1. Einleitung 2
1.1 Fragestellung und Aufbau 2
1.2 Quellengrundlage 2
1.3 Forschungsstand 3
2. Humboldt - Kuba - Sklaverei 4
2.1 Sklaverei auf Kuba 4
2.2 Humboldts Kuba-Reise 4
2.3 Das Cuba-Werk 5
2.4 Humboldts Ansichten über die Sklaverei. 6
2.5 Forderungen und Ziele 8
2.6 Einflüsse auf Humboldts Menschenbild 8
3. Schlussbetrachtung. 10
4. Quellen- und Literaturverzeichnis. 12
4.1 Quelle 12
4.2 Literatur. 12
1
1. Einleitung
Alexander von Humboldt, geboren 1769 in Berlin, zählt zu den berühmtesten Naturforschern und das nicht nur hierzulande. Auf seinen Forschungsreisen gelangte er über Europa hinaus nach Lateinamerika, in die USA sowie nach Zentralasien und auch dort ist er heutzutage nicht unbekannt. Noch zu Lebzeiten wurde er als zweiter Wiederentdecker Amerikas gefeiert. In Kuba, dass er 1801 und 1804 besuchte, werden heute Schüler über ihn, seine Forschungen und deren Wirkung unterrichtet, so angesehen ist er dort. Doch das war nicht immer so. 1826 veröffentliche Humboldt ein Essay über die Insel Kuba, in der er nicht nur positives zu berichten hatte. Die kubanische Elite, sah ihn nunmehr nicht nur als prominenten Forscher an, sondern als jemanden, der ihrer Politik ernsthaft gefährlich werden konnte.
1.1 Fragestellung und Aufbau
Im Rahmen dieser Ausarbeitung sollen die Ansichten Alexander von Humboldts zum Thema Sklaverei auf Kuba anhand eines Kapitels aus seinem Cuba-Werk Essai politique sur l’île de Cuba herausgearbeitet werden. Diesbezüglich werden besonders seine Äußerungen allgemein zur Sklaverei und dem Sklavenhandel im Mittelpunkt stehen, um seine Haltung zur Sklaverei zu ergründen. Darüber hinaus soll auf seine Forderungen und Ziele hinsichtlich der Sklaverei und auf die Einflüsse, die sein Menschenbild prägten, eingegangen werden.
1.2 Quellengrundlage
Die wichtigste Quellengrundlage bezüglich dieser Ausarbeitung stellt das Kapitel „Über das Sklavenwesen“ aus dem Cuba-Werk Essau politique sur I`alle, geschrieben von Alexander von Humboldt dar. Das Original wurde 1826 von ihm geschrieben, hier wird Band 3 der deutschen Ausgabe „Alexander von Humboldt: Cuba-Werk“ herausgegeben von Hanno Beck im Jahr 1992 Anwendung finden, die
2
das Sklavenkapitel beinhaltet. Dabei handelt es sich um ein Kapitel, das ursprünglich so wohl nicht vorgesehen war.
1.3 Forschungsstand
Noch bis 1992 gab es den Essai politique sur l’île de Cuba nur im lateinischen Kulturbereich, doch heutzutage liegt es auch auf Deutsch (seit 1992) und Spanisch vor. Die neue deutsche Ausgabe heißt jetzt nicht, wie man vermuten möchte, Politischer Essay, sondern Cuba-Werk. Nach Michael Zeuske, einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der Sklavereikultur auf Kuba, ist der Ansicht, dass das Cuba-Werk weder die Übersetzung des klassischen Titels "Essai politique sur l’île de Cuba" klar widerspiegelt, noch dass er sich in eine der europäischen Sprachen einigermaßen getreu rückübersetzen lässt.“ Doch einen Vorteil habe der Titel laut Zeuske, eventuell verbreitete sich so die Kenntnis, „daß das "Cuba-Werk" nicht nur aus einem "Essai", sondern aus drei relativ selbständigen Teilen besteht, dem Haupttext, eben dem "Essai politique sur l’île de Cuba", dem "Tableau statistique de l’île de Cuba" (oder "Supplément") und Humboldts Kuba-Karte sowie dem Erklärungstext "Analyse raisonnée de la carte de l’île de Cuba". 1 Darüber hinaus weist Zeuske in seinem Buch Schwarze Karibik. Sklaven, Sklavereikultur und Emanzipation darauf hin, dass es keine minutiöse Analyse des Aufenthaltes von Humboldt auf Kuba gibt und dass auch keine wirklich zuverlässigen Untersuchungen darüber vorliegt, was Humboldt beim Besuch der Zuckergüter beobachtete. Das Hauptthema waren wohl überwiegend technische Verbesserungen der Infrastruktur. Gespräche über eine Theorie der Arbeit bezüglich der Sklavereigesellschaft sind nicht nachgewiesen. 2
1 Vgl. und Zitat: Michael ZEUSKE: Humboldt, Historismus, Humboldteanisierung. Der
"Geschichtsschreiber von Amerika", die Massensklaverei und die Globalisierungen der
Welt. in: Alexander von Humboldt im Netz, HiN II, 3 (2001), http://www.uni-
potsdam.de/u/romanistik/humboldt/hin/zeuske.htm, 10. September 2008.
2 Vgl. Michael ZEUSKE: Schwarze Karibik. Sklaven, Sklavereikultur und Emanzipation,
Zürich 2004, S. 344-346.
3
2. Humboldt - Kuba - Sklaverei
2.1 Sklaverei auf Kuba
Da 1512 Indianersklaverei durch den spanischen König Ferdinand V. verboten wurde, erreichte die erste größere Anzahl von Sklaven aus Westafrika 1526 Kuba. 3 Diese sollten den Mangel an einheimischen Arbeitskräften ausgleichen und wurden in allen Wirtschaftsbereichen eingesetzt, bevorzugt aber auf den Zuckerplantagen und im Bergbau, die die wirtschaftliche Grundlage für die westlichen Kolonien bildeten. Der Zuckeranbau, 1595 durch die spanische Krone privilegiert, entstand gemeinsam mit der afrikanischen Sklaverei auf Kuba, wann genau das war, ist nicht überliefert. 4 Im Jahr 1603 verfügte Havanna schon über 31 Zuckerbetriebe. 5 Zwischen 1792 und 1795 kam es zu einem wahren Zuckerboom auf Kuba. 1868 erreichte Kuba mit der
Zuckerrohrproduktion einen Anteil von 40 Prozent auf dem Weltmarkt, größtenteils durch Sklavenarbeit. 6 Zwischenzeitlich prägte sich die Massensklaverei ab 1820 auf der Insel aus. Mit dem Moret-Gesetz im Jahr 1870 durch Spanien, begann die erste Phase der Sklavenemanzipation auf Kuba. Dieses Gesetz besagte, dass, rückwirkend ab 1868 alle geborenen Kinder von Sklaven und Sklaven über 60 Jahre freizulassen waren. 7 1862 kam es zum Verbot des Sklavenhandels auf Kuba. Die Aufhebung der Sklaverei auf Kuba erfolgte letztlich 1886. 8
2.2 Humboldts Kuba-Reise
Am 24. November 1800 reisten Humboldt und sein Begleiter Aimé Bonpland auf dem Seeweg für drei Monate nach Kuba, am 19.
3 Vgl. ZEUSKE: Schwarze Karibik, S. 74.
4 Vgl. ZEUSKE: Schwarze Karibik, S. 74.
5 Vgl. Michael ZEUSKE: Kleine Geschichte Kubas, München 2002, S. 23.
6 Vgl. ZEUSKE: Kleine Geschichte Kubas, S. 73.
7 Vgl. ZEUSKE: Schwarze Karibik, S. 396/397.
8 Vgl. ZEUSKE: Kleine Geschichte Kubas, S. 76.
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Arbeit zitieren:
Tamara Gottschalk, 2008, Alexander von Humboldt und die Sklaverei auf Kuba, München, GRIN Verlag GmbH
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