Verantwortung
Ute Hauser
Gliederung
1 Einleitung 2
2 Definition und Elemente der Verantwortung 2
2.1 Verantwortung 2
2.2 "Unverantwortliches Verhalten" 3
2.3 Die Elemente der Verantwortungsrelation nach GRIMM (1996, 70) 3
3 Das Wesen der Verantwortung 4
3.1 Soziale Verantwortung 4
3.2 Religiöse Verantwortung 5
3.3 Die Selbstverantwortung 5
4 Verantwortung als ethische Kategorie in der Philosophie 6
4.1 ARISTOTELES (384 v. Chr.) 6
4.2 KANT (1724-1804) 7
4.3 PICHT 7
5 Zusammenfassung des philosophischen Verständnisses von Verantwortung 8
6 Literaturverzeichnis 10
Script 11
1 Einleitung
Verantwortung ist ein weites Thema. Viele Schwierigkeiten in der heutigen Gesellschaft, die sich im öffentlichen Leben und im privaten Bereich, aber auch speziell im Bereich der Pflege, zeigen, scheinen in engem Zusammenhang mit Verantwortung bzw. fehlender Verantwortung zu stehen.
Läßt sich Verantwortung überhaupt erfassen? Gehört "Verantwortung" nicht auch zu den Worten, die jeder gebraucht, deren Sinn jedoch lange nicht so selbstverständlich, ja fast schon unverständlich ist? Politiker reden von Verantwortung, Eltern reden von Verantwortung, Unternehmer, Ärzte und Krankenschwestern. Einzelne oder Gruppen können für eine bestimmte Handlung Verantwortung übernehmen, man kann sich der Verantwortung stellen oder jemand wird zur Verantwortung gezogen. Meinen nun alle das gleiche, oder gibt es Unterschiede, je nachdem, ob der Einzelne auch Verantwortung spürt, übernimmt, übertragen bekommt, oder ist es von Bedeutung, in welchem gesellschaftlichen Bereich er Verantwortung übernimmt? Spielt die Erziehung eine Rolle, das Gewissen, die persönliche Freiheit? Inwieweit kann Verantwortung überhaupt übernommen und auch ausgefüllt werden?
In dieser Arbeit sollen zumindest einige dieser vielfältigen und komplexen Fragen beantwortet werden. Die Begriffsbestimmung steht an erster Stelle, danach versuche ich, das "Wesen" der Verantwortung zu erfassen. Verantwortung als ethische Kategorie in der Philosophie soll an drei Vertretern näher erläutert werden.
2 Definition und Elemente der Verantwortung
2.1 Verantwortung
"Verantworten" ("verantwürten") stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutete zu-nächst verstärkt "antworten", dann speziell "vor Gericht antworten, eine Frage beantworten", danach "für etwas einstehen, etwas vertreten" und reflexiv "sich rechtfertigen" (Quelle: Duden 1989).
Sowohl der Duden (1981), als auch das "Lexikon der Ethik" (HÖFFER 1997) unterteilen die Verantwortung in drei verschiedene Bereiche:
1. Primärverantwortung: sie beinhaltet a) die Aufgabenverantwortung, d.h. die Zuständigkeit für bestimmte Rollen, Funktionen und Ämter, verbunden mit einer bestimmten Aufgabe, einer bestimmten Stellung, und b) die Handlungsverantwortung, d.h. die Zuständigkeit für die Folgen und Nebenfolgen des eigenen Tun und Lassens, daß jeweils das Notwendige und Richtige getan wird. (kann nach MIEG (1994) auch als Leistung im Sinne von Fürsorge bezeichnet werden).
2. Sekundärverantwortung: ist die "Rechenschaftsverantwortung" und beinhaltet ein Moment der Anschuldigung, zumindest der Verdächtigung. Sie steht für die Verpflichtung, für irgend etwas einzustehen, sich zu verantworten.
3. Tertiärverantwortung: kann für Rechtfertigung, aber auch für Haftung für Verfehlungen oder Vernachlässigungen stehen, bei letzteren in Schadenersatz, Wiedergutmachung oder eventuell auch Strafe.
Verantwortung kann frei übernommen sein (z.B. für eine andere Person) oder bereits von Natur aus bestehen (z.B. für die eigene Gesundheit) (BÜCHAU 1985).
2.2 "Unverantwortliches Verhalten"
[...]
Arbeit zitieren:
Ute Hauser, 2002, Verantwortung, München, GRIN Verlag GmbH
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