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Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis -1-
1. Der Film Majiang von Yang Dechang -2-
2. Subkulturen -3-
2.1 Jugendliche Subkulturen -4-
2.2 Jugendsubkulturen in China und Taiwan -5-
2.3 Widerspiegelung von taiwanesischen Jugendsubkulturen in dem
Film -8-
3. Globalisierung -10-
3.1 Globalisierung in China und Taiwan -11-
3.2 Widerspiegelung von Globalisierung in dem Film -13-
4. Inwiefern spiegelt der Film wirklich Jugendsubkulturen und
Globalisierung in Taiwan wider -14-
Literaturangaben -16-
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1. Der Film “Majiang” von Yang Dechang:
Vier junge Männer in Taipei, die gegensätzlicher nicht sein könnten und doch in ein und derselben Gang sind und sich einander zugehörig fühlen. Das sind die vier Hauptcharaktere des Films „Majiang“ von Yang Dechang. Da ist zum einen Rotfisch (Hongyu), der Kopf der Bande. Sein Vater hat sich von der Mafia Geld geliehen und sitzt bis zum Hals in Schulden. Daraufhin verlässt er seine Frau (die er ohnehin andauernd betrügt) und seinen Sohn, um sich zu verstecken. Rotfisch bewundert seinen Vater, er will genauso werden, wie er: Skrupellos und trickreich, jemand, der in der Lage ist, andere Menschen zu manipulieren, und um dieses gut zu beherr- schen, nie Gefühle aufkommen zu lassen.
Der Zweite ist Hong Kong (Xiang Gang), der Frauenheld. Er tut, was Rot- fisch ihm befiehlt, - meistens mit irgendwelchen Frauen zu schlafen, um sie so leichter manipulieren zu können. Dabei geht er genauso skrupellos wie Rotfisch vor, ohne auf die Gefühle der Frauen, die ihn zum Teil wirklich lie- ben, Rücksicht zu nehmen.
Der Dritte im Bunde ist Zahnpasta, der genau wie Hong Kong alles tut, was ihm von Rotfisch befohlen wird. Rotfisch ist derjenige mit den Ideen, und Zahnpasta führt sie aus. Er ist der Handlanger, der jedoch um einiges bruta- ler als Rotfisch selber ist.
Lun Lun ist der Vierte, der neu zu der Gruppe hinzugestoßen ist. Auch wenn er viele Befehle von Rotfisch ausführt, hat er ihn noch nicht wirklich als Boss akzeptiert und fühlt sich in der neuen Gruppe auch nicht besonders wohl. Vier junge Männer, die sich um das Wohlergehen anderer nicht kümmern, denen es nur um ihr eigenes Glück geht. Sie betrügen andere Menschen, nutzen und beuten sie aus, um sich selber zu mehr Geld und damit auch Glück zu verhelfen. Doch am Ende zeigt sich, dass auch andere in der Lage sind, sie auszunutzen, und dass sie nicht die Einzigen sind, die gemeine Tricks beherrschen. Doch was hat das alles mit Jugendsubkulturen und Globalisierung in Taiwan zu tun?
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2. Subkulturen:
“Minderheiten werden zeitweilig zu Mehrheiten und artikulieren ihren Wider- stand gegen eine angepasste, profitsüchtige, bürokratisch erstarrte Gesell- schaft.“ 1 So definiert Rolf Schwendter den Begriff der Subkultur. Seiner An- sicht nach ist eine Subkultur oft eine Art „Gegenmilieu“, etwas, das einfach gegen das ist, wofür alle sind. Dabei würden Subkulturen oft als etwas un- moralisches und schlechtes empfunden.
So sieht es auch Chris Barker 2 , der Subkulturen als „a whole way of life“ oder „a map of meaning“ bezeichnet.
Subkulturen sind also Kulturen, die sich unterhalb des Mainstreams be- wegen. Die Menschen, die sich einer gewissen Subkultur zugehörig fühlen, zeigen dies durch ihr Aussehen, ihre Kleidung oder ihr Auftreten. Zum Bei- spiel tragen so genannte Emos (die gerade insbesondere in der Jugend- kultur eine neue Form der Auferstehung feiern), überwiegend schwarze Kleidung, gemischt mit einigen wenigen Farbtupfern. Ihre Haare sind schwarz und hängen ihnen ins Gesicht. Oftmals tragen sie Sprüche auf ihrer Kleidung, die etwas mit dem Tod zu tun haben, damit wie viel einfacher und schöner es für sie wäre, tot zu sein. Darum und um gescheiterte Lieben geht es auch in der Musik die von ihnen gehört wird. Die Emos wollen dadurch ihre Unzufriedenheit mit der Welt, wie sie ist, zum Ausdruck bringen. Sie fühlen sich von anderen Menschen und besonders von ihren Eltern ungeliebt und versuchen diesen das auf diese Weise deutlich zu machen. Sie sind eine Gruppe von Gleichgesinnten, die versucht sich gegen den Mainstream durchzusetzen, die versucht anderen Menschen klar zu machen, wie schlecht die Welt doch ist. Sie bilden eine „entschiedene Opposition zum bestehenden System.“ 3 Subkulturen haben für Mitglieder fünf Funktionen, die ebenfalls von Chris Barker 4 aufgeführt wurden: Die erste Funktion ist, dass sie eine Art ma- gische Lösung für soziale und wirtschaftliche Probleme bilden. Um ein Bei- spiel zu nennen: Viele Menschen kämpfen heutzutage mit der Arbeitslosig- keit. Und für dieses Problem haben einige von ihnen eine ganz einfache Lö-
1 Schwendter, Rolf (1978): Theorie der Subkultur
2 Barker, Chris (2000): Cultural Studies
3 Schwendter, Rolf (1978): Theorie der Subkultur
4 Barker, Chris (2000): Cultural Studies
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sung: Die Ausländer sind Schuld. So entstand die Subkultur der Neo-Nazis, die der Auffassung sind, dass es einzig und allein an der großen Zahl an Zuwanderern, billigen Arbeitskräften, in Deutschland liegt, dass sie selber keine Arbeit finden. Ihre Lösung ist es also, Ausländern das Leben in Deutschland möglichst unangenehm zu machen, sie im schlimmsten Fall sogar umzubringen, um so dafür zu sorgen, dass sie aus Deutschland ver- schwinden und Arbeitsplätze frei geben. Die zweite Funktion von Subkul- turen ist, dass sie eine kollektive Identität für all diejenigen bilden, die sich selber keine eigene Identität aufbauen können. Um bei dem Beispiel der Neo-Nazis zu bleiben, besteht ihre Identität darin, dass sie Springerstiefel, ausländerfeindliche Symbole und Glatzen tragen. So können sie sich gegenseitig erkennen, und wissen, wer ebenfalls zu ihnen gehört. Als dritte Funktion nennt Chris Barker, dass sie einen Raum für alternative Erfahrungen bieten und dass sie als viertes ihren Mitgliedern eine Art Aktivität bieten. Am Beispiel der Neo-Nazis, die ihre Arbeitslosigkeit durch Ausländerhass zu kompensieren suchen, merkt man weiterhin, dass dies nicht unbedingt positiv sein muss. Aktivität bedeutet hier, in der Gruppe zusammen, ausländerfeindliche Parolen zu „grölen“ und im schlimmsten Fall Ausländer anzugreifen und zu verletzen. Die letzte Funktion die Barker nennt ist, dass Subkulturen Lösungen für existentielle Identitätsdilemmata bieten. Das bedeutet, dass man nicht nur eine kollektive Identität hat, also etwas, das man mit anderen teilen kann, sondern, dass Subkulturen manchen Menschen, die sich selber noch keine Identität aufbauen konnten, eine geben, um ihnen so zu zeigen, wo ihr Platz in der Welt ist.
Auch wenn es, wie man am Beispiel der Neo-Nazis sehen kann, viele Sub- kulturen gibt, die tatsächlich nicht nur als „schlecht“ empfunden werden, sondern es auch sind, muss jedem klar sein, dass nicht jede Subkultur etwas Schlechtes ist, sondern oftmals einfach nur eine andere Weltansicht widerspiegelt.
2.1 Jugendliche Subkulturen:
Eine Jugendsubkultur ist eine „fest strukturierte informelle Gruppe Gleich- altriger mit spezifischen Normensystem und fixierten Rollenerwartungen für
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Christina Rokoss, 2007, Die Widerspiegelung von Jugendsubkulturen und Globalisierung in Taiwan am Beispiel des Films "Majiang" von Yang Dechang, Munich, GRIN Publishing GmbH
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