Die Beziehungen Algeriens und Frankreich in der Vergangenheit und Gegenwart
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
Gemeinsame Geschichte der Kolonialzeit 3-6
Beziehungen nach der Kolonialzeit von 1962-2003 7
Beziehungen in der Gegenwart von 2003 bis 2007 7-10
Politische Beziehungen 7-9
Wirtschaftliche Beziehungen 9-10
Kulturelle , wissenschaftliche und technische Beziehungen 10
Fazit 11
Literaturverzeichnis 12-13
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Die Beziehungen Algeriens und Frankreich in der Vergangenheit und Gegenwart
Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Beschreibung und Analyse der Beziehungen zwischen den Ländern Algerien und Frankreich in der Vergangenheit und Gegenwart. Aus der 132 Jahre andauernden Kolonialherrschaft haben sich viele verschiedene Einflüsse in beiden Gesellschaften ergeben, die maßgebliche Auswirkungen auf die heutigen Beziehungen haben. Auf Grund der gemeinsamen Vergangenheit und den daraus erwachsenen interkulturellen Problemen, ist zunächst eine umfassende geschichtliche Analyse notwendig, um die heutigen Beziehungen sachgerecht und umfassend verstehen zu können. Die gegenwärtige Relation ist unter dem Geschichtspunkt der weltweiten Ressourcenknappheit besonders interessant, da die Abhängigkeit der wirtschaftsstarken Länder steigt. Das Verhältnis der beiden Länder wird von vielen weiteren Konfliktlinien durchzogen. Nur ein Beispiel von Vielen ist der weltweite islamistische Terror, der auch in Algerien seine Ableger findet. Neue Brisanz erhält die Analyse auch durch die Pläne, die besonders von dem französischen Präsidenten Sarkozy gefördert werden, eine Mittelmeerunion zu gründen. Durch diese Entwicklung würde ein komplett neues Zeitalter in den algerischfranzösischen Beziehungen eingeläutet werden. Um diese komplexe Analyse angemessen durchführen zu können, erfolgt zunächst die Beschreibung der gemeinsamen kolonialen Vergangenheit. Danach werden die Entwicklungen nach 1962 beschrieben, um letztendlich die gegenwärtigen Beziehungen unter den Aspekten Politik, Wirtschaft und Kultur zu untersuchen.
2. Gemeinsame Geschichte der Kolonialzeit
Auf Grund einer unbezahlten Kornrechnung ordnete König Charles X. die Blockade des Seehafens von Algier an. Diese im Jahre 1827 begonnene Belagerung dauerte drei Jahre und führte zu der Einnahme des Hafens, sowie der Häfen von Oran, Arzew und Bougie. 1831 überzeugte das Militär König Louis-Philippe davon, den Neuerwerb vor den Osmanen zu schützen, in dem er eine Fremdenlegion gründete. Erst 1840 nachdem viele Siedler angegriffen wurden, beschloss Frankreich die vollkommene Eroberung Algeriens, um weitere Aufstände zu verhindern. Um die Kolonialisierung zu sichern, schickte
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Die Beziehungen Algeriens und Frankreich in der Vergangenheit und Gegenwart
Frankreich in den darauffolgenden Jahren immer mehr französische Siedler nach Algerien, die sogenannten „Colons“. Die Zahl stieg von 27.000 im Jahr 1841 auf fast 580.000 zur Jahrhundertwende. Allerdings kam die Mehrheit dieser Siedler, trotz der Anstrengungen der französischen Regierung nicht aus Frankreich, sondern aus Malta, Spanien und Italien. Ab dem Jahr 1865 konnten diese europäischen Siedler, die kostenfrei Land in Algerien zugeteilt bekommen hatten, die französische Staatsbürgerschaft erhalten. Algerien war im Gegensatz zu Tunesien und Marokko nicht zu einem Protektorat ernannt worden, sondern zu französischen Boden. Dies hatte zu Folge, dass Algerien der Kolonialmacht unterworfen wurde und darüberhinaus die juristische Eigenstaatlichkeit, die Marokko und Tunesien behalten konnten, verlor. 1 Seit 1848 waren die drei hinzugekommenen „Departements“ ein Teil Frankreichs geworden. Diese zwei genannten Aspekte verdeutlichen die Komplexivität der Beziehungen zwischen den Ländern Algerien und Frankreich. In folge der Vergabe von Land an die neuen Siedler wurden die einheimischen Bauern enteignet. Aber nicht nur durch die Enteignung, sondern auch durch die hohe Besteuerung verarmten die Bauern. Bis 1874 hatten die „Colons“, den Algeriern 500.000 Hektar Land weggenommen. 2 Diesen blieben nur die unergiebigen und schwerzugänglichen landwirtschaftlichen Gebiete. 3 Die dadurch versursachten Hungersnöte und Seuchen, sowie die vielen Versuche der Bevölkerung gegen die neuen „Herrn“ im Land zu kämpfen, führten dazu, dass die Zahl der Einheimischen von vier auf 2,5 Millionen im Jahre 1890 sank. 4 Die Bevölkerung verlor ihre Grundstücke und damit ihre Ernährungsgrundlage. Ihre Möglichkeiten am öffentlichen Leben teilzunehmen, waren zusätzlich durch das „statut musulman“ sehr beschränkt. Im Gegensatz zu den jüdischen Einwohnern Algeriens, die französische Staatsbürger wurden und das Recht auf privatrechtliche religiöse Rechtssprechung hatten, waren die Algerier nur sogenannte „Untertanen“,
1 Vgl. Ruf, Werner, 1997: Die algerische Tragödie, S.8.
2 Vgl. http://www.lwg.uni-hannover.de/wiki/Zwischen_zwei_Kolonialreichen:_Algerien_im_19.Jahrhundert (30.12.07).
3 Vgl. Ruf, a.a.O. (Anm.1): S.12-16.
4 Vgl. a.a.O. (Anm.2); Stand: (30.12.07).
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Arbeit zitieren:
Jenny Werner, 2008, Die Beziehungen Algeriens und Frankreich in der Vergangenheit und Gegenwart, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Menschenrechte während der Kolonialzeit - Algerien
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Politik - Politische Systeme - Historisches
Hausarbeit, 18 Seiten
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