Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeines zum Lehrwerk 3
2. Puente Nuevo 4
3. Layout 6
3.1 Übersichtlichkeit und Einheitlichkeit 6
3.2 Farbgestaltung 6
3.3 Textgestaltung 7
4. Struktur 7
4.1 Inhaltsverzeichnis 7
4.2 Inhaltlicher Zusammenhang 8
4.3 Vokabelteil / Grammatikteil 9
5. Inhalt 10
5.1 Zielgruppenangemessenheit 10
5.2 Interkulturelles Lernen 10
5.3 Fertigkeiten 11
5.4 Übungs- und Aufgabentypen 12
6. Schwerpunkt 14
6.1 Lernhilfen 14
6.2 Zusatzmaterialien 15
7. Fazit 16
Quellenangabe: 18
Literatur: 18
Internet: 18
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1. Allgemeines zum Lehrwerk
Im Folgenden werde ich eine allgemeine Einleitung zu Lehrwerken und anschließend eine Analyse des Lehrwerks Puente Nuevo 1 darstellen, wobei ich mich in erster Linie mit dem Lehrbuch und dem Arbeitsheft beschäftige. Eine Analyse der Zusatzmaterialien wird unter Punkt 7., dem Schwerpunkt zu finden sein.
Andreas Nieweler listet in seinem Artikel „Sprachenlernen mit dem Lehrwerk -Thesen zur Lehrbucharbeit im Fremdsprachenunterricht“ thesenartig die Vorteile des Einsatzes von Lehrwerken im Fremdsprachenunterricht auf, problematisiert aber gleichzeitig den zu dogmatischen Umgang mit ihnen. Zu Beginn zitiert und beschreibt er die Vorstellung von Comenius, wie ein Lehrwerk auszusehen hat. Johann Amos Comenius forderte in seiner „Didactica magna“ vor rund 400 Jahren, dass Schulbücher alles allgemeinverständlich darstellen sollen, um dem Lernenden in jedem Fall Hilfe zu bieten, damit er alles von selbst (auch ohne Lehrer) verstehen kann. Seiner Meinung nach gäbe es nichts Vertraulicheres und Natürlicheres als ein Gespräch, weshalb Lehrwerke in Dialogform abgefasst sein sollten. Es ist schließlich durch Erfahrung bestätigt, dass Schüler sich besser merken können, was sie in Form eines Lustspiels oder eines Gesprächs lernen, als das, was sie in einem Lehrervortrag hören. Da Gespräche zum Alltag gehören, würde die Jugend durch solch ein Lehrwerk darauf vorbereitet, Nützliches zu verstehen und sich vielfältig, gewählt und mühelos zu äußern. Die Dialogform würde so auch die Wiederholung erleichtern, die die Schüler so auch unter sich vornehmen können.
In den heutigen Lehrwerken, speziell für den Fremdsprachenunterricht, finden sich Dialoge in kontextualisierter Form und im Vordergrund stehen Schülerorientierung und die Entwicklung kommunikativer Kompetenzen. Auch der visuelle Eindruck wurde von Comenius gefordert. Er plädierte für eine Art Lernposter im Klassenzimmer, auf dem in gedrängter Darstellung sowohl Texte und auch Bilder und Zeichnungen anzuschauen sind.
Im Folgenden sind 7 Thesen nach Andreas Nieweler dargestellt, die für die Arbeit mit Lehrwerken im Fremdsprachenunterricht plädieren, gleichzeitig aber auch auf
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Probleme des Einsatzes im Unterricht und der Konzeption von Lehrwerken aufmerksam machen. Die Thesen beziehen sich vor allem auf die Sekundarstufe I:
1. Das Lehrwerk wirkt "katalysierend" bei der Umsetzung neuer didaktischer Erkenntnisse. Lehrwerke haben eine "erzieherische Funktion" für Lehrer/ innen.
2. Das Lehrwerk garantiert die Vergleichbarkeit der Abschlüsse.
3. Dem Lehrwerk liegt eine durchdachte didaktische Progression zu Grunde, die den Lernbedürfnissen der Schüler/innen entgegenkommt. Es dient ihnen als Strukturierungshilfe beim Sprachenlernen.
4. Aus arbeitsökonomischen Gründen scheint ein völliger Verzicht auf Lehrbücher unmöglich.
5. Lehrwerke unterliegen einem länderspezifischen Genehmigungsverfahren.
6. Lehrer/innen gehen häufig zu dogmatisch mit dem Lehrwerk um. Die Hauptursache für die "Langeweile des Sprachunterrichts" liegt eher in dem unmündigen Einsatz der Lehrwerke im Unterricht als in der Beschaffenheit des Lehrbuches selbst.
7. Das Lehrwerk ist und bleibt pädagogische Veranstaltung, methodischdidaktische Inszenierung, die als solche von den Schüler/innen akzeptiert wird. Nur der Grad der Künstlichkeit der Lernarrangements entscheidet letztlich über Zustimmung bzw. Ablehnung aus Schülersicht. (Auszug aus: Nieweler, Andreas: Sprachenlernen mit dem Lehrwerk - Thesen zur Lehrbucharbeit im Fremdsprachenunterricht)
2. Puente Nuevo
Puente Nuevo ist eine völlige Neubearbeitung von dem Lehrwerk Puente (1993) und ist konzipiert für Schulen, die Spanisch als dritte Fremdsprache bzw. spät beginnende Fremdsprache anbieten. Ein Prinzip des Lehrwerks ist, dass Unterricht umso erfolgreicher ist, je aktiver sich die Schüler daran beteiligen. Daher bilden die Übungen einen Schwerpunkt, bei denen die Schüler kreativ und selbstständig arbeiten bzw. den Stoff erarbeiten können. Bevor man mit der ersten Lektion beginnt, findet man eine Liste mit Hinweisen zur Benutzung von Puente Nuevo.
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Alle Lektionstexte sind auf Tonträger. Das CD-Symbol kennzeichnet die zusätzlichen (Hör)texte und -übungen. Bei den kursiv gesetzten Texten auf den Doppelseiten zu Beginn von Lektion 2,3,4,7 und 8 handelt es sich um erweiterte Bildlegenden, die die Fotos erläutern. Es handelt sich um wissenswerte Hintergrundinformationen, die eigenständig erarbeitet werden können. Bei Gedichten, Liedern und zusätzlichen Lesetexten verweist ein Symbol darauf, dass unbekannte Vokabeln im Wörterbuch nachgeschlagen werden müssen.
Ein Bestandteil der Kapitel sind die Rubriken:
- conviene saberlo (mit landeskundlichen Hinweisen)
- ¡Tenlo en cuenta! (nützliche Hinweise und Lerntipps)
- Esto te ayuda… (Zusammenstellung von Redemitteln)
Die Arbeitsanweisungen sind zunächst zweisprachig, später einsprachig. Im Anhang findet man Statistiken und Informationen zu den im Buch vorkommenden Personen, Städten, Ländern, usw., eine alphabetisch geordnete Zusammenstellung von Arbeitsanweisungen, eine Übersicht zur Aussprache und Rechtschreibung (Vokale, Konsonanten), eine Vokabelliste nach Lektionen (zum Lernen), ein alphabetisches Register (zum Nachschlagen), eine Verbtabelle und ein Grammatikverzeichnis. Für eine geografische Übersicht dienen die Karten auf den vorderen und hinteren Umschlaginnenseiten. Das Lehrbuch enthält 12 Lektionen. Jede Lektion ist gleich aufgebaut, sie beginnt mit einem thematisch einführenden Text (i.d.R. mit Bildern), gefolgt von den Übungsaufgaben und abschließend mit einer Übersicht der eingeführten Grammatik. Zusätzlich zum Lehrbuch gibt es noch:
- das Schülerheft („Cuaderno de actividades“ mit Lerntipps im Anhang)
- eine Audio- CD (mit den Lektionstexten, Hörübungen, Liedern zum Schülerbuch)
- eine CD- Rom (Multimedia- Sprachtrainer)
Dem Lehrer stehen eine Lehrersoftware und ein didaktisches Handbuch zur Verfügung.
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Quote paper:
Daniela Pascoa, 2007, Lehrwerkanalyse zu Puente Nuevo 1, Munich, GRIN Publishing GmbH
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