Thema
Möglichkeiten und Bedeutungen in der
Darstellung von Musikvideos
Hochschule Bremen
Fachbereich Wirtschaft
Studiengang Management im Handel
Konsumentenverhalten (7. Semester)
Bremen, 17.03.2003
M öglichkeiten und Bedeutungen in der Darstellung von Musikvideos 1
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 2
2. Begriffe und Definitionen. 2
2.1 Der Begriff Musikvideo 2
2.2 Geschichtliche Abgrenzung 3
2.2.1 Die Ursprünge des Musikvideos 3
2.2.2 Zeitstrahl der visualisierten Musik. 4
2.2.3 Entstehung des Musikfernsehens 5
3. Gesellschaftliche Bedeutung von Musikvideos 5
3.1 Kulturelle Bedeutung 5
3.2 Ökonomische Bedeutung 6
3.3 Zweck von Musikvideos. 7
4. Gestaltung von Musikvideos 8
4.1 Gattungen von Musikvideos. 8
4.2 Effekte im Musik-Video 11
4.3 Schnitttechnik. 12
4.4 Filmwahl. 13
4.5 Musik-Videos und Farben 15
5. Fazit 15
Literaturverzeichnis 17
Internetquellen............................................................................. 17
2 Möglichkeiten und Bedeutungen in der Darstellung von Musikvideos _______________________________________________________________________
Einleitung
Was für die Konsumgüterindustrie die Werbespots im Fernsehen sind, ist für die Musikindustrie das Musikvideo. Genau wie Werbespots sollen auch Musikvideos das Produkt bekannt machen und einen gewissen Mehrwert erzeugen. Durch Visualisierung soll den Konsumenten das Produkt, im Falle der Musikindustrie der Tonträger angepriesen werden. Dennoch haben Musikvideos und Werbespots zwar einen ähnlichen Anspruch, unterscheiden sich aber in der Herstellung und haben gänzlich unterschiedliche kulturelle Bedeutungen. Während Werbeclips eher informativen Charakter besitzen, wird in Musikvideos das künstlerische Bedürfnis der Rezipienten befriedigt.
Die folgende Ausarbeitung stellt zum einen, den geschichtlichen und aktuellen Bezug von Musikvideos vor und ferner die verschiedenen Techniken und Möglichkeiten bei der Herstellung.
Literarisch ist dieses Segment der Werbung weitgehend unerforscht und somit beruhen manche Aussagen auf Erharungswerte von Verantwortungsträgern und Entscheidern der Musikindustrie.
1. Begriffe und Definitionen
1.1 Der Begriff Musikvideo
Seltsamerweise hat sich, obwohl fast jeder das Musik-Video als solches kennt und im Fernsehen zu erkennen vermag, nie eine einheitliche Begrifflichkeit für diese Form des Kurz- oder Werbefilms gefunden. Im deutschen Sprachraum dominierte, besonders in den 80ziger Jahren, kurz nach dem massenhaften Aufkommen dieses Mediums, die Bezeichnung „Video-Clip“. Auch dieser Begriff ist hinsichtlich seiner Schreibweise nur unscharf definiert, wodurch sich auch die Variante „Videoclip“ etablierte. In England und den USA wurde zur gleichen Zeit überwiegend von „Promotional Videos“ oder „Promos“ gesprochen. Mit dem zunehmenden Erfolg und Bekanntheit der Musik-Videos wurde diese Bezeichnung jedoch in den Hintergrund
3 Möglichkeiten und Bedeutungen in der Darstellung von Musikvideos _______________________________________________________________________
gedrängt. Eventuell auch wegen der schon im Begriff verankerten, vordergründigen Intention der Werbung und der Promotion. Diese Veränderung schwappte auch nach Deutschland und prägte die deutsche Fassung „Musik-Video“ bzw. „Musikvideo“. Im weiteren dieser Ausarbeitung werden die beiden letztgenannten Variationen sowie auch der Clip verwendet. 1
1.2 Geschichtliche Abgrenzung
1.2.1 Die Ursprünge des Musikvideos
Häufig genannt werden die Beatles-Filme von Richard Lester, Pink Floyd in Pompeji und verschiedene Musicals wie Hair und West Side Story. Auch sogenannte Scopitone, Musikboxen, die in den 60er Jahren in Frankreich aufkamen und den Sänger gleichzeitig mit einem kleinen Film zeigten, werden als Vorläufer angesehen. Ferner kann man wohl noch auf die Filme von Oskar Fischinger aus den 20er und 30er Jahren verweisen und schließlich gab es bereits 1913 etwa 1500 Tonbandfilme oder sogenannte inszenierte Lieder.
Wenn man jedoch vorsichtig ist, wird man erst Bohemian Rhapsodie der Gruppe Queen aus dem Jahre 1975 als erstes Musikvideo im eigentlichen Sinn bezeichnen. Welche Aufgaben hatte das Musikvideo zu seiner Entstehungszeit und welche Aufgaben hat es heute? Das Musikvideo führte zunächst die Musikindustrie aus der Krise, in der sie Anfang der 80er Jahre steckte. Die Musikvideos bewirkten eine Expansion der musikalischen Produkte und erhöhten die Zirkulationsgeschwindigkeit auf dem Markt. Die Wirkung in den Köpfen war durch das visuelle Element umfassender, das Werbeeinzugsgebiet wurde dank der Bildschirmpräsenz erweitert und die Videopromotion war schnell und effizient. Dies führte zu einer höheren Rückflussgeschwindigkeit der Investitionsgelder und zur Schnelllebigkeit von Namen, Stilen und Moden. All das ist sehr profitträchtig und dementsprechend ist die Hauptaufgabe eines Musikvideos damals wie heute wohl vor allem die Umsatzsteigerung. Es ist ein "Werbefilm". 2
1 Vgl. o.V. Der Begriff Musik-Video, 1998-2003
2 Vgl. Wagner, Ursprünge des Musikvideos, o. J
4 Möglichkeiten und Bedeutungen in der Darstellung von Musikvideos _______________________________________________________________________
1.2.2 Zeitstrahl der visualisierten Musik
Darst. 1 Zeitstrahl der visualisierten Musik
•
1598 - Erste Oper von Octavio Rinuccini mit dem Namen Dafne
• 1637 - Erstes Opernhaus in Venedig
• 1900 - Entwicklung der ersten Musicals (die sog. leichte Unterhaltung)
• 1940 - Ersten Musicals auf Film
• 1950 - Ersten Jukeboxen, die in der Lage war, neben den gewünschten Titel auch kurze Videoclips zur Musik wiederzugeben.
• 1955 - Erster Musikfilm mit dem Namen „Blackboard Jungle“
• 1960 - Ersten Musik-Shows für das Fernsehen, bei denen gefilmte Live-Auftritte verschiedener Künstler gezeigt wurden.
• 1964 - Erste Amerikanische TV-Show, bei der Künstler Live auftraten.
• 1970 - Plattenfirmen erkennen die Verkaufsfördernde Wirkung von Musikvideos. Welche daraufhin weltweit verschickt werden.
• 1975 - Erstes eigens produziertes Musikvideos von der Gruppe Queen
• 1981 - Erster Musikvideo-Sender MTV geht an den Start.
• 1987 - Start von MTV-Europe
• 1993 - Erster deutscher Musikvideo-Sender VIVA geht an den Start
• 2000 - Börsengang der VIVA Media AG
• 2002 - AOL TimeWarner übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung bei der VIVA Medien AG 3
Dadurch, dass sich der Musikmarkt immer weniger homogenisieren lässt, wird heute jede Zielgruppe durch einen eigenen Musiksender bedient.
3 o. V., Musik-Video Zeitstrahl, 1998-2003
Arbeit zitieren:
Slobodan Brkic, 2003, Möglichkeiten und Bedeutungen in der Darstellung von Musikvideos, München, GRIN Verlag GmbH
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