The aim of this scientific paper is an exemplary but detailed analysis of English conversational tautologies. Based on relevant secondary literature I want to sum up theoretical investigations to present a systematic classification and categorization for a concrete analysis. This includes various ways of distinguishing between different types of tautological utterances. Next, I will examine a number of tautologies in view of their usage, effect and commonness by means of the search engine Google . I also want to add information on the issue, at which point common conventions of tautological usage become invalid.
Inhaltsverzeichnis
1. Introduction
2. Theoretical approach
2.1 General characteristics of conversational tautologies
2.2 Different types of tautologies
2.2.1 Tenses in tautologies
2.2.2 Singular vs. plural nouns
2.2.3 Concrete vs. abstract nouns
2.2.4 Tautologies addressing human role nouns
2.2.5 Modifiers in tautological usage
2.2.6 Sentence type distinctions
3. Investigation of examples
3.1 Results for searches with the search engine Google
3.2. Analysis of search results
3.2.1 Students are students and variations
3.2.2. Students are just students
3.2.3. Teachers are teachers and variations
3.2.4. Girls are girls and variations
3.2.5. Lawyers are lawyers and variations
4. Conclusion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht englische konversationelle Tautologien, um eine systematische Klassifizierung und Kategorisierung für eine detaillierte Analyse zu erstellen. Ziel ist es, den Gebrauch, die Wirkung und die Häufigkeit solcher tautologischen Äußerungen mithilfe von Suchmaschinen-Daten zu erforschen und zu ergründen, ab welchem Punkt die Konventionen ihres Gebrauchs ungültig werden.
- Theoretische Grundlagen konversationeller Tautologien und pragmatische Maximen.
- Kategorisierung nach grammatikalischen (Tempus, Numerus) und semantischen Merkmalen.
- Empirische Untersuchung von Tautologien mit menschlichen Rollenbezeichnungen mittels Google.
- Analyse der kontextabhängigen Bedeutungsnuancen und Sprecherabsichten.
Auszug aus dem Buch
2.1 General characteristics of conversational tautologies
To offer a general idea about the function of conversational tautologies one can say, that in “tautological utterances […] speakers exploit the Gricean maxims of ‘Quantity’ and ‘Relation’ to convey ‘generalized conversational implicatures’” (Ward and Hirschberg 1991: 507). For example, sentences like boys will be boys or kids are kids are necessarily true patent tautologies, which express that it is correct to call something a boy if it is usually referred to as a boy. According to Grice’s maxim of Quantity, such utterances can be identified as conversational implicatures, which convey – in the first example – the idea of unruly behavior that one can usually expect from boys (Wierzbicka 1991: 391). This becomes more clear when a tautology is taken literally, since then the tautological utterance becomes uninformative and must therefore flout the maxim of Quantity and have a deeper meaning (Gibbs 1994: 346).
Another important aspect is that tautological utterances are not factual sentences, but they express a certain attitude, which can hardly be defined as true or false and can be regarded as the tautology’s language-specific meaning (Wierzbicka 1991: 397). The fact that some tautologies are language-specific, contradicts the Gricean concept of tautologies and makes clear that some tautologies cannot be encoded by means of general pragmatic maxims.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Introduction: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, eine systematische Klassifizierung englischer konversationeller Tautologien zu entwickeln und deren Verwendung empirisch zu untersuchen.
2. Theoretical approach: Dieses Kapitel legt den theoretischen Rahmen fest, indem es Tautologien nach grammatikalischen Kriterien wie Tempus, Numerus sowie semantischen Kategorien differenziert.
2.1 General characteristics of conversational tautologies: Hier werden die Grundfunktionen von Tautologien anhand der Gricelschen Maximen und ihrer Rolle bei der Vermittlung von Konversationsimplikaturen erläutert.
2.2 Different types of tautologies: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten, tautologische Äußerungen zu formulieren und ihre unterschiedlichen Wirkungen zu beschreiben.
2.2.1 Tenses in tautologies: Die Untersuchung der Zeitformen zeigt den Unterschied zwischen Tautologien, die Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft adressieren und deren jeweilige Einstellung vermitteln.
2.2.2 Singular vs. plural nouns: Es wird analysiert, wie der Wechsel zwischen Singular und Plural die Semantik von Hochachtung hin zu Indifferenz oder Verallgemeinerung verschieben kann.
2.2.3 Concrete vs. abstract nouns: Das Kapitel vergleicht die Wirkung abstrakter Begriffe, die oft in resignativem Ton verwendet werden, mit derjenigen konkreter Begriffe.
2.2.4 Tautologies addressing human role nouns: Hier wird untersucht, wie Tautologien menschliche Rollen (z. B. "Väter" oder "Ehemänner") charakterisieren und welche verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten diese bieten.
2.2.5 Modifiers in tautological usage: Die Verwendung von Modifikatoren wie "just" oder "only" wird als Mittel beschrieben, um die Bedeutung und Gewichtung einer Tautologie gezielt zu verändern.
2.2.6 Sentence type distinctions: Es erfolgt eine Unterscheidung zwischen äquativen, disjunktiven und konditionalen tautologischen Äußerungen basierend auf der Forschung von Ward und Hirschberg.
3. Investigation of examples: Der praktische Teil der Arbeit nutzt Internet-Suchergebnisse, um die tatsächliche Häufigkeit und Verwendung konversationeller Tautologien zu quantifizieren.
3.1 Results for searches with the search engine Google: Dieser Abschnitt listet die quantitativen Daten der durchgeführten Google-Recherchen für ausgewählte Begriffe auf.
3.2. Analysis of search results: Die Ergebnisse werden qualitativ analysiert, um die kommunizierten Einstellungen und Kontexte hinter den Tautologien zu interpretieren.
3.2.1 Students are students and variations: Eine detaillierte Untersuchung der verschiedenen Nuancen der Tautologie im studentischen Kontext.
3.2.2. Students are just students: Analyse der Wirkung des Modifikators "just" innerhalb von Aussagen über Studierende.
3.2.3. Teachers are teachers and variations: Untersuchung der berufsspezifischen Assoziationen und der Erwartungshaltung gegenüber Lehrpersonen in Tautologien.
3.2.4. Girls are girls and variations: Analyse der geschlechtsspezifischen Generalisierungen und deren Verwendung in alltäglichen Diskursen.
3.2.5. Lawyers are lawyers and variations: Untersuchung der kritischen oder generalisierenden Haltung gegenüber Juristen durch tautologische Formulierungen.
4. Conclusion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt die These auf, dass der tautologische Effekt an Rhetorik verliert, wenn die abgelehnten Alternativen explizit genannt werden.
Schlüsselwörter
Konversationelle Tautologien, Englische Grammatik, Pragmatik, Grice-Maximen, Sprachwissenschaft, Soziolinguistik, Kontextabhängigkeit, Rollenbezeichnungen, Generalisierung, Indifferenz, Semantik, Sprachliche Stereotype, Empirische Sprachanalyse, Google-Suche, Sprecherintention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Untersuchung englischer konversationeller Tautologien, also Aussagen wie "boys will be boys", und deren pragmatischer Funktion in der täglichen Kommunikation.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind die theoretische Einordnung von Tautologien, ihre grammatikalische Struktur, ihre Abhängigkeit vom Kontext sowie die Analyse von Rollenbezeichnungen wie Lehrer, Schüler oder Anwälte.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist eine systematische Kategorisierung von Tautologien sowie die empirische Überprüfung ihrer Verwendung und Bedeutung in der modernen englischen Sprache mithilfe digitaler Suchmethoden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu pragmatischen Theorien mit einer korpusgestützten Untersuchung, bei der Häufigkeiten und Kontexte von Tautologien über die Suchmaschine Google erhoben und qualitativ ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden verschiedene Typen von Tautologien (nach Tempus, Numerus und Nomen-Typ) klassifiziert und anschließend anhand konkreter Beispiele aus dem Internet analysiert, um die Sprecherabsichten und Kontexte zu beleuchten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind konversationelle Tautologien, pragmatische Implikaturen, Sprecherintention, Kontextabhängigkeit, Rollenbezeichnungen und linguistische Stereotype.
Warum spielt der Kontext bei Tautologien eine so entscheidende Rolle?
Da eine Tautologie logisch betrachtet immer wahr ist, ergibt sich ihr eigentlicher Bedeutungsinhalt erst durch den situativen Gebrauch. Der Sprecher nutzt sie, um Einstellungen wie Nachsicht, Indifferenz oder Abwertung zu vermitteln, die nur im jeweiligen Kontext verständlich werden.
Welche Erkenntnis gewinnt der Autor bezüglich der expliziten Nennung von Alternativen?
Der Autor stellt fest, dass die rhetorische Wirkung einer Tautologie – nämlich die implizite Zurückweisung von Alternativen – nahezu wirkungslos oder "überflüssig" wird, sobald der Sprecher die abgelehnten Optionen explizit benennt.
- Arbeit zitieren
- Jascha Walter (Autor:in), 2008, Conversational tautologies in English, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128329