Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Terrorismus - eine Definition 4
3. Charakteristika terroristischer Gewalt 5
3.1 'DVWHUURULVWLVFKH.DON O 5
3.2 Arten von Terrorismus 6
4. Terrorismus und die Massenmedien 7
4.1 Die Symbiose zwischen Terrorismus und Medien 7
4.2 Die Instrumentalisierung der Medien 8
4.3 Das Internet als neues Kommunikationskanal 9
5. Die Medien und die Entwicklung des internationalen Terrorismus 10
5.1 Die Entwicklung des Terrorismus durch die Medien 10
5.2 Der Kampf um Aufmerksamkeit 14
6. Al-Qaida als Prototyp des modernen Terrornetzwerks 15
6.1 Struktur 15
6.2 9RUJHKHQVZHLVH7lWLJNHLWHQ 17
6.3 Ziele 17
6.4 Die PR- und Kommunikationsstrategie 18
7. Fazit 21
8. Literaturverzeichnis 22
2
7HUURUDOVJOREDOHV3KlQRPHQ
Der Einfluss der Medien auf die Entwicklung des internationalen Terrorismus
1. Einleitung
2. Terrorismus - eine Definition
Da sich der Gebrauch und die Bedeutung des Wortes Terrorismus im Laufe GHU =HLW LPPHU ZLHGHU YHUlQGHUW KDEHQ ± um sich der politischen Umgangssprache und dem Diskurs jeder neuen Epoche anzupassen -, erweist sich der Versuch Terrorismus zu definieren als schwierig. 6R GHILQLHUHQ GLH 9HUHLQLJWHQ 6WDDWHQ VHLW Ä7HUURULVPXV³ DOV SROLWLVFK PRWLYLHUWH *HZDOW DXVJHEW GXUFK VXEQDWLRQDOH *UXSSHQ RGHU ,QGLYLGXHQ 1 bKQOLFK FKDUDNWHULVLert auch die offizielle Definition des Federal Bureau of ,QYHVWLJDWLRQ)%,Ä7HUURULVPXV³Ä (...) the unlawful use of force or violence to intimidate or coerce a government, the civilian population or social objectives. ³ 2 Laqueur hingegen definiert Terrorismus als:
ÄGLH$QZHQGXQJYRQ*HZDOWRGHUGLH$QGURKXQJYRQ*HZDOWEHDEVLFKWLJWXP3DQLN
LQHLQHU*HVHOOVFKDIW]XVlHQGLH5HJLHUHQGHQ]XVFKZlFKHQRGHU]XVWU]HQRGHU 3 HLQHQSROLWLVFKHQ:HFKVHOKHUEHL]XIKUHQ³
Waldmann definiert Terrorismus als SODQPlLJ YRUEHUHLWHWH VFKRFNLHUHQGH *HZDOWDQVFKOlJH JHJHQ HLQH SROLWLVFKH Ordnung aus dem Untergrund, die allgemeine Unsicherheit und Schrecken, daneben aber auch Sympathie und 8QWHUVWW]XQJsbereitschaft erzeugen sollen. 4 Nach Waldmann geht es dem TerrorLVWHQ QLFKW XP GHQ HLJHQWOLFKHQ =HUVW|UXQJVHIIHNW VHLQHU $NWLRQHQ Diese sind nur ein Mittel, um einer Vielzahl von Menschen etwas mitzuteilen.
1 Vgl. U.S. Department of State 2000: 3
2 William H. Webster, 1986: 11 3 Laqueur 1996: 24
4 Vgl. Waldmann 2002: 11
4
'HU6FKRFNHIIHNWGHU$NWLRQVROOIUDOOJHPHLQH$XIPHUNVDPNHLWVRUJHQXQG PXVVVWHWVHUK|KWZHUGHQXPVLFKDXFK ILQGHQ]XN|QQHQ1DFK:DOGPDQQ LVW7HUURULVPXVSULPlUHLQH.RPPXQLNDWLRQVVWUDWHJLH
3. Charakteristika terroristischer Gewalt
Die terroristische Gewalt, ist eine besondere Form von Gewalt mit im weitesten Sinne politischer Zielsetzung. Diese wird von Staaten oder substaatlichen Akteuren aXVJHEW. Nach Hirschmann wird die terroristische Gewalt GXUFK IQI 0HUNPDOH JHNHQQ]HLFKQHW (UVWHQV LVW VLH YRUVlW]OLFK systematisch geplant und zielt auf extreme Emotionen, wie z.B. Angst und Verunsicherung in der BeY|ONHUXQJ Zweitens verfolgt sie eine psychologische Wirkung und richtet sich deshalb an eine breite gIIHQWOLFKNHLW 'ULWWHQV YHUEW VLH $QJULIIH DXI ZLOONUOLFK JHZlKOWH symbolische Ziele ± auch Personen. Viertens bricht der terroristische Gewaltakt soziale Normen, ZLUG IROJOLFK DOV *UlXHOWDW ZDKUJHQRPPHQ und ]LHOW IQIWHQV DXI HLQH %HHLQIOXVVXQJ GHV SROLWLVFKHQ Verhaltens des Gegners. 5
3.1 'DVWHUURULVWLVFKH.DONO
Das terroristische .DONO LQ VHLQHU NODVVLVFKHQ )RUP EHVWHKW DXV GUHL Elementen: erstens eiQHP *HZDOWDNW RGHU GHVVHQ |IIHQWOLFKHU $QGURKXQJ ]ZHLWHQV GDPLW LQWHQGLHUW HLQHU VWDUNH HPRWLRQDOH 5HDNWLRQ *HIKOH GHU Furcht und des Schreckens, zumindest starker Verunsicherung bei den Feinden; sowie positive (PRWLRQHQZLH6FKDGHQIUHXGHEHL$QKlQJHrn und Sympathisanten; als Konsequenz dieser Emotionen zielen terroristische $QVFKOlJH GULWWHQV DXI EHVWLPPWH Verhaltensreaktionen ab: insbesondere EHUVWU]WH YRQ HLQHU JHZLVVHQ Panik diktierte Schutz- und 9HUJHOWXQJVPDQDKPHQ DEHU DXFK DXI 8QWHUVWW]XQg und aktive Mithilfe beim angestrebten Kampf. 6 Der Dreiersequenz bei Vollzug und Wirkung terroristischer Aktionen entsprechen drei Personengruppen, die in das Geschehen einbezogen sind. Das sind zum ersten die Gewaltakteure selbst,
5 Vgl. Hirschmann 2001a: 454
6 Vgl. Walter 1979: 3
5
von denen der terroristische Prozess seinen Ausgang nimmt, zweitens die 2SIHU GHU *HZDOWDQVFKOlJH XQG GULWWHQV GLH HLJHQWOLFKHQ Zielgruppen, um deren emotionale Beeinflussung und entsprechende Verhaltensreaktionen es in erster Linie geht. Hier wiederum ist zu unterscheiden zwischen jenen, GLH DOV $QJHJULIIHQH XQG SRWHQWLHOOH 2SIHU ZHLWHUH 9HUOXVWH ]X EHIUFKWHQ haben, und der Gegenseite anvisierter Sympathisanten, denen die Terroristen mit ihren $QVFKOlJHQ0XW]XPDFKHQXQGGLHVLHIULKUHQ.DPSI zu mobilisieren versuchen. Die Gegenreaktion des Angegriffenen ist das HLJHQWOLFKH =LHO GHU 7HUURULVWHQ 'LH 9HUJHOWXQJVPDQDKPHQ HU]HXJHQ LP EHVWHQ )DOO 6\PSDWKLH XQG 8QWHUVWW]XQJVEHUHLWVFKDIW EHL GHU =LHOJUXSSH XQG GXUFK ]XQHKPHQGH 8QWHUVWW]XQJ ZLUG ]XP RIIHQHQ *XHULOODNDPSI EHUJHgangen ± das erhoffen sich die Terroristen zumindest. +DXSW]LHO GHU 7HUURULVWHQ LVW DXI SROLWLVFKH PRUDOLVFKH RGHU UHOLJL|VH Anliegen aufmerksam zu machen und deren Beachtung oder Umsetzung mit Gewalt zu erzwingen. Weitere Ziele sind: durch die in der %HY|ONHUXQJ GXUFK $QVFKOlJH DXINRPPHQGH $QJVW GLH 0DFKW GHU 5HJLHUXQJ YRQ LQQHQ ]X VFKZlFKHQ GLH 0RELOLVLHUXQJ YRQ 6\PSDWKLVDQWHQ E]Z GLH Radikalisierung politisch nahe stehender Bewegungen (Terroristen als %HIUHLHU GHU 8QWHUGUFNWHQ) und die Erzeugung von wirtschaftlichen (IIHNWHQ]%$QVFKOlJHDXI7RXULVWHQ]HQWUHQ
3.2 Arten von Terrorismus
Terrorismus kann man zum einen nach der Motivation und Zielsetzung untergliedern. So unterscheiden wir zwischen den ideologischen Terrorismus (RAF), den ethno-nationalen Terrorismus (IRA, ETA, PKK, PLO), den Staatsterrorismus ,UDN ,UDQ 6\ULHQ /LE\HQ GHQ UHOLJL|VHQ Terrorismus (Hisbollah, Hamas, Al-Qaida Sonderfall), den ±
Weltanschauungsterrorismus (Baghwan) und den Einzelstreitfragen Terrorismus.
Zum andern NDQQPDQ7HUURULVPXVQDFKGHUUlXPOLFKHQ$XVGHKQXQJXQWHU-JOLHGHUQ 1DFK GHU UlXPOLFKHQ $XVGHKQXQJ ODVVHQ VLFK GUHL 7\SHQ XQWHU- scheiden:der nationale Terrorismus EHVFKUlQNW VLFK LQ =LHOVHW]XQJ XQG Aktionsradius auf das Territorium eines Staates. (IRA, ETA, RAF); der
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Arbeit zitieren:
Dan-Adrian Curutiu, 2006, Terror als globales Phänomen, München, GRIN Verlag GmbH
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