Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Die neue Migros Würzenbach 4
3. Der Einkauf 5
3.1 Anreise und Besucherfrequenz 6
3.1.1 Einkaufen mit dem Automobil 6
3.1.2. Einkaufen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
oder zu Fuss 6
3.2. Eingangsbereich 7
3.3. Farbe 8
3.4. Gemüsebereich 8
3.5. Wegführung 9
3.5.1 Für Schnelleinkäufer 9
3.5.2. Die Rennbahn 9
3.5.2.1. Produkte entlang der Rennbahn 10
3.5.3. Nebengänge 10
3.6. Fleischabteilung 11
3.7. Einkauf als Erlebnis 11
3.8. Verwandte Produkte 12
3.9. Getränke 13
3.10. Produktplatzierung auf den Regalen 13
3.10.1 Verschiedene Marken, aber dasselbe
Produkt 13
3.10.2. Verschiedene Produkte auf den Regalen 14
3.11. Kassenbereich 14
4. Der Weg nach Hause 15
5. Zusammenfassung 16
6. Literaturverzeichnis 17
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1. Einleitung
Jede Person war schon einmal in ihrem Leben einkaufen. Es handelt sich dabei um eine alltägliche Handlung, bei welcher nicht viel überlegt wird und jeder kann es tun. Was die meisten dabei nicht wissen: Ihre Griffe in die Regale und die Waren, welche am Schluss das Geschäft verlassen, sind nicht willkürlich zustande gekommen. Es gibt eine regelrechte Wissenschaft, welche sich mit dem Konsumverhalten beschäftigt. Neben den geplanten Artikeln auf der Einkaufsliste landen nämlich auch viele Produkte im Warenkorb, welche der Käufer durch geplante Einwirkungen und Beeinflussungen von Aussen gekauft hat. Es gibt eine riesige Palette von Möglichkeiten, den Konsumenten mehr Geld abzuverlangen, als diese eigentlich ausgeben wollten. Diese Instrumente werden sowohl in grossen Warenhäusern, wie auch im Detailhandel angewandt. Wissenschaftlich ist dieses Gebiet noch zu grossen Teilen Neuland. Es gibt aber einige Sozialpsychologen und andere Wissenschaftler, welche Schoppen zur persönlichen Wissenschaft erklärt haben. Der bekannteste Vertreter ist Paco Underhill (Schneider 2006).
Die Arbeit wird die Migros Würzenbach unter die Lupe nehmen. Diese Filiale der Migros hat erst im November 2006 ihre Türen wieder eröffnet. Schon vorher stand eine Filiale an der exakt selben Stelle, jedoch wurde diese vergrössert und umgebaut. Es handelt sich also um eine relativ neues Geschäft. Die Architektur und die Gestaltung der Verkaufsflächen wurden mit viel Überlegung gestaltet. Anhand von eigenen Gedankengängen bei den vielen Besuchen dieser Migros und den Theorien und Ansichten von Keim (1999) und dem Artikel von Schneider (2006) werden möglicherweise bewusst angewandte Verkaufsförderungen genauer untersucht. Die Arbeit wird einigen typischen Einkäufern chronologisch folgen und dabei die Gedanken, die Verlockungen und andere spontane Griffe ins Regal erklären und dabei auch zugleich die erfolgreichen Strategien zur Verkaufsförderung zeigen.
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2. Die neue Migros Würzenbach
Die Migros beeinflusst das Leben vieler Menschen. Egal ob dies nun die fast 75'000 Beschäftigten oder einfache Konsumenten sind. In fast jedem Dorf ist das grosse, orange M anzutreffen und mit dem Kauf von Denner im Jahr 2007 hat sie ihre führende Position im Detailhandel noch verstärkt. Doch nicht nur die Umsatzzahlen sprechen für die Migros. So bekommt sie bei Umfragen in der Bevölkerung regelmässig Bestnoten (Güntert und Meier 2007).
Anfang 2007 hiess der Titel des Facts „Allmacht Migros - Wie sie die Schweiz beherrscht“ und im der Artikel wurde mit „M wie Macht betitelt“ (Güntert und Meier 2007). Diese Titel zeigen gut die Stellung dieses Detailriesens in der Schweiz.
Bei einer alltäglichen Handlung wie Einkaufen wird nicht viel überlegt und daher ist es interessant, mal genauer hinter die Verkaufstricks des Detailriesen zu schauen.
Ihre Filialen werden in drei verschiedene Grössen eingeteilt. So werden die kleinsten mit einem M, die mittleren Filialen mit zwei M, und die grössten Filialen als drei M-Filialen bezeichnet. Schon seit langem gab es eine Migros im Würzenbach. Da sie immer mehr mit den Massen an Käufern und mit mangelnden Parkplätzen zu kämpfen hatte, entschloss man sich, die Filiale umzubauen. Doch dabei gab es einige Schwierigkeiten. Die Fläche der Migros konnte nicht erheblich vergrössert werden und mehrere Stockwerke kamen auch nicht in Frage. Im November 2006 wurde die Filiale schliesslich neu eröffnet. Doch wie kann man dem Ansturm an Konsumenten also gerecht werden? Wie können die Verkäufe maximiert und die Frequenz an Käufern maximiert werden? Die geschickte Architektur und andere Mittel machen es möglich und einzelne, wichtige Mittel werden nun im Einzelnen erläutert werden.
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3. Der Einkauf
3.1. Anreise und Besucherfrequenz 3.1.1. Einkaufen mit dem Automobil
Fangen wir bei der Architektur der neuen Filiale an. Was hat sich im Vergleich zu der alten Migros geändert? Es gibt da einige Dinge, die einem direkt ins Auge fallen. Wer für eine Familie einkaufen muss oder nicht jeden zweiten Tag Einkaufen will, kommt wohl wenn immer möglich mit einem eigenen Auto. Wie schon erwähnt, waren die mangelnden Parkplätze ein immer grösser werdendes Problem. Mit dem Umbau konnten Stützwände und andere Elemente so optimiert werden, dass mehr Parkplätze zur Verfügung stehen. Doch somit war das Problem nicht gelöst, es brauchte noch zusätzliche Massnahmen. Am Besten man erhöhe die Frequenz der Besucher. Dies erreicht man, indem man die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Konsumenten senkt.
Wer motorisiert einkaufen geht, kann maximal eine Stunde gratis parkieren. Ist diese erste Stunde überschritten, schlägt dies gleich mit vier Franken zu Buche. So werden Anreize geschaffen, die Migros nach spätestens einer Stunde wieder verlassen zu haben.
Neben dieser Ticketstrategie gibt es noch andere Mittel, welche die durchschnittliche Aufenthaltsdauer minimieren können. Keim (1999:182f) behauptet bei der Untersuchung des deutschen Warenhauses Breuninger, dass Warenhäuser eine möglichst lange Aufenthaltsdauer anstreben. Es ist hier natürlich heikel, ein Warenhaus mit einem Detailhandel zu vergleichen. Während bei Breuninger Einrichtungen wie Restaurants und Kinderhorts zum Verweilen einladen, fehlen in der Migros Würzenbach diese Elemente völlig, was kein Zufall ist. Bei einem Warenhaus gibt es viele Geschäfte die unterschiedliche Produkte anbieten. Wenn der Kunde nun zum Kleider kaufen in dieses Warenhaus geht und sich danach bei einem Essen entspannen kann, schöpft er neue Energie und hat mit vollem Magen eventuell noch die Lust, sich auch noch die neusten elektronischen Geräte anzuschauen, wenn er sich schliesslich schon einmal im Warenhaus befindet.
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Matthias Rem, 2007, Beeinflussung der Konsumenten in der Migros Würzenbach, Munich, GRIN Publishing GmbH
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