Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Der Begriff Kommunikation 3
3 Der pragmatische Ansatz von Paul Watzlawick 4
3.1 Die pragmatischen Axiome 5
3.2 Kritik 6
4 Das Teufelskreismodell von Friedmann Schulz von Thun 7
5 Das Mutter Tochter Gespräch eine praktische Anwendung 9
5.1 Ausgangslage Problemstellung 9
5.2 Analyse des Gesprächs 10
5.3 Planung Durchführung und Ergebnis eines Folgegesprächs 11
6 Zusammenfassung Fazit 12
Literaturverzeichnis 13
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1 Einleitung
Kommunizieren - das machen wir jeden Tag. Mit Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten, mit der Kassiererin im Supermarkt oder mit dem Vorgesetzen bei der Arbeit. Die Liste der Kommunizierenden lässt sich endlos fortführen. Was aber ist Kommunikation? Wie kommt sie zustande? Wann ist eine Kommunikation erfolgreich, wann aber wird sie gestört? Diese Fragen sollen im Rahmen dieser Hausarbeit geklärt werden. Mit Hilfe der Kommunikationstheorien und Modelle der Wissenschaftler Paul Watzlawick und Friedmann Schulz von Thun soll ein Kommunikationsproblem aus meinem Alltag beschrieben und analysiert werden. Es handelt sich dabei um ein Gespräch zwischen meiner Mutter und mir. Daran anknüpfend erfolgt eine Vorbereitung eines weiteren Gesprächs mit meiner Mutter, das zur Lösung des vorangegangenen Kommunikationsproblems beitragen soll. Diese Intervention erfolgt im zweiten Teil der Hausarbeit und stellt den praktischen Teil dar. Der erste Teil der Arbeit bezieht sich auf die theoretischen Inhalte der Kom-munikationstheorien nach Watzlawick und Schulz von Thun. Dabei wird der Begriff Kommunikation genauer definiert.
2 Der Begriff Kommunikation
Der Begriff Kommunikation hat viele Bedeutungen. Günther Maletzke beschreibt Kommunikation als Tatsache „daß Lebewesen untereinander in Beziehung stehen, daß sie sich verständigen können, daß sie imstande sind, innere Vorgänge oder Zustände auszudrücken, (...), Sachverhalte mitteilen oder auch andere zu einem bestimmten Verhalten aufzufordern.“ (Maletzke, 1963, S. 16). Diese Definition zeigt den Ansatz der Beziehungsdimension einer Kommunikation, wie ihn auch Watzlawick, Beavin und Jackson in ihrem Buch „Menschliche Kommunikation“ darstellen (2007). Sie bezeichnen Kommunikation als Hilfsmittel, um Beziehungen zu stabilisieren. In ihrem Buch beschreiben sie „Das Medium dieser Manifestationen ist die menschliche Kommunika-
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tion.“ (Watzlawick et al., 2007, S. 21-22). Ausserdem unterscheiden Watzlawick et al. zwischen Kommunikation als einzelne Mitteilung und Kommunikation als wechselseitiger Ablauf von Mitteilungen (Watzlawick et al., 2007, S. 50-51). Auch der Begriff „Information“ spielt beim Definitionsversuch von Watzlawick et al. eine Rolle, in dem sie schreiben: „Wenn man untersucht, was jede Mitteilung enthält, so erweist sich ihr Inhalt vor allem als Information“ (Watzlawick et al., 2007, S. 53). Friedmann Schulz von Thun erweitert das Begriffsverständnis von Kommunikation nach Watzlawick et al. in seinem Buch „Miteinander Reden 1-3“ (2008) um den Begriff der „Nachricht“. Er schreibt dazu: „Die Nachricht ist das ganze vielseitige Paket mit seinen sprachlichen und nicht-sprachlichen Anteilen.“ (Schulz v. Thun, 2008, S. 33). Eine Nachricht enthält viele Botschaften gleichzeitig und Schulz von Thun führt damit das „Nachrichtenquadrat“ ein, in dem er besonderes Interesse auf vier „seelisch bedeutsame Seiten“ einer Nachricht legt (Schulz v. Thun, 2008, S. 26).
Im Rahmen dieser Hausarbeit bilden diese Betrachtungen von Kommunikation die Grundlage und werden im praktischen Teil der Arbeit erneut aufgegriffen.
3 Der pragmatische Ansatz von Paul Watzlawick
Paul Watzlawick (1921–2007) studierte Philosophie und Sprachen. Er absolvierte von 1951 bis 1954 eine Ausbildung zum Psychotherapeuten, arbeitete als Dozent an der Universität in El Sal-vador und wurde anschließend zusammen mit Don D. Jackson und Gregory Bateson Forschungsbeauftragter am Mental Research Institute in Palo Alto.
Der pragmatische Ansatz von Paul Watzlawick et al. bezeichnet die Kommunikationstheorie als Theorie menschlichen Verhaltens. Dieses Kommunikationsmodell entstand unter besonderer Berücksichtigung von Verhaltensstörungen. Unter Pragmatik verstehen die Autoren „Nicht nur Worte, ihre Konfigurationen und ihre Bedeutungen (...), sondern auch alle nicht verbalen Begleiterscheinungen, die so genannte Körpersprache inbegriffen.“. (Watzlawick et al., 2007, S. 23). Demnach trägt das Verhalten dazu bei, ob eine Kommunikation erfolgreich ist oder nicht. Auf der Grundlage von Charles W. Morris benennen Watzlawick et al. neben der Pragmatik einer Kommunikation auch die Semantik und die Syntaktik. Die Syntaktik bezieht sich dabei auf den rein technischen Aspekt der Informationsübermittlung und die Semantik ist der Bereich der Bedeutung der sprachlichen Zeichen.
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Melanie Sekandari, 2009, Der pragmatische Ansatz von Watzlawick et al. unter besonderer Berücksichtigung des Teufelskreismodells von Schulz von Thun, Munich, GRIN Publishing GmbH
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