb. 4 Kundenstrukturen
Abb. 5 Übernachtungen in deutschen Städten 2005
Abb. 6 Verteilung der Tagesausflüge 2004
Abb. 7 Ausländerübernachtungen in deutschen Städten 2005
Abb. 8 Ausländerübernachtungen 2007 in Deutschland nach Bundesländern
Abb. 9 Umsatz im deutschen Städtetourismus 2004
Abb. 10 Stadt-Profile.
Abb. 11 Themen und Zielgruppen im Tourismusmarketing deutscher Städte
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1. Einführung
Nach einer sehr dynamischen Entwicklung gehört der Städtetourismus mittlerweile zu einem der wichtigsten Marktsegmente des Tourismus in Deutschland. Bis in die 1990er Jahre hinein reisten die Menschen fast ausschließlich aus geschäftlichen Gründen, um Verwandte und Freunde zu besuchen oder um Städte mit besonderer Kultur bzw. bedeutender historischer Architektur (z.B. Paris oder Wien) zu besichtigen. Heute gibt es eine Vielzahl von Angeboten, die zu einer Kurzreise in eine Stadt einladen, wie z.B. zahlreiche Shoppingmöglichkeiten, Musicals oder auch spezielle Events in den Bereichen Kultur und Sport (vgl. Landgrebe/Schnell 2005: 7). Es gibt viele verschiedene Definitionsansätze, jedoch existiert keine allgemein anerkannte Definition des Städtetourismus, die zum einen die verschiedenen Typen von Städten behandelt und zum anderen den Städtetourismus von weiteren Reiseformen exakt in räumlicher und zeitlicher Hinsicht sowie nach Motiven abgrenzt. Häufig wurde bislang EHL ÄGHP³ 6WlGWHWRXULVPus der klassische, besichtigungs- und kulturbezogene Übernachtungstourismus analysiert. Die Welttourismusorganisation (WTO) deILQLHUW Ä6WlGWHUHLVHQ DOV JH]LHOWH 5HLVHQ LQ Städte und der Aufenthalt von Personen in Städten, die nicht ihr gewöhnlicher Wohn-oder Arbeitsort sind. Motivation dazu sind Freizeitgestaltung, Geschäfte oder sonstige Beweggründe. Die übliche Dauer von Städtereisen liegt dabei zwischen HLQHP XQG YLHU 7DJHQ³ ]LWLHUW QDFK 'HWWPHU LQ Altherr et al. 2003: 46). Für gewöhnlich spricht man von Städtetourismus bei Großstädten mit über einhunderttausend Einwohnern, darüber hinaus sind aber auch viele kleinere Städte von großer Bedeutung für den Deutschlandtourismus (z.B. Trier, Weimar, etc.) (vgl. IfL 2004: 108).
Städte sind besonderes attraktiv auf Grund ihrer Multifunktionalität, d.h. sie bieten sowohl Geschäftsreisenden hervorragende Bedingungen ihre Konferenzen und Tagungen durchzuführen, als auch Kurzurlaubern die Möglichkeit Kultur zu entdecken, Erholung zu finden oder die Zeit mit einem ausgedehnten Shoppingtrip zu verbringen (vgl. IfL 2004: 108). Daraus ergeben sich im Groben zwei Typen des Städtetourismus, die Geschäftsreisen und die privaten Städtereisen. In der vorliegenden Arbeit soll zunächst ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Geschäftsreisen gegeben werden, um anschließend ausführlicher die verschiedenen Aspekte der Privatreisen und ihre Bedeutung für die Städte näher zu
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betrachten. Darunter fallen die Charakteristik der Reisenden, der Tages- und Übernachtungstourismus, der Ausländertourismus, die besondere Bedeutung von Events, sowie der wirtschaftliche Aspekt und das Tourismusmarketing der Städte.
2. Geschäftsreiseziel Stadt
Geschäftsreisen werden definiert (vgl. IfL 2004: 110) als Reisen, die aus dienstlichen Gründen von Selbstständigen oder Arbeitnehmern durchgeführt werden, in der Regel auf nur wenige Tage begrenzt, aber mit einem relativ hohen Ausgabevolumen verbunden sind. Darunter zählen z.B. Besuche von Kongressen, Tagungen, Konferenzen, Seminaren und Messen. Sie werden in der Regel in folgende vier Segmente aufgeteilt: Geschäfts- und Dienstreisen, Messe- und Ausstellungsreisen, Kongressreisen und so genannte Incentive-Reisen. Letztgenannte stellen Belohnungsreisen zur Motivation der Mitarbeiter eines Unternehmens dar. Der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) schätzt, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2006 rund 158 Millionen Geschäftsreisen mit einem Reisekostenvolumen von rund 47 Milliarden Euro unternommen hat. Das entspricht etwa 148 Euro pro Geschäftsreisenden und Tag. Außerdem unternahm demnach etwa jeder dritte Beschäftigte in dem Jahr mindestens eine Geschäftsreise. Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Geschäftsreisen von 2003 bis 2006. Demzufolge ist die Zahl der Dienstreisen innerhalb von drei Jahren um über zehn Millionen gestiegen.
Quelle: VDR 2007, S. 5.
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Gründe für diese rasante Entwicklung sind zum einen die steigende Konjunktur seit 2005 und die zunehmende Mobilitätsbereitschaft der Arbeitnehmer, zum anderen aber auch die Zunahme von Schulungen, Messen und Tagungen (vgl. VDR 2007: 3). Geschäftsreisen führen am häufigsten in Großstädte, auf Grund ihrer vorteilhaften Standortfaktoren für sämtliche Einrichtungen und Veranstaltungen, die bei dieser Art von Reisen wichtig sind. Dabei haben folgende harte und weiche Standortfaktoren den größten Einfluss auf das Geschäftsreiseziel: Zum einen sind es die Lage und Verkehrsanbindung der Stadt, Sitze bedeutender Institutionen und Wirtschaftsunternehmen, das Vorhandensein moderner Tagungseinrichtungen, ein ausreichendes Beherbergungsangebot, etc. Zum anderen prägen aber auch besonders das Image der Stadt, touristische Attraktionen, Kultur- und Unterhaltungsangebote, sowie Einkaufsmöglichkeiten etc. die Entscheidung. Denn gerade diese ÃZHLFKHQ¶)DNWRUHQ bilden die Eckpunkte einer erfolgreichen Geschäftsveranstaltung. Und vor allem bei mehrtätigen Geschäftsreisen ist ein kulturelles Rahmenprogramm vor oder nach den Konferenzen zur Besichtigung der Stadt u.ä. vorgesehen und auch bedeutend für ein gesundes Klima innerhalb der Gruppe von Kollegen (vgl. IfL 2004: 111).
Wie man der Abbildung 2 entnehmen kann, dominiert bei den Geschäftsreisen der Tagesgeschäftsreiseverkehr zunehmend mit knapp fünfzig Prozent und die Zahl der Aufenthalte mit sechs oder mehr Tagen hat sich seit 2003 mehr als halbiert.
Quelle: VDR 2007, S. 6.
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Arbeit zitieren:
Katja Nixdorf, 2008, Städtetourismus in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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