2. Lernziele der Unterrichtsreihe
Die Schüler sollen die geometrischen Grundformen (Kreis, Dreieck, Quadrat und Rechteck) kennen lernen, indem sie sich handelnd mit diesen Formen auseinandersetzen. Durch die produktive und kreative Arbeit mit diesen Formen werden das räumliche Vorstellungsvermögen und die geometrische Denkerziehung gefördert. Darüber hinaus lernen die Kinder, geometrische Formen zu unterscheiden, zu benennen, zu ordnen und deren Eigenschaften zu beschreiben, sowie Freude an der Geometrie zu entwickeln, da neben dem handlungsorientierten auch das spielerische Arbeiten ermöglicht wird.
3. Lernziele der Unterrichtsstunde
Die Kinder sollen lernen, mit Hilfe der Ihnen bereits bekannten Grundformen (Teilen des Legespiels) eine weitere Form (Quadrat) zu legen, indem sie, (eventuell) gemeinsam mit ihrem Partner, durch systematisches, sinnvolles Probieren verschiedene Legestrategien entwickeln.
Der Schwerpunkt dieser Stunde liegt auf dem kreativen und zunehmend systematischen Probehandeln, das zu kognitiven Denkweisen führen soll. Durch den handelnden Umgang mit den Plättchen lernen die Kinder Beziehungen zwischen den Formen kennen (z.B.: dass zwei Dreiecke ein Quadrat ergeben). Des Weiteren schulen die Kinder ihr räumliches Vorstellungsvermögen, indem sie Handlungen praktisch oder gedanklich vollziehen.
Durch die handelnde Auseinandersetzung sollen die Kinder ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit Formen vertiefen.
3.1 Lernziele in Bezug auf die Sachkompetenz
Indem die Kinder Figuren (erwünscht sind Quadrate) mit den Teilen des Legespiels legen und handelnd und mit Hilfe ihrer Phantasie die unterschiedlichen Formen legen, sich somit kreativ und produktiv mit den geometrischen Formen auseinander setzen, legen sie Flächen und Formen aneinander, vergleichen sie und setzen sie in Beziehung zueinander. Dadurch wird erreicht, dass die Kinder die ersten wichtigen Grunderfahrungen, wie Verschiebung, Flächengleichheit und Kongruenz machen. Somit werden das logische Denken, die Wahrnehmungsfähigkeit und das räumliche Vorstellungsvermögen geschult.
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Durch das handelnde und spielerische Arbeiten wird der Zugang zu diesem Thema erleichtert und den Kindern fällt es leichter, geometrische Grundvorstellungen zu entwickeln. Durch die Ergebnissicherung können die Kinder lernen, die gefundenen Formen zeichnerisch festzuhalten.
3.2 Lernziele in Bezug auf die Ich-Kompetenz
Jedes Kind hat die Möglichkeit, sein Vorwissen bei dem Unterrichtsgeschehen einzubringen und zu erweitern. Der spielerische und handelnde Umgang mit den geometrischen Formen erleichtert es den Schülern, Entdeckungen zu machen und sich aktiv am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen. Durch den handlungsorientierten Unterricht werden Freude, Interesse und Motivation geweckt, was sich positiv auf den Lernerfolg auswirken sollte. Jedes Kind erhält somit die Möglichkeit, seine Phantasie und bereits gewonnenen Kenntnisse umzusetzen.
Durch das Spiel zu Beginn der Stunde hat ebenfalls jedes Kind die Möglichkeit, sich zu beteiligen, wodurch das Interesse der Kinder geweckt wird. Hierdurch wird weiterhin erreicht, dass die Kinder auf das Thema der Unterrichtsstunde eingestimmt werden.
In der abschließenden Gesprächsrunde können die Kinder die gefundenen Ergebnisse präsentieren, beschreiben, nachlegen und verbalisieren, wie sie vorgegangen sind. Hier haben auch die Kinder, die eventuell zuvor zu keinem Ergebnis gekommen sind, die Möglichkeit auf einen Lernerfolg, indem sie die beschriebenen Formen nachlegen und somit ebenfalls die Lösung vor Augen haben.
3.3 Lernziele in Bezug auf die Sozialkompetenz
Die Kinder haben die Möglichkeit, sich beim Spiel zu Beginn der Stunde einzubringen und ihre Konzentration zu beweisen und sich bei diesem Unterrichtsabschnitt im Einhalten aufgestellter Regeln zu üben. Mit Hilfe der Partnerarbeit, für die sich die Kinder frei entscheiden können, kann die Sozialkompetenz der Schüler gefördert werden, da jeweils zwei Schüler gemeinsam kooperativ zusammenarbeiten, sich austauschen, ergänzen und helfen können.
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Der Abschlusskreis ermöglicht jedem Kind, zu lernen, den Argumenten und Lösungsvorschlägen anderer Kinder zuzuhören, sie zu akzeptieren, nachzuvollziehen und wenn möglich, zu ergänzen. Hier ist es ihnen möglich, sich mit Ideen und Hilfen einzubringen.
Darüber hinaus ist es auch hier von großer Bedeutung, einander zuzuhören und aufeinander einzugehen.
Weitere Lernchancen:
Während der gesamten Arbeit, sowohl der Arbeit mit dem Partner, als auch in der Schlussrunde, ist ein ordnungsgemäßer Umgang mit dem gestellten Material erforderlich, worin sich auch hier die Kinder über können. Die Arbeit mit diesem Material erfordert somit die nötige Sorgfalt, aber auch die notwendige Feinmotorik, die mit diesen Übungen zudem auch geschult wird.
4. Bedingungsanalyse
4.1 Allgemeine Lehr- und Lernvoraussetzungen
Die geplante Unterrichtsstunde soll in der Klasse 1 der XXXschule in E. stattfinden. In der Klasse sind 20 Kinder (9 Jungen, 11 Mädchen) aus unterschiedlichen sozialen Schichten. Unter den Schülern sind 7 Kinder, die nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, jedoch bis auf ein Kind die deutsche Sprache sehr gut beherrschen.
Die geplante Unterrichtsstunde wird in der 3. Schulstunde (10.15 Uhr - 11.00 Uhr) stattfinden, wodurch damit zu rechnen ist, dass die Konzentration der Erstklässler möglicherweise schon etwas abgenommen hat. Die Kinder haben sich vor Beginn dieser Unterrichtsreihe in der Schule noch nicht mit der Geometrie im Rahmen des Mathematikunterrichts auseinandergesetzt. Aus diesem Grund kann ich zu diesem Themengebiet bislang noch keine Leistungsunterschiede zwischen den Schülern feststellen. Auch der bisherige Mathematikunterricht lässt dazu nur wenige Schlüsse zu, da die Arithmetik nicht mit der Geometrie gleichgesetzt werden kann. Neben den geometrischen Formen und dem Umgang mit Formenkarten ist den Kindern ebenfalls die Umrandung dieser Plättchen bekannt, könnte aber für einige, aufgrund der noch nicht vollständig ausgereiften Feinmotorik, schwierig werden, bzw. das Ergebnis nicht hundertprozentig akkurat ausfallen.
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Arbeit zitieren:
Daniela Rusche, 2006, Unterrichtsstunde: „Lege-Schlau“- Herausfinden verschiedener Legemöglichkeiten, um mit geometrischen Formen unterschiedliche Quadrate zu legen , München, GRIN Verlag GmbH
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Daniela Rusche's Text Unterrichtsstunde: „Lege-Schlau“- Herausfinden verschiedener Legemöglichkeiten, um mit geometrischen Formen unterschiedliche Quadrate zu legen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
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