Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung 2
2 Begriffsklärung 5
3 Strukturen einer Stieffamilie 8
3.1 Die Stiefvaterfamilie 8
3.2 Die Stiefmutterfamilie 10
3.3 Die zusammengesetzte Stieffamilie 11
3.4 Die komplexe Stieffamilie 14
4 Die Entwicklungsphasen einer Stieffamilie 16
5 Rechtliche Grundlagen von Stieffamilien 18
6 Problembereiche von Stieffamilien 20
7 Anpassungs- und Konfliktbewältigungsstrategien von Stieffamilien 24
8 Hilfen für Stieffamilien 27
9 Die Stieffamilie als ein zweiter Anlauf zum Glück? 30
Literaturnachweis 33
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Stiefkinder unter 18 Jahren nach Familienform (Deutschland 1999)
Abb. 2: Strukturbild einer Stiefvaterfamilie
Abb. 3: Strukturbild einer Stiefmutterfamilie
Abb. 4: Strukturbild einer zusammengesetzten Stieffamilie
Abb. 5: Strukturbild einer Stiefmutterfamilie mit einem gemeinsamen Kind
Abb. 6: Strukturbild einer Stiefvaterfamilie mit einem gemeinsamen Kind
Abb. 7: Strukturbild einer zusammengesetzten Familie mit einem gemeinsamen
IV
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Die uns vertraute traditionelle Kernfamilie, bestehend aus Vater, Mutter und mindestens einem Kind, hat Konkurrenz bekommen von einem Modell, das viele verschiedene Namen trägt: Stieffamilie, Folgefamilie, Legofamilie oder Patchworkfamilie. Nach Schätzungen gibt es in Deutschland mittlerweile 2,6 Millionen solcher Familiensysteme, was ungefähr jedem 5. Haushalt entspricht und zahlenmäßig nur noch von der Kernfamilie sowie der Ein-Elternfamilie übertroffen wird. 2
Eine Erfindung der Neuzeit sind Stieffamilien dennoch nicht. Aufgrund der hohen Wochenbettsterblichkeit und infolge von Kriegen waren sie in früheren Zeiten ebenso verbreitet, sodass nach dem Zweiten Weltkrieg etwa ein Viertel der Kinder eine neue Partnerschaft eines Elternteils erlebte. Geändert haben sich allerdings die Entstehungshintergründe, denn während Stieffamilien bis in das 20. Jahrhundert in der Regel eine durch Schicksalsschläge erzwungene Lebensform darstellten, um das wirtschaftliche Überleben der Familie zu sichern, werden sie heute frei gewählt und entstehen meist nach einer Scheidung oder Trennung. Nur in 6 % der Fälle geht der Gründung einer Stieffamilie der Tod eines Ehepartners beziehungsweise Elternteils voraus, während in rund 88 % eine Trennung und in 8 % eine nichteheliche Geburt ursächlich für die Entstehung des neuen Familiensystems sind. 3
Verwunderlich ist die derzeitig hohe Anzahl an Stieffamilien demnach nicht, denn immerhin hat sich die Scheidungshäufigkeit in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt und liegt mittlerweile bei rund 38 %. Aus etwa der Hälfte der aufgelösten Partnerschaften gehen gemeinsame Kinder hervor, von denen wiederum circa 50 % eine erneute Heirat eines oder sogar beider Elternteile erleben. 4 Von den 15,3 Millionen Kindern, die in einer Familie leben, sind also rund 850 000 Stiefkinder im engeren Sinne, das heißt, sie leben mit einem leiblichen und einem Stiefelternteil zusammen. Erweitert man den Begriff des Stiefkindes um Kinder, die mit einem leibli- 2 vgl.Krähenbühl, 1991, S. 21 f. / Horstmann, 1994, S. 53 f.
3 vgl. Teubner, 2002, S. 1 / Horstmann, 1994, S. 76 / Scheib, 1987, S. 47
4 vgl. Krähenbühl, 1991, S. 21 f. / Horstmann, 1994, S. 53 f.
...
1
chen Elternteil zusammenleben, dessen neuer Partner außerhalb des Teilfamilienhaushaltes lebt, erhöht sich die Zahl um rund 315 000 auf 1,17 Millionen. 5
6 Abb.1: Stiefkinder unter 18 Jahren nach Familienform (Deutschland 1999)
LAT = Ledige, allein erziehende Teilfamilien NEL = Nichteheliche Lebensgemeinschaft
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung
Mein Referat “Stieffamilien - der zweite Anlauf zum Glück?“ soll, ausgehend von einer in Kapitel 2 vorgenommenen Begriffsklärung, einen Einblick in die Strukturen einer Stieffamilie geben. Ich gehe dabei auf die Besonderheiten der Stiefvater- und der Stiefmutterfamilie, der zusammengesetzten sowie der komplexen Stieffamilie ein. Den Entwicklungsprozess, den jede Stieffamilie, unabhängig von ihren struktu- 5 vgl.Teubner, 2002, S. 2
6 Datenbasis: Hochrechnung der Ergebnisse des DJI-Familiensuveys 2000 auf Basis des Mikrozensus
...
2
rellen Gegebenheiten, durchlebt und der sich in die drei Phasen der Trennung bzw. Scheidung, dem Bestehen einer Teilfamilie sowie der Gründung einer Stieffamilie gliedern lässt, stelle ich im 4. Kapitel vor und gehe dabei auf die jeweils in den Phasen zu bewältigenden Aufgaben ein. Das 5. Kapitel beinhaltet die rechtlichen Grundlagen einer Stieffamilie, wobei ich insbesondere die Rechte und Pflichten des Stiefelternteils betrachte. Im Anschluss daran folgen im 6. Kapitel die spezifischen Problembereiche einer Stieffamilie sowie im 7. Kapitel die diesbezüglich von den Familienmitgliedern gewählten Anpassungs- und Konfliktbewältigungsstrategien. Im 8. Kapitel gehe ich auf die Bedeutung von Stieffamilien in der sozialen Arbeit ein, indem ich die spezifischen Beratungsinhalte sowie die Vorgehensweise in der Be-handlung von solchen Familiensystemen vorstelle und einen kurzen Einblick in die präventiven Angebote gebe. Abschließend nehme ich in Kapitel 9 Stellung in Bezug auf die Leitfrage „Stieffamilien - der zweite Anlauf zum Glück?“.
Ausgangspunkt bei der Untersuchung von Stieffamilien war lange Zeit ihr Vergleich mit Kernfamilien, wodurch der Forschungsfokus hauptsächlich auf den Nachteilen lag, die durch das neue Familiensystem entstehen können. Inzwischen sind neuere Ansätze, wie der aus rollentheoretischer Perspektive, entstanden; diesem Ansatz liegt die Annahme zugrunde, dass für eine gelungene kindliche Sozialisation zwei Elternteile als Identifikationsfiguren wichtig sind, unabhängig davon, ob es sich dabei um leibliche oder soziale Eltern handelt. Verglichen mit der Ein-Eltern-Familie ist die Stieffamilie demnach eine gute Voraussetzung für eine gesunde Kindesentwicklung. Ein ebenfalls neuerer Ansatz bezieht sich auf die entwicklungsbezogene, sys-temtheoretische Forschung, die in der Stieffamilie eine Herausforderung sieht, da sich ihr, anders als in den anderen Familienformen, Entwicklungsaufgaben stellen, an denen sie wachsen kann.
Dennoch dominiert in der Literatur weiterhin der defizitorientierte Ansatz, dem auch ich mich in meinen Ausarbeitungen über das Thema der Stieffamilie anschließe. Aus den Erfahrungen eines Praktikums im Jugendamt Burgdorf kenne ich die Problematik der Situation, die sowohl zu dem Zeitpunkt der Trennung als auch bei der Gründung einer neuen Lebensgemeinschaft entsteht. In den zahlreichen Trennungs- und Scheidungsberatungen, die ich dort miterlebte, gewann ich nicht den Eindruck, dass die Betroffenen ihre Lage als Chance begriffen, wie es etwa der entwicklungsbezogene, systemtheoretische Ansatz darstellt. Viel eher scheint es
...
3
mir, dass diejenigen Autoren, welche die neue Familienform aus der rollentheoretischen oder der systemtheoretischen Perspektive betrachten, bemüht sind, das Beste aus der Situation zu machen, anstatt das Unveränderbare durch Pessimismus noch zu verschlimmern.
Zwar mangelt es zu diesem Thema nicht an Literatur, ein Großteil der Autoren macht jedoch persönliche Erfahrungsberichte zur Grundlage seiner Ausführungen. Für Mitglieder einer Stieffamilie, welche ihre eigene Situation unter Umständen in den Schilderungen wieder finden, mag das sicherlich hilfreich sein, für meine Ausarbeitungen erweisen sich diese Schriften jedoch als nicht besonders nützlich. Mein Hauptaugenmerk liegt deswegen auf dem unter anderem von Verena Krähenbühl verfassten Werk „Stieffamilien. Struktur - Entwicklung - Therapie“ sowie der Arbeit von Sigrun Ritzenfeldt, welche die Familienbeziehungen und -strukturen in Stiefvaterfamilien beleuchtet.
...
4
Arbeit zitieren:
Sabrina Heuer, 2006, Stieffamilien - der zweite Anlauf zum Glück?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Sabrina Heuer's Text Stieffamilien - der zweite Anlauf zum Glück? ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sabrina Heuer hat den Text Stieffamilien - der zweite Anlauf zum Glück? veröffentlicht
Sabrina Heuer hat einen neuen Text hochgeladen
Violoncello-Schule - Band 2: Zweite bis fünfte Lage
Justus Johann Friedrich Dotzauer, Johannes Klingenberg
Claudia Emmert, Eckart Flöther, Maximilian Forschner, Konrad Klek, Jörg Zirfas
Struktur - Entwicklung - Thera...
Verena Krähenbühl, Hans Jellouschek, Margarete Kohaus-Jellouschek, Roland Weber
0 Kommentare