1. Einleitung 4
2. Das Bild eines schlechten Schülers Ende der fünfziger Jahre. 4
2.1 Kategorien der Beurteilung 5
3. Schülertypen 7
4. Wie entstanden bzw. entstehen negative Stereotype ? 9
5. Lernvoraussetzungen. 11
6. Handelnder Unterricht. 13
7. „Schlechte Schüler“ - ein alter Begriff ? 14
8. Persönliche Einschätzung. 16
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Ursprünglich lautete das Thema meines Referats: Lernvoraussetzungen - Was sind gute Schüler ?
Da es aber so gut wie keine Literatur über gute Schüler gibt und das Thema momentan sehr aktuell ist, habe ich es kurzerhand umbenannt zu:
Lernvoraussetzungen - Was sind schlechte Schüler ?
In meiner Hausarbeit werde ich zunächst eine Lehrerbefragung von 1959 vorstellen. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Definition von „schlechten Schülern“ 1 . Die einzelnen Schülertypen werde ich im dritten Abschnitt dieser Hausarbeit darstellen, um im Anschluss daran zu verdeutlichen, warum Lehrer solche Urteile fällen konnten und vielleicht immer noch fällen.
Der fünfte Abschnitt bezieht sich auf die große Spanne der Lernvoraussetzungen. In Kapitel 6 erläutere ich eine Aussage von einer Autorin, die sich durchaus von anderen Meinungen abhebt.
Am Ende dieser Hausarbeit stelle ich aktuelle Diskussionspunkte rund um die Schulthematik dar.
2. Das Bild eines schlechten Schülers Ende der fünfziger Jahre
Die Schule konfrontiert Kinder, Jugendliche und Auszubildende täglich mit vielen Normen, sei es im Bezug zu Verhaltensweisen oder Einstellungen zum Lernen. Sie gelangen immer wieder an einen Punkt, an dem sie sich verweigern oder die Normen annehmen. Meistens geschieht dies aus Angst vor Sanktionen, die unterschiedlich aussehen können.
Zum Beispiel kann ein fehlender Stempel unter einer Hausaufgabe ein Tadel in der Grundschule kennzeichnen.
1 In der gesamten Hausarbeit schließe ich unter den Ausdrücken „schlechte Schüler“, „Lehrer“, „Schüler“, „Auszubildende“ immer die weibliche Form mit ein, ohne sie jedoch auszuschreiben.
Ob ein Kind auf eine Situation sensibel reagiert und versucht sich zu bessern oder ob es sich nicht dafür interessiert, hängt von vielen Faktoren ab, die ich in dieser Hausarbeit zwar nicht alle auflisten kann, jedoch im fünften Teil anreißen werde. Tatsache ist, dass einem Kind oder einem Jugendlichen täglich bewusst gemacht wird, ob es den vorgegebenen Normen entspricht oder nicht.
Für Kinder/Jugendliche wird das objektive Leistungsversagen überhaupt erst durch den Tadel des Lehrers, das Gelächter der Mitschüler, die Vorwürfe der Eltern zum subjektiven Misserfolgserlebnis.
Eine Lehrerbefragung von Bickel 1959 und Milde 1959 soll Einblick in vergangene, aber nicht ungewöhnliche, Schulsituationen bieten.
Sicherlich ist diese Befragung nicht die aktuellste, aber ich denke, dass gerade die Art und Weise, wie Lehrer zu dem Standpunkt gelangen, welche Schüler „schlecht“ sind, relativ gut auf die heutige Zeit bezogen werden kann und im Laufe dieser Arbeit auch noch diskutiert werden muss !
In der Befragung wurden 28 Lehrer und 7 Lehrerinnen mündlich befragt. Sie sollten ihre drei schlechtesten Schüler frei schildern. Die genannten Schüler blieben anonym und verteilten sich altersmäßig auf das 9.-19 Lebensjahr bzw. auf das 3.-13. Schuljahr.
Auf festgelegte Fragen wurde mit Absicht verzichtet, um spontane Äußerungen zu erhalten.
Außerdem war es den Lehrern durch die mündliche Befragung nicht möglich, das Gesagte rational zu durchdenken. 2
2.1 Kategorien der Beurteilung
Interessanterweise kehrten bestimmte Beschreibungen immer wieder, so dass es Bickel und Milde sinnvoll erschien, 4 verschiedene Kategorien zu bilden:
Arbeit zitieren:
Bianca Simon, 2003, Lernvoraussetzungen - Was sind schlechte Schüler?, München, GRIN Verlag GmbH
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