Teilnahme am Welthandel als entwicklungspolitische Strategie?
i
- Ein Vergleich zwischen Brasilien und Südkorea
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis iii
Tabellenverzeichnis iii
Abk ürzungsverzeichnis iv
1. Einleitung 1
2. Der Einfluss von Handel auf die Entwicklung einer Volkswirtschaft aus Sicht der
Au ßenhandelstheorie 2
2.1. Die klassische Außenhandelstheorie 2
2.1.1. Absolute Kostenvorteile 2
2.1.2. Theorie relativer Kostenvorteile 4
2.2. Neoklassische Außenhandelstheorie 7
2.3. Kritik an der traditionellen Außenhandelstheorie als Grundlage für eine entwicklungspolitische
Strategie 8
2.3.1. Fixe Ressourcen 9
2.3.2. Nationale Faktormobilität 9
2.3.3. Konstante Skalenerträge und vollkommener Wettbewerb 10
2.4. Neue Außenhandelstheorie 10
2.4.1. Steigende Skalenerträge 10
2.4.2. Monopolistischer Wettbewerb und Außenhandel 11
2.5. Zwischenergebnis 13
3. Politik des internationalen Handels 14
3.1. Importsubstituierende Industrialisierung 14
3.1.1. Rechtfertigung der Importsubstitution 14
3.1.1.1. Prebisch-Singer-Hypothese 14
3.1.1.2. Erziehungszollargument: Infant Industry Theorem 15
3.1.1.3. Dumping 15
3.1.2. Instrumente der Importsubstitution 16
3.1.2.1. Zölle 16
3.1.2.2. Kontingente 18
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ii
- Ein Vergleich zwischen Brasilien und Südkorea
3.1.3. Kritik an der importsubstituierenden Industrialisierung 19
3.2. Exportförderung 20
3.3. Zwischenergebnis 22
4. Der Einfluss von Handel auf die Entwicklung einer Volkswirtschaft
aus empirischer Sicht 23
4.1. Brasilien - Industrialisierung durch Importsubstitution? 23
4.1.1. Die Volkswirtschaft Brasiliens vor der Weltwirtschaftskrise 23
4.1.2. Die erste Phase der Importsubstitution 1929 - 1954 24
4.1.3. Die zweite Phase der Importsubstitution 1955 - 1964 25
4.1.4. Das brasilianische Wirtschaftswunder 1964 - 1974 26
4.1.5. Rückkehr der Importsubstitutionspolitik 27
4.1.6. Importsubstitution als erfolgreiches Entwicklungskonzept? 27
4.2. Südkorea - Entwicklung durch Exportförderung? 28
4.2.1. Die Volkswirtschaft Südkoreas - Charakteristika und Entstehung 29
4.2.2. Die Importsubstitutionspolitik Südkoreas 1945 - 1961 29
4.2.3. Die 1. Phase der Exportförderungspolitik Südkoreas 1962 - 1973 30
4.2.4. Die 2. Phase der südkoreanischen Exportförderungspolitik 1974 - 1979 31
4.2.5. Die Liberalisierung ab 1980 31
4.2.6. Exportförderung als erfolgreiches Entwicklungskonzept? 32
4.3. Wichtige Aspekte eines Vergleichs der Ländererfahrungen 33
5. Schlussbetrachtung 34
A. Anhang 36
B Literaturverzeichnis 41
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2-1 Darstellung komparativer Vorteile Land A................................................... 5
Abbildung 2-2 Darstellung komparativer Vorteile Land B................................................... 5
Abbildung 2-3 Wohlfahrtseffekte nach Aufnahme von Handel........................................... 6
Abbildung 2-4 Wohlfahrtsgewinne im neoklassischen Modell............................................ 8
Abbildung 2-5 Angebotsmonopol und Importe.................................................................... 12
Abbildung 3-1 Importsubstitution durch Einführung eines Zolls (kleines Land) ................. 17
Abbildung 3-2 Wirkung einer Vergabe von Importlizenzen (kleines Land)......................... 18
Abbildung 3-3 Auswirkungen einer Exportsubvention........................................................ 20
Abbildung I Anteil Kaffee- und Industriegüterexporte am Gesamtexport........................ 36
Abbildung II Durchschnittlicher Zoll................................................................................. 36
Tabellenverzeichnis
Tabelle 2-1 Absoluter Kostenvorteil als Grundlage für Handel....................................... 3
Tabelle 2-2 Gewinne aus Spezialisierung pro Einheit.................................................... 4
Tabelle I Jährliche Wachstumsraten des BIP sowie des Industrie- und
Agrarsektor.................................................................................................. 37
Tabelle II Jährliche Wachstumsraten des allgemeinen Preisniveaus.......................... 37
Tabelle III Jährliche Wachstumsraten der Exporte insgesamt, im Agrar-,
Bergbau- und Industriesektor...................................................................... 38
Tabelle IV Zentrale ökonomische Indikatoren in den 1960er Jahren............................ 38
Tabelle V Anteil der Güterarten an Exporten............................................................... 39
Tabelle VI Zentrale ökonomische Indikatoren in den 1970er Jahren………................. 39
Tabelle VII Veränderung des Bruttoinlandsproduktes ausgewählter G20 zur
Vorperiode................................................................................................... 40
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Abkürzungsverzeichnis
BIP Bruttoinlandsprodukt
BSP Bruttosozialprodukt
G20 Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer
H-O-M Heckscher-Ohlin-Modell
IS Importsubstitution
t-o-t terms of trade
US United States
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1. Einleitung
Der Zusammenhang von Handel und der Entwicklung einer Volkswirtschaft ist seit Jahrzehnten Gegenstand volkswirtschaftlicher Diskussion und hat über die Jahre zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies lässt sich u. a. auf einen Anstieg des Welthandels zurückführen. Während 1950 die Weltexporte noch ca. 60 Mrd. US-Dollar betrugen, wurden sie bis zum Jahr 1960 auf fast 120 Mrd. 1 Diese Entwicklung ist vor allem US-Dollar verdoppelt und bis zum Jahr 2000 sogar verzwanzigfacht.
im Zuge der Globalisierung und der Öffnung der Volkswirtschaften vieler Länder zu sehen. Allerdings partizipierten nicht alle Staaten im gleichen Maße an dieser Entwicklung. Während einige Volkswirtschaften ihr wirtschaftliches Handeln exportorientiert betrieben haben, haben andere versucht, die heimische Volkswirtschaft durch Protektionismus gegen Außenhandel abzuschirmen. Diese Unterschiede zeigen, dass besonders für Entwicklungsländer immer wieder die Frage nach der Strategie im Mittelpunkt steht, die die angestrebte Entwicklung ermöglicht. Diese Strategie kann auf unterschiedlichen theoretischen und politischen Ansätzen gründen.
Die vorliegende Arbeit soll dazu beitragen zu klären, welchen Einfluss Handel auf das Wachstum einer Volkswirtschaft hat. Ruft die Öffnung einer Volkswirtschaft Wohlfahrtseffekte hervor und ist dementsprechend der Entwicklung einer Volkswirtschaft zuträglich? Oder erschwert bzw. behindert die Teilnahme am Welthandel gar die erfolgreiche Entwicklung einer Volkswirtschaft? Zur Klärung dieser fraglichen Korrelation wird zunächst die Theorie des Außenhandels herangezogen und geprüft, in wieweit diese Rückschlüsse für die Beziehung zwischen der Teilnahme am Welthandel und der wirtschaftlichen Entwicklung von Staaten liefert. In diesem Zusammenhang werden in Kapitel 2 ausgewählte Ansätze der klassischen, neoklassischen und neuen Außenhandelstheorie speziell auf ihren erklärenden Beitrag zur Entwicklung einer Volkswirtschaft untersucht. Im Rahmen dieser Darstellung soll außerdem eine kritische Betrachtung der ausgewählten Theorien im Hinblick auf die Gültigkeit dieser für Entwicklungsländer gegeben werden. Auf Grund der zahlreich veröffentlichten Ansätze zu diesem Thema kann die Arbeit jedoch keine vollständige Analyse bieten, sondern wird sich auf Theorien, die in der volkswirtschaftlichen Diskussion vorherrschend sind bzw. waren, beschränken. Die vorliegende Arbeit wird sich im theoretischen Bereich darüber hinaus ausschließlich auf die bereits erwähnte Außenhandelstheorie konzentrieren und die Zusammenhänge von Handel und Entwicklung innerhalb der Wachstumstheorie ausblenden.
Die in Kapitel 2 gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen der Außenhandelstheorie haben darüber hinaus Einfluss auf die politische Ausrichtung von Volkswirtschaften in Bezug auf handelsinduziertes Wachstum. In Kapitel 3 sollen daher mögliche handelspolitische Ausrichtungen von Volkswirtschaften vorgestellt werden. Dabei können die politisch Verantwortlichen entweder eine exportfördernde oder eine protektionistische Politik befürworten. Auf Grundlage der Ausgangsfrage sollen diesbezüglich Argumente und Instrumente der beiden Alternativen theoretisch vorgestellt werden und die Strategien
1 Vgl.: Heller/Zweifel (1997), S. 1.
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ebenfalls auf ihren fraglich positiven Einfluss auf die Entwicklung einer Volkswirtschaft untersucht werden.
Zur empirischen Überprüfung der vorangegangen Ergebnisse folgt in Kapitel 4 eine Darstellung von zwei Volkswirtschaften, die innerhalb der letzten 50 Jahre den Sprung vom Entwicklungsland zum Schwellenland geschafft haben - Brasilien und Südkorea. Es soll geprüft werden, inwiefern die Teilnahme am Welthandel zu dieser Entwicklung beigetragen hat und die zuvor beschriebenen Theorien bzw. Strategien anhand der Fallbeispiele Bestätigung finden.
Im abschließenden Kapitel 5 wird eine resümierende Übersicht über die erlangten Ergebnisse gegeben sowie in Folge dessen versucht, die Ausgangsfrage zu beantworten.
2. Der Einfluss von Handel auf die Entwicklung einer
Volkswirtschaft aus Sicht der Außenhandelstheorie
Die Außenhandelstheorie bietet diverse Ansätze, z. B. zur Erklärung der Ausgestaltung internationaler Wirtschaftsbeziehungen, der Gründe für die Aufnahme von Außenhandel oder dessen Effekte auf eine Volkswirtschaft. Die nachfolgende Darstellung soll lediglich ausgewählte Theorien internationalen Handels betrachten und diese auf ihre Anwendbarkeit als Erklärung für den fraglichen Zusammenhang der Teilnahme am Welthandel und der damit verbundenen Wohlfahrtseffekte einer Volkswirtschaft prüfen. Dabei werden Wohlfahrtseffekte und die positive Entwicklung von Volkswirtschaften sinngemäß miteinander verknüpft.
2.1. Die klassische Außenhandelstheorie
Erste Argumente für die Aufnahme freien, grenzüberschreitenden Handels lassen sich in den Veröffentlichungen Adam Smiths (1723 - 1790) und David Ricardos (1772 - 1823) finden, deren Arbeiten die klassische Volkswirtschaftslehre entscheidend geprägt haben. Da eine zentrale Fragestellung der klassischen Volkswirtschaftslehre den Zusammenhang zwischen Wachstum und Handel betrifft, soll die nachfolgende Betrachtung mit der klassischen Außenhandelstheorie beginnen.
2.1.1. Absolute Kostenvorteile
Adam Smiths Theorie absoluter Kostenvorteile geht von einer 2 x 2 x 1- Ökonomie aus. Das heißt, zwei Länder produzieren zwei Güter, ausschließlich durch den Einsatz eines Produktionsfaktors
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(Arbeit). Unter der Annahme konstanter Skalenerträge, vollkommenen Wettbewerbs, nationaler Faktormobilität/internationaler Faktorimmobilität, nicht-existenten Transportkosten und
unterschiedlichen Produktionsfunktionen beider Länder lässt sich ein Vorteil durch Handel erzielen, wenn jedes Land ausschließlich das Gut produziert, für dessen Produktion es absolut weniger 2 Diese These begründet Smith wie folgt: Arbeitseinheiten, die in der Arbeitseinsatz benötigt.
Produktion des - im Vergleich zu Land 2 - absolut arbeitsintensiver produzierten Gutes B des Landes 1 gebunden sind, könnten durch Spezialisierung und Aufnahme von Außenhandel effizienter in der Produktion des Gutes A eingesetzt werden. Land 1 würde sich ausschließlich auf die Produktion des Gutes A spezialisieren und könnte dessen Produktion durch die frei gewordenen Faktorkapazitäten ausdehnen. Dies lässt sich durch ein Zahlenbeispiel verdeutlichen (vgl. Tabelle 2-1): Um eine Tafel Schokolade (Gut 1) herzustellen, benötigt Land A 3 Arbeitsstunden, während Land B für die selbe Menge Schokolade 12 Stunden benötigt. Beide Volkswirtschaften produzieren neben Schokolade auch Autos. Für die Produktion eines Autos bedarf Land A 6 Stunden und Land B 4 Stunden.
Die Produktionsverhältnisse zeigen, dass Land A Schokolade und Land B Autos schneller und damit kostengünstiger produzieren kann als das jeweils andere Land. Spezialisieren sich nun beide Länder auf die Produktion des jeweiligen Gutes, für das sie einen absoluten Kostenvorteil besitzen, kann Land A durch die 6 frei gewordenen Arbeitsstunden, die in der Autoproduktion benötigt wurden, 2 zusätzliche Einheiten Schokolade produzieren. Land B, das keine Schokolade mehr produziert, sondern diese nun importiert, kann die 12 ungebundenen Arbeitsstunden in die zusätzliche Produktion von 3 Autos investieren. Tabelle 2-2 zeigt die Steigerung des Outputs durch Spezialisierung und Aufnahme von Außenhandel. Trotz unveränderter Anzahl der Inputeinheiten konnte der weltweite Schokoladen- und Auto-Ertrag durch die Verlagerung des Produktionsfaktors Arbeit in die Produktion des absolut günstiger produzierten Gutes um 1 bzw. 2 Einheiten Schokolade bzw. Autos gesteigert werden. Im Zuge der Spezialisierung würde Land A einen Teil der Mehrproduktion des Gutes A im Tausch gegen Gut B exportieren.
2 Vgl.: Williamson (1983), S. 23.
3 Eigene Darstellung.
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Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich durch die Aufnahme von Handel im Zuge der 5 Man spricht von internationalen Arbeitsteilung der Output durch Spezialisierung erhöht hat. Spezialisierungsgewinnen. Die Mehrproduktion von Gütern im Vergleich zur Autarkiesituation führt darüber hinaus zu einer gestiegenen Konsummöglichkeit und somit zu sogenannten Konsumgewinnen. Um Adam Smiths Theorie der absoluten Kostenvorteile allerdings als Erklärung für Wirtschaftswachstum und damit als Argument für die Öffnung der Volkswirtschaft als entwicklungspolitische Strategie heranziehen zu können, muss beachtet werden, dass dauerhaft absolute Unterschiede in der Produktivität des Faktors Arbeit zwischen zwei Ländern vorliegen 6 müssen, um den entscheidenden absoluten Kostenvorteil herausbilden zu können.
2.1.2. Theorie relativer Kostenvorteile
David Ricardos Theorie relativer Kostenvorteile gilt als Erweiterung der Theorie absoluter Kostenvorteile. Sie beschreibt Wohlfahrtseffekte durch Handel auch für Länder, die keinen absoluten Kostenvorteil besitzen. Ausgehend von den Annahmen des Smith’schen Modells sollte sich demnach jedes Land auf das Gut spezialisieren, dass es zu den geringsten Opportunitätskosten herstellen 7 Das jeweils andere Gut sollte aus kann, für das es also einen relativen (komparativen) Vorteil besitzt. dem Ausland importiert werden. Die Wohlfahrtseffekte dieses Modells werden im Folgenden graphisch veranschaulicht. Dazu wird zunächst die Transformationskurve eingeführt, die die Produktionsmöglichkeiten der beiden Länder A und B für die Güter 1 und 2 darstellt. Abbildung 2-1 zeigt im Vergleich zu Abbildung 2-2 für Land B eine höhere Transformationskurve für beide Güter und stellt damit den absoluten Kostennachteil des Landes A dar. Entscheidend für die Vorteilhaftigkeit von internationalem Handel sind jedoch die relativen Kostenvorteile und damit die Steigung der beiden
4 Eigene Darstellung.
5 Vgl.: van Marrewijk (2003), S. 32.
6 Vgl.: Kjeldsen-Kragh (2002), S. 91.
7 Vgl.: Krugmann/Obstfeld (2004), S. 39.
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8 Die Abbildungen zeigen, dass Land A in Autarkie annahmegemäß 10 Transformationskurven.
Einheiten des Gutes 2 und 18 Einheiten des Gutes 1 produziert. Land B produziert in Autarkie 40 Einheiten Gut 1 und 20 Einheiten des Gutes 2. Betrachtet man die Steigungen der beiden Kurven, so wird deutlich, dass Land A sich auf die Produktion des Gutes 2 spezialisieren sollte, da die Opportunitätskosten einer zusätzlichen Einheit des Gutes 2 ( 3/5) geringer sind als die des Landes B ( 1).
Nehmen beide Länder nun gemäß der Theorie relativer Kostenvorteile Handel auf, stellen sich die Wohlfahrtseffekte am Beispiel des Landes B wie folgt dar (siehe Abb. 2-3): Durch die Öffnung findet nun ein Austausch der Güter statt und es bildet sich ein Preisverhältnis von Exportgut zu Importgut, 11 das als terms of trade bezeichnet wird . Die Nachfrage des Exportgutes des Landes B, die durch den
zusätzlichen Absatz auf dem Weltmarkt gestiegen ist, impliziert eine Preiserhöhung. Das Importgut des Landes B wird hingegen billig im Ausland gekauft. Durch die Aufnahme von Handel ist es Land B 12 Gleiches gilt für nun möglich, im Tausch für seine exportierten Waren mehr Importgüter zu erhalten. Land A. Die terms of trade für Land B, die dementsprechend das Verhältnis der Waren, die im Tausch gegen Exportgüter importiert werden können, ausdrücken, sind gestiegen. Da durch die vollständige Spezialisierung des Landes B auf Gut 1 und die Aufnahme von Welthandel Produktions- und Absatzmenge nicht mehr identisch sein müssen, ergibt sich eine Konsummöglichkeitskurve, die über der Produktionsmöglichkeitenkurve liegt. Es ergibt sich der neue Konsumpunkt Q.
8 Vgl.: Carbaugh, R. (1995), S. 29.
9 Eigene Darstellung, numerische Anlehnung an Rübel (2004), S. 27.
10 Eigene Darstellung, numerische Anlehnung an Rübel (2004), S. 27.
11 Vgl.: Zweifel/Heller (1997), S. 77.
12 Vgl.: Rübel (2004), S. 29.
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Jil-Katharina Mahler, 2009, Teilnahme am Welthandel als entwicklungspolitische Strategie, München, GRIN Verlag GmbH
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