Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis i
Abbildungsverzeichnis. ii
Abk ürzungsverzeichnis. iii
1. Einführung. 1
1.1. Motivation. 1
1.2. Aufbau der Arbeit 1
2. Grundlagen einer Interaktion. 1
2.1. Anforderungen einer Interaktion zwischen WfMS. 1
2.2. Notwendigkeit einer Standardisierung? 2
2.3. Die Workflow Management Coalition. 2
2.4. Zwischenergbnisse 8
3. Technische Aspekte einer Interaktion 9
3.1. Einführung. 9
3.2. Architektur von WfMS 9
3.3. Kommunikation zwischen Systemen. 17
3.4. Datenaustauschstandards. 23
4. Fazit. 27
Literaturverzeichnis 29
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Workflow-Referenzmodell der WfMC (WfMC 1995, 20)
Abbildung 2: Funktionsweise der Client-Server Architektur in CORBA (Maurer 1997, 7)
Abbildung 3: Die Referenzarchitektur der OMA (Drawehn 1998, 58)
Abbildung 4: OSI Referenzmodell (Networkworld: OSI Referenzmodell)
- ii -
Abkürzungsverzeichnis
API CASE COM CORBA DBMS DCOM DSOM DTD EDI EDIFACT e-Mail FDDI FTP HTML HTTP IDL IIOP IP ISO LAN MAN MIME ODETTE OMA OMG ORB OSI PDL RPC SASE SGML SMTP SOAP TCP UDP VAN WAPI WfM WfMC WfMS WPDL WAN XML XPDL XSL
- iii -
1. Einführung
1.1. Motivation
Workflow-Management Systeme (WfMS) steuern, überwachen und koordinieren die automatisierte, rechnerunterstützte Ausführung von Arbeitsabläufen in einer verteilten Systemumgebung (vgl. Bauer/Reichert/Dadam 2001, 1). Erhöhte Produktivität, Nachweisbarkeit sowie Auskunftsbereitschaft über die Prozesse und Qualitätssicherung im Unternehmen sind einige der Versprechen, die mit dem Einsatz von WfMS einhergehen (vgl. Böhm/Schulze 1995, 2).
Durch die zunehmende Globalisierung und damit verbundene Dezentralisierung von Organisationen stellt die Unterstützung komplexer, unternehmensweiter Workflows eine besondere Herausforderung dar (vgl. Reichert/Bauer/Dadam 2000, 1). Häufig sind in die Ausführung eines Workflows mehrere verschiedene WfMS involviert oder während der Ausführung werden neue Workflows auf anderen Systemen angestoßen. Zur effizienten Unterstützung solcher Szenarien ist eine Interaktion zwischen den Workflows, oder allgemeiner, zwischen verschiedenen WfMS notwendig.
1.2. Aufbau der Arbeit
Diese Arbeit wird wichtige technische Grundlagen zur Realisierung einer Interaktion von Workflows zwischen heterogenen WfMS 1 einer Organisation analysieren. Zu Beginn der Arbeit wird, ausgehend von den Anforderungen an eine Interaktion zwischen WfMS und der Frage nach dem Bedarf einer Standardisierung, die Workflow Management Coalition (WfMC) und deren Bemühungen um Interoperabilität zwischen WfMS dargestellt.
Der Hauptteil der Arbeit betrachtet die bei einer Interaktion heterogener WfMS auftretenden technischen Herausforderungen. Ausgehend von verschiedenen Architekturkonstellationen werden Standards der Kommunikation sowie des Datenaustausches näher beleuchtet. Ein Fazit beschließt die Arbeit.
2. Grundlagen einer Interaktion
2.1. Anforderungen einer Interaktion zwischen WfMS
Um die Ausführung eines Workflows durch mehrere WfMS zu ermöglichen, sind bestimmte Voraussetzungen unumgänglich. Häufig laufen die involvierten WfMS auf
1 In dieser Arbeit wird nicht explizit auf die Interaktion homogener WfMS eingegangen, da dies lediglich einen Spezialfall darstellen würde.
- 1 -
heterogenen Plattformen oder sind räumlich verteilt (vgl. Leymann/Roller 2000, 25). Trotz allem müssen sie gewissen Anforderungen genügen. Eine systemübergreifende Workflow-Ausführung erfordert zum einen, dass den WfMS die Prozessdefinitionen vorliegen bzw. zugänglich sind, zum anderen, dass die zur Ausführung benötigten Daten zwischen den Systemen ausgetauscht werden können.
Eine Kommunikation zwischen den Systemen sowie die eindeutige Interpretation der Kommunikationsinhalte bilden also die Basis einer Interaktion zwischen WfMS. Die große Anzahl verschiedener WfMS zwischen denen eine solche Interaktion auftreten kann, wirft die Frage auf, inwieweit es einer Standardisierung der betroffenen Schnittstellen bedarf.
2.2. Notwendigkeit einer Standardisierung?
Durch die Einführung einheitlicher, akzeptierter Normen könnte eine systemübergreifende Interaktion heterogener WfMS ermöglicht werden (vgl. Buxmann 2001, Slide 19). Die Nutzung von Standards kann die Kommunikation und den Datenaustausch zwischen den Systemen vereinfachen sowie die damit verbundenen Kosten verringern (vgl. Buxmann 2001, Slide 103). Probleme einer Standardisierung bestehen jedoch vor allem in der langwierigen Ausarbeitung, sowie in Akzeptanz und Umsetzung der Standards, da zahlreiche Interessen berücksichtigt werden müssen. Durch diese verschiedenen Interessengruppen gelingt zudem häufig nur eine Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner.
Ein einheitlicher Standard kann die Interaktion zwischen WfMS trotz allem enorm vereinfachen. Die Normierungsbemühungen im Bereich Workflow-Management (WfM) werden fast ausschließlich von der WfMC vorangetrieben. Dabei arbeitet die WfMC zum Teil mit anderen Standardisierungsgremien, z.B. der Object Management Group (OMG) 2 , zusammen.
2.3. Die Workflow Management Coalition 2.3.1. Das Workflow-Referenzmodell
Die WfMC ist ein Zusammenschluss aus WfM-Anbietern und -Interessengruppen, mit dem Ziel „standards for software terminilogy, interoperationality and connectivity between workflow products“ (WfMC, 2002) in einem heterogenen Umfeld zu etablieren.
2 Die OMG bemüht sich unter anderem um die Einbettung von Workflow-Funktionalität in die objekt-orientierte Architektur CORBA (vgl. 3.2.5.3.).
- 2 -
Im Rahmen dieser Arbeit entwickelte die WfMC ein Referenzmodell (vgl. Abbildung 1), das die Konzepte, Terminologie und allgemeinen Strukturen sowie Komponenten eines WfMS beschreibt (vgl. WfMC 1995, 3).
Dieses Meta-Modell definiert einen zentralen Workflow Enactment Service mit einer oder mehreren Workflow Engines sowie fünf Schnittstellen. Die Gesamtheit wird auch als Workflow Application Programming Interface (WAPI) bezeichnet (vgl. Wewers 1997, 24).
Schnittstelle eins verbindet den Enactment Service mit einem Process Definition Tool, Schnittstelle zwei mit den Client Applications. Die dritte Schnittstelle steuert den Aufruf sowie die Datenversorgung von Anwendungssystemen. Schnittstelle vier regelt die Interoperabilität mit externen Workflow Enactment Services, und Schnittstelle fünf beschreibt die Verbindung zu Administration und Monitoring Tools (vgl. WfMC 1995, 27-45; Wewers 1997, 24). 2.3.2. Interoperabilität von WfMS
Ein Schwerpunkt der Arbeit der WfMC liegt in der Etablierung von Standards, die Interoperabilität zwischen WfMS herstellen sollen. Die WfMC definiert Interoperabilität als „the ability of two or more workflow engines to communicate and interoperate in order to coordinate and execute workflow process instances across those engines” (WfMC 1999a, 58).
Interoperabilität wird dabei kategorisiert in (vgl. WfMC 1999b, 2-3): direkte Interaktion zwischen Workflow Engines - Interaktionzwischen Workflow Engines eines Enactment Services - Interaktionzwischen Workflow Engines verschiedener Enactment Services. -
- 3 -
Die WfMC unterscheidet zusätzlich Interoperabilität zwischen homogenen und heterogenen Systemen. Interaktion zwischen homogenen Produkten spielt jedoch eine untergeordnete Rolle, da die Ausführungs- und Austauschmechanismen in diesem Fall auf herstellerspezifischen, privaten Vereinbarungen beruhen können und somit keiner weiteren Standardisierung bedürfen (vgl. WfMC 1995, 22). Die von der WfMC entwickelten Standards versuchen vor allem die Interoperabilität zwischen heterogenen Workflow Engines zu ermöglichen, also auch eine Interaktion von Workflows über die Grenzen eines einzelnen WfMS hinweg. Eine entscheidende Rolle spielen dabei insbesondere die Schnittstellen eins und vier des Referenzmodells.
2.3.3. Interface 1 - Process Definition Interchange & Process Definition Tools
2.3.3.1. Prozessdefinitionen
Eine Prozessdefinition ist die Repräsentation eines Geschäftsprozesses in einer Form, in der automatische Manipulation, wie Modellierung oder Ausführung, durch ein WfMS ermöglicht wird (vgl. WfMC 1999a, 11). Bestandteile einer Prozessdefinition sind Aktivitäten eines Workflows und deren Beziehung zueinander. Zusätzlich sind Kriterien über Start und Terminierung von Prozessen sowie konkrete Informationen über die einzelnen Aktivitäten enthalten, beispielsweise beteiligte Personen und Applikationen oder Worklfow-relevante Daten (vgl. WfMC 1999a, 11). Weiterhin sind in einer Prozessdefinition Zugriffspfade und Datentypen von Applikationen sowie Übergangsbedingungen und Flussregeln spezifiziert, eine Prozessdefinition übernimmt dadurch auch Routing-Funktionen.
Prozessdefinition können zusätzlich Referenzen auf einen separat definierten Sub-Prozess oder zu externen Organisationsmodellen 3 enthalten. Externe Organisationsmodelle sind insbesondere dann hilfreich, wenn Personen im Rahmen der Workflow-Ausführung von mehreren Systemen angesprochen werden, da alle WfMS für die Staff Resolution auf dieses eine Modell zurückgreifen können. Um einen Geschäftsprozess der realen Welt in eine, durch WfMS interpretierbare Prozessdefinition umzuwandeln, bedient man sich eines Process Definiton Tools. Die
3 Organisationsmodelle enthalten die Entities einer Organisation und deren Beziehungen zueinander. Zusätzlich sind häufig noch Informationen über Rollen, Fähigkeiten, etc. enthalten. Organisationsmodelle werden häufig in externen Datenbanken oder Verzeichnissen realisiert, auf die WfMS für die Staff Resolution zugreifen (vgl. WfMC 1999a, 54-55).
- 4 -
Arbeit zitieren:
Marcus Rothamel, 2002, Interaktion von Workflowmanagementsystemen intraorganisational, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Marcus Rothamel's Text Interaktion von Workflowmanagementsystemen intraorganisational ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Marcus Rothamel hat den Text Interaktion von Workflowmanagementsystemen intraorganisational veröffentlicht
Marcus Rothamel hat einen neuen Text hochgeladen
Arbeit in der Interaktion-Interaktion in der Arbeit
Arbeitsorganisation und Intera...
Fritz Böhle, Jürgen Glaser
Typische Sprachmuster der Lehrer-Schüler-Interaktion
Empirische Untersuchung zur Fe...
Peggy Richert
Interaktionen und Wirkmechanismen ausgewählter Psychopharmaka
Frank König, Wolfgang P. Kaschka
Von der Psychoanalyse zur themenzentrierten Interaktion
Von der Behandlung einzelner z...
Ruth C. Cohn
Einführung in die Themenzentrierte Interaktion (TZI)
Das Leiten von Lern- und Arbei...
Barbara Langmaack
Das Spiel mit dem Medium. Partizipation - Immersion - Interaktion
Zur Teilhabe an den Medien von...
Britta Neitzel, Rolf F. Nohr
Interaktionen zwischen Pflegenden und Personen mit Demenz
Ein pflegedidaktisches Konzept...
Elisabeth Höwler
0 Kommentare