Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Nursing Science - Nursing Management

Gesundheitsförderung - eine Aufgabe für Pflegekräfte im Krankenhaus

Title: Gesundheitsförderung - eine Aufgabe für Pflegekräfte im Krankenhaus

Term Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ute Hauser (Author)

Nursing Science - Nursing Management
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Einleitung

Gesundheitsförderung wird in Deutschland als Teil des Gesundheitswesens immer noch stark vernachlässigt. Vor allem Therapie und Rehabilitation, aber auch Forschung und Lehre sind die bisher vorrangig beachteten Bereiche der Gesundheitspolitik, welche somit die meisten Ressourcen für sich beanspruchen. Hier hat auch die Pflege ihren Platz eingenommen, in der Heilung von Krankheiten und der Hilfe zur Wiederherstellung von Gesundheit, in der Wiedereingliederung in das soziale Umfeld und der Pflege zuhause. In den letzten Jahren jedoch führten vor allem ökonomische Zwänge zu Reformierungsanstrengungen und Neustrukturierungsbemühungen im Gesundheitswesen, die Veränderungen hin zur Gesundheitsförderung und Prävention erkennen lassen. Schon 1988 (Gesundheits-Reform-Gesetz) und 1992 (Gesetz zur Strukturreform) wurden Gesetze erlassen, die zunächst nur die Krankenkassen zur Gesundheitsförderung verpflichteten. Fast zur selben Zeit startete der Bundesgesundheitsrat mit der Umsetzung der WHO-Strategie "Gesundheit für alle", welche 1986 in der Ottawa-Charta verankert wurde (vgl. GÖBEL et al. 1997, 96ff). Auch in der ersten europäischen Pflegekonferenz 1988 wurde diese Leitidee aufgegriffen und die Integration der Gesundheitsförderung in das Pflegeleitbild der Zukunft beschlossen (BRIESKORN-ZINKE 1995, 361).
Es ist folglich anzunehmen, dass der Bedarf an gesundheitsbezogenen Dienstleistungen steigen wird. Hier wird vor allem die Pflege als das Berufsfeld betrachtet, dessen Angehörige das Wissen, die Möglichkeiten und die Legitimation besitzen, gesundheitsfördernde Maßnahmen umzusetzen und durchzuführen. Die Pflege als Profession ist also gefordert, patienten- und handlungsorientierte Konzepte zu entwickeln, um der Aufgabe zur Gesundheitsförderung gerecht zu werden.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, den Begriff der "Gesundheitsförderung" für die Pflege zu definieren und handhabbar zu machen und die Verbindung der Pflege im Krankenhaus mit Gesundheitsförderung aufzuzeigen. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein und welches sind die Ziele der Pflege innerhalb der Gesundheitsförderung? Welchen Beitrag kann und muß die Pflege im Krankenhaus leisten, wo setzt sie an und wo steht der Patient dabei?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen

2.1 Gesundheit

2.2 Gesundheitsförderung

3 Die Verankerung der Gesundheitsförderung in der Pflege

4 Gesundheitsförderung durch Pflegekräfte im Krankenhaus

4.1 Die Förderung der Gesundheit des Patienten

4.1.1 Voraussetzungen

4.1.2 Der Gesundheitsförderungsprozeß

4.1.3 Ziele und Folgen

4.2 Gesundheitsförderung in der eigenen Berufsgruppe

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Begriff der Gesundheitsförderung im Kontext der pflegerischen Tätigkeit zu definieren und die spezifischen Handlungsfelder von Pflegekräften im Krankenhaus zu identifizieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Pflegekräfte durch gezielte Maßnahmen zur Gesundheitsförderung beitragen können, welche Voraussetzungen hierfür notwendig sind und in welcher Beziehung die Pflege zum Patienten dabei steht.

  • Grundlagen der Gesundheitsförderung und deren pflegewissenschaftliche Einordnung.
  • Die Rolle der Pflege als Profession bei der Umsetzung gesundheitsfördernder Konzepte.
  • Der Gesundheitsförderungsprozess im direkten Pflege-Patienten-Kontakt (Mikroebene).
  • Notwendigkeit und Ansätze der Gesundheitsförderung innerhalb der Berufsgruppe der Pflegenden.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Voraussetzungen

"Gesundheitsförderung im Krankenhaus muß der Tatsache des gewandelten Krankheits panoramas gerecht werden, muß die fortschreitende Spezialisierung des medizinischen Wissens berücksichtigen und insbesondere den die Bedingungen der Beschäftigten und Pa tienten beeinflussenden Prozeß der anhaltenden Technisierung von Diagnostik, Therapie, Pflege und Verwaltung Rechnung tragen." (FEUERSTEIN, BADURA 1991, 104)

Immer mehr Patienten im Krankenhaus sind chronisch krank, meist ältere Menschen, deren Lebensqualität nicht nur von der Krankheitsbehandlung, sondern auch von emotionaler Un terstützung, sozialer Anerkennung, Beratung und Information etc. abhängt.

Gesundheitsförderung im Krankenhaus findet laut FICHTEN (1998) hauptsächlich auf der Mikroebene, d.h. in einer Face-to-face-Situation (im Rahmen eines personalen Kontaktes), aber auch auf der Mesoebene, z.B. in bestimmten Stations- oder Gruppenprogrammen, statt.

Die gesundheitsfördernden Interventionen im Pflege-Patienten-Kontakt auf der Mikroebene sind spezifisch und auf den einzelnen Patienten abgestimmt. "Es wird unterstellt, dass Ge sundheitsverhalten auf dieser Ebene am direktesten und am nachhaltigsten beeinflusst werden kann" (FICHTEN 1998, 15). Hierfür gibt es begünstigende Voraussetzungen, die in den Per sonen, ihren Motiven und den Umwelt- und Rahmenbedingungen liegen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Gesundheitsförderung im deutschen Gesundheitssystem und den wachsenden Handlungsbedarf für den Pflegeberuf.

2 Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begrifflichkeiten "Gesundheit" und "Gesundheitsförderung" basierend auf WHO-Vorgaben und pflegerischen Eigendefinitionen erläutert.

3 Die Verankerung der Gesundheitsförderung in der Pflege: Dieser Abschnitt untersucht den historischen und gesetzlichen Auftrag der Pflege zur Gesundheitsförderung sowie die Bedeutung der Professionalisierung.

4 Gesundheitsförderung durch Pflegekräfte im Krankenhaus: Hier werden die praktischen Interventionen, Voraussetzungen und Ziele auf der Mikro- und Mesoebene sowie die Notwendigkeit der Selbstfürsorge der Pflegenden detailliert dargestellt.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Kernergebnisse der Arbeit und betont die Rolle des Patienten als aktiven Partner sowie die doppelte Ebene (Patient/Berufsgruppe) der Gesundheitsförderung.

Schlüsselwörter

Gesundheitsförderung, Pflege, Krankenhaus, Patientenedukation, Empowerment, Gesundheitsbewusstsein, Pflegeprozess, Prävention, Professionelle Pflege, Selbstbestimmung, Gesundheitsressourcen, Mikroebe, Lebensqualität, Krankheitsbewältigung, Gesundheitskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration der Gesundheitsförderung als essenziellen Bestandteil der täglichen pflegerischen Arbeit im Krankenhaus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Gesundheitsförderung, deren gesetzliche Verankerung in der Pflege sowie die praktische Umsetzung durch Pflegekräfte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Begriff der Gesundheitsförderung für den Pflegekontext zu klären und aufzuzeigen, wie Pflegekräfte im Krankenhaus aktiv gesundheitsfördernd wirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse relevanter Fachliteratur, gesetzlicher Rahmenbedingungen und pflegewissenschaftlicher Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Voraussetzungen für Gesundheitsförderung, den konkreten Prozess der Patientenbetreuung sowie Ansätze zur Förderung der Gesundheit des Pflegepersonals selbst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gesundheitsförderung, Pflege, Empowerment, Patientenedukation und professionelle Pflegepraxis.

Wie unterscheidet sich die Mikroebene von der Mesoebene in der Gesundheitsförderung?

Die Mikroebene bezieht sich auf den direkten Face-to-face-Kontakt zwischen Pflegekraft und Patient, während die Mesoebene eher Gruppenprogramme oder stationäre Angebote umfasst.

Warum ist die eigene Gesundheit der Pflegekräfte ein wichtiges Thema in der Arbeit?

Die Arbeit argumentiert, dass eine professionelle Gesundheitsförderung bei Patienten nur möglich ist, wenn auch die eigene Berufsgruppe gesundheitsbewusst handelt und entsprechende Arbeitsbedingungen vorfindet.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Gesundheitsförderung - eine Aufgabe für Pflegekräfte im Krankenhaus
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS  (Pflegemanagement)
Course
Wahlpflichtfach Begriffsbestimmung
Grade
1,3
Author
Ute Hauser (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V13063
ISBN (eBook)
9783638188128
Language
German
Tags
Gesundheitsförderung Prävention Pflege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ute Hauser (Author), 2003, Gesundheitsförderung - eine Aufgabe für Pflegekräfte im Krankenhaus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13063
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint