Alkoholismus dient hier sowohl als Beispiel für eine körperliche Zerstörung, als auch für eine Minderung des gesellschaftlichen Ansehens.
Prävention von Gewalt in der Schule
Kurze Definition von Gewalt
„Gewalt bedeutet im Allgemeinen die Anwendung von physischem oder psychischem Zwang. Der Begriff umfasst die rohe, gegen Sitte und Recht verstoßende Einwirkung auf Personen (verletzende Gewalt) als auch das Durchsetzungsvermögen in Macht-und Herrschaftsbeziehungen (ordnende Gewalt).“ (Meyers Lexikon online, Stand 28.01.09) Somit kann man sagen, dass Gewalt ein Abweichendes Verhalten darstellt, das gegen die Norm verstößt, körperliche Schäden anrichtet, und auf die Überlegenheit des Gewaltausübenden verweist. Formen von Gewalt in der Institution Schule
Die am häufigsten vorkommende Gewalt an Schulen ist die verbale Gewalt. Sie äußert sich durch Beschimpfungen und Beleidigungen gegenüber Mitschülern und kann auch massivere Formen annehmen, wie zum Beispiel die Verbreitung von Lügen oder das Verspotten von Mitschülern. Eine weitere Gewaltform in der Schule ist die physische Gewalt. Dies äußert sich durch Schlägereien, meist mit vorangegangener verbaler Gewalt. Gewaltdrohungen sind ebenfalls eine weitere Form von Gewalt, die oft in physischer Gewalt enden.
Entstehung von Gewalt an der Schule
Die Gewalt an der Schule entsteht durch viele unterschiedliche Faktoren. Auf der Makroebene ändern sich die Rahmenbedingungen für Jugendliche: Durch die höheren Bildungsanforderungen haben höhere Abschlüsse einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft bekommen und sind für die weitere berufliche Zukunft von großer Bedeutung. Bei schlechten Leistungen in der Schule nehmen sich die Schüler als Verlierer der Gesellschaft wahr und sehen keine Chance mehr, ein gutes Leben zu
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führen. Gewalt wird unter diesen Schülern angewendet, um mit der Situation des Verlierers klar zu kommen. Der ökonomische Wandel ist ebenfalls ein wichtiger Faktor für Gewaltanwendung in der Schule. Durch Arbeitslosigkeit und die dadurch bedingte finanzielle Notsituation steigt das Risiko, von der Gesellschaft als Randgruppe wahrgenommen und ausgeschlossen zu werden. Der niedrige familiäre Status eines Schülers, kann demnach zu einem Ausschluss aus dem Schulleben führen. Daraus geht eine Neigung zur Anomie vor. Dies bedeutet, dass durch das Gefühl der fehlenden Integration eine Abschwächung der Orientierung an den gesellschaftlichen Verhaltenserwartungen stattfindet. Auf die Desintegration kann somit mit Devianz geantwortet werden.
Jugendgewalt entsteht auch durch die Vorgänge auf der Meso-und Mikroebene. Schüler, die aus „sozialen Brennpunkten“ kommen, sind sozial oder ethnisch vom Rest der Gesellschaft abgesondert. Gewalt ist dort stets gegenwärtig und ein Mittel um sich zu behaupten. Desweiteren ist Gewalt immer ein Mittel zum Zweck. Es gibt verschiedene Sozialisationsbedingungen, die mit der Gewaltanwendung von Schülern an Schulen zusammenhängen. Die Familie legt den Grundstein für das Handeln, sowie die Wertevorstellungen. Als Kind erlernt man die Verhaltensmuster der Eltern und auch deren Problemlösen in Konflikten spiegelt sich in den Kindern wider. Gewaltförderndes Verhalten in Konfliktsituationen wird auch von den Kindern übernommen. Somit haben Eltern eine wesentliche Vorbildfunktion für das zukünftige Verhalten ihrer Kinder. Der Einsatz physischer Gewalt im Elternhaus stellt einen weiteren Faktor für Jugendgewalt dar. Schläge als Sanktion für ungewünschtes Verhalten sind oft an der Tagesordnung. Auch verbale und psychische Gewalt wie zum Beispiel Demütigung oder Liebesentzug, stellen weitere Sanktionen dar. Zusammenfassend kann man sagen, dass Eltern-Kind Gewalt von den Kindern als ein Konfliktlösungsmodell in späteren Problemsituationen angesehen wird. Der Freundeskreis spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Erziehung, die körperliche Gewalt beinhaltet, macht es wahrscheinlicher, dass Jugendliche sich Gruppen mit deviantem Verhalten anschließen. Das Schulklima kann auch Jugendgewalt fördern. Mangelnde Motivation seitens der Schüler und Lehrer trägt wesentlich zu Gewalt in Schulen bei. Massenmedien tragen auch zu der Entstehung von Gewalt bei. Gewaltverherrlichende Computer und Videospiele sind bei den Jugendlichen zwar beliebt, jedoch sinkt dadurch die Hemmschwelle, Gewalt anzuwenden. Das heutige Fernsehen zeigt häufig Filme und Dokumentationen, die nicht für Jugendliche geeignet sind. Auch
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Arbeit zitieren:
Christin Parthesius, 2009, Abweichendes Verhalten - ein soziologisches Essay, München, GRIN Verlag GmbH
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Weiterbildung - Der rettende Anker?
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Ausarbeitung, 7 Seiten
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