Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung. 3
II. Vorgeschichte. 3
III. Der Januaraufstand 4
A. Die ersten Massendemonstrationen 4
B. Verhandlungen und Niederschlagung. 5
C. Die Rolle der Führer. 5
IV. Die Folgen für: 7
A. Die Weimarer Republik 7
B. Die Parteien 8
V. Schluss. 8
VI. Quellenverzeichnis. 9
VII. Literaturverzeichnis. 9
2
I. Einleitung
Mit den Januarunruhen 1919 begann die zweite Phase der Deutschen Revolution. Vorausgegangen war der Zerfall der Regierung aus MSPD 1 und USPD 2 . „ In dem Bruderzwist zwischen den Proletariern“ 3 , während der Januarunruhen stand auf der einen Seite die MSPD Regierung, auf der Anderen die USPD, sowie die Revolutionären Obleute und die KPD beziehungsweise der Spartakusbund. Welche Rolle spielten die Anführer der linken Gruppierungen? Welche die der MSPD Regierung? Hätte das gewaltsame Ende des Aufstandes verhindert werden können?
Mit diesen Fragen werde ich mich in meiner Arbeit beschäftigen.
II. Vorgeschichte
Um die Jahreswende 1918/1919 schlossen sich der Spartakusbund um Rosa Luxemburg 4 und Karl Liebknecht 5 und Bremer Linksradikale zur Kommunistischen Partei Deutschlands zusammen. Die Partei sprach sich in einer Abstimmung gegen die Teilnahme an den Wahlen zur Nationalversammlung aus, was sie in die politische Isolierung 6 drängte. Man hielt die KPD für eine Organisation so gefährlich wie die russischen Bolschewiki 7 .
Den ersten Massendemonstrationen am fünften Januar war der Rücktritt der USPD Volksbeauftragten, sowie der Rücktritt der USPD Mitglieder aus der Preußischen Regierung vorrausgegangen. Die USPD war mit der Politik der MSPD nicht mehr einverstanden. Eichhorn 8 war der einzige noch im Amt verbliebene USPD Mann. Da er als Polizeipräsident jedoch nicht zurücktreten wollte, wurde ihm mit Zustimmung der Regierung 9 die Entlassungsurkunde überreicht.
1 Mehrheits- Sozialdemokratische Partei Deutschlands, wie die USPD aus der SPD hervorgegangen.
2 Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands, vgl. 1.
3 Zitat aus: Kluge, dt. Revolution, S. 86
4 Rosa Luxemburg 1870-1919; Mitbegründerin des Spartakusbundes und der KPD.
5 Karl Liebknecht 1871-1919; Mitbegründer des Spartakusbundes und der KPD.
6 Vgl.: Mommsen, versp. Freiheit, S.48
7 Vgl.: Winkler, Revolution, S. 120
8 Emil Eichhorn (1863-1925), USPD Mitglied, unterstützte die Regierungsgegner während der Weihnachtskämpfe 1918 und war dadurch als Polizeipräsident nicht mehr tragbar.
9 Vgl.: Ritter\Miller, dt. Revolution, S. 179
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III. Der Januaraufstand
A. Die ersten Massendemonstrationen
Die Entlassung des den revolutionären Obleuten und der USPD nahestehenden Polizeipräsidenten Eichhorn am Samstag, dem 4. Januar wurde „von der radikalen Linken … als eine bewusste Provokation empfunden“ 10 . Auf einer Sitzung des USPD Vorstandes und der Revolutionären Obleute war man sich daraufhin einig „ … das der Schlag gegen Eichhorn abgewehrt werden müsse … “ 11 . Man beschloss für den fünften Januar zu einer Protestdemonstration aufzurufen. Die Zentrale der KPD unterzeichnete den Aufruf ebenfalls. Die am darauffolgenden Tag stattfindenden Demonstrationen übertrafen in ihrem Ausmaß alle Erwartungen. Es wurden auch einige Zeitungs- und Verlagshäuser besetzt, darunter der „Vorwärts“ 12 . Aufgrund dieser großen Demonstration gab es am Abend des fünften Januar eine Versammlung der Revolutionären Obleute mit dem Vorstand der Berliner USPD und zwei Mitgliedern der Zentrale der KPD, Liebknecht und Wilhelm Pieck 13 . Es wurde ein Revolutionsausschuss gegründet, in dem unter anderem Liebknecht den Vorsitz hatte. Das Ergebnis dieser Versammlung war, dass „der Sturz der Regierung Ebert 14 - Scheidemann 15 möglich und unbedingt notwendig sei“ 16 . Auch aufgrund des Berichts des Anführers der Volksmarinedivision über die Unterstützung des Aufstandes durch Teile des Militärs, wurde der Entschluss gefasst den Kampf aufzunehmen. Allerdings ergaben sich aus der Versammlung keine klaren Beschlüsse, wonach völlig unklar war wie es am nächsten Tag weitergehen würde.
Am darauffolgenden Tag kam es wieder zu einer großen Demonstration, „ … mit ca. 200000 Demonstranten eine der machtvollsten Massendemonstrationen der Berliner Arbeiterschaft dieser Zeit“ 17 . Doch wieder konnte der Revolutionsausschuss nicht die Kontrolle über die Masse gewinnen, die Arbeiter entfernten sich wieder und die Demonstration löste sich auf. Auch am darauffolgenden Tag kam es noch einmal zu
10 Zitat aus: Ritter\Miller, dt. Revolution, S. 172
11 Zitat aus: Ritter\Miller, dt. Revolution, S. 175
12 Vorwärts: Parteiorgan der SPD
13 Wilhelm Pieck, 1876-1960
14 Friedrich Ebert, 1871-1925; ab 1914 SPD Vorsitzender neben Haase. 1918 Vorsitzender des Rates der Volksbeauftragten neben Haase. Erster Reichspräsident d. Weimarer Republik.
15 Philipp Scheidemann, 1865-1939
16 Zitiert nach: Winkler, Revolution S. 122
17 Zitat aus: Luban, ratlose Rosa, S. 5
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Arbeit zitieren:
M.A. Philipp Müller, 2004, Januaraufstand 1919 in Berlin, München, GRIN Verlag GmbH
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