Gliederungsübersicht Seite
1. Beschreibung der Lebenssituation der Kinder dieser Gruppe 4
1.1 Wie setzt sich die Gruppe zusammen? 4
1.2 Welche Tätigkeiten, Spiele, Aktivitäten bevorzugen die Kinder in
der Einrichtung? 4
1.3 Welche besonderen familiären Bedingungen sind bekannt? 4
1.4 Welche Institutionen Vereine usw. werden von den Kindern in
i h r e r F r e i z e i t g e n u t z t ? 5
2. Beschreibung von bedeutsamen Situationen 6
3. Analyse einer bedeutsamen Situation
Analyse der Situation 2.1 9
4. Planung
4.1 Projektthema 10
4.2 Zielgruppen, Begründung der Auswahl 10
4.3Welche besonderen Fähigkeiten und Schwierigkeiten der Kinder
muss ich bei der Planung berücksichtigen? 10
4.4 Was möchten die Kinder vermutlich gerne lernen, wissen,
a u s p r o b i e r e n ? 1 0
4.5 Was möchte ich gerne vermitteln, ausprobieren? Worin möchte
ich die Kinder gerne unterstützen? 11
4.6 Übersicht über 3 geplante, zusammenhängende Aktivitäten
mit Einleitung, Hauptteil, Schluss 12
4.7 Begründung für die ausgewählten Methoden einer Aktivität 15
5. Reflexion
5.1 Welche Erfahrung habe ich als verantwortliche „Anleiterin“ gemacht?
Welche Gefühle hatte ich vor, bei und nach der Durchführung? Welche
Auswirkung hatten meine Gefühle auf mich und die Gruppe? 18
5.2 Welche Wünsche und Bedürfnisse der Kinder wurden erfüllt? Woran
habe ich das erkannt? 20
5.3 Inwieweit wurden meine Ziele verwirklicht? Waren die Ziele realistisch? 20
5.4 Welche Konflikte und Schwierigkeiten gab es? Wie bin ich damit
2
u m g e g a n g e n ? 2 1
5.5 Wodurch kam es zu Abweichungen von der Planung? Wie bewerte ich meine Planung und mein Reaktion? 21
5.6 Was würde ich bei ähnlichen Projekten in Zukunft bedenken und verändern? 22
6. Anhang 6.1 Spielanleitung: „Brennball“ 23
6.2 Geschichte: “Wie die Menschen das Feuer entdeckten“ 24
6.3 Spielanleitung: „Feuerschlange“ 25
6.4 Spielanleitung: „Feuerschlangen- Rennen“ 26 6.5 Liedtext: „Feuer“ 27
6.6 Spielanleitung: „Die Feuerschlangenschwanzjagd“ 28
6.7 Kopiervorlage Ausmalbild „Feuerwehr“ 29
6.8 Beobachtungsbögen zum Spielverhalten der Heinzelmännchen- Gruppe 30
6.9 Zweiter Beobachtungsbogen „Sammlung bedeutsamer Situationen, Ereignisse und Erlebnisse 36
Q u e l l e n 3 7
3
1. Beschreibung der Lebenssituation der Kinder dieses Gruppe
1.1 Wie setzt sich die Gruppe zusammen?
¾ Die Heinzelmännchengruppe besteht in der Gruppenzusammenstellung erst seit Sommer 2004.
¾ Die Kinder kennen sich bereits aus anderen Gruppen
¾ bei der Gruppe handelt es sich um eine altershomogene Gruppe im Alter zwischen 5 bis 6 Jahren
¾ die Gruppe besteht aus 20 Kindern, 11 Mädchen und 9 Jungen
¾ ein Junge hat Eltern mit iranischer Herkunft
¾ ein Mädchen hat einen Vater mit italienischer Herkunft
¾ ein Mädchen hat Eltern mit türkischer Herkunft
¾ ein Mädchen hat Eltern mit thailändischer Herkunft
1.2 Welche Tätigkeiten, Spiele, Aktivitäten bevorzugen die Kinder in der Einrichtung?
In der Gruppe sind zurzeit folgende Spiele, Aktivitäten, Tätigkeiten bevorzugt:
¾ spielen von verschiedenen Lernspielen am Computer ( „Grooby“, “Philipp“)
¾ Konstruktionsspiele mit „großen“ Lego- Steinen (Flugzeuge, Panzer)
¾ Malen von Bildern (Mit Buntstiften und Wachsmalern)
¾ Durchführung von Versuchen (Sand- Wasser-, & Farbversuch)
¾ Erlernen von Schriftsprache, erstes „Malen“ von Buchstaben
¾ Rollenspiele (Vater, Mutter, Kind/ Löwe, Katze, Tiger)
¾ Bewegung (Turnen, Klettern, Toben, Wettkampfspiele)
1.3 Welche besonderen familiären Bedingungen sind bekannt?
¾ Ein Mädchen spricht zu Hause überwiegend Englisch
¾ Ein Junge spricht zu Hause überwiegend Türkisch.
¾ Ein Mädchen spricht zu Hause überwiegend Spanisch.
¾ Von zwei Jungen und zwei Mädchen leben die Eltern getrennt.
¾ Ein Mädchen hat keinen Kontakt zu seinem Vater.
¾ Die Eltern von einem Mädchen sind an Alkoholismus erkrankt.
4
1.4 Welche Institutionen; Vereine usw. werden von den Kindern in ihrer Freizeit genutzt?
¾ ein Mädchen spielt im Verein Handball.
¾ drei Mädchen tanzen beim Ballett.
¾ ein Mädchen fährt im Rollschuhverein
¾ ein Mädchen geht zum Ergotherapeuten
¾ ein Mädchen geht zur Logopädie
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2. Beschreibung von bedeutsamen Situationen
2.1
Datum: Freitag 22.10.2004 Uhrzeit: ca. 10.50 Uhr in der Gruppenzeit Ort: Lernwerkstatt am Tisch und basteln Laternen fürs Lichterfest Beteiligte Personen: Kind 1 (5;9), Kind 2 (5;7) und Kind 3 (5;8)
Kind 1, Kind 2 und Kind 3 sitzen am Tisch und basteln ihre Laternen. Kind 1 erzählt, dass er zu Hause eine „echte“ (gekaufte) Laterne hat. Kind 2 und Kind 3 beginnen von ihren Laternen zu erzählen. Kind 2 erzählt, dass seine Laterne sogar echtes Feuer hat. Kind 1 sagt Kind 2, dass man mit so einer Laterne sehr vorsichtig sein muss, weil man sich sonst verbrennen kann. Kind 3 sagt, dass das nicht stimmt und nur die Laterne verbrennen kann. Kind 2 sagt mit lauter Stimme, dass das doch stimmt und er es weiß, weil er schon mal den Feuerversuch gemacht hat. Kind 1 erklärt, dass er auch schon mal den Feuerversuch gemacht hat und sich ein bisschen verbrannt hat. Kind 3, der die Zeit über mit einer Schere in der Hand gespielt hat, sieht Kind 2 nun grinsend an und sagt dann, dass ja bald Lichterfest sei und er dann seine Laterne von zu Hause mitbringen würde und sie ins Lagerfeuer halten würde, damit sie verbrennt. Kind 3 stellt das Verbrennen der Laterne durch Zischgeräusche und schnelles Bewegen der einzelnen Finger da. Kind 1 erklärte ihm mit aufgebrachter Stimme, dass man das nicht machen darf. Kind 2 findet die Idee von Kind 3 jedoch sehr spaßig und erklärte, dass er dies auch mit seiner Laterne machen wird. Kind 2 stellt ebenfalls mit Zischgeräuschen und schnelles bewegen der einzelnen Finger da, wie seine Laterne verbrennt. Kind 1 sagt erneut, dass man das nicht darf. Kind 2 und Kind 3 gehen aber nicht weiter auf Kind 1 ein, sondern malen sich beide kichernd mit vorgehaltener Hand weiter aus, wie die Laternen im Lagerfeuer verbrennen.
2.2 Datum: Donnerstag 28.10.2004 Uhrzeit: ca. 13.15 Uhr in der Freispielphase
Ort: Großraum in einer selbstgebauten Höhle (aus Klettergerüst und Tüchern) Beteiligte Personen: Kind 4 (5,11), Kind 5 (5;6) und Praktikantin (ich)
Kind 5 und Lina sitzen in einer selbstgebauten Höhle. Ich gehe gerade daran vorbei, als Kind 4 nach mir ruft, um mir mitzuteilen, dass Kind 5 etwas essen würde was giftig ist,
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was sie draußen gefunden hat. Als ich in die Höhle sehe, sehe ich Kind 5, die sich schnell etwas aus ihrer Handfläche in den Mund steckt. Kind 4, die hinter mir steht, ruft aufgebracht Kind 5 zu, dass man das nicht essen darf, weil es giftig ist. Ich frage Kind 5, was sie denn draußen gefunden hat, was man essen kann. Kind 5 öffnet ihre Handfläche und zeigt mir ein paar Bucheckern. Kind 4 sieht mich fragend an und erkundigt sich erneut, ob sie Recht hatte, dass die giftig sind. Ich erkläre Kind 4, dass sie nicht giftig sind, aber man auch nicht zu viele davon essen sollte. Danach erkundige ich mich bei Kind 5, woher sie weiß, dass man Bucheckern essen kann. Kind 5 erzählt mir, dass ihre Mutter ihr das erzählt hatte. Außerdem fügt Kind 5 hinzu, dass alles was im Herbst an den Bäumen hängt auch gegessen werden darf. Kind 4, die dem Gespräch „nasepopelnderweise“ zu gehört hat, sieht Kind 5 nun mit hochgezogenen Augenbrauen an, hört auf zu popeln und entgegnet ihr mit ernstem Gesichtsausdruck, dass man nicht alles essen dürfe. Vogelbeeren seien nämlich giftig. Kind 5 sieht mich an. Kind 4 erkundigt sich sofort, ob sie dieses Mal Recht hat und Vogelbeeren giftig sind. Ich sage ihr, dass sie Recht hat und frage die beiden welche Früchte sie noch kennen, die man im Herbst essen kann. Sie nennen mir Äpfel, Birnen & Bucheckern. Ich frage nach ein paar weiteren Herbstfrüchten und ob man sie essen darf (Haselnüsse, Kastanien, Eicheln). Kind 4 und Kind 5 sind sich nur bei der Kastanie einig, dass man sie nicht essen kann. Kind 4 glaubt, dass man Haselnüsse essen kann und Kind 5 weiß es nicht. Eine Eiche meinen beide nicht zu kennen. Ich löse auf welche Früchte man essen kann und frage sie, ob ich ihnen eine Eichel zeigen soll. Welche gleich auf Zustimmung schlägt. Ich gehe mit Kind 4 und Kind 5 in den Biberraum zum Jahreszeitentisch und zeige ihnen eine Eichel. Kind 4 erkennt sie nun, aber Kind 5 gib zu, so etwas noch nie gesehen zu haben.
2.3 Datum: 26.10.2004
Uhrzeit: ca. 13.20 Uhr in der Freispielphase Ort: Großraum am Computer Beteiligte Personen: Kind 2 (5;7) und Erzieherin 1
Kind 2 sitzt vor dem Computer & spielt damit, als die Eieruhr klingelt (Zeichen zum Abwechseln). Erzieherin 1 sagte Kind 2, dass die Zeit um ist und er bitte abwechseln soll. Kind 2 reagiert nicht und spielt weiter. Erzieherin 1 spricht Kind 2 erneut an und sagt ihm, dass andere Kinder auch gerne spielen wollen. Kind 2 steht auf, ohne Erzieherin 1 an zu sehen, um Stanley Platz zu machen, spielt aber weiter. Erzieherin 1
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fordert Kind 2 auf Stanley auch die Maus zu geben. Kind 2 knallt die Maus auf den Computertisch, verschränkt die Arme, legt die Stirn in Falten und zieht die Unterlippe über die Oberlippe, sein Blick ist auf den Monitor des Computers gerichtet. Erzieherin 1 weist Kind 2 darauf hin, das von so einem auf den Tisch knallen die Maus kaputt geht und dann kein Kind mehr spielen kann. Kind 2 reagiert nicht auf sie. Er bleibt unverändert stehen und beobachtet das Spielgeschehen von Stanley auf dem Monitor. Erzieherin 1 erkundigt sich, ob er sie verstanden hat. Kind 2 sieht weiter mit unverändertem Gesichtsausdruck auf den Monitor, nickt aber kurz. Erzieherin 1 erkundigt sich, ob das ein ja sein sollte. Kind 2 sieht Kind 5a kurz aus dem Augenwinkel an und nickt erneut. Gerade als sich Erzieherin 1 vom Computer abwendet, drängelt sich Kind 2 wieder an den Computer und reißt Stanley die Maus weg. Stanley ruft nach Erzieherin 1. Erzieherin 1 fordert Kind 2 auf, jetzt vom Computer weg zu kommen & sich einen Raum zu suchen. Kind 2 reagiert nicht auf sie, sondern spielt weiter. Erzieherin 1 nimmt Kind 2 die Maus aus der Hand und hebt ihn mit der Aufforderung sich einen Raum zu suchen von der Bank. Als sie Kind 2 hinstellen will, lässt er die Beine schlaff und sinkt auf dem Boden zusammen. Erzieherin 1 fordert ihn erneut auf sich jetzt einen Raum zu suchen. Kind 2 verharrt kurz in der zusammengesunkenen Haltung, mit dem Gesicht in den Händen vergraben. Erzieherin 1 fordert Kind 2 auf, aufzustehen und sich einen Raum zu suchen. Kind 2 bewegt sich erst nicht, springt dann aber mit einem lachenden Gesicht auf und rennt aus dem Großraum in die Lernwerkstatt und setzt sich in die Lese- und Hörecke.
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Arbeit zitieren:
Jessica Bork, 2005, Unterrichtsstunde: „Das Feuer“ : Wie die Heinzelmännchen den Umgang mit dem Feuer lernen, München, GRIN Verlag GmbH
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