Inhaltsverzeichnis
IInhaltsverzeichnis
1EINLEITUNG 4
2DIESICHERHEITSPOLITISCHEWELTLAGENACHDEMZWEITEN
WELTKRIEG 6
3AMERIKANISCHESICHERHEITSPOLITISCHEINTERESSENIMRAHMENDER
ENTSTEHUNGDESBR ÜSSELERVERTRAGES 9
4DERBR ÜSSELERVERTRAGALSANSTOSSZUEINEM
SICHERHEITSPOLITISCHENENGAGEMENTDERUSAINEUROPA. 11
4.11DieinnenpolitischeSituationindenUSA1948/1949 12
4.22DiePentagon-Gespräche.................................................................................................. 14
4.33DieVandenberg-Resolution 15
4.44Zwischenresümee 17
5AMERIKANISCHEINTERESSENIMRAHMENDERVERHANDLUNGENUM
DENWASHINGTONERVERTRAG. 19
5.11DieArchitekturdesVertrages 20
5.1.11DerCharakterdesBündnisses 21
5.1.22DasKernstückkdesVertrages--Artikel5 23
5.1.33DerArtikel33--MaßnahmennzurSelbsthilfeunddgegenseitigennHilfe 25
5.1.44DieFragenachhdemMitgliederkreisundddemVertragsgebiet 26
5.1.55DieDauerdesVertrages 28
5.1.66Zwischenresümee 30
5.22DieVereinigtenStaatenundihrePartneramVorabendderNATO-Gründung 31
6DIEUNTERZEICHNUNGDESWASHINGTONERVERTRAGESUNDSEIN
INKRAFTTRETEN 33
2
Inhaltsverzeichnis
7DIEBEDEUTUNGDESVERTRAGSABSCHLUSSESFÜRDIEUSA................. 35
8SCHLUSSBETRACHTUNG.................................................................................. 37
IILITERATURVERZEICHNIS 39
IIIINTERNETQUELLEN 42
IVANHANG 43
3
11Einleitung
1Einleitung
WasderBegründerderUnabhängigkeitderVereinigtennStaatennvonnAmerikaseinemLanddinn seiner Abschiedsbotschaft mit auf denn Weg gab,, prägte die Außenpolitikk der USA 2 inn denn erstenn einn bis eineinhalbb Jahrhundertenn ihrer Existenz.. Die internationale Umwelt besaßß für die gesellschaftliche undd politische Entwicklung der Vereinigtenn Staatenn nur eine ganz geringe Bedeutung undd Isolation,, die Tradition,, sichh vonn dauerhaftenn Bündnissenn freizuhalten 3 ,, stellte einn wesentliches Element der amerikanischenn Europapolitikk dar. 4 Die späterenn amerikanischenn Präsidentenn beherzigtenn dieWorte Washingtons undd hättennaufdie vonnihmangeführtennFragennnachhGründen,,warummannanndergeschildertennSituationnetwas ändernn sollte,, sicherlichh keine Antwortenn findenn könnenn oder wollen.. Deshalbb änderte sichh auchhdiebündnispolitischeEinstellungunddPolitikkderUSAgegenüberEuropabis19499nicht
1 George Washington, Aus: Abschiedsbotschaft vom 19. September 1796. In: Walter Schätzel, Der Staat. Bremen,1962,S.266f.
2 ImVerlaufdieserArbeitwerdendieBegriffeUSA,AmerikaundVereinigteStaatensynonymverwendet.
3 Thomas Jefferson prägte für diese Art Bündnisse einige Jahre später den Begriff „entangling alliances’.Vgl. RobertH.Ferrell,HarryS.Truman.Boston,Toronto,1983,S.65.
4 Vgl.MonikaMedick-Krakau,DieAußenpolitikderUSA.In:ManfredKnapp/GertKrell(Hrsg.):Einführung indieInternationalePolitik.3.Auflage.München,Wien,1996,S.58.
4
11Einleitung
wesentlich..InndiesemJahrjedochhtratAmerikadurchhdieUnterzeichnungdesWashingtoner Vertrages der Nordatlantischenn Vertragsorganisationn (Northh Atlantic Treaty Organisationn -NATO) 5 bei..DerBeitrittzuudiesemBündnisvernetzteAmerikaerheblichhinndieeuropäische Verteidigung 6 undd ließß einn langfristiges europapolitisches Interesse undd amerikanisches EngagementinnEuropaaufkeimen..Esscheintalso,,alshättemannsichhinnAmerikaimZugeder Nachkriegszeit die Fragenn Washingtons erneut gestellt,, aber eine andere Antwort darauf gefunden..OffensichtlichhwurdennGründegefunden,,die‚eigeneLage’neuuzuuanalysierennundd zuu bewerten,, Notwendigkeitenn entdeckt,, denn ‚eigenenn Standpunkt zuu verlassenn undd fremdenn Boden’ zuu betretenn undd Erfordernisse erkannt,, sichh dochh inn ‚europäische Strukturenn verwickeln’ zuu lassenn undd somit ‚seinn Schicksal mit dem eines Teiles vonn Europa zuu verflechten’.. Im Rahmenn der Arbeit soll dieser Prozess untersucht undd darüber hinaus die BedeutungderUSAinnunddderEinflussderUSAaufdiesennProzessherausgearbeitetwerden.. ZunächstwirdddazuudieSicherheitslagenachhdemZweitennWeltkriegzuuerläuternnsein,,um Anknüpfungspunktezuufinden,,diezuueinerNeubewertungderEuropapolitikkseitensderUSA geführt haben.. Danachh rückenn die amerikanischenn Sicherheitsüberlegungenn im Rahmenn der EntstehungunddRatifizierungdesBrüsselerVertragesinndennMittelpunkt,,daimZugedessenn eineNeupositionierungAmerikasinndereuropäischennSicherheitspolitikkstattgefundennhatundd Grundlagenn zur Vernetzung Amerikas inndereuropäischenn Verteidigung geschaffenn wurden.. Die,, dem folgende,, Untersuchung der amerikanischenn Interessenn im Rahmenn der Verhandlungenn um denn Nordatlantikvertrag dienenn der Darstellung,, auf welche Art undd Weise sichh Amerika inn einem Bündnis engagierenn wollte,, wie sie diesenn Bemühungenn NachdruckkverliehennunddwelchhdeutlicheamerikanischePrägungletztendlichhderendgültige VertragstextsowiedieArchitekturdesBündnissesaufweist..DanachhwirddaufdieBedeutung des Vertragsabschlusses für die USA eingegangen,, wonachh inn der Schlussbetrachtung unter RückblickkaufdieWorteWashingtonseineBewertungdesGesamtprozesseserfolgt.. Die Literatur zur Entstehung der Nordatlantischenn Allianz ist sehr ergiebig,, wobei die wissenschaftlichennArbeitennzuudiesemThemavonnvielennZeitzeugenberichtennunddMemoirenn ergänztwerden. 7 DieinhaltlicheVielfaltunddBreitederverwendetennLiteraturließßdennBezug auf einzelne undd eventuell als Standardwerke geltende Büchernichtzu,, sondernnveranlasste zur Berücksichtigung verschiedener wissenschaftlicher Standpunkte unter der für denn jeweiligennAbschnittrelevantennFragestellung..
5 Die Begriffe NATO, Nordatlantische Vertragsorganisation, Nordatlantisches Bündnis und Nordatlantische
AllianzwerdenindieserArbeitsynonymverwendet.
6 Vgl.TimothyP.Ireland,CreatingtheEntanglingAlliance.London,1981,S.107.
7 So zum Beispiel Harry S. Truman, Memoiren. Band II. Stuttgart, 1956, oder Dean Acheson, Present at the Creation.MyYearsintheStateDepartement.NewYork,1969.
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22DiesicherheitspolitischeWeltlagenachhdemZweitennWeltkrieg
2DiesicherheitspolitischeWeltlagenachdemZweitenWeltkrieg
DerKriegseintritt der USAimDezember19411hatte,,entgegengesetztderEntwicklungnachh dem Erstenn Weltkrieg,, die Folge,, dass Amerika sichh anders als 19199 nicht aus Europa zurückzog..EinennFehlschlagderNachkriegspolitikkwolltemannnichteinnzweitesmalerleben. 8 NebenndennzweifelsfreivorhandenennwirtschaftlichennGründennunddökonomischennInteressenn für einn amerikanisches Engagement inn Europa galt Amerikas geopolitisches Interesse einem stabilenn Gleichgewicht inn Europa.. Als eine Siegermacht,, die im Vergleichh zuu denn anderenn KriegsteilnehmernnrelativvunbeschadetausdemKrieghervorgegangennwar,,gingesdennUSA darumStrukturennzuufinden,,diedennFriedenngarantierennwürdennunddglobaleKriege,,diesichh aus innereuropäischenn Konfliktenn entwickelnn könntenn undd eine Involvierung der USA zur Folgegehabt hätten,, zuu verhindern. 9 AlsBesatzungsmachtbotsichhdabeidieChance,,direkt aufdieNeugestaltungeinwirkennzuukönnennunddAmerikafieldabeidurchhseinnökonomisches undd politisches Gewicht eine herausragende Gestaltungsmöglichkeit,, allerdings gemeinsam mitdennanderenndreiVerbündeten,,zu..
Es stellte sichh jedochh schnell heraus,, dass der alte Rahmen,, der das europäische Geschehennumschlossennhatte,,seit19455innderAuflösungbegriffennwarundddieehemaligenn Großmächte Frankreichh undd Großbritannien,, die ja zuu denn Verbündetenn zählten,, nicht mehr annäherndddiegleicheRollespieltennwievordemKrieg..DerZweiteWeltkrieghatteerheblichh ann ihrer finanziellenn undd industriellenn Weltstellung gezehrt undd einn fundamental neues internationales System mit einer neuenn Machthierarchie hervorgebracht. 10 Dessenn Besonderheit war die Einnahme der Machtsstellung durchh die zwei Flügelmächte Amerika undd Russland.. Der Gegensatz vonn Angelsachsenn undd Russenn wurde unbestrittenn das wichtigsteHauptmomentderneuerenneuropäischennGeschichte,,sowohlinnEuropa,,alsauchhinn der Welt. 11 Das Duell vonn ‚kontinentalem’ undd ‚insularem Prinzip’,, „undd zwar inn letzter Vereinfachung undd Steigerung im Weltmaß“ 12 ,, wies die Besonderheit eines ideologischenn Anspruchs auf,, der vonn beidenn Seitenn erhobenn undd auf die Welt als Ordnungsmodell beansprucht wurde. 13 Dies bedeutet jedochh nicht,, dass eine Reduktionn der Nachkriegsgeschehnisse alleinn auf die zwei Protagonistenn Amerika undd die Sowjetunionn
8 Vgl.BeateNeuss,GeburtshelferEuropas?Baden-Baden,2000,S.16.
10 Vgl.LudwigDehio,GleichgewichtoderHegemonie.Krefeld,circa1970,S.229ff.
11 Vgl.LudwigDehio,DeutschlandunddieWeltpolitikim20.Jahrhundert.München,1955,S.128f.
12 LudwigDehio,GleichgewichtoderHegemonie.Krefeld,circa1970,S.231.
13 Vgl.LudwigDehio,DeutschlandunddieWeltpolitikim20.Jahrhundert.München,1955,S.129f.
6
22DiesicherheitspolitischeWeltlagenachhdemZweitennWeltkrieg
möglichh ist,, da es letztendlichh vier Sieger- undd Besatzungsmächte gab.. Die Prägung dieser zeitgeschichtlichenn Phase durchh die beidenn großenn Besatzungsmächte wurde jedochh zunehmenddsichtbar..
SahhesaufdennKonferenzennvonnTeherannunddJaltanochhannäherndddanachhaus,,dasseine Regelung unter denn vier Besatzungsmächtenn bezüglichh der Nachkriegsordnung undd dem Umgang mit Deutschlandd undd denn daraus resultierendenn Fragenn nachh Reparationenn möglichh undd auchh angestrebt war,, trugenn die Ergebnisse des Potsdamer Abkommens lediglichh zur Stabilisierung des Status quoo bei.. Die Sowjetunionn hatte ihrenn ideologischenn Feldzug gegenn bisher nicht-kommunistische Länder eröffnet,, wobei die USA die Gefahr,, die vonn dieser Expansionn ausging,, schonn frühzeitig erkannte undd analysierte.. Die inn der Türkei undd Griechenlandd aufloderndenn undd vonn der Sowjetunionn geschürtenn Feuer warenn der amerikanischenn Regierung nicht gänzlichh neu. 14 Die vom Botschaftsrat Kennann im Februar 19466innseinem‚langennTelegramm’ausgesprocheneWarnungvordennvonnderSowjetunionn ausgehendenn Gefahrenn wies schonn auf diese Gefährlichkeit hinn undd enthielt konkrete Empfehlungenn zur Reaktion.. Die Truman-Doktrinn brachte dannn im März 19477 das neue Konzept,, dem die amerikanische Außenpolitikk bereits seit einiger Zeit gefolgt war,, ans Tageslicht.. Der Schlüssel zuu ihr ist inn der ambivalentenn Bedrohung zuu suchen,, die vom Kommunismus ausging,, undd inn denn amerikanischenn Maßnahmen,, die dadurchh notwendig wurden. 15 Sie war nicht durchh die Lage inn Griechenlandd veranlasst,, sondernn war die amerikanischeAntwortaufdieFrage,,werinndennfreiwerdendennRaum,,denndasversinkende Griechenlandd bildete,, nachrückenn würde: die Sowjetunionn oder die Vereinigtenn Staaten.. Soo wie der Ost-West-Gegensatz,, der keinenn machtfreienn Raum duldet 16 ,, war Griechenlandd der erste Fall inn der beginnendenn Phase des amerikanisch-sowjetischenn Gegensatzes,, woo einn strategisch-politisches Vakuum die Chancenn einer ideologisch-sozialenn Revolutionn verbesserte undd damit einenn Prozess förderte,, der das Vakuummit einer neuen,, verändertenn
GaltenndieamerikanischennZielevordennEreignissennvonn1946/477nochhmehrderLösung desDeutschlandproblemsunddderKontrolleDeutschlandsdurchhdieBesatzungsmächtesowie der Entnazifizierung undd Entmilitarisierung 18 ,, orientierte sichh Amerika im Zuge dieser
14
Vgl.Ernst-OttoCzempiel,DasamerikanischeSicherheitssystem1945-1949.Berlin,1966,S.198.
15 Vgl.ebd.,S.200f.
16 Vgl.LudwigDehio,DeutschlandunddieWeltpolitikim20.Jahrhundert.München,1955,S.129f.
17 Vgl.Ernst-OttoCzempiel,a.a.O,S.202.
18 Vgl.GerhardWettig,VonderEntmilitarisierungzurAufrüstunginbeidenTeilenDeutschlands1945-1952.In: Vom Kalten Krieg zur Deutschen Einheit, hrsg. von Bruno Thoß im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes,R.OldenbourgVerlag,München,1995,S.5.
7
22DiesicherheitspolitischeWeltlagenachhdemZweitennWeltkrieg
Ereignisseundddanachhaußenpolitischhneu..EinnInteressefürdieAbsicherungdesStatusquooinn Europa begannn sichh zunehmendd zuu entwickeln,, da sichh bis zum Sommer 19477 die Überzeugungdurchgesetzthatte,,dasseinnglobalesGleichgewichtnichtdurchheinnMiteinander mitderSowjetunion,,sondernndurchhdennAufbauuvonnGegengewichtennerreichbarwäre. 19 Das Machtvakuum,, das die bedingungslose Kapitulationn des Deutschenn Reiches inn Europa hinterließ,, kannn dabei als die wichtigste Ursache für die Entstehung eines sowjetischamerikanischenn Antagonismus nachh 19455 angesehenn werden 20 ,, wobei das DeutschlandproblemvonndenUSAnunnzunehmenddimgesamteuropäischennKontextgesehennwurde.. Die erste Phase der amerikanischenn Europapolitikk nachh dem Zweitenn Weltkrieg war im Sommer19477abgeschlossen 21 undddasweltweiteGleichgewicht,,soowar19477dieallgemeine Erkenntnis inn Washington,, ließß sichh nur inn enger Zusammenarbeit mit einem gesundenn Europa als Partner undd unter Eindämmung der Sowjetunionn durchh transatlantische Zusammenarbeiterreichen. 22 DerMarshall-PlannsollteeineersteMaßnahmesein,,diesesZiel zuuerreichen..
NebenndemökonomischennZiel,,dievomKriegzerstörtennoderminimiertenneuropäischenn Wirtschaftsressourcenn zuu nutzenn oder wiederaufzubauen,, verfolgte der Marshall-Plann ohne ZweifelauchhpolitischeZiele,,wobeinurschwerabzuschätzennist,,obbdiepolitischennoderdie wirtschaftlichenn Aspekte überwogen. 23 Wichtig festzuhaltenn bleibt aber inn diesem Zusammenhang,,dassdieAblehnungdesPlansdurchhdieSowjetunion,,unddunterderennDruckk auchh die der mittel- undd osteuropäischenn Länder,, bedeutsame Folgenn für die weitere Außenpolitikk der USA hatte.. Der Marshall-Plann konnte nunn nämlichh im Rahmenn der
Die sowjetischenn Interessenn spiegeltenn die amerikanischenn Ziele mit entgegengesetzter Ideologie wider,, was sichh inn der Zwei-Lager-Theorie verdeutlichte.. Auchh hier wurde eine Zweiteilung der Welt undd eine ideologische undd politische Spaltung mit denn Hauptgegnernn USA undd Sowjetunionn als Führer ihrer jeweiligenn Lager diagnostiziert.. Dies entspricht der obennvonn Dehioo zitiertennmachthierarchischennKonstellationn im internationalennSystemnach
19 Vgl.BeateNeuss,a.a.O.,S.31.
20 Vgl.DetlfefJunker,DieUSAundDeutschlandimZeitalterdesKaltenKrieges1945-1990.Stuttgart,2001,S. 18.
21 DasScheiternderMoskauerAußenministerkonferenzsoll,nebendenanderengenanntenEreignissen,alsnur eine Wegmarke dieser Phase angeführt werden. Werner Link verbindet mit ihrem Scheitern sogar den Beginn der organisatorischen Ausgestaltung der regressiv-konfrontativen Konfliktregulierung. Vgl. dazu Werner Link, Die Entwicklung des Ost-West-Konflikts. In: Manfred Knapp / Gert Krell (Hrsg.): Einführung in die InternationalePolitik.3.Auflage.München,Wien,1996,S.253.
22
Vgl.BeateNeuss,a.a.O.,S.37.
23 Vgl.Ernst-OttoCzempiel,a.a.O.,S.297.
24 Vgl.BeateNeuss,a.a.O.,S.40.
8
33AmerikanischesicherheitspolitischeInteressennimRahmennderEntstehungdesBrüsselerVertrages
dem Zweitenn Weltkrieg undd stellt somit die Ausgangslage für die Betrachtungenn der sicherheitspolitischennEntwicklungseit19477dar..
3 Amerikanische sicherheitspolitische Interessen im Rahmen der
EntstehungdesBrüsselerVertrages
Aus Anlass des Scheiterns der Londoner Außenministerkonferenz im November undd Dezember19477äußertederbritischeAußenministerBevinndennVorschlagfüreinennPlannfür eine Westliche Unionn auf Grundlage des Vertrages vonn Dünkirchenn vom März 1947.. Der VertragzuudieserUnionnsollteeinedoppelteWirkunghaben..DieSicherheitsgewährleistungenn für Frankreichh gegenüber einem eventuellenn deutschenn Revanchismus war ebensoo eine Grundidee,,wiedieeinesweiteren,,atlantischennundddirektgegenndieSowjetunionngerichtetenn Bündnisses,, was die Aussicht auf eine mögliche spätere Partizipationn Deutschlands beinhaltete. 25 Die amerikanische Regierung war im Prinzipp mit denn Ideenn Bevins einverstanden,, sahh jedochh einn Problem inn der Anlage des Vertrages nachh dem Vorbildd des Vertrages vonn Dünkirchen.. Nachh ihrem Befindenn hätte einn solcher Vertrag,, der auf einer Abwehr gegenn Deutschlandd beruhenn würde,, die zukünftige Rolle Deutschlands im europäischenn Sicherheitsgefüge nur mangelhaft berücksichtigt.. Daher schlugenn der Director oftheOfficeoftheEuropeannAffairsHickersonnunddderDirectorofthePolicyPlaningStaff Kennann einenn Vertrag nachh dem Modell des Rio-Paktes 26 vor,, der Deutschlandd auf längere
Auchh wennn es zuu diesem Zeitpunkt schonn Forderungenn gab,, die einn verstärktes Engagement der Amerikaner inn Europa verlangten,, um Europa gegenn die sowjetische Expansionn zuu sichern 28 ,, beharrte die amerikanische Regierung darauf,, dass die eigentliche InitiativevonnEuropaauszugehennhabe..DieseForderungennwarennnichtzuletztaufdieinnder Regierung bekanntenn Vorbehalte des Kongresses bezüglichh eines weiterenn amerikanischenn Engagements inn Europa zurückzuführen. 29 Weiterhinn sollte die Deutschlandfrage,, zumindestens zum Teil,, im amerikanischenn Sinne beantwortet werden,, wennn die westeuropäischennLändertatsächlichheinespätereamerikanischeTeilnahmeanneinemBündnis
25
Vgl.TimothyP.Ireland,a.a.O.,S.63.
26 Zu den Grundlagen des Rio-Paktes siehe Ernst-Otto Czempiel, a.a.O., S. 297 und Rainer Gerold, Die SicherungdesFriedensdurchdieOrganisationderAmerikanischenStaaten(OAS).Berlin,1971.
27 Vgl.TimothyP.Ireland,a.a.O.,S.64f.
28 Ebd.,S.67.
29 Ebd.,S.65.
9
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Marc Dralle, 2003, Der Abschluss des Washingtoner Vertrages über die Gründung des Nord-Atlantik-Paktes - Die Interessen der USA bei der Entstehung des transatlantischen Vertragswerkes und ihr Einfluss auf seine Gestaltung, München, GRIN Verlag GmbH
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