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Inhaltsverzeichnis
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1 Aufbau und Ziele der Arbeit 3
2 Die Gruppe 3
2.1 Arten, Strukturen und Erfolgsfaktoren von Gruppen 4
2.2 Wichtige Determinanten der Gruppe 4
2.2.1 Kohärenz und Attraktion 5
2.2.2 Kommunikation 5
2.2.3 Persönlichkeit der einzelnen Mitglieder 5
2.3 Modelle der Verhaltenswissenschaft 6
3 Die Führung 7
3.1 Die Eigenschaftstheorie der Führung 7
3.2 Situationsbezogene Führungsstile 7
3.2.1 Reifegradtheorie von HERSEY / BLANCHARD 7
3.2.2 Gruppenorientierter Führungsstil 8
4 Betrachtung, Analyse und Bewertung der Gruppe im Unternehmen XY 9
4.1 Der Blick auf die Gruppe 9
4.2 Der Blick auf die einzelnen Mitglieder 10
4.3 Analyse und Bewertung der gegenwärtigen Situation 11
5 Konsequenzen für die weitere Gestaltung 12
5.1 Gestaltung der Gruppenerfolge 13
5.1.1 Verbesserung der Kommunikation 13
5.1.2 Steigerung der Gruppenkohärenz 13
5.1.3 Steigerung der Motivation 15
5.2 Die Führung zum Individualerfolg 15
6 Fazit 16
Literaturverzeichnis 17
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1 Aufbau und Ziele der Arbeit
Diskussionen über die Vor- und Nachteile von Gruppenarbeit sind bereits seit Anfang des Jahrhunderts in Gange. Heutzutage wird Gruppenarbeit als entscheidender Erfolgsfaktor für die Konkurrenzfähigkeit betrachtet. Rationalisierungspotentiale von 15-20%, höhere Flexibilität, schnellere und vielfältigere Produktreaktion sind dadurch möglich. Neben den ökonomischen Vorteilen steigert Gruppenbzw. Teamarbeit die Motivation und die menschengerechtere Arbeitsgestaltung mit all den daraus sich ergebenden positiven Effekten (ANTONI 1994, 19).
In der nachfolgenden Hausarbeit habe ich den Fall einer bereits vor 8 Jahren ent-standenen Kleingruppe in Form eines Vertriebsinnendienstteams, bestehend aus fünf Personen ausschließlich Führer, analysiert. Zwei Mitglieder sind Neuzugänge, die restlichen Mitglieder sind etabliert. Probleme bereiten die Aktivierung der Leistungsreserven der einzelnen Mitglieder sowie der oft fehlende Zusammenhalt. Im theoretischen Teil wird der Begriff „Gruppe“ mit dessen Erfolgseinflussfaktoren, einige neuere Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung sowie die Führungs-theorien und -stile näher betrachtet. Anschließend werden systematisch die besteenden Probleme aufgearbeitet mit dem Ziel eine effektiv und effizient arbeitende Gruppe zu gewinnen.
2 Die Gruppe
Zum Begriff der Gruppe gibt es in der sozialpsychologischen Literatur eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen. Die anspruchvollste und engste Definition geben McDavid & Harari als ein organisiertes System zwei oder mehrerer miteinander verbundener Individuen, welche in gewissem Grade gemeinsame Funktionen erfüllen, zwischen denen Rollenbeziehungen sowie Normen bestehen, die deren Verhalten und das Verhalten der Gruppe regelt. (SADER 1996, 38) Letztlich gehen in die Definition der Gruppe Sachverhalte ein, die im Erlebten der Beteiligten stattfinden, wie:
„- das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppenmitglieder
- gemeinsame Ziele und Normen
- die Identifikation mit einer Bezugsperson
- Beurteilung und Wertung der Mitglieder untereinander“ (SADER 1996, 42).
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2.1 Arten, Strukturen und Erfolgsfaktoren von Gruppen
Die Arten der Gruppen können nach unterschiedlichen Aspekten wie Größe (Primär / Sekundär), Art der Institution (Betrieb / Seminar / Vereinsgruppe), Form der Tätigkeit (Arbeit / Spiel / Diskussion), Grad der Solidarität (Binnen / Außen), Alter der Mitglieder (Kinder / Jugend / Erwachsene) und Art der Ziele (Formelle / Informelle) unterschieden werden (RAHN 1998, 16).
Die Struktur der Gruppe (unabhängig von der Organisationsstruktur) hat ihre eigene Struktur, Regeln und Rollen, welche Einflüsse auf das Verhalten der Mitglieder ausübt. Formelle Führung wird jeder Gruppe durch das Management zugewiesen. Jedes Mitglied nimmt eine bestimmte Rolle ein und verhält sich entsprechend. Jede Gruppe entwickelt Normen - vertretbare Verhaltensstandards. Die Gruppe sowie die einzelnen Mitglieder haben einen Status mit bestimmter sozialer Bedeutung zugewiesen. Die Größe hat auf die jeweilige Arbeitsaufgabe Vor- bzw. Nachteile. Schließlich spielt die Zusammensetzung differenziert nach Homogenität - Heterogenität bezüglich Alter, Geschlecht, sozialer Hintergrund, Ausbildung, Eintrittszeitpunkt ebenso eine positive oder negative Rolle. (STRUNZ 2007, 12)
Die Einflussfaktoren des Erfolgs werden in Abb. 1 nach Faktoren kategorisiert:
Abbildung 1: Zusammenfassung der Einflussfaktoren des Erfolgs von Gruppen (nach RAHN 1998, 17)
2.2 Wichtige Determinanten der Gruppe
Die nachfolgend aufgeführten Determinanten wirken sich besonders stark auf das erfolgreiche Bestehen der Gruppe.
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2.2.1 Kohärenz und Attraktion
Unter Kohärenz oder Kohäsion versteht man den Zusammenhalt der Gruppe bzw. die Solidarität der Mitglieder untereinander. Damit verbunden ist der positive Begriff der Attraktion, zu verstehen als Zuneigung, hohe Wertschätzung oder Liebe. Messgröße der Kohärenz ist 1. die Attraktion der Gruppenmitglieder untereinander, 2. die Einschätzung der Gruppe als ein „Ganzes“, 3. das Ausmaß der individueller Identifikation mit der Gruppe und 4. der Wunsch in der Gruppe zu bleiben. Die Vorteile eines mittleren Kohärenzgrades sind eine Leistungserhöhung der Gruppe, Erhöhung der einzelnen Eigenleistung, geringeres Stressempfinden, die Kommunikationsrate und die Koordination der Handlungsschritte ist besser, die Einzelzufriedenheit nimmt zu. Steigt allerdings die Kohärenz darüber hinaus, ist mit Leistungsabfall aufgrund der erhöhten Interaktion zwischen den Mitglieder, die dann das Gespräch wesentlich anziehender als Aufgabe finden, zu rechnen. Wettstreit schadet dem Gruppenklima, führt zu Aggression und somit zur Kohärenzminderung. Selbstständigkeit und Eigenverantwortung des Einzelnen nimmt bei zu hoher Kohärenz ab. Das Phänomen des Mittragens der Schwachen beobachtet man ebenso in stark kohärenten Gruppen (SADER 1996, 38 ff.).
2.2.2 Kommunikation
Funktionen wie Unternehmenskultur, Kooperation und Konflikte, die gefühlsmäßige Bindung oder als wichtigste Funktion das Treffen von Entscheidungen, schafft man durch Kommunikation (KIESER 1995, 1317). Kommunikation als Informationsaustausch funktioniert aufgrund der Aufgaben-, Gruppen- und Situationsvielfalt nicht gut. Gute Ratschläge für langfristig zusammenarbeitende Kleingruppen sind die Thematisierung der Schwierigkeit des Informationsaustausches und Informationsverhaltens und daraus die Eigenverantwortung in der Gestaltung des Interaktionsverhaltens (SADER 1996, 147). Weiterhin sollte man die Schaltstellen für Informationen gering halten (kurze Wege, wenig Zwischenstationen, Aushänge am schwarzen Brett oder Handbibliothek) und für komplexe Fälle Schriftstücke mit Visualisierungen wählen (SADER 1996, 142).
2.2.3 Persönlichkeit der einzelnen Mitglieder
Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale geben Aufschlüsse über die Gruppenmitglie- der. Hierbei werden unterschieden:
Arbeit zitieren:
Eduard Schäfer, 2008, Das Führen von Gruppen im Arbeitsprozess, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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DOI
Beschreibung von Führungsstrukturen und Verhandlungsprozessen
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Hausarbeit, 23 Seiten
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Facharbeit (Schule), 24 Seiten
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