Danksagung
Ich danke Frau Ing. Katharina Heil und meiner Familie für die Unterstützung und die Kraft welche ich erhalten habe. In besonderem Maße gilt der Dank auch Herrn DI Gerhard Stelzer sowie Herrn Dr. Michael Terler für die wertvollen Hinweise und die Unterstützung im Rahmen dieser Arbeit. Danken möchte ich auch Frau Dr. Anja Schmitt Bender für ihr Engagement und die damit verbundene Aufarbeitung der Hintergründe der Patentbewertung. Weiters gilt der Dank den Herren Ing. Josef Weidinger und Ing. Ferdinand Stadlmann von der BEKO AG und Herrn Msc. Reinhard Boschanig von der AVL List GmbH, welche mich bei meinem Studium unterstützen.
II
Zusammenfassung
Im den letzten Jahrzehnten wurde die Bewertung von Patenten als Unternehmenswert zunehmend wichtiger. Vor allem die Valuierung der monetären Werte eines Patents bietet hier ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Die Zielsetzung dieser Arbeit liegt in der Darstellung der Vorteile einer speziellen Methode genannt apud - Modell für Klein- und Mittelbetriebe. Um dies möglich zu machen werden zunächst die Vor- und Nachteile der retrospektiven Valuierungs- und Evaluierungsmethoden dargestellt und darauf Bezug genommen. Die Arbeit basiert auf Recherchearbeiten, welche im Zeitraum von Dezember 2008 bis April 2009 stattfanden und auf Interviews welche in diesem Zeitraum geführt wurden. Das Ergebnis zeigt ein nicht direkt monetär interpretierbares Ergebnis des apud - Modells welches allerdings auf eine breite Anwendbarkeit und damit auf Flexibilität für Unternehmen setzt.
Abstract
The area of patents has become increasingly important for companies over the last number of decades. Especially the patent valuation offered a lot of possibilities so far. It is the aim of this study to outline the advantage of one method called APUD for small and medium sized companies, in contrast to the broad set of scientific methods which already exist. To do this, this study focuses on the group of bottom-up valuation and other evaluation methods where the advantages and disadvantages got compared to the APUD method. In order to do that information was collected over a 4 month period between December 2008 and March 2009. The study is based on the information obtained from the research and on interviews done during that time. The advantages and disadvantages are shown for the so called classical methods as well as for the APUD method. The result makes that the APUD method provides a value which is not a monetary one and is based on a broad set of evaluation criterions. Therefore it can be used in different cases, what provides flexibility for the companies.
III
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Darstellung des Patentwert 2
2.1 Intellektuelles Kapital. 2
2.2 Wert, Preis und Kosten. 3
2.3 Ökonomische Bedeutung 4
3 Anlässe und Zweckabhängigkeit der Patentbewertung. 6
3.1 Anlässe für eine Patentbewertung. 6
3.1.1 Wirtschaftliche Bewertungsanlässe 6
3.1.2 Rechtliche Bewertungsanlässe. 7
3.2 Zweck der Patentbewertung. 8
4 Zugänge zur Wertermittlung. 11
4.1 Antizipative Patentbewertung 11
4.2 Retrospektive Patentbewertung 13
4.2.1 Valuierung von Patenten 13
4.2.2 Evaluierung von Patenten. 21
4.2.3 Patentbewertung durch Indikatorenmodelle. 22
5 apud Modell 23
5.1 Allgemein. 23
5.2 Bewertungsaspekte 23
5.3 Anwendungsbereich 26
6 Fazit 27
7 Literaturverzeichnis 28
8 Anhang Inhaltsverzeichnis 29
IV
Abbildungsverzeichnis
Abb. 2-1: Struktur des intellektuellen Kapitals im Unternehmen ............................2 Abb. 2-2: Wert und Preis eines Patents .................................................................4 Abb. 4-1: Ableitung der Patentstrategie aus Technologie- und Kompetenzportfolio und deren operative Realisierung ........................................................12 Abb. 4-2: Übersicht Patentbewertungsmethoden.................................................13 Abb. 4-3: Cashflow eines Patents während seiner Nutzungsdauer .....................19 Abb. 5-1: Schema: Das apud - Modell (Teil 1 Schutzrecht).................................24 Abb. 5-2: Schema: Das apud - Modell (Teil 2 Produkmarkt) ...............................25
Tabellenverzeichnis
Tab. 3-1: Bewertungsfunktion und Bewertungszweck ...........................................9 Tab. 4-1: Methodenübersicht und Zuordnung zu den Bewertungsansätzen und
1 Einleitung
„Heute weiß man von allem den Preis, von nichts den Wert“ (nach Oscar Wilde) 1
Die Bestimmung des Werts wird vor allem im Bereich der Schutzrechte aber immer wichtiger. Dabei zählen aber nicht nur große Konzerne sondern auch der mittlerweile global agierende Mittelstand zu den Technologieträgern.
Wie wichtig dabei eine auf die Branche wie auch die Sicht des Unternehmens ausgerichtete Technologiebewertung ist, zeigen kostenintensive Entwicklungen welche schlussendlich nicht am Markt angenommen wurden. Die Patentbewertung ist hier als entscheidender Baustein einer gesamten Schutzrechtsbetrachtung zu sehen. Daraus werden Entscheidungen zur Weiterverfolgung von Entwicklungen sowie zur Anmeldung oder Aufrechterhaltung von Schutzrechten abgeleitet.
Das Ziel dieser Arbeit liegt in der Erläuterung des Patentwerts sowie in der Darstellung des komplexen Zuganges zur Patentbewertung und darüber hinaus in der Präsentation eines flexiblen Modells zur Patentbewertung für Klein- und Mittelbetriebe, welches vom Arbeitskreis für Patentrecht der Universität Düsseldorf entwickelt wurde. Dazu werden auch die Bewertungsanlässe und Orientierung der Patentbewertung dargestellt.
Damit richtet sich diese Arbeit an Personen welche die Bedeutung von Schutzrechten und Technologien für ihre Entwicklungen oder Unternehmen erkannt haben und hier einen ersten Einstieg mit Modellerläuterung suchen.
1 Vgl.: Wurzer, Alexander/Reinhardt, Dieter (2006): Bewertung technischer Schutzrechte. Köln: Carl
Heymanns Verlag. S. 7.
1
2 Darstellung des Patentwertes
2.1 Intellektuelles Kapital
In Abb. 2-1 wird das intellektuelle Kapital eines Unternehmens dargestellt.
„Intellektuelles Kapital wird synonym auch als immaterielle Werte (immaterielle Vermögenswerte, immaterielle Wirtschaftsgüter, immaterielle Güter, intangible assets, intellectual assets) bezeichnet. Die Bedeutung von immateriellen Werten für Unternehmen sowie die Wichtigkeit der Messung dieser Werte wird von den Erfindern der balanced scorecard, Kaplan und Norton wie folgt beschrieben: >>Wer den Nutzen immaterieller Werte messen kann, hat den heiligen Gral des Rechnungswesens gefunden. [Immaterielle Werte] sind für viele Firmen weitaus wertvoller als ihre materiellen Vermögensgegenstände. [Immaterielle Werte] sind eine wichtige Quelle nachhaltiger Wettbewerbsvorteile. Wenn Führungskräfte also
2 Quelle: Wurzer/Reinhardt (2006): Bewertung. S. 7.
2
eine Möglichkeit fänden, den Wert ihrer immateriellen Güter zu bestimmen, könnten sie die Wettbewerbsposition ihres Unternehmens einfacher und genauer messen und managen<<.“ 3
„Patente gehören zum intellektuellen Kapital (intellectual capital, IC, intellektuelles Vermögen, knowledge based capital) eines Unternehmens. Definition Umgang und Messung von intellektuellem Kapital werden intensiv diskutiert. Die wirtschaftliche Entwicklung ist durch die Dematerialisierung der Unternehmen gekennzeichnet, wobei das intellektuelle Vermögen zum zentralen Faktor des Unternehmenserfolgs wird. Sullivan fasst das Konzept des intellektuellen Kapitals in die Formel: >>Intellectual capital is knowledge that can be converted into profits<<. Die Strukturkomponenten Humankapital, Kundenkapital und Strukturkapital bilden das intellektuelle Vermögen eines Unternehmens.“ 4
2.2 Wert, Preis und Kosten
„Möchte man den Wert eines Patents als ökonomischen Wert definieren, so gilt mit Wöhe: Der Wert eines Patents ist determiniert durch den Nutzen, den dieses Patent zur Bedarfsdeckung generiert.“ 5
Der Wert eines Patents an sich kann nun als objektiver oder subjektiver Wert verstanden werden. Nach der objektiven Werttheorie ist der Wert eine direkte Eigenschaft eines Objekts, während nach der subjektiven Werttheorie der Wert in der Beziehung zwischen Gegenstand und Betrachter begründet ist. Im Ergebnis wird von einem objektivierten Wert ausgegangen, welcher sich im Rahmen der Fortführung des wirtschaftlichen Nutzungskonzepts eines Patents ergibt. 6
„Der Preis ist der Geldbetrag, der beim Eigentümerwechsel eines Patents vom Käufer an den Verkäufer gezahlt wird. Der Preis ist Verhandlungssache und auf dem
3 Wurzer/Reinhardt (2006): Bewertung. S. 7.
4 Wurzer/Reinhardt (2006): Bewertung. S. 6.
5 Wurzer, Alexander (2006): Methoden der Patentbewertung. Bestandsaufnahme. In: Arbeitspapier
zum Workshop Patentbewertung. 1. Auflage. Hrsg. von Zentrum für gewerblichen Rechtsschutz (CIP).
Düsseldorf: S. 14.
6 Vgl.: Wurzer (2006): Methoden. S. 14.
3
Arbeit zitieren:
Wolfgang Knöbl, 2009, Patentbewertung - Ermittlung von immateriellen Werten , München, GRIN Verlag GmbH
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