Themenbezogene Zielsetzung:
Stundenziel:
Die Schülerinnen und Schüler ergänzen Halbfiguren zu achsensymmetrischen Figuren.
Teillernziele:
Die Schülerinnen und Schüler …
TLZ 1: … überprüfen in der Vorstellung Ansichten bekannter Gegenstände auf Achsensymmetrie.
TLZ 2: … erkennen und beschreiben altersangemessen Achsensymmetrie als wichtiges Konstruktionsprinzip eines Papierfliegers.
TLZ 3: … entwickeln Strategien zur Ergänzung von Halbfiguren zu achsensymmetrischen Figuren und verbalisieren diese.
TLZ 4: … ergänzen eigenständig Halbfiguren zu achsensymmetrischen Figuren.
TLZ 5: … reflektieren Funktionalität von Symmetrie in der Umwelt.
. Differenzierung:
Einige Schülerinnen und Schüler erhalten zur Erreichung des Teillernzieles 4 Hilfestellungen:
• Eckpunkte der Spiegelfiguren sind vorgegeben. oder
• Die Spiegelform wir durch Falten und Ausschneiden gefunden.
Einige Schülerinnen und Schüler bearbeiten zusätzlich Aufgaben von höherem Schwierigkeitsgrad (z.B. diagonale Symmetrieachse, komplizierte Formen).
Schülerinnen und Schüler, die alle Aufgaben bearbeitet haben, entwerfen selbst entsprechende Aufgaben für Mitschüler.
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Erläuterung und Begründung von Themenwahl und themenbezogener Zielsetzung
Das Kerncurriculum formuliert im Kompetenzbereich Raum und Form als übergeordnetes Ziel das Erkennen und Beschreiben geometrischer Strukturen in der Umwelt (vgl. Niedersächsisches Kultusministerium 2006, S. 26). Für das Themenfeld „Geometrische Abbildungen“ werden dabei u.a. folgende Kompetenzen angestrebt: „Die Schülerinnen und Schüler
… entwickeln symmetrische Muster selbst und setzen Muster fort. … stellen achsensymmetrische Figuren her.“ (ebd. S. 28) Achsensymmetrische Figuren kommen in vielfältigen biologischen, technischen und architektonischen Zusammenhängen vor (vgl. Franke 2000, S. 200, Schwengeler 1998, S. 159) und erfüllen dort wichtige Funktionen. Im Alltag von Kindern kommen symmetrische Formen bei Möbeln, Spielkarten oder Werkzeugen vor, werden jedoch in den seltensten Fällen bewusst als solche wahrgenommen. Vielen Kindern wird jedoch die Technik des Faltens und Schneidens zur Herstellung symmetrischer Formen (Herz, Schmetterling, Tannenbaum, …) bekannt sein. An diese Technik wird in der Unterrichtseinheit angeknüpft, um die Begriffe „symmetrisch“ und „Symmetrieachse“ einzuführen und Klassifizierungen von Figuren vorzunehmen. Dieser Zugang erscheint für die spezielle Lerngruppe auch deshalb sinnvoll, weil in den vorhergehenden Schulhalbjahren geometrische Inhalte äußerst knapp unterrichtet wurden und daher die vom Kerncurriculum vorgegebenen Kompetenzen zur Symmetrie für die ersten beiden Schuljahre nicht vorausgesetzt werden können. Symmetrische Formen zu zeichnen ist eine wichtige Kompetenz bei vielen Anwendungen (Architektur, Gartenbau, Maschinenbau, …). Auch für Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse ist (eingeführt anhand des Alltagbeispiels Papierflieger) einsichtig, dass Symmetrie in bestimmten technischen Anwendungen ein notwendiges Prinzip ist. Über den technischen Zugang und vor dem Hintergrund von Konstruktionsplänen lässt sich auch für Schülerinnen und Schüler nachvollziehbar der Anspruch nach Genauigkeit und Sorgfalt rechfertigen (im Gegensatz zu vergleichbaren Aufgaben in vielen Schulbüchern, bei denen z.B. Blumen, Gesichter oder Phantasieformen ergänzt werden sollen). Darüber hinaus können durch einzelne Schülerinnen und Schüler intuitiv wichtige Eigenschaften der Spiegelsymmetrie erfasst werden: „Beim Zeichnen in Kästchen erkennen die Kinder, dass Bild und Original gleich weit von der Spiegelachse entfernt, entsprechende Strecken gleich lang und Winkel gleich groß sind.“ (Franke 2000, S. 222).
Die zentrale Aufgabe des Zeichens wird im Stundenverlauf eingebettet in Methoden und Inhalte, die ein hohes Maß an Realitätsbezug und Alltagsnähe (und damit Sinnhaftigkeit für die Schülerinnen und Schüler) ermöglichen.
Gemäß der Forderung des Kerncurriculums nach der „Fähigkeit, sich Objekte, deren Lage oder Veränderungen in Gedanken vorzustellen“ (Niedersächsisches Kultusministerium 2006,
3
S. 26), werden zu Beginn der Stunde kopfgeometrische Übungen durchgeführt. Diese Arbeitsweise ist den Schülern mittlerweile vertraut und führte in den vorangegangenen Stunden zu einer hohen Beteiligung.
Da das Kriterium der Genauigkeit für die Zeichnungen eine Kontrolle jeder Lösung durch den Lehrer erfordert, wird in der Sicherungsphase nicht jede Schülerlösung thematisiert, vielmehr wird die Korrektur durch den Lehrer zu hause durchgeführt. Damit kann die Sicherungsphase genutzt werden für die Herstellung weiterer Anwendungsbezüge. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei (angeleitet durch den Lehrer) „über die Funktionalität von Symmetrie in der Umwelt reflektieren.“ (Niedersächsisches Kultusministerium 2006, S. 28)
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Arbeit zitieren:
Roland Baum, 2007, Unterrichtsstunde: Zeichnen achsensymmetrischer Figuren, München, GRIN Verlag GmbH
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