INHALTSVERZEICHNIS
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS I
I
EINLEITUNG 1
1
BEGRIFFSDEFINITIONEN 2
2
DIE INTERNATIONALE ENTWICKLUNG DES WELLNESSKONZEPTS 5
3
3.1 ÄNDERUNG DES LEBENSSTILS UND DER EINSTELLUNG DER MENSCHEN ZU
WELLNESS 5
3.2 EINIGE FAKTEN, DIE FÜR DEN ANSTIEG DES WELLNESSTOURISMUS
VERANTWORTLICH SIND 6
DIE ENTWICKLUNG DES WELLNESSTOURISMUS 7
3.3
INTERNATIONALISIERUNGSGRAD DES WELLNESSTOURISMUS 8
4
HAUPTENTSENDEL ÄNDER 8
4.1
HAUPTAUFNAHMEL ÄNDER 12
4.2
5 TRENDS DES WELLNESSTOURISMUS UND DIE WICHTIGSTEN EINFLUSSFAKTOREN
AUF DIE NACHFRAGE 17
TRENDS DES WELLNESSTOURISMUS (NACHFRAGE) 17
5.1
WELLNESSTOURISMUSTRENDS (ANGEBOT) 19
5.2
ZUSAMMENFASSUNG 22
6
LITERATURVERZEICHNIS 23
2
I ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
BMWA Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit ETC European Travel Commission ICEX Instituto Español de Comercio Exterior ISPA International Spa Association PATA Pacific Asia Travel WHO World Health Organization WTO World Tourism Organization
1
1 EINLEITUNG
Innerhalb der letzten Jahrzehnte kam es weltweit zu einem regelrechten Boom des Wellnesstourismus. Hervorgerufen wurde dieser Trend durch wachsendes Interesse an Gesundheit und Fitness, sowie dem Wunsch dem Arbeitsstress entfliehen zu können. „Spa-Going“ bezeichnet im 21. Jh. die stilvolle und moderne Art Urlaub zu machen. Als Antwort auf die steigende Nachfrage nach Wellness musste die Tourismusbranche ihre Urlaubsangebote, sowie die Hoteleinrichtungen anpassen. Dabei wurden innerhalb der Hotels Spa- und Wellnesszentren eingerichtet. Da eigenständige Spa- oder Wellnessanlagen, die hauptsächlich von den Einwohnern einer Stadt genutzt werden, nicht zum Bereich des Wellnesstourismus zählen, werden sie in dieser Belegarbeit außen vor gelassen. Hauptziel dieser Arbeit ist es, sich mit dem Begriff des Wellnesstourismus, seiner Entwicklung und Trends auseinander zu setzen. Die Betrachtung des Wellnesstourismus wird hierbei auf eine Begriffserklärung und einzelne wichtige Aspekte beschränkt. Des Weiteren wird die internationale Entwicklung erläutert, wobei im Speziellen auf die Bewusstseinsänderung der Konsumenten und deren Gründe eingegangen wird. Danach folgt ein kurzer Abriss über die Geschichte des Wellnesstourismus und die internationale Ausweitung der Spas.
Der Internationalisierungsgrad soll im dritten Teil der Arbeit dargestellt werden. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die bedeutendsten Ausgangs- und Zielländer gelegt.
Im letzten Teil wird Angebot und Nachfrage nach Wellness belichtet, sowie die wichtigsten Gründe, nach denen Touristen ihr Wellnesszielland auswählen.
2
2 BEGRIFFSDEFINITIONEN
x x Wellness
Das Wort Wellness an und für sich tauchte erstmals als ...wealnesse “im Oxford English Dictionary (Sir A. Johnson) auf (vgl. Wikipedia, 2007).
Mueller und Kaufmann (2000) geben an, dass der amerikanische Allgemeinmediziner Halbert L. Dunn 1959 das Wort Wellness neu definierte. Später in den 1970ern, als die Kosten des amerikanischen Gesundheitssystems explodierten, wurden Donald B. Ardell und John Travis von der Regierung damit beauftragt, ein neues Gesundheitssystem zu entwickeln, um damit Krankheiten vorbeugen zu können.
Smith und Kelly (2006) beschreiben in ihrem Artikel Wellness als eine gesunde Balance zwischen Körper, Seele und Geist, die zu einem allgemeinen Wohlbefinden führt. x Wellnesstourismus
Auf dem Konzept des Wellness begründet sich der Wellnesstourismus. Mueller und Kaufmann (2000) definierten Wellnesstourismus als Summe aller Phänomene und Bindungen, die durch eine Reise und Aufenthalt, die mit dem Ziel unternommen wird die Gesundheit zu wahren und zu verbessern, hervorgerufen werden. Die Reisenden begeben sich in ein spezialisiertes Hotel, welches ihnen angemessenes berufliches Know-How und individuelle Zuwendung bietet. Außerdem besteht ein vielfältiges Angebot, welches körperliche Fitness (körperliche Aktivitäten/ Schönheitspflege), bewusste Ernährung, Erholung und geistige Aktivitäten beinhaltet. x Gesundheit
Gesundheit kann man auf drei Arten definieren: als allgemeine Erklärung, die Definition der
WHO und die Erläuterung im medizinischen Bereich.
Allgemeine Definition: Gesundheit ist die funktionelle und/ oder die metabolische Effizienz eines Organismus, zu jedem beliebigen Zeitpunkt seines Lebens, sowohl in zellulärer, als auch in globaler Hinsicht. Alle Organismen - vom Ein- bis zum Vielzeller - variieren zwischen totaler und keiner (Tod) Gesundheit (vgl. Wikipedia, 2007).
3
Die WHO definiert Gesundheit als einen „Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen.“ In den letzten Jahren wurde diese Definition angepasst und die Fähigkeit ein soziales und wirtschaftlich produktives Leben zu führen, einbezogen (vgl. Smith und Kelly, 2002).
Im medizinischen Bereich wird Gesundheit definiert als die Fähigkeit eines Organismus wirksam auf Herausforderungen (Stressfaktoren) reagieren zu können und die körperliche und geistige Balance zu erneuern und zu erhalten, was auch als Homöostase bekannt ist. x x Gesundheitstourismus
Nach Garcia-Altes (2005) kann der Gesundheitstourismus dadurch definiert werden, dass
Menschen aus Gesundheitsgründen an andere Orte reisen. Gesundheitstourismus wird von Leuten, die unterschiedliche medizinische
Ausgangssituationen haben, genutzt, die reisen um Erfahrungen mit Therapien zu sammeln, die ihnen helfen sich gut zu fühlen oder ihre Gesundheit zu verbessern. Im Gegensatz dazu wird Wellnesstourismus von Menschen genutzt, die darauf abzielen, ihre Gesundheit zu erhalten. x Spa
Einige Leute behaupten, das Wort Spa leite sich von der belgischen Stadt namens Spa ab, welche seit der Zeit der Römer für seine Bäder bekannt ist. Tatsächlich aber leitet sich das Wort Spa von dem lateinischen Verb „spagere“, was soviel wie herausfließen bedeutet. Andere spekulieren, dass es ein Akronym für den lateinischen Satz „sanitas per aquas“, was soviel wie Gesundheit durch Wasser bedeutet.
Spazentren werden auch als Wellnesszentren bezeichnet, da ihre Philosophien beide auf Behandlung, die das Wohlbefinden, Erholung und das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist fördern sowie Behandlungen, die darauf abzielen das äußerliche Erscheinungsbild zu verbessern (vgl. Silvia Collell, 2005).
Spa- bzw. Wellnesseinrichtungen werden unterschiedlichen Kategorien zugewiesen. Die International Spa Association (ISPA) hat sieben greifbare Spaeinrichtungstypen definiert. Diese Typen unterscheiden sich in Bezug auf Ort und Umgebung, Aufbau, vorhandene Ausrüstung und angebotene Dienstleistungen (vgl. ebd). Im folgenden werden die Spaeinrichtungstypen, die für die Belegarbeit von Bedeutung sind, erläutert:
4
x x
Das Day-Spa bietet eine Vielfalt professioneller Spadienstleistungen für Gäste auf Ein-
Tages-Benutzungsbasis an. Besuche von Day-Spas ermöglichen es den Leuten auf einfachem, flexiblem Weg, Spas in ihr tägliches Leben einzugliedern. x Das Destination-Spa ist eine Einrichtung mit dem Primärziel, Einzelspagängern zu
verhelfen, gesunde Lebensgewohnheiten zu entwickeln. Traditionell dauert der Aufenthalt sieben Tage an. Dabei wird ein All-Inclusive-Aufenthalt angeboten, welcher Spadienstleistungen, körperliche Fitnessaktivitäten, Wellnesskurse, gesunde Ernährung und individuell abgestimmte Programme beinhaltet.
x Das Medical-Spa ist ein Destination- oder Day-Spa, in welchem laufend medizinische
Überwachung unter professioneller Aufsicht gewährleistet wird. x Das Club-Spa ist eine Einrichtung, deren Hauptziel das Angebot von Fitness unter
professioneller Aufsicht ist und dabei Spadienstleistungen auf Ein-Tages-Benutzungsbasis anbietet.
x Das Ressort/Hotel-Spa gehört zu und befindet sich innerhalb eines Ressorts oder Hotels, welches professionell beaufsichtigte Spadienstleistungen, Fitness-und
Wellnessprogramme, sowie darauf abgestimmtes Wahlessen anbietet. Große Ressort-Spas bieten eine weite Palette an Aktivitäten, wie Golf, Schwimmen, Tennis, teilweise Wassersport, Pferdereiten und Skifahren an.
Für ein besseres Verständnis der Arbeit wird im folgenden noch der Begriff Thalassotherapie erklärt: x Thalassotherapie
Alle Thalassotherapien werden durchgeführt, indem man alle Vorteile des Meerwassers und die damit verbundenen Elemente (Algen, Schlamm, etc.) nutzt. Die meisten der Spa- oder Wellnesszentren, die Thalassotherapien anwenden, befinden sich in Küstengegenden und vorwiegend in Strandnähe (vgl. Lopez Y., 2005).
5
3 DIE INTERNATIONALE ENTWICKLUNG DES WELLNESSKONZEPTS
3.1 ÄNDERUNG DES LEBENSSTILS UND DER EINSTELLUNG DER
MENSCHEN ZU WELLNESS
Seit Jahrhunderten schon beschäftigt sich die Menschheit damit, wie ein gesundes Gleichgewicht zwischen Geist, Körper und Seele, was zu einem Gefühl von Ausgeglichenheit (= Wellness) führt, hergestellt werden kann. Während der letzten Jahrzehnte hat der Marktanteil des Wellnesssektors prägnant zugenommen, währenddessen sich auch die Zielsetzungen geändert haben: Wellness ist nicht nur einfach mehr ein Hobby, was man in seiner Freizeit betreibt, vielmehr ist ein Konsumentenverhalten daraus entstanden. Soziologen meinen, dass der Wellnesstrend auf einer Lebensnotwendigkeit und auf Orientierung an Werten basiert (vgl. Focus, 2002).
Wellness ist nicht nur ein kurzanhaltender Modetrend, sondern drückt eine neue Form des Lebensstils aus, die zu einer Veränderung im Verhalten der Menschen führt. Tatsächlich suchen Leute heutzutage nach einem neuen Lebensstil und versuchen ihre Lebensweise zu ändern. Wellness wird praktiziert, da es wichtig ist besser auszusehen und sich besser zu fühlen, Gewicht zu verlieren, Alterungsanzeichen zu verzögern, Schmerzen und Beschwerden zu lindern, Stress abzubauen und die Gesundheit zu verbessern (vgl. Tourism Product Development Co. Ltd., 2005). Das Hauptziel von Wellness kann als körperliche und geistige Fitness zusammengefasst werden.
Die Anzahl der Produkte und Dienstleistungen, die mit Wellness verknüpft sind, vermerken ein stetiges Wachstum. Die Marktbereiche, die von diesem Trend profitieren sind u.a. der Tourismus, die Nahrungsmittelindustrie, die Textilindustrie und alle Sektoren, die sich mit Körperpflege auseinandersetzen. Diese können auch als fundamentale Märkte des 21. Jh. bezeichnet werden (vgl. Focus, 2002).
Arbeit zitieren:
Christian Peuker, 2007, Der Internationalisierungsprozess des Wellnesstourismus, München, GRIN Verlag GmbH
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