Anatomy of African Pathos
The African/Suffers poverty/Differently/From humans
The African/Suffers Pain/Differently/From humans.
The African/Sorrows, bereaves/Differently/From humans
The African/Suffers torture/Differently/From humans
Because the African pain/Is painless pain.
The African/Starves differently/From humans/Because it is African
To starve.
The African female/Endures rape/Quite differently/From women
The African child/Is a child soldier/A slave child/Or a mere street child.
The African migrant/Is an illegal migrant:/No citizen/But a refugee
In his home.
The African dies/Differently/From humans.
The African´s/Birth mark/Is a black scar
The African/Is African:/Not human.
That is why/African leaders,/A little more African
Than Africans,/Insist on/African solutions/To the African/Pathos.
Chris Magadza, Harare 2005
Inhalt
Weltgesellschaft und -kommunikation. Eine Einleitung 7
Kommunikation als Herausforderung für eine globale Ethik 13
Der Weg einer Kommunikationsweltordnung 21
Gegenw ärtige Anstrengungen und Ausblick 37
Literaturverzeichnis 41
5
Weltgesellschaft und -kommunikation. Eine Einleitung
Beginnen wir mit jenem Paradox, wonach der in der Welt sich befindliche und diese beobachtende Beobachter zwar sieht, was er für Welt hält und faktisch seine Welt ist, aber nicht sich dabei beobachten kann. Was er sieht, unterscheidet er von anderem, unterscheidet sich von dem, was er nicht sieht. Wofür er blind ist, ist die Welt als ganze, die nicht von dem bzw. durch das repräsentiert werden kann, was er sieht. Für mehrere Beobachter ergeben sich konsequenter- und auf diese Weise mehrere Welten, Kulturen 1 und Ethiken, denen vom Standpunkt des Beobachters der Beobachter nur wertneutral begegnet werden kann, aber von den Beobachtern erster Ordnung gar nicht oder normativ begegnet wird. Eine funktional differenzierte Welt(gesellschaft) wird so in ihren vermeintlichen Unterschieden zwischen Regionen, von deren einer aus solcherlei Unterscheidungen jeweils getroffen werden, beschrieben. 2 Relevant sind Regionen, die anhand von einst konstruierten Raumgrenzen auf politischen Weltkarten konstruiert werden, jedoch lediglich für Politik und Recht, deren sie begründendes Prinzip (positive) Normativität ist. Beiden entziehen sich eine Vielzahl von Phänomenen und Erscheinungen, für die Grenzen keine Bedeutung haben. Das gilt für HIV/AIDS ebenso wie für die technischen Möglichkeiten
Die „Welt entzieht sich überlieferten Herkunftskulturen […] Sie 1
übernimmt jede Kultur ins Rauschen, in das Multiversum immer neu gemachter und verteilter Räume und Zeiten. […] Mediamorphosis, allenthalben.“ Manfred Faßler, Die Exkommunikation des Bürgers, in: Bolz, Norbert, Friedrich Kittler und Raimar Zons (Hrsg.), Weltbürgertum und Globalisierung, München 2000, S. 89. Nichts existiere vor seiner Ausgrenzung durch eine Unterscheidung. 2
Vgl. Norbert Bolz, Weltkommunikation, München 2001, S. 16.
7
moderner Kommunikation und diese selbst. 3 Genutzt werden diese innerhalb der Grenzen, die Recht und Politik ihnen vorzuschreiben versuchen bzw. dort, wo sie jene am Versuch scheitern lassen (können) und/oder unterwandern. An Rechtsräume gebundene Kommunikations-/Mediensysteme lassen sich nur noch als Teil von Weltkommunikation verstehen, die sich nationalen wie internationalen Rechtsnormen entzieht, die technisch ebenso beschränkt wie diese Beschränkung unterlaufen kann. Auch die räumliche und auf Personen bezogene Kontrolle von Medien(inhalten) lässt unbeeinflusst, was jenseits ihrer Reichweite an Kommunikation geschieht. Abgesehen von raum-zeitlichem, also historischem Geschehen, bleibt die Potenzialität kommunikativer Eigendynamik unberührt. Sich informieren heißt, sich anzupassen an die Kontingenz der Umwelt, obgleich dieser Prozess für Individuen mehr noch als für ihn zu integrieren versuchende Organisationen operativ immer schwerer zu beherrschen ist. 4 Diese Abhängigkeiten von Wissen, Informationen und den Möglichkeiten seines/ihres schnellen Transfers sind als gegeben, aber auch vielerorts als gefährlich erkannt. Gefährlich ob der Chancengleichheit hinsichtlich gesellschaftlicher (Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung) Entwicklung, wenn die Infrastrukturen fehlen. Vorsprünge hinsichtlich solcherlei Faktoren nutzt, wer sie nutzen bzw. sie sich leisten kann. So verstärken sich Stärken einerseits und Schwächen andererseits; beide sind regional ungleich verteilt, weshalb sich, ungeachtet ihrer Nummerierung, (weiterhin) von Welten im Plural sprechen
Vgl. Niklas Luhmann, Weltgesellschaft, in: ders., Die Gesellschaft 3
der Gesellschaft, Frankfurt 1998, S. 145-171. Vgl. Norbert Bolz, Weltkommunikation, München 2001, S. 14f. 4
8
lässt. 5 Über immaterielle Güter wie Wissen und Informationen lässt sich verfügen, sie lassen sich nicht besitzen. Entscheidend sind heute also Fragen des Zugangs zu solchen Gütern und der Verfügungsgewalt über sie. 6 Gefährlich sind diese Abhängigkeiten auch dann, wenn die Infrastrukturen zwar gegeben, aber voll von nicht opportunen Inhalten sind, die deshalb zensiert oder denen Alternativen gegenüber bzw. zur Seite gestellt werden sollen/müssen. 7
So gibt Weltkommunikation den Raum auch deshalb preis, um die knappe(r werdende) Zeit zu binden 8 , bzw. weil sie in
Nicht Wissen sei Macht, sondern Vorsprungswissen. Vgl. ebenda, S. 5 75.
Jeremy Rifkin spricht von „The Age of Access“. Vgl. ebenda, S. 59. 6
So bevorzugt auch Bernhard Sutor den Begriff der Teilhabegerechtigkeit (Vgl. Bernhard Sutor, Kleine politische Ethik, Bonn 1997, S. 121.), obgleich (ein Maß an) Verteilungsgerechtigkeit hinsichtlich ihrer materiellen Voraussetzungen folgen mag. Der Sendebetrieb der nigerianischen Fernsehanstalt NTA zum Bei- 7
spiel beruhte Mitte der 1980er Jahre zu 31% auf westliche Importe, der der ugandischen Anstalt UT zu 83%. Vgl. Michel Christian Mbida, Afrika und die internationale Kommunikationsordnung. Zu Entwicklungstendenzen der afrikanischen Medien in den 90er Jahren und ihrer Lage in der Globalisierung. Dissertation, Frankfurt am Main 2000, S. 98. Solcherlei Importe sind zwar intendiert, zeigen dennoch eine tendenzielle Abhängigkeit auf, weil die Produktionsressourcen knapp sind. Politisch relevant und von Kontrollen oder Zensur potenziell bedroht sind Medieninhalte, die aus rein technischen Gründen Grenzen überschreitend empfangen werden können oder absichtlich in fremde Hoheitsgebiete ausgestrahlt/übertragen werden. Zudem beherrschen die „westlichen Nachrichtenagenturen […] weiterhin den internationalen Nachrichtenmarkt. Die Art der Berichterstattung hat sich nicht geändert. Klischees und Vorurteile prägen das Bild des Südens in den westlichen Mainstream-Medien.“ Ebenda, S. 226. Vgl. Norbert Bolz, Weltkommunikation, München 2001, S. 8. 8
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Arbeit zitieren:
Eyk Henze, 2005, Die Informations- und Kommunikationsweltordnung, München, GRIN Verlag GmbH
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