Inhaltsverzeichnis
1 V o r w o r t 3
2. Definition von Gesundheit und Krankheit 3
2.1 Gesundheit 3
2.2 Krankheit 4
3. Das medizinisch-wissenschaftliche Modell westlicher Prägung 5
3.1 Einflüsse auf die Gesundheit 6
4. Gesundheitsverständnisse 7
4.1 Das Laienverständnis 7
4.2 Das kulturabhängige Verständnis 7
4.3 Das einheitliche Verständnis 8
5. Der Zusammenhang zwischen Gesundheitswissenschaft und Sozialwissenschaft 8
5.1 Der Zusammenhang von Gesellschaft Krankheit und Gesundheit 9
6. Zusammenfassung 11
7. Literaturverzeichnis 12
8. Abbildungsverzeichnis 12
Abbildungen
1. Das Modell der Gesundheitsdimensionen des Einzelnen 4
2. Das medizinisch-wissenschaftliche Modell westlicher Prägung 6
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1. Vorwort
Kennen Sie das auch? Sie haben seit Tagen Schmerzen, doch ihr behandelnder Arzt kann nicht feststellen, woran das liegt. Sie werden als Simulant denunziert und wundern sich, ob Sie wirklich gesund sind und einfach nur eine falsche Sichtweise über Krankheit haben. Denken alle anderen genauso wie Sie über Gesundheit und Krankheit? Und was für Auffassungen vertreten die Mediziner? Um einige dieser Fragen zu beantworten, habe ich mich etwas mit dem Thema der Sichtweisen von Gesundheit und Krankheit befasst und gehe ein bißchen auf die externen Einflüsse auf Gesundheit und Krankheit ein.
2. Definition von Gesundheit und Krankheit
2.1 Gesundheit
Es existieren unzählige Sichtweisen und Konzepte zur Gesundheit, fast alle unterschiedlichen Ursprungs. Der Begriff Gesundheit ist sehr allgemein und seine Bedeutung ist breit gefächert. Um nur ein paar Beispiele dafür aufzuzeigen, möchte ich hier drei verschiedene Definitionen dieses Begriffes angeben.
1. Definition nach dem Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 159. Auflage: „ ... das subjektive Empfinden des Fehlens körperlicher, geistiger und seelischer Störungen oder Veränderungen bzw. ein Zustand, in dem Erkrankung und pathologische Veränderungen nicht nachgewiesen werden können...“
2. Definition nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO): „ ... der Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheiten und Gebrechen...“
3. Definition nach dem Brockhaus Lexikon, 15 Bände, Band 5: „ ... das „normale“ (bzw. nicht „krankhafte“) Befinden, Aussehen und Verhalten sowie das Fehlen von der Norm abweichender ärztlicher Befunde...“
Das englische Wort für Gesundheit „health“ ist von dem altenglischen Wort „heal“ für heilen abgeleitet worden. „Heal“ bedeutet „vollständig“ und drückt prinzipiell aus, dass die Gesundheit einer Person sich aus einer Einheit von Wohlbefinden, Integrität und Unversehrtheit erschließen lässt.
Zu den allgemein verbreiteten Sichtweisen von Gesundheit gehören die sogenannten „Laienkonzepte“. Sie werden in Familien von Generation zu Generation weitergegeben und prinzipiell durch Sozialisation erworben. Daraus lässt sich schlußfolgern, dass unterschiedliche Familien und Kulturen meist verschiedene Sichtweisen über Gesundheit besitzen.
Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen positiven und negativen Sichtweisen über Gesundheit. Eine negative Auffassung ist beispielsweise die oben genannte aus dem Pschyrembel, denn sie bezieht sich nur auf die Abwesenheit von Krankheiten und / oder Leiden. Gegensätzlich dazu ist zum Beispiel die Definition der WHO eine positive Ansicht, denn sie setzt das Wort Gesundheit mit dem Wohlbefinden gleich. Eine ebenfalls positive Auffassung zur Gesundheit, in der Gesundheit als ganzheitlich zu verstehen ist, zeigt folgendes Modell, dass von einigen Autoren, zum Beispiel Aggleton & Homans, 1987 und Ewles & Simnett, 1999, vertreten wird.
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In diesem Modell reflektiert der innere Kreis das gesundheitliche Befinden des Einzelnen. Den Zahlen ist folgendes zuzuordnen:
1) Psychisches Befinden: Dabei wird sich an einem positiven Selbstwert- und Lebensgefühl orientiert.
2) Soziales Befinden: Dieses steht für familiäre und freundschaftliche Unterstützung sowie für das Gefühl nicht allein zu sein.
3) Sexuelles Befinden: Es betrifft die Befriedigung der eigenen Sexualität.
4) Spirituelles Befinden: Hier wird sich auf die Fähigkeit, moralische und religiöse Vorstellungen und Grundsätze nicht nur zu kennen, sondern sie auch umzusetzen, bezogen.
5) Emotionales Befinden: Dabei werden Gefühle reflektiert sowie die Fähigkeit Gefühle auszudrücken und das Gefühl zu haben, geliebt zu werden.
6) Physisches Befinden: Dieses Befinden steht für körperliche Fitness und Gesundheit in dem Sinne „nicht krank“ zu sein.
Die beiden äußeren Kreise in diesem Modell zeigen die Faktoren an, die von außen auf die Gesundheit einwirken. Die Einwirkungen der Gesellschaft beziehen sich dabei auf Unterkunft, Frieden, Nahrung, Einkommen und gesellschaftliche Integration während die Umwelteinflüsse auf Wohnverhältnisse, Verkehr, Hygiene- und Trinkwassereinrichtungen sowie den Grad der Luftverschmutzung zurückzuführen sind. Keiner der drei Kreise kann hier unabhängig von den anderen beiden betrachtet werden, denn jeder Teil steht in Wechselwirkung mit den anderen und sie bedingen einander.
2.2 Krankheit
Sowie sich die Gesundheit in ihren Auffassungen unterscheidet, so finden wir bei der Krankheit bereits eine ursprüngliche Differenz in der Begriffswahl. Obwohl heute die Wörter Krankheit, Kranksein und Erkrankung oft als Synonyme verwendet werde, so war dies nicht
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Anne-Kathrin Jahnke-Wurm, 2005, Sichtweisen von Krankheit und Gesundheit, Munich, GRIN Publishing GmbH
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