Die Darstellung von race und gender in der TV-Serie „Angel“
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Inhaltsvorstellung der TV-Serie „Angel“ 3
3. Die Darstellung von „weißer“ und „schwarzer“ Hautfarbe. 5
3.1 „weiße“ Männlichkeit am Beispiel Angel. 5
3.2 „schwarze“ Männlichkeit am Beispiel Gun 8
4. Aspekte von race und gender am Beispiel Jasmin 12
6. Schlussbetrachtung 15
Literaturverzeichnis
1
Die Darstellung von race und gender in der TV-Serie „Angel“
1. Einleitung
Unsere westliche Gesellschaft stellt eine „ […] Medien-, Konsum- und
Freizeitgesellschaft 1 “ dar, das bedeutet u.a., dass die Mehrheit der Menschen Zugang zu Filmen und TV-Serien hat. Durch die verstärkte Internetpräsenz, die dem Einzelnen die Möglichkeit bietet sich seine Lieblingsserien oder Filme herunterzuladen, vergrößert sich der Einfluss dieser Medien auf den Konsumenten. Ein wichtiger Faktor ist zudem, die Zeit die ein Erwachsener täglich vor dem Fernseher verbringt (3-4 Std. ohne Internet). Diese Zahl lässt vermuten, dass die Nutzung von Medien im Alltag von entscheidender Prägnanz für die Menschen unserer Gesellschaft ist. Spielfilme und Serien sind inzwischen Elemente der Alltagskultur geworden. 2 Wichtig ist ebenfalls, die erhöhte Nutzung der Medien durch Kinder 3 . Diese werden durch Schauspieler 4 und fiktive Erzählungen stark geprägt. Bei TV-Serien und Filmen findet hier im besonderen Maße oft auch eine individuelle Identifikation mit den Darstellern bzw. Stars und den vermittelten Inhalten dieser statt. Für viele Kinder üben die Protagonisten dieser Fantasiegebilde eine Vorbildfunktion aus, der sie möglicherweise nacheifern. Uta Fenske greift diesen Punkt der Glorifizierung in Bezug auf TV- und Filmstars in ihrem Buch „Mannsbilder“, wie folgt auf: „[…]An ihre Starkörper werden unterschiedliche Konzepte von Gender, Class oder Race geknüpft, die zu einem spezifischen historischen Zeitpunkt im Umlauf sind. Indem das Star Image mit einer bestimmten Person verknüpft wird, erscheint das, was diskursiv konstruiert ist, als natürlich und kann somit wirkungsmächtig werden.“ 5 Dies kann bedeuten, dass sich die Rezipienten oft mit den Darstellern von TV-Serien und Filmen identifizieren und die beinhalteten Stereotype in Bezug auf race und gender unreflektiert übernehmen. Da „[…] film can encourage viewers not only to develop empathy for others, but also to be moved to action-recognizing and confronting stereotypes and sometimes even unlearning them”. 6 In diesem Kontext entstehen schließlich Diskurse über Männlichkeit und Weiblichkeit oder auch über race und class 7 . Mit Hilfe dieser wissenschaftlichen Gedankenaustausche findet eine kritische Auseinandersetzung mit der Reproduktion von Konstruktionen in Bezug auf
1 vgl. Tippelt, 1999: 496
2 vgl. Fenske, 2008: 309
3 vgl. http://www.erziehungstrends.de/Medienkonsum/Gesundheit
4 In dieser Arbeit wird der Einfachheit halber die männliche Schreibweise gewählt, die jedoch
geschlechtsneutral ist.
5 vgl. Fenske, 2008: 44
6 vgl. Hirabayashi + Xing, 2003: 4
7 Es werden vom Autor gezielt die engl. Begriffe für Rasse, Geschlecht und Klasse verwendet, da die
deutsche Variante historisch, negativ vorbelastet ist.
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Die Darstellung von race und gender in der TV-Serie „Angel“
diese Kategorien, statt. „Medien sind als zentrale Bedeutungsproduzenten Agenten dieser Diskurse […]“ 8 , da die Rezipienten meist stark durch diesen Einfluss geprägt werden. In dieser Arbeit soll verdeutlicht werden, wie Stereotype in Bezug auf race und gender in der TV-Serie „Angel“ 9 reproduziert und vermittelt werden. In Kapitel 2 wird der Inhalt der Serie vorgestellt, um einen thematischen Eindruck zu geben. Kapitel 3 und 4 analysieren den Aspekt der „weißen“ und „schwarzen“ Hautfarbe und deren Darstellung an Hand zweier Protagonisten der Serie. In Kapitel 4 liegt der Fokus zusätzlich auf der Abbildung der Weiblichkeit, der „schwarzen“ Darstellerin. Die Schlussbetrachtung in Kapitel 6 rundet diese Hausarbeit ab.
Letztendlich liegt der Schwerpunkt dieser Arbeit auf der Darstellung von „weißer“ und „schwarzer“ Männlichkeit, sowie auf der Abbildung von Weiblichkeit und race. Abschließend soll die Vermittlung von Stereotypen mit Hilfe der TV-Serie „Angel“ untersucht werden, um deren Relevanz zu verdeutlichen.
2. Inhaltsvorstellung der TV-Serie „Angel“
Die US-amerikanische TV-Serie „Angel - Jäger der Finsternis“ wurde von 1999 bis 2004 u.a. von David Greenwalt produziert. Zunächst strahlte TV-Sender „The WB“ im Oktober 1999 diese aus. In Deutschland konnten die Zuschauer ab Januar 2001 10 die Serie auf dem
Inhaltlich lässt sich feststellen, dass der Protagonist Angel, alias David Boreanaz (s. Abb. 1) die Schlüsselfigur der Serie ist. Er kämpft zusammen mit
Gegensatz zu den anderen seiner Art eine Seele, die ihn für das „Gute“ kämpfen lässt. Das
8 vgl. Klaus, Hipfl, Scheer, 2004: 8
9 Die beschriebenen Folgen beziehen sich auf die deutsche DVD Version der Staffeln 1 bis 5 der Serie
„Angel“. Zum besseren Verständnis, ist der Titel der Serie in Anführungszeichen gesetzt, der Name der
Hauptfigur (Angel) jedoch nicht.
10 vgl. http://www.imdb.com/title/tt0162065/
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Die Darstellung von race und gender in der TV-Serie „Angel“
beinhaltet auch, dass er sich lediglich von Schweine- anstatt von Menschenblut ernährt. „Angel“ ist ein Ableger (spin off) der US-amerikanischen TV-Serie „Buffy - The Vampire Slayer“. In dieser spielt Angel den Freund und Liebhaber von Buffy alias Sarah Michelle Gellar. Angel hat neben seiner „guten“ Seite (mit Seele) auch eine „böse“ bei der er zu einem normalen, seelenlosen Vampir mit Namen Angelus wird. In diesem Zustand tötet und quält er Menschen. Er kämpft somit nicht nur gegen Dämonen und Vampire in der Außenwelt, sondern ebenso fortwährend gegen seine eigene dämonische Seite. Seine Seele unterscheidet ihn jedoch von den anderen seiner Art. Im Kampf um das „Gute“ erhält er übersinnliche Hilfe von guten Mächten, die u.a. in Form von kryptischen Visionen bei Cordelia auftauchen. Der Antagonist der Serie wird durch die Anwaltskanzlei Wolfram & Hart verkörpert, welche Kreaturen der Unterwelt vertritt. Eine eindeutige Zuordnung der TV-Produktion „Angel“ zu einem bestimmt Genre, ist nicht möglich. Da sich beispielsweise Anteile aus dem Fantasy Bereich finden lassen. Dies wird u.a. durch den Besuch fremder bzw. fiktiver Welten, mit Hilfe von Portalen, oder im Kampf mit Fantasiewesen verdeutlicht. „Angel“ beinhaltet jedoch auch Aspekte der Drama und Horrorbereiche. Es gilt für die Protagonisten in allen Staffeln, Kämpfe auf Leben und Tod auszufechten oder zwischen „Gut“ und „Böse“ zu wählen. Die Kampfszenen, die ebenfalls an Actionfilme erinnern, sind teilweise sehr blutig. Neben der Schwierigkeit diese Serie einem bestimmten Genre zuzuordnen, ist auch darauf hinzuweisen, dass sich Parallelen zum „Film Noir“ finden lassen, bei dem die düstere Bildgestaltung und die verbitterten Charaktere vordergründig sind. 11 Dies wird besonders betont durch Angels immerwährende Zweifel und seinen inneren Kampf gegen Angelus (seine „böse“ Seite). Allerdings sind auch Aspekte aus dem Kriminalgenre verarbeitet, da Angel eine Detektei Namens „Angel Investigations“ leitet, mit der er und seine Freunde ihren Lebensunterhalt verdienen. Stacey Abbott schreibt in ihrem Buch „Reading Angel“ hierzu folgendes: „The visual style of the series is also defined by contradiction. […] the film noir night-time urban setting establishes the tone for the series, but rather than be defined by a singular genre, “Angel” draws upon a range of generic references to create a distinctive and coherent hybrid form […]”. 12
Die TV-Serie „Angel“ ist für die Analyse von race und gender sehr aufschlussreich, da Konnotationen in Bezug auf diese Kategorien mehrfach vorhanden sind. Zudem ist das Thema Vampir und der Kampf gegen „Gut“ gegen „Böse“ immer wieder aktuell. Derzeit finden sich Parallelen zu dem Erfolgsroman und -film von Stephanie Meyer
11 vgl. http://www.merriam-webster.com/dictionary/film+noir
12 vgl. Abbott, 2005: 8
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Arbeit zitieren:
Jennifer Schabram, 2009, Die Darstellung von race und gender in der TV-Serie 'Angel', München, GRIN Verlag GmbH
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