Berufsakademie für Alten- und Krankenpflege
Dortmund
Weiterbildung zum Pflegemanagement/Pflegedienstleitung
Abschlussarbeit
Thema:
Darstellung verschiedener Führungsmethoden -
WelcherStil in welcher Situation?
„Wenn wir die Menschen behandeln , wie sie sind,
Wenn wir sie dagegen behandeln, als wären sie bereits das,
Zitat von Goethe
Fach: Mitarbeiterführung
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Führungsdefinition 5
2.1 Begriffsklärung 5
2.2 Warum Führung 5
3. Führungstheorien 6
3.1 Begriffsbestimmung 6
3.2 Personenorientierte Führungstheorien 6
3.2.1 Eigenschaftstheorie 6
3.3 Motivationstheorie 7
3.3.1 Inhaltstheorien 8
3.3.1.1 Bedürfnispyramiden-Modell 9
3.3.1.2 Zwei-Faktoren Theorie von Herzberg 9
3.4 Situationstheorie 11
3.4.1 Kontingenzmodell 11
3.4.2 Weg-Ziel Theorie 15
4. Führungsstile 15
4.1 Klassische Führungsstile 16
4.1.1 Autoritärer Führungsstil 16
4.1.2 Kooperativer Führungsstil 16
4.1.3 Laissez-Faire Führungsstil 16
4.2 Tradierender Führungsstil (traditionell) 17
4.2.1 Patriarchalischer Führungsstil 17
4.2.2 Charismatischer Führungsstil 17
4.2.3 Autokratischer Führungsstil 17
4.2.4 Bürokratischen Führungsstil 18
4.3 Richtungsbezogener Führungsstil 18
4.3.1 Sachorientierter Führungsstil 18
4.3.2 Personenorientierter Führungsstil 18
4.4 Dimensionaler Führungsstil 19
4.4.1 Eindimensionaler Führungsstil 19
4.4.2 Zweidimensionaler Führungsstil 20
4.4.3 Dreidimensionaler Führungsstil 22
5. Führungstechniken 24
5.1 Management by Objectives 24
5.2 Management by Exeption 26
5.3 Management by Delegation (Harzburger Modell) 27
6. Coaching 29
6.1 Was ist Coaching 29
6.2 Zielsetzung 31
6.3 Voraussetzungen 33
6.4 Coaching-Kompetenzen 33
6.5 Varianten 35
6.5.1 Einzelcoaching 35
6.5.2 Gruppencoaching 35
6.5.3 Teamcoaching 35
7. Schlussbemerkung 36
8. Literatur-Quellennachweis 38
9. Abbildungsverzeichnis 39
4
1. Einleitung
„Richtiges Führen „ war und ist niemals einfach.
Mit der Weiterentwicklung Mensch und dessen gesellschaftlichen Strukturen nimmt die Problematik der Führung immer mehr zu.
Die Komplexität von Anforderungen und Gedankengut liessen differenziertere Vorstellungen von Führungsphilosophien entstehen. Das Ergebnis beginnender Globalisierung mit dem Wechsel von einer Indurstriegesellschaft zu einer Informations- und Wissensgesellschaft verändert diese Gesellschaft und führt zu einer stärker werdenden Zentrierung auf das Individuum. 1 Führungskräfte müssen den geänderten Bewußtseinsformen der Menschen innerhalb und außerhalb der Unternehmen entsprechen und ihr Führungsverhalten darauf einstellen und angleichen.
Manche veraltete Form der Führung muß aufgeben werden. Je flexibler, je dynamischer, je innovativer Organisationen den neuen Herausforderungen begegnen wollen und müssen, desto mehr kommt es für sie darauf an, dass sie auf allen Verantwortungsebenen zeitgemäß geführt werden. 2 Es wurden zahlreiche Führungstheorien und -modelle entwickelt, um eine effiziente und damit funktionierende Wirtschaft zu gewährleisten. Die Literatur stellt unzählige Theorien und Ansätze vor, in denen ein immenses Hintergrundwissen über die Gesetzmässigkeiten des menschlichen Handelns abgearbeitet und dargestellt wird. In der vorliegenden Arbeit kann nicht auf alle Modelle explizit eingegangen werden, da es diesen Rahmen sprengen würde.
Sie kann nur einen groben Umriß der Führungstheorien, -stile, -ansätze und -techniken aufzeigen, um das Problem ihrer Wahl zu verdeutlichen bzw. zu vereinfachen.
Ziel hierbei kann folglich nur sein, die Möglichkeiten „richtigen“ Führens zu vergleichen.
Eine Zusammenfassung mit eigenen Schlussfolgerungen und der Beantwortung der Frage: "Welcher Stil in welcher Situation" schliesst diese Arbeit ab.
1 Http://hausarbeiten.de/faecher/vorschau/7939.html
2 Vgl. Kolbitz,H.G. (1998), Zur Einführung,in:Harvard Manager, Führung und Organisation, Hamburg, S.7 1 vgl. Pfeifer, Wolfgang (2000), Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 5.Aufl. Deutscher Taschenbuchverlag, München
5
2. Führungsdefinitionen
2.1 Begriffsklärung
Führen hat den gleichen Ursprung wie „fahren“ und wird etymologisch aus dem germanischen „foran“ abgeleitet. Es bedeutet im eigentlichen Sinne: „etwas in Bewegung setzen“ 1i , „jemandem den Weg zeigen, indem man mit ihm geht“ 2 Was die Definition angeht, kann man sagen, das es keine einheitliche Definition von Führung gibt. Eine allgemeingültige Aussage, was unter Führung definitiv zu verstehen ist, findet sich nicht.
Die Unternehmensberatung IMAR 3 sieht sie als eine zielorientierte Beeinflussung. Mitarbeiter sollen dahingehend geführt werden, dass sie an der Erreichung der Unternehmensziele mitwirken. Wunderer/Dick 4 verstehen darunter den Einfluß höhergestellter Personen auf einen Rangniedrigeren.
Zusammenfassend kann gesagt werden: Führung ist ein Kommunikationsvorgang, der sich zwischen zwei oder mehreren Personen abspielt und einem gemeinsamen Zweck dient. Das heisst, Führung beinhaltet zwischenmenschliches, methodisches und technisches Know-How. Innerhalb welcher Firma, Organisation oder Institution Menschen geführt werden ist dabei absolut irrelevant.
2.2 Warum Führung
Ziel soll es sein, auf das Verhalten von Individuen und Gruppen so einzuwirken, dass ein definiertes Ziel erreicht werden kann. Ist ein Ziel zu komplex, als das es von einem einzelnen erreicht werden kann, bedarf es einer Person, die die einzelnen Bereiche auf die Mitglieder einer oder mehrerer Gruppen verteilt, so das jeder seine Fähigkeiten optimal einbringen kann.
Die Individuen oder die Gruppe sollen durch zielorientiertes Handeln dazu gebracht werden, die an sie gestellten Aufgaben zu erfüllen. Es soll soweit als möglich auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen werden, um so die Motivation der Mitarbeiter zu fördern und weiterzuentwickeln. Eventuell unabhängig von
1
1 vgl. Pfeifer, Wolfgang (2000), Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 5.Aufl. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2 vgl. KNAUR (1985), Das deutsche Wörterbuch, Lexikographisches Institut, München, S.395
3
vgl. http://www.imar.de 3 vgl. Wunderer, Rolf/Dick, Petra (2001), Personalmanagement-Quo Vadis?: Analysen und Prognosen bis 2010, 2.Aufl. Luchterhand/Neuwied/Kriftel, S.162
4. vgl. Pink, Ruth (2002) Souveräne Gesprächsführung und Moderation, Campus Verlag, Frankfurt/Main, S.14
6
Unternehmenszielen, um so den gesellschaftlichen Wandel und dem aggressiven Wettbewerb entgegentreten zu können, damit langfristig gute Fachkräfte mit Motivation und sozialer Kompetenz zur Verfügung stehen.
3. Führungstheorien
3.1 Begriffsbestimmung
Unter Theorien versteht man Aussagesysteme, welche die Beschreibung, Erklärung, Vorhersage und Kontrolle empirischer Sachverhalte sowie die Ableitung neuer, prinzipiell empirisch testfähiger Hypothesen ermöglichen.
Führungstheorien sollen Bedingungen, Strukturen, Prozesse, Ursachen und Konsequenzen von Führung beschreiben, erklären und prognostizieren.
Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Führungserfolg, an ökonomischen und sozialen Kriterien bemessen. Somit haben Theorien allgemein Erklärungsaufgaben. Diese können erst erfüllt werden, wenn die wesentlichen Variablen sowie ihre Verknüpfungen hinreichend beschrieben sind. Dazu gibt es bereits zahlreiche Ansätze, aber noch kein von Wissenschaftlern und Praktikern allgemein akzeptiertes Konzept. 1
3.2 Personenorientierte Führungstheorien
Bei den personenorientierten Theorien wird die Führungskraft oder der Geführte als die zentral kausale Variable als Erklärung der Führungswirkungen betrachtet. 2
Abb. 1 zeigt alle personenorientierten Führungstheorien und deren zentrale Inhalte im Überblick.
3.2.1 Eigenschaftstheorie
Die Eigenschaftstheorie gilt in der Führungspraxis noch heute als dominierende Alltagstheorie. Sie ist ein vorwiegend charakterologischer und individualpsychologischer Ansatz zur Erklärung von Führungsverhalten. 3
1
vgl. Wunderer, Rolf (1997), Führung und Zusammenarbeit, 2.Aufl. Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart, S.50f
2
vgl. siehe 1, S.54 3 vgl Prof. Delhees, K.H. (1987), Führungstheorien-Eigenschaftstheorien, in: Kieser,A. (Hrsg.), Handwörterbuch der Führung, Stuttgart, S. 748
7
Sie stellt die Persönlichkeit des Führenden und seine Eigenschaften in den
für den Führungserfolg entscheidend sind. 1
Abb. 1: Zentrale Inhalte personenorientierter Führungstheorien 2
3.3 Motivationstheorie
Motivationstheorien versuchen die Beweggründe des menschlichen Handelns zu erklären. Man kann sie in Inhalts-. Prozess- und Vergleichstheorien klassifizieren.
Die Motivation umfasst alle Gegebenheiten im Menschen und Umfeld des Menschen, die ihn zu einem bestimmten Verhalten bewegen. Mit ihr befasst sich die Motivationsforschung. Als Motivationsansätze können diejenigen Ansätze bezeichnet werden,
1 vgl. Rahn, H.J. (2000), Unternehmensführung, 4. Neu gest. u. erw. Aufl., Kiel Verlag GmbH, Ludwigshafen, S. 56 2 vgl. Wunderer, R. (1997), Führung und Zusammenarbeit, 2. Aufl., Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart, S.70
8
die Motivation als eigenen Antrieb und als von aussen kommenden
1
Anreiz sehen, der auf innere Antriebe abzielt (von Rosenstil)
Klassische Motivationstheorien 2
3.3.1 Inhaltstheorien
Inhaltstheorien befassen sich mit den Motiven und ihrer Wirkung auf das Verhalten, also mit der Frage, was im Individuum Verhalten erzeugt. Ansätze, die als Inhaltstheorien anzusehen sind, wurden insbesondere von Maslow , Herzberg, Alderfer und McClelland/Atkinson geliefert. 3 Die beiden bekanntesten - die von Maslow und Herzberg - werden hier kurz vorgestellt.
1 vgl. Rahn, H.J.(2000), Unternehmensführung, 4. Neu gest. u. erw. Aufl., Kiel Verlag GmbH, Ludwigshafen, S.54 2 vgl. Kolb, Meinulf (1998), Personalmanagement, 2. aktu. u. erw. Aufl., A.Spitz, S. 140 3 vgl. Hub, Hanns (1988), Unternehmensführung, 2. überarbeitete Aufl., Gabler Verlag, Wiesbaden, S.47
Quote paper:
Sieglinde Kuhlmey, 2003, Darstellung verschiedener Führungsmethoden - Welcher Stil in welcher Situation?, Munich, GRIN Publishing GmbH
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