dem Kind, das mir mit seinem sonnigen Wesen und seinem liebenswerten Tun Freude schenkt und mein Leben in einer nicht beschreibbaren Art und Weise bereichert.
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort 5
zur überarbeiteten, korrigierten und ergänzten 2. Auflage
Kapitel 1 7
Mein erstes Einzimmerappartement
Exkurs zum Thema: Angst, ihren Ursachen und Auswirkungen aus
unterschiedlichen Blickwinkeln
Meine Gefühle und Empfindungen in der pränatalen Zeit ab
„Stumme“ Gespräche zwischen dem Ungeborenen und dem werdenden Opa
Brief an Sarah oder Jan?
Kapitel 2 12
Es ist an der Zeit, endlich umzuziehen
Willkommen auf dieser Welt
Exkurs zum Thema: Liebe, allgemein und auf Kinder bezogen
Mein erstes Lebensjahr
Ein erster Brief an Sarah
Exkurs zum Thema: Liebe in ihrem facettenreichen Erscheinungsbild
Kapitel 3 31
Ich entdecke die Welt auf meine ganz persönliche Art
Ich habe in meinen kurzen Leben schon so allerlei angestellt
Meine Kräfte haben auch schon versagt
Was ich schon alles kann
Worüber ich mir so meine Gedanken mache
Die Sprüche aus dem Kindergarten
Hier sind meine schönsten Sprüche zusammengestellt
Kapitel 4 45
Das zweite Lebensjahr
Sonnen- und Schattenseiten zeigen sich sehr früh in meinem Leben
Briefe an Sarah
Wenn Eltern sich trennen
Exkurs: Zur Problematik von Beziehungsproblemen bei Kindern
Exkurs zum Thema: Spannung und Anspannung
Exkurs zum Thema gesunde Entwicklung - Depression und erkennen
Kapitel 5 78
Mit meinem dritten Lebensjahr beginnt langsam, aber doch sehr früh der Ernst
des Lebens
Exkurs zum Thema: Geborgenheit und Vertrauen
Der Nikolaus hat mich auch schon besucht - Angst, was ist das?
Angst in der Vielfalt ihrer Erscheinungen
Die 7 goldenen Regeln für ein Leben mit Kindern
Kapitel 6 113
Das vierte Lebensjahr in seiner besonderen Problematik und Belastung
Mein erster Start in den Kindergarten
Ich ziehe schon wieder um - dieses Mal aber in die Nähe meines Opas
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Exkurs: Die Problematik des Kaiserschnitts im Blick auf den Aufbau einer Beziehung
Der zweite Start in den Kindergarten
Der neue Kindergarten
Kapitel 7 175
Das fünfte Lebensjahr
Das Krankenhaus von innen erleben - die Operation -
Der Versuche, eigene Vorstellungen von Leben umzusetzen
Der Angst bewusst begegnen
Die erneute Anspannung einer Operation, wenn auch der Ablauf schon bekannt ist
Angst und Anspannung bis in das 6. Lebensjahr fortgesetzt
Kapitel 8 201
Sarah beschreibt ihr Verhältnis zu ihrem Opa
So verändert sich der Mensch eine Kurzdokumentation von Sarahs Leben
und ihre Entwicklung in Bildern dargestellt
Abschließende und zusammenfassende Gedanken 210
Glossar 212
Bibelstellen, chronologisch geordnet 217
Verwendete Literatur 218
Biografie 220
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Vorwort zur überarbeiteten, korrigierten und ergänzten 2. Auflage
Es gibt im Leben so viele schöne Dinge, das allerschönste aber ist nach meiner Einschätzung, die Nachricht vom noch ungeborenen Kind/Enkel und die Zeit des gemeinsamen Gehens eines Lebenswegs, begleiten zu dürfen, als Partner gefragt zu sein, geliebt zu werden.
Neues Leben, wenn auch noch ungeboren, bestimmt den Lebensablauf der betroffenen Familien, nimmt Einfluss an unendlich vielen Stellen und bereichert den Alltag in einer Form, die sich eigentlich kaum darstellen und beschreiben lässt. Wir leben in einer Zeit, in der man für das Hochzeitsfoto schon vorausblickend einen Wechselrahmen kauft. Eine Frage vieler junger und heiratswilliger Menschen lautet: Heirat? Das ist das Problem, denn wie mache ich es richtig - bleibe ich alleine, dann habe ich niemanden zum Sprechen; lebt man aber zu zweit, dann hat man in der Regel nichts zu sagen! Probleme und Fragen, wohin das Auge blickt, die Gedanken schweifen.
Nur eines muss uns Menschen und uns Eltern im Besonderen klar sein:
Dabei ist es im Blick auf eine Elternschaft so enorm wichtig, dass sich die werdenden Eltern mit den neuen Leben und den möglichen Fragestellungen sachlich und liebevoll auseinandersetzen und sich darauf einstellen, dass das, was da auf sie zukommt, kein Besitz ist, kein persönlicher Besitz ist, den sie geschaffen haben und deshalb auch alle Rechte haben, sondern eine „Leihgabe in Verantwortung“ unseres lebendigen Gottes. Dabei wird der Begriff Verantwortung besonders groß geschrieben, denn er prägt die kommenden Monate und Jahre das Leben der Eltern. Elternschaft heißt große Verantwortung zu übernehmen und dabei immer zu bedenken, dass das kleine Menschenkind viel Geduld und Liebe braucht, eine seelische Heimat braucht, Liebe, Geborgenheit und Geduld. Da hat es aber auch noch eine zweite Seite, die Seite des Grenzen Setzens. Grenzen setzen bedeutet, dass das Kind zur Überlebensfähigkeit in immer mehr Eigenverantwortung geführt wird, heißt aber auch, uneingeschränkt für das Kind da zu sein und wenn notwendig, ein Verbot oder eine Einschränkung zum Eintausendsten Mal zu erklären, so, dass es von dem Kind nachvollzogen und umgesetzt werden kann.
Grenzen setzen ist eine Gradwanderung die einen sehr sensiblen Bereich umfasst, der den Sinn oder auch den Unsinn der erforderlichen Grenzen, ergo gute, also sinnvolle Grenzen und unsinnige und damit unnötige Grenzen betrifft, da Sinn und Unsinn in diesem Bereich eben so nahe beieinander liegen wie Baum und Borke. Hier muss demzufolge sehr genau bedacht und sich selbst bewusst gemacht werden, dass falsch gesetzte Grenzen an dem Kinderseelchen sehr großen Schaden anrichten können, der möglicherweise in der Zukunft nicht mehr behebbar und somit korrigierbar ist. Grenzen, müssen also sehr überlegt und verantwortungsbewusst gesetzt werden, nicht als Strafe, sondern als Hilfe, als „Leitplanke auf der Straße des Lebens“, um sicher um die Hindernisse des Alltags herum zu fahren, ohne anderen zu schaden oder selbst sogar Schaden zu nehmen.
Die Situation unserer Kinder ist nicht unbedingt als „normal“ zu bezeichnen, denn sie sind auf der einen Seite im Zentrum der elterlichen, pädagogischen und wirtschaftlichen Aufmerksamkeit und den damit verbundenen hohen Leistungserwartungen und Anforderungen. Auf der anderen Seite häufen sich die Fälle
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von Misshandlungen, Vernachlässigungen und die Verwahrlosung von Kindern. Dieses Geschehen verunsichert die Eltern, Erzieher und Lehrern, sodass es häufig zu starken Schwankungen zwischen Unterforderung oder Überforderung kommt. Da diese Problematik immer wieder beider Beurteilung der Kinder die Betroffenen als defizitär und verhaltensgestört eingestuft wird, wundert es nicht, wenn Diagnosen wie ADHS, oder auch Legasthenie, Entwicklungsstörungen oder psychische Erkrankungen zunehmen. Es ist also nicht überraschend, wenn von den 28.700 Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Heimen oder in betreuten Wohngemeinschaften leben, auf Grund von mangelnder, beziehungsweise eingeschränkter Erziehungskompetenz dort leben. An zweiter Stelle steht mit 35 % die Auffälligkeit im sozialen Verhalten, sowie an dritter Stelle die Auffälligkeit in Schule oder Beruf mit 24 %. Daneben spielen mit 22 % die Gefährdung des Kindeswohls, die unzureichende Förderung und auch Betreuung eine nicht unwichtige Rolle 1 . Um diese äußerst sensiblen und multikausalen Zusammenhänge zu verdeutlichen und nachvollziehbarer zu gestalten, gehe ich bei einigen Themen/Problemfeldern in überschaubaren Exkursen ein; Liebe, Geborgenheit, Angst und Anspannungen, beziehungsweise Spannungen bis hin zur Frage von Verhaltenauffälligkeiten und Depressionen bei Kindern, die mit Hilfe eines Kaiserschnittes zu Welt kamen, sind dabei die Schwerpunkte. Im Zuge dieser Problemfelder war es nicht möglich, ohne medizinische Informationen und Termini auszukommen. Ich habe versucht, alle fachspezifischen Aussagen verständlich zu beschreiben und entsprechende Erklärungen nochmals im Glossar eingefügt.
Ziel meines Buches ist einerseits die Darstellung des Miterlebens einer wundervollen Entwicklung, aber auch die Anregung über unterschiedliche, sehr wohl aber problematische Themenkreise nachzudenken und dabei durchaus auch die eigene Erziehungsarbeit auch in Frage zu stellen oder zu hinterfragen, ohne dabei belehrend zu sein; ich verwende dabei in diesem Buch folgende, stilistisch Mittel und Wege:
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Tagebuchartige Darstellungen der Entwicklung
Ich wünsche Ihnen, lieber Leserin, lieber Leser, Freude und gute Gedanken beim Lesen.
Nehmen Sie teil an meinem Leben und dem Leben meines Enkelkindes, an den Sonnen - und Schattenseiten, so, wie sich das Leben eben gestaltet.
63454 Hanau, im Sommer 2009
1 Hanauer Anzeiger, „Oftmals Probleme mit der Erziehung, vom 01.07.2009
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Kapitel 1
Mein erstes Einzimmerappartement -
Kein Wunder, ich bin ja auch noch sehr klein, richtig winzig - aber ich bin da! Meine Mama, bei ihr habe ich mein Appartement bezogen, hat auch noch keine Anzeichen für meinen Einzug festgestellt; keine Sorge, das kommt aber noch. Jetzt wohne ich schon fast 8 Wochen in meiner neuen Wohnung; aber nun hat die Geheimniskrämerei schon bald ein Ende, denn nachdem es meiner Mama immer wieder so seltsam zumute ist, sie deshalb einen Arzt aufgesucht hat, hat er ihr von mir erzählt; nun weiß sie, dass ich bei ihr wohne, wenn auch nur vorübergehend. Nun ja, Mietvertrag haben wir keinen abgeschlossen, und ich muss eingestehen, dass ich ganz leise still und heimlich eingezogen bin.
Ich bin sehr gespannt, wie meine Mama und mein Papa reagieren, was sie machen, wo sie jetzt doch wissen, dass ich vorübergehend bei meiner Mama eingezogen bin - ob mein Papa eifersüchtig wird? Er hat doch keinen Grund dazu, denn ich bin doch seine Tochter; ich glaube also nicht, dass ich mir darüber den Kopf zerbrechen muss.
Manchmal besuchen wir meinen Opa und meinen Onkel. Ich höre wie sie sprechen und sich riesig freuen, dass ich eingezogen bin, dass es mich gibt. Nun bin ich schon ½ Jahr in meinem Appartement, habe mich riesig auf den geplanten Umzug in drei Monaten gefreut, als der Arzt, bei dem meine Mama immer nachsehen lässt, ob ich gesund bin, etwas ganz schlimmes gesagt hat. Ich habe nicht alles verstanden, also begriffen, denn er sagte, dass ich nicht umziehen darf und nicht kann; er erklärte ihr, dass ich in einigen Tagen auf die Welt kommen soll und dann sterben werde, weil ich noch so klein und hilflos bin; ich bin sehr traurig, denn ich habe mich doch schon gefreut, dass ich bald meine Familie kennen lernen werde. Vor Freude habe ich schon Purzelbäume geschlagen, dass ich richtig müde und erschöpft war und geschlafen habe - und nun soll alles vorbei sein!?
Was ist denn jetzt los? Meine Mama telefoniert und erzählt es meinem Opa. Sie ist dabei sehr aufgeregt und ich merke, dass mein kleines Herzchen auch schneller
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schlägt. Mein Opa meint, so sagt meine Mama später zu meinem Papa, dass sie zu einem anderen Arzt gehen soll, und dass sie sich nicht aufregen soll, denn das würde mir schaden. Recht hat er, der Opa, Aufregungen kann ich nicht brauchen, schon gar nicht, wenn ich doch wachsen und gesund sein soll.
Es ist doch nicht zu glauben - schon wieder Aufregungen über Aufregungen. Nun behauptet der Arzt doch, dass ich körperbehindert bin und einen Wasserkopf haben kann. Meine Mama soll jetzt zu einem Spezialisten gehen. Ich weiß, dass das alles nicht so ist; ach ja, und dass ist in meinem Zimmer sitze, das gefällt ihm auch nicht; er will, dass ich immer liegen soll; ich verstehe den Arzt nicht: Die Verbindung zu meiner Mutter ist nicht so ausgeprägt, das ich auch gut liegen könnte; warum soll das so schlecht sein, wenn ich es mir dann im Sitzen bequem mache, so wie es für mich am Schönsten ist?
Wieder auf und zum Arzt, dem Facharzt unter dem Ärzten. Ich mache es kurz: Keine Probleme, alles in Ordnung, mir geht es gut. So hat es der Superarzt auch aufgeschrieben. Nun hoffe ich, dass ich die restliche Mietzeit auch einmal in Ruhe verbringen kann und nicht immer aufgescheucht werde, weil schon wieder Untersuchungen anstehen.
Nun sind die letzten Wochen vor dem Umzug angebrochen. Meine Mama hört viel Musik, viele Choräle und summt auch manchmal mit; ich spüre aber, dass sie sich über meinen Umzug Sorgen macht, Angst hat. Die Ärztin, die mich nun betreut, macht ihr immer wieder Mut; eine „Gymnastiktante“ will mich mit Gewalt drehen, aber das gelingt ihr nicht. Ich setzte mich immer wieder auf meinen angestammten Platz und ziehe die Beine an mich heran.
Nun beherrscht die Angst meine Mama vollkommen, sodass sie mit der Ärztin abspricht, dass am kommenden Tag mein Umzug stattfinden soll. Sie soll dazu in die Klink gehen, der Rest wird sich dann ergeben. Ich bin gespannt, wie das werden soll! Angst, beziehungsweise Ängste haben viele Ursachen und Auslöser. Ich denke, dass es deshalb angezeigt ist, hier einen Exkurs zum Thema Angst einzufügen: Angst ist neben Trauer, Wut, Scham, Liebe und Freude ein ganz menschliches und jedem Menschen vertrautes Grundgefühl, das sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung zeigt, beziehungsweise äußert. Auslöser können dabei durchaus erwartete Bedrohungen, wie etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein. Von den Begriffen wird dabei die objektunbestimmte Angst von der objektbezogenen Furcht unterschieden. Evolutionsgeschichtlich hatte die Angst eine wichtige Funktion als ein die menschlichen Sinne schärfender Schutzmechanismus, der in tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Gefahrensituationen ein angemessenes Verhalten, wie etwa eine Flucht einleitet. Angst kann sowohl bewusst als auch unbewusst auf einen Menschen einwirken. Entstehen durch Angst andauernde Kontrollverluste oder sogar Lähmungen, wird von einer Angststörung gesprochen 2,3,4 . Einige Gedanken zur Begriffsgeschichte der Angst:
Der Begriff Angst hat sich seit dem 8. Jahrhundert von indogermanisch anghu-, „beengend“ über althochdeutsch angust entwickelt. Er ist verwandt mit lateinisch angustus, „die Enge“ und angor, „das Würgen“. 5 Das Wort „Angst“ gibt es als Wortexport auch im Englischen. Es bedeutet so viel wie Existenzangst. Man spricht
2 Klaus Dörner, Ursula Plog: Irren ist menschlich: Lehrbuch der Psychiatrie/Psychotherapie. Bonn 1996, Seite41f
3 Anton Hügli, Poul Lübcke (Hrsg.): Philosophie-Lexikon, Reinbek bei Hamburg 1998, Seite 39f 4 http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/EMOTION/Angst.shtml 25-07-2008
5 Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin 1999
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von „angst-ridden“ (von der Angst geritten, im Sinne von beherrscht). Vermutlich wurde das Wort 1849 von George Eliot eingeführt 6 . Was sagt die Philosophie zur Angst?
Die antike Stoa sah wie die Epikureer Angst als künstliche Emotion an, der mit Gelassenheit (Ataraxie) zu begegnen sei. Für Augustinus war die Angst das Gefühl, welches durch das Getrenntsein von Gott entsteht. Es lässt sich nur durch den Glauben wieder aufheben. Nach Georg Wilhelm Friedrich Hegel gehörte Angst zum notwendigen Übergang auf dem Weg des Bewusstseins zum Selbstbewusstsein. Die Überwindung der Angst wird durch Arbeit vollzogen. Søren Kierkegaard unterschied erstmals die ungerichtete Angst von der auf einen Gegenstand bezogenen Furcht. Für ihn war Angst die Angst vor dem Nichts und mithin der Ausdruck der menschlichen Wahlfreiheit und Selbstverantwortlichkeit. Martin Heidegger bestimmte Angst als eine Grundbefindlichkeit des Menschen, welche diesem die Unabgeschlossenheit des eigenen Verständnishorizontes zum Gewahrsein bringt und ihn zur Entschlossenheit befähigt 7,8 .
„Die Angst vor dem Tode ist die Angst „vor“ dem eigensten, unbezüglichen und unüberholbaren Seinkönnen. Das Wovor dieser Angst ist das In-der-Welt-sein selbst. Das Worum dieser Angst ist das Seinkönnen des Daseins schlechthin.“
- Martin Heidegger: Sein und Zeit (1927) 9 .
Beispiele bekannter und uns allen vertrauter Ängste sind zum Beispiel die
• Prüfungsangst: Entweder Angst vor dem eigentlichen Schreiben einer Klausur oder die Angst die Klausur nicht zu bestehen.
• Flugangst: Angst von Personen (tritt sowohl bei Passagieren als auch bei Piloten auf), dass das Flugzeug unerwartet oder auch bei Problemen (beispielsweise Turbulenzen) abstürzen kann. Diese Angst tritt häufig bei Personen auf, welche einen Flugzeugabsturz überlebt haben; Sonderfall der Phobien.
• Todesangst: Tritt bei Personen auf, denen entweder eine unmittelbare Hinrichtung bevorsteht, oder welche qualvoll zu Tode gefoltert werden.
• Angst vor Ärzten: Häufig bei Kindern vorkommende Angst, einen Arztbesuch (sehr häufig Zahnarzt) wahrzunehmen oder zu wiederholen. Verliert sich häufig in den späteren Lebensjahren, weil sie meistens unbegründet ist.
• Angst vor Wasser (auch Aquaphobie genannt): Ein weiterer Sonderfall der Phobien, bei der die Betroffene Person Panikattacken bei Kontakt mit Wasser bekommt. Häufig dadurch ausgelöst, dass die Person im frühen Kindesalter gewaltsam mit Wasser in Berührung kam; eine unschöne und Angstauslösende Möglichkeit dabei könnte sein, dass der betroffene Mensch vorsätzlich in einen kalten See getaucht wurde.
Die körperlichen Symptome der Angst sind normale (also nicht krankhafte) physiologische Reaktionen, die bei (einer realen oder phantasierten) Gefahr die körperliche oder seelische Unversehrtheit, im Extremfall also das Überleben sichern sollen. Sie sollen ein Lebewesen auf eine „Kampf- oder Flucht-Situation“ vorbereiten:
• Erhöhte Aufmerksamkeit, Pupillen weiten sich, Seh- und Hörnerven werden empfindlicher
• Erhöhte Muskelanspannung, erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit
6 http://www.etymonline.com 25-07-2008
7 Anton Hügli, Poul Lübcke (Hrsg.): Philosophie-Lexikon, Reinbek bei Hamburg 1998, Seite 39f 8 BROCKHAUS Philosophie, Mannheim 2004, Seite 21 9 Martin Heidegger: Sein und Zeit, Tübingen 1993, Seite 251
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• Erhöhte Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck
• Flachere und schnellere Atmung
• Energiebereitstellung in Muskeln
• Körperliche Reaktionen wie zum Beispiel Schwitzen, Zittern und Schwindelgefühl
• Blasen-, Darm- und Magentätigkeit werden während des Zustands der Angst gehemmt.
• Übelkeit und Atemnot treten in manchen Fällen ebenfalls auf.
Neben diesen individuellen Reaktionen hat das Zeigen von Angst (etwa durch den charakteristischen Gesichtsausdruck oder durch Sprache) gegenüber Anderen den sozialen Sinn, um Schutz zu bitten.
Diese sinnvollen - wahrscheinlich angeborenen - Reaktionen klingen nach Ende der bedrohlichen Situation relativ schnell wieder ab.
Die körperlichen Ausdrucksformen der Angst sind die gleichen, unabhängig davon, ob es sich um eine reale Bedrohung (Straßenräuber mit einem Messer) oder um eine Panikattacke aus heiterem Himmel handelt. Jeder vierte Patient mit Angststörung klagt über chronische Schmerzen 10,11 .
In der Hirnforschung wurde hart gearbeitet und kam dabei dann zu folgenden Ergebnissen:
Das Wechseln zwischen dem Entstehen von Angst bei Verteidigungs- und dem Erlöschen der Angst bei Explorationsverhalten ist für das Überleben von vielen Tieren lebensnotwendig, aber wie dieser Übergang durch spezifische neuronale Schaltungen erreicht wird, ist noch nicht hinreichend erforscht. Neurophysiologen nehmen an, dass bidirektionale Übergänge zwischen Zuständen hoher und niedriger Angst kontextabhängig durch sehr schnelle Veränderungen im Gleichgewicht der Tätigkeiten von zwei verschiedenen Gemeinschaften basaler Amygdala-Neuronen ausgelöst werden 12 .
Ausgehend von der Amygdala (die Amygdala - lateinisiert aus dem griechischen
.#/. „Tonsillen-Mandel“, abgeleitet vom altgriechischen Neutrum .*/. „Mandel“ bezogen auf die so bezeichnete Frucht, tritt jeweils paarig auf ‚Plural: ‚Amygdala’ - und ist ein Kerngebiet des Gehirns im medialen Teil des Temporallappens. Sie wird auch als Mandelkern oder lateinisch-fachsprachlich als das „Corpus amygdaloideum” bezeichnet und ist Teil des Limbischen Systems. Die Amygdala ist wesentlich an der Entstehung der Angst beteiligt und spielt im allgemeinen eine sehr wichtige Rolle bei der emotionalen Bewertung und Wiedererkennung von Situationen, sowie der Analyse möglicher Gefahren: sie verarbeitet dabei externe Impulse und leitet die vegetativen Reaktionen ein. Eine Zerstörung beider Amygdalae führt unweigerlich zum Verlust von Furcht- und Aggressionsempfinden, und somit zum Zusammenbruch der mitunter lebenswichtigen Warn- und Abwehrreaktionen) werden folgende Regionen erregt: periaquäduktales Grau, Locus coeruleus (Locus caeruleus - alte Schreibweise: Locus coeruleus- von lateinisch locus „Ort“ und caeruleus „himmelblau“; „himmelblauer Ort“) ist ein Teil der Formatio reticularis im Rhombencephalon, der sich durch einen hohen Gehalt an Noradrenalin auszeichnet. Er befindet sich im dorsalen Tegmentum des Pons kaudal von der Höhe der Colliculi inferiores des Mittelhirns (bei Tieren: Colliculi caudales)
10 „Angststörung kann Schmerzen bereiten“, Ärzte-Zeitung, 18. Januar 2007, Seite 11
11 Analyse der Einweisungsdiagnose in einer universitären Schmerzambulanz unter dem besonderen Aspekt des Anteils therapiebedürftiger psychischer Störungen (unter anderem Angst) bei Patienten mit (chronischen Schmerzen), Dissertation, 2002
12 http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature07166.html 25-07-2008
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und zieht bis zur Einmündung des Aquaeductus cerebri in den vierten Ventrikel hinunter. Die Funktion: Noradrenerges System. Es wird eine Funktion bei der Orientierung und Aufmerksamkeit vermutet, weil alle Neurone gleichzeitig auf eine sensorische Eingabe mit einer Transmitterfreisetzung antworten und breite Erregung hervorrufen (Kandel und Mitarbeiter 1991).
Der Locus coeruleus ist Melaninhaltig und bei zahlreichen Erkrankungen mitbetroffen, so zum Beispiel bei Parkinson, dem Down- Syndrom, oder auch bei Alzheimer.
Der Nucleus locus caeruleus kann in 4 Teile untergliedert werden: Einen großen zentralen Nucleus, einen anterioren, einen Nucleus subcoeruleus und einen kleinen posterioren, dorsalen Subnucleus), Nucleus parabrachialis (Nucleus parabrachialis den oberen Kleinhirnstiel (Pedunculus cerebellaris superior) und die umgebende Nervenzellplatten (Nucleus parabrachialis medialis und lateralis); Schaltelemente für Afferenzen aus dem Solitarius- tractus solitarius) und
Trigeminuskerngebiet.), das vegetative Nervensystem (VNS, auch autonomes Nervensystem -ANS- genannt, stellt zusammen mit dem somatischen Nervensystem eine funktionelle Einheit dar. Die „Autonomie“ bezieht sich auf den Umstand, dass über das VNS biologisch festliegende, automatisch ablaufende innerkörperliche Anpassungs- und Regulationsvorgänge vermittelt werden, die deswegen vom Menschen willentlich, also bewusst, nicht direkt, also allenfalls indirekt beeinflusst werden können) über den Hypothalamus und die so genannte Stressachse (die neuroendokrine Stressachse umfasst zum einen die Stresshormone -Glukocorticoide-, die über Hypothalamus -CRF- und Hypophyse -ACTH- aus der Nebennierenrinde mobilisiert werden: vor allem Cortisol und das partiell Cortisolantagonistisch wirkende OHEAS - Dehydroepiandrosteron-Sulfat - stehen hier im Vordergrund; zum anderen sind hier auch die Neurotransmitter Serotonin und die Katecholamine -Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin - zu nennen, sowie im weiteren Sinne GABA und Glutamat. Vor allem Noradrenalin, Dopamin, Serotonin und Cortisol stehen in enger Wechselwirkung zueinander, sowohl bezüglich ihrer additiven oder auch antagonistischen Wirkungen, als auch hinsichtlich der Steuerung der Syntheseleistung -Enzymaktivität- und der Sekretion, der Ausschüttung von Cortisol aus der Nebennierenrinde und Adrenalin, sowie Noradrenalin aus dem Nebennierenmark, ebenfalls über den Hypothalamus gesteuert. Unter dem Hypothalamus versteht man einen Abschnitt des Zwischenhirns im Bereich der Sehnervenkreuzung - Chiasma opticum-. Medial wird der Hypothalamus vom dritten Ventrikel, kranial vom Thalamus begrenzt. Das Infundibulum, der so genannte Hypophysenstiel, verbindet den Hypothalamus mit der Hypophyse. Die Angst aus psychoanalytischer Sicht betrachtet: Nach Sigmund Freud (Sigmund Freud (* 6. Mai 1856 in Freiberg, Mähren, tschechisch Píbor; † 23. September 1939 in London), ursprünglich Sigismund Schlomo Freud, war ein bedeutender österreichischer Arzt und Tiefenpsychologe, der als Begründer der Psychoanalyse und als Religionskritiker einen sehr hohen Bekanntheitsgrad erlangte. Seine Theorien und Methoden werden noch heute kontrovers diskutiert: „Ist die Angst ein Abwehrmechanismus des Ich“. Der Psychiater und Psychoanalytiker Stavros Mentzos (* 1930 in Athen, ist ein Neurologe, Psychiater und Psychoanalytiker griechischer Herkunft. Mentzos studierte in seiner Heimatstadt Medizin. Von 1957 bis 1967 wirkte er an der Hamburger Psychiatrischen Universitätsklinik. 1960 erfolgten seine Promotion und 1967 dann seine Habilitation. Daneben absolvierte er eine Ausbildung zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und eine psychoanalytische Ausbildung. 1967 wurde er Erster Oberarzt der
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Psychiatrischen Universitätsklinik in Frankfurt am Main; von 1971 bis zur Pensionierung 1995, leitete er die Abteilung Psychotherapie/Psychosomatik, sowie er seit 1971 als Universitätsprofessor tätig war. Arbeitsschwerpunkte sind die Dynamik und Therapie von Psychosen, Persönlichkeitsstörungen und Neurosenlehre sowie die Psychosoziale Funktion von Konflikten) hält die Angst aufgrund der sie „begleitenden vegetativen Erscheinungen, sowie analoger Erscheinungen bei Tieren“, für ein „angeborenes und biologisch verankertes Reaktionsmuster“ 13 und vergleicht sie mit der Schmerzreaktion. Im Anschluss an die Verhaltenstherapie fragt er sich, „ob nicht die Angst ein regelrechter Instinkt ist“ 14 .
Die Angst in verschiedenen Religionen etwas näher betrachtet: Theologisch gesprochen sollte die Angst vom Glauben her überwunden werden. In allen Religionen geht es um die Entmachtung der Angst, auch dort, wo die Götter selbst uns als furchteinflössend erscheinen, womit aber eher eine Ehrfurcht als Furcht erzielt werden soll. Durch bestimmte Rituale und Opfer versuchte der Mensch von Urzeit an, ihm unheimliche Mächte zu beeinflussen und sie gnädig zu stimmen. Die Epikureer strebten einen angstfreien Zustand an, indem sie zu zeigen versuchten, dass der Tod im Grunde den Menschen nichts angehe, weil er kein Ereignis des Lebens sei. Die Angst vor den Göttern sollte dadurch entmachtet werden, dass man für die Auffassung argumentierte, dass die Götter in einer abgetrennten Sphäre existierten und sich für die Sterblichen nicht interessierten.
Im Buddhismus besteht die „Erleuchtung“ darin, das Ich und sein vielfältiges Begehren als unheilvolle und Leid verursachende Illusion aufzudecken. Der Erleuchtete müsse nicht mehr aus der Angst um sich selbst leben, weil er erkannt habe, dass sein individuelles Selbst nur eine Täuschung sei: Er sei vom Ich befreit. Der christliche Gott, ist in Jesus von Nazaret Mensch geworden, um dem Menschen seine wahre Wirklichkeit, nämlich sein unbedingtes Geborgensein in der Liebe Gottes im mitmenschlichen Wort zu offenbaren. Dieser Gott ist der in Allem der mächtige Gott, derjenige, ohne den nichts sein kann und ohne den nichts ist. Wer Anteil habe am Verhältnis Jesu zu Gott, ist nach der christlichen Botschaft zu wahrer Menschlichkeit befreit. Der Glaubende stehe nicht mehr unter der Macht der Angst um sich selbst, sondern werde eben durch den Glauben davon befreit, irgendetwas in der Welt zu vergöttern oder an der Welt zu verzweifeln, wenn ihm das fälschlich Vergötterte genommen wird: Darin besteht die Erlösung des Menschen, denn die Liebe Gottes ist stärker als alle Angst um sich selbst, und sie ist sogar stärker als der Tod. Der christliche Glaube versteht sich ursprünglich als die Gemeinschaft des Menschen mit Gott.
Im frühchristlichen Sonntagsgottesdienst war es darum ausdrücklich verboten zu knien, um so auszudrücken, dass der Christ Gott angstfrei auf Augenhöhe begegnen kann. Im Gegensatz dazu ist in der weiteren Geschichte des Christentums der Begriff der Ehrfurcht oft missverstanden worden. Vor der Reformation herrschte beispielsweise eine allgemeine Jenseitsangst unter den Menschen, die Erwartung einer neuen Sintflut war weit verbreitet. Insofern war die Frage Martin Luthers nach dem „gnädigen Gott“ in seiner Zeit eine sehr existentielle Fragestellung. Auch der Hexenwahn kann als Ausdruck von kollektiven Ängsten betrachtet werden. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein sahen in Deutschland Katecheten beider Konfessionen die Drohung mit der Hölle als adäquates erzieherisches Mittel an.
13 Stavros Mentzos, Neurotische Konfliktverarbeitung, Einführung in die psychoanalytische Neurosenlehre unter Berücksichtigung neuer Perspektiven, Frankfurt am Main 1984, Seite 30
14 Stavros Mentzos: Neurotische Konfliktverarbeitung, Einführung in die psychoanalytische Neurosenlehre unter Berücksichtigung neuer Perspektiven, Frankfurt am Main 1984, Seite 30
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Ekklesiogene Neurosen und psychotische Wahnvorstellungen hängen leider oft mit angstbesetzten religiösen Vorstellungen zusammen.
Meine Gefühle und Empfindungen in der pränatalen Zeit
• Angst und Sorge um Mutter und Kind
• Seelische Anspannung bei und nach jeden Arztbesuch
• Unverständliche Verhaltensweisen des Arztes
• Mutmachende Gespräche mit den werdenden Eltern
• Verzweiflung, die oft bis an die Grenze des Ertragbaren geht
• Bangen um das Leben und die Gesundheit des Kindes
• Riesige Erleichterung, als die Diagnose eines gesunden Kindes bekannt wird
• Dankbarkeit für die Zeit das miterleben dürfen
• Immer auf der Suche nach Gottes Hilfe
• „Stumme“ Gespräche vom werdenden Opa zum ungeborenen Enkelkind
• Der liebe Gott wird uns helfen und Dein Leben segnen
• Kind, ich liebe Dich und werde für Dich da sein
• Liebes, ungeborenes Kind, halte durch und kämpfe, denn Du sollst und wirst leben
Mein Brief an ein noch ungeborenes Kind, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist: Liebe Sarah oder lieber Jan,
heute, es ist der 28.11.2003, haben Deine Mama und Dein Papa gespürt, wie Dein kleines Herz schlägt.
Es war 8. 45 Uhr, als sie Dich spürten; ich bin so glücklich über dieses Erlebnis, denn bald bist Du da und ich kann ‚Dich in die Arme schließen, mein geliebtes Enkelchen! In Gedanken drücke ich Dich aber heute schon, so wie jeden Tag, wenn ich an Dich denke und mich auf Dich freue, Dein Opa
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Kapitel 2
Es ist an der Zeit, endlich umzuziehen!
Ein überaus dramatischer „Umzug“ nimmt seinen Lauf, fast hätte er tragisch geendet. Meine Mama und ich sind im Krankenhaus eingetroffen, haben die ersten Untersuchungen hinter uns und haben auch schon eine Nacht hier geschlafen. Morgen soll nun mein Umzug stattfinden, mit Hilfe des Kaiserschnitts soll ich sicher auf diese Welt gelangen.
Es ist kurz nach 7. 00 Uhr. Die Schwester hat meiner Mama gesagt, dass sie nun in den Kreissaal muss, damit die Vorbereitungen für meinen Umzug getroffen werden können. Mama geht noch schnell meinen Opa anrufen und sagt ihm, dass in einer guten Stunde alles überstanden ist. Mein Onkel Sascha wurde in Marburg angerufen. Sicher, bis der Eingriff ausgeführt werden konnte, gab es noch viele Probleme, denn eigentlich sollte ich mit Hilfe einer Periduralanästhesie (PDA) 15 auf die Welt gebracht werden, also mit einer Geburt, die in der Regel ohne Schmerzen verläuft.
Schmerzmitteln etwas dagegen. 20 Prozent der
Frauen gebären heute mit PDA, schätzt Prof. Ulrich Lips, Oberärztlicher Leiter der Anästhesie bei Geburtshilfe an der Medizinischen Hochschule Hannover. Das heißt, die Schwangeren werden durch eine Spritze in die Wirbelsäule so betäubt, dass sie vom Schmerz viel weniger mitbekommen. 60 Prozent dieser Frauen haben sich die Narkose ausdrücklich gewünscht, berichtet Prof. Lips, die Tendenz allerdings steigend. In den USA und in Frankreich gehört die PDA längst zum Standard bei ganz normalen Geburten. Kritiker warnen aber auch vor Nebenwirkungen. Im weiteren Verlauf dieses Buches werden an verschiedenen Stellen auch zur Problematik, den Vor- und Nachteile kritische Anmerkungen als Denkanstösse gegeben. Da aber meine Mama durch das Geschehen der vergangenen Monate so verkrampft und von Angst geschüttelt war, dass ich meine ungünstige Sitzposition für den Geburtsvorgang nicht aufgegeben hatte, entschied das behandelnde Ärzteteam, dass ein Kaiserschnitt der einzige Weg war um das Leben von meiner Mama und mir zu retten.
In der Zwischenzeit waren mein Opa und mein Onkel Sascha, er hatte sich ein Auto ausgeliehen, auf dem Weg in die Klinik. Mein Opa war zuerst da; er eilte auf die Entbindungsstation, denn er glaubte mich da zu sehen; dass er irrte, wurde im klar, als eine Ärztin ihn auf dem Flur sehnlich erwartete und mit den Worten „Kommen sie
15 Illustration: W&B/ U.Möhle
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schnell, wir brauchen sie, ihre Tochter braucht sie!“ empfing. Meine Mama und ich waren noch im Kreissaal, ich aber noch nicht geboren. Viele Geräte waren an meiner Mama angeschlossen und alle waren sehr aufgeregt. Ich verstand nicht was hier eigentlich los war; mein kleines Herz schlug bei dieser Ungewissheit wie wild. Ich hörte meinen Opa, hörte wie er immer wieder sagte: „Rege dich doch nicht so auf, wir schaffen das schon. Der liebe Gott hat uns so weit kommen lassen, er wird nun alles zu Guten Ende führen“. In der Zwischenzeit war auch mein Onkel Sascha an unserem Bett. Er sagte auch, dass alles gut werden würde. Mein Papa war nicht zu hören. Ihm fehlten offensichtlich die Worte, die richtigen Worte?
Da wurde meine Mama langsam ruhiger und gefasster. Auch mein Herz beruhigte sich wieder langsam, als ich eine Ärztin hören sagte: Jetzt können wir es wagen!
früher als wir dachten, den Weg auf die Welt
angetreten, die ganze Familie in Anspannung und Aufregung versetzt, dann aber mit ihrem Erscheinen alle verzückt und unendlich glücklich und dankbar gemacht. Gottes Wissen steht eben doch über dem vermeintlichen Wissen der Mediziner, oder wie es ein Professor der Gießener Universitätsklinik einmal sagte: „Ich zwar ein Chirurg, aber Gott führt meine Hand. Aus diesem Grund bete ich vor jeder Operation“. Endlich es war geschafft, und wir hielten die neue Erdenbürgerin, das Kind, unser Enkelkind und Nichte überglücklich und dankbar in den Armen. Herzlich willkommen auf dieser eigentlich doch sehr schönen, wenn auch krisengeschüttelten Welt. Liebe in pur, das war jetzt angesagt, sollte der neue Lebensschwerpunkt sein und werden! Das Wort Liebe, ist aber ein sehr vielschichtiger Begriff; er umfasst so viele Perspektiven, hat so viele Facetten, dass es sehr schwer werden wird, ihn so zu beschreiben, dass er in seiner enormen Tragweite und Vielfalt dargestellt wird. Aus diesem Grund folgen nun drei ganz unterschiedliche Ansätze mit dem Ziel, sich einer Definition von mehreren Seiten anzunähern: Liebe (im mittelhochdeutschen Verständnis versteht sich Liebe so: „Gutes, Angenehmes, Wertes“) ist im engeren Sinne die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen zu empfinden fähig ist. Analog wird dieser Begriff auch auf das Verhältnis zu Tieren oder Sachen angewendet. Im weiteren Sinne bezeichnet Liebe eine ethische Grundhaltung („Nächstenliebe“) oder die Liebe zu sich selbst, dem gesunden Egoismus („Selbstliebe“). Im ersteren Verständnis ist Liebe ein Gefühl oder mehr noch eine innere Haltung positiver, inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den
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reinen Zweck oder Nutzwert einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine tätige Zuwendung zum anderen Menschen hin ausdrückt. Hierbei wird nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienverbundes („Elternliebe“) handelt, um eine enge Geistesverwandtschaft („Freundesliebe“) oder ein körperliches Begehren („geschlechtliche Liebe“). Auch wenn letzteres eng mit Sexualität verbunden ist, so bedingt sich auch in letzterem Falle nicht zwingend beides; ich weise auf die so genannte „platonische Liebe“ hin.
Der deutsche Beziehungsforscher und Eheberater Hans Jellouschek fragt in seinem Buch "Wie Partnerschaft gelingt - Spielregeln der Liebe" weniger "Was ist Liebe" als vielmehr "Was bedeutet Liebe?". Da ich diese Aussagen für sehr wichtig und bedenkenswürdig halte, möchte ich hier eine Zusammenfassung seiner Antworten einfügen:
Liebe ist nicht Verliebtheit. Verliebtheit kann am Anfang da sein. Verliebtheit als Zustand vergeht aber in der Regel, auch die Gefühlsintensität nimmt ab - dennoch kann die Liebe bleiben.
Liebe ist ein Prozess und kein Ereignis, der Prozess muss aktiv gestaltet werden, er passiert nicht ohne unser Zutun.
Liebe ist ein Entwicklungsweg mit Höhen und Tiefen, das heißt, sie beinhaltet auch Krisen. Richtig genutzt werden dann Krisen zu Chancen, die durchaus dazu führen können, dass der Einzelne an ihnen zu wachsen kann; Krisen können aber auch die Beziehung in ernsthafte Gefahr bringen, beziehungsweise eine große Gefahr sein. Liebe macht es erforderlich, dass der Ausgleich zwischen Autonomie und Bindung gefunden wird; dadurch kommt es zu einem Wechselspiel zwischen „Ich", „Du“ und „Wir", in denen sich auch die Zeiten der Nähe und der Distanz zueinander abwechseln.
Liebe heißt aber auch, eine gemeinsame Geschichte und das Gefühl zu haben, nicht alleine zu sein. Dieser Fragestellung intensiv nachgegangen, führt zu dem Ergebnis, dass Liebe mehrere (fünf) Komponenten hat: Die erste Komponente der Liebe beinhaltet eine Erfülltheit -Die Erfülltheit beschreibt das Glück, dem geliebten Wesen einfach nahe zu sein, sein zu dürfen. Das Gefühl einer inneren Ruhe, wenn wir das geliebte Wesen lachen, schlafen oder nachdenken sehen, und das unvergleichliche Glück, einander einfach nur zu umarmen, den anderen in den Armen zu halten. Eine zweite Komponente der Liebe: Freude am Geben
Man ist glücklich darüber, andere glücklich zu machen. Der/die Liebende sagt sich, dass, das geliebte Wesen mit uns die unterschiedlichsten Arten des Glücks kennen lernt, die ihm sonst wahrscheinlich verschlossen geblieben wären, und dass wir ein
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neues Licht in das andere Leben gebracht haben, genauso, wie es selbst ein Licht in unser eigenes Leben gebracht hat. Die weitere, die dritte Komponente der Liebe: Dankbarkeit Wir sind erstaunt und entzückt über alles, was wir dem geliebten Wesen verdanken, über die Freuden, die es uns unentwegt spendet und schon gespendet hat, über die Art und Weise, wie es uns größer werden lässt, wie es unser Selbstvertrauen stärkt und bekräftigt, uns zu verstehen weiß, wie es Vergnügungen und Kummer mit uns teilt. Eine vierte Komponente der Liebe: Selbstvertrauen
Es macht uns froh, dass wir selbst wir sind, denn schließlich liebt das geliebte Wesen ja gerade uns mit unseren Stärken und Schwächen. Wir werden geliebt, trotz aller Schicksalsprüfungen und Fehlschlüge, der Kritik an uns durch den anderen und der Unwirtlichkeit dieser Welt fühlen wir ein bisschen Vertrauen in uns, und das aufgrund der einen Sache, die für uns wirklich zählt: Der uns geschenkten Liebe! Noch eine abschließende, fünfte Komponente der Liebe: Heitere Gelassenheit Wir wissen um die Wechselfälle des Daseins und seinen immer traurigen Ausgang, aber wissen wir ebenso, dass uns das geliebte Wesen auf der Kreuzfahrt des Lebens begleiten und zur Seite stehen wird. Krankheiten, die Prüfungen des Lebens, alles wird für uns erträglich, wenn wir das geliebte Wesen an unserer Seite haben, in guten wie in schlimmen Zeiten, in glücklichen wie in schicksalsschweren Stunden. Daraus er ergibt sich dann von selbst, dass Liebe in jeglicher Form, also als Liebe unter den Partner, zu oder von den Kindern, zur Familie oder wie auch immer sie sich gestaltet, eine sehr hohe Bedeutung hat, eine so wichtige Rolle spielt, dass erst durch sie das/unser Leben sinnvoll wird:
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Hallo, meine liebe Sarah,
heute, es ist Samstag, der 20. März 2004, habe ich dich zum 1. Mal bei dir zuhause besucht. Ich war aber nicht alleine, denn ein türkische Junge, den wir im Augenblick betreuen von nebenan war mit dabei. Erinnerst du dich, dass du schon am 13.03.2004 bei ihm in den Armen gelegen hast? Er möchte gerne dein „Onkel“ sein, dein türkischer Onkel. Er hat dich ganz lieb und zärtlich gedrückt, dich liebevoll geküsst und sich ganz zart von dir verabschiedet, als wir wieder nach Hanau fuhren. Vorher habe ich aber noch ein Bild von dir und deinem „Onkel“ gemacht.
Bezugspersonen für Kinder sind;
mir ist es ein Bedürfnis, meiner geliebten Sarah zu sagen: „Und wenn Du tausend Mal fällst, so werde ich Dich tausendmal aufheben, denn Liebe kennt keine Zahl, rechnet nicht auf und rechnet auch nicht vor; sie ist einfach da!
Heute, Sarah ist schon 10 Tage jung
und es ist der 29.02.2004 schreibe ich meinen 1. Brief an Sarah, denn nun weiß ich,
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dass es ein Mädchen ist, ein bezauberndes, kleines Mädchen. Herzlich willkommen auf dieser Welt!
Unsere liebe Sarah ist nun schon 54 cm. groß und wiegt inzwischen 4.120 Gramm; seit dem 26. März 2004 fängt Sarah nach unseren Einschätzungen an bewusster zu schauen; immer wenn Sarah bei mir in Hanau ist, so auch am 28.März, schmiegt sie sich in meine Arme, kuschelt sich auf dem Bauch fest an und schläft ganz offensichtlich gerne auf meinem Bauch, tief und fest.
Am 02.04.2004 erweckt sie den Eindruck, als würde sie sich das Zimmer anschauen. Am 18.April lacht sie um 7. 30 Uhr ganz breit ihre Mama an. Bei jeder Ansprache, jedem Geräusch dreht sie den Kopf in die entsprechende Richtung, in der sie die Geräusche vermutet.
Dann kommt ihr erster Urlaub: Sarah ist vom 2.Mai - 7. Mai mit ihrer Mama in Hanau um Urlaub zu machen.
Sarah, zwischenzeitlich schon 2 Monate, macht uns durch „Gestik und Mimik“ sehr deutlich, dass sie am ganzen Körper geküsst und gestreichelt werden will. Seit Ende Mai lacht sie mit lauter Stimme.
3 Monate sind seit der Geburt vergangen, und unser „kleine Prinzessin“ ist schon um 10 cm. auf 58,5 cm. gewachsen; Ihr Gewicht hat sich nun von 3.010 Gramm auf 5.640 Gramm gesteigert.
Langsam geht es auf die „Breizeit“ zu. Am 09.05.2004, genau um 18. 10 Uhr, isst sie den ersten Keksbrei. Er wurde aus Muttermilch und Butterkeks zubereitet; seit dem 10.06.04 kann Sarah auch Karottenbrei essen.
Am, 16.Mai 2004 ist dann der Tag der Taufe gekommen; die ganze Familie, auch unsere türkischen Freunde kommen zu diesem festlichen Anlass und Gottesdienst zu uns, beziehungsweise in die Kirche. Getauft wurde Sarah in der evangelischen Kreuzkirche in Hanau, nach Zustimmung der Gemeindepfarrerin in ihrem Heimatort und der Genehmigung durch die Dekanin hier vor Ort. Der Gottesdienst wurde von ihrem Hanauer Opa gestaltet, der sie dann auch anschließend getauft hat. Sarah wird jeden Tag aktiver, greift jetzt schon nach ihrer Babyrassel, dem Beißring und ihrem Teddybär. Sie umarmt ihre Mama, Onkel Sascha und auch den Hanauer Opa. Sie gibt dabei ihre ersten „Küsschen“. Sarah ist anscheinend sehr verschmust. Wenn man sie ein wenig unter den Armen kitzelt, dann lacht sie laut. Mit dem 4. Monat ist eine neue Phase im Leben der kleinen Sarah angebrochen. Ihre Eltern und ihr Opa planen ihren 1. Urlaub ohne Eltern. Vom 24. - 27. 6 war Sarah dann alleine beim Opa und Onkel Sascha in Hanau. Es gab keinerlei Probleme, sodass alle sich einig sind, dass ein solches „Unternehmen“ erneut stattfinden kann. Seit dem 09.07.04 Sarah kann sich Sarah alleine auch den Bauch und auch wieder zurück drehen. Sie macht mit der flachen Hand „Ei“ in Mamas Gesicht und versucht, ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten entsprechend, verbalen Kontakt aufzunehmen. Nun geht es mit riesigen Schritten in der Entwicklung voran, denn am 18.07.04 Sarah isst ihre ersten Brotstückchen.
Der Speiseplan unserer „kleinen Maus“ erweitert sich ständig. So isst Sarah am 20.07.04 ihren 1. Butterkeks, und heute nicht als Brei verarbeitet. Kein Wunder, denn sie befindet sich ja schon in ihrem 5. Lebensmonat.
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Onkel Sascha und ich holen Sarah am 01.08.04 zu uns nach Hanau, da Sonja sich verletzt hat. Eine ärztliche Untersuchung ergibt, dass sie am Knie operiert werden muss, und Sarah deshalb längere Zeit bei uns wird verbringen müssen. Nun geht es Schlag auf Schlag, denn Sarah wird in den Tagesablauf einbezogen; so führt uns am 02.08.04 unser Weg den Praktikermarkt und im Anschluss daran in den Penny-Markt. Auf dem Heimweg isst sie ihre erste Milchschnitte und genießt sie offensichtlich.
Am Nachmittag geht sie mit uns Eis essen; in diesem Rahmen versucht auch sie ihr 1. Eis. Am 12.08. geht sie mit uns erneut in die nahe gelegene Eisdiele, leckt genüsslich an einer Kugel Eis, isst später zuhause das erste Brötchen und „schwimmt im Pool“ im Garten.
Am 13.08. sagt sie um 12. 00 Uhr klar und deutlich „Opa“. Ihr Speiseplan erweitert sich nun täglich, denn sie versucht alles; ihre neuesten Speiseplanbereicherungen sind Brötchen mit Butter und Quark. Am 18.08.2004 ist Sarah das 1. Mal auf einer kleinen Rutschbahn. Dieses Erleben bereitet ihr sichtbar und auch hörbar Vergnügen. Anschließend schaukelt sie in einem Schaukelring sowohl mit Onkel Sascha, als auch alleine und auch das macht ihr wieder sichtbare Freude.
In der Zeit vom 01.08. - 13.08.2004 waren Sarah und ich mit dem Elektrorollstuhl 64,9 km in und um Hanau herum unterwegs. Während der restlichen Zeit im August steigerten sich unsere Spaziergänge dann auf insgesamt 108 km. Sarahs 6. Lebensmonat:
Ausflüge, Spaziergänge und der obligatorische Besuch auf dem Spielplatz mit dem Schaukelring prägen die folgenden Augusttage; auch am 19.08.04 schaukelt Sarah wieder, aber dieses Mal ganz alleine. Ihre Sprechversuche werden immer intensiver, deutlicher, und auch erfolgreicher, sodass am 23.08.04, als sie so vor sich hin plappert durchaus ein „Mama“ hineingelegt werden konnte.
Es geht eben auch für ein Kleinkind nichts über einen abwechselungsreichen Speiseplan; wen wundert es da schon, wenn klein Sarah am 25. August abends nur Brot isst, Honigbrot, um genau zu sein, und davon drei kleine Scheiben. Heute, es ist der 28.08.2004 ist ein ganz besonderer Tag für mich: Sarah liegt auf der Babywippe neben mir. Sie zieht meinen Kopf mit beiden Händen nach unten zu sich heran und küsst mich ganz zart. Das bewegt mich, berührt mein Herz sehr tief. Am 30.08.04 fährt Sarah zum 1. Mal mit mir im Aufzug zur Nachhilfe bei einem türkischen Mädchen aus unserem näheren Umfeld.
Ihre kulinarischen Ambitionen und Wünsche werden ständig durch neue Versuche erweitert; am 31.08.04 isst Sarah ihren 1. „hot dog“ in einem Möbeldiscounter. Heute darf sie wieder Aufzug fahren. In einem Kaufhaus/Möbelmarkt ist das ja etwas ganz anderes und sie schaut deshalb gespannt um sich.
Am 02.09.04 versucht Sarah sich alleine aufzusetzen. Sie hat Erfolg. Am 04.09. machen wir (Onkel Sascha und ich) einen ersten Besuch mit ihr zusammen auf dem Bürgerfest. Sie bekommt ein Lebkuchenherz geschenkt. Stolz trägt sie es vor sich her. Am nächsten Tag besuchen wir wieder gemeinsam das Bürgerfest. Sie bekommt einen mit Gas gefüllten Luftballon von uns und einen „normalen“ Luftballon vom DRK im Festzelt der türkischen Mitveranstalter geschenkt.
Sarah ist von einer unbeschreibbaren Energie; heute ist wieder einer ihrer besonders aktiven Tage, denn sie versucht alleine aufzustehen, zieht sich an ihrem Onkel Sascha oder an mir (an einem Finger und am Körper) hoch. Ihre Bemühungen sind von Erfolg gekrönt.
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Ein eher zufälliges Treffen am 07.09.2004 mit Frau B., der Kioskbesitzerin/Pächterin des Gymnasiums, dass Sascha besucht hatte, findet während eines Spaziergangs statt; sie Sarah das erste Mal und beschreibt sie: Ein „Goldfasan“ ist ihre Beschreibung für
Sarah.
Am 09.09.2004 habe ich mit Sarah um 9. 00 Uhr einen Termin beim Kinderarzt. Das Ergebnis dieses Besuches lässt sich so beschreiben: Ein aktives, ehrgeiziges und gesundes Kind. Es sind keinerlei Probleme, in welcher Form auch immer, erkennbar. Gegen den Brechreiz, der Sarah immer wieder quält, wurde uns als Hilfe ein Medikament (Nestargil oder auch Aptamil AR) auf natürlicher Basis genannt. Darauf spricht Sarah dann auch in den folgenden Tagen auch sehr gut an. Ebenfalls am 09.09.2004 zieht sich Sarah an Onkel Sascha alleine hoch und steht auf den Beinen, dabei abwechselnd auf den Zehenspitzen, beziehungsweise auf den Fußsohlen.
Liebe, Zuwendung und körperliche Nähe sind unser kleines Mäuschen ganz wichtig. So zieht Sarah am 11.09.2004 den Kopf von ihrem Onkel Sascha zu sich heran und küsst ihn sehr liebevoll und ganz zart.
Die Liebe zu einem Kind ist ganz sicher etwas, was dann im Gegenzug vom Kind zum Erwachsenen hin ebenso spürbarer und erfahrbarer Liebe beantwortet wird. Das schränkt aber liebevolles Tun nicht ein, sondern motiviert fast unendlich. Die Bedeutung von Liebe im Babyalter möchte ich an einen Exkurs darstellen, dem die Gedanken von Michaela Müller-Budzinski, 2001-2009 USMedia, zugrunde liegen: Das Wichtigste für ein Baby sind Liebe und Geborgenheit! Insbesondere neugeborene Babys scheinen auf den ersten Blick nicht allzu viele Ansprüche zu stellen. Ein bisschen Milch, ab und zu eine neue Windel und sehr viel Schlaf. Doch auf den zweiten Blick gibt es da zumindest noch ein ganz besonders wichtiges Grundbedürfnis, das bei allen Babys dieser Welt, unabhängig von der Religion, der Nation oder Hautfarbe gleich ist: Das Bedürfnis nach Geborgenheit, Liebe und Zuwendung. Ich möchte schon an dieser Stelle zu bedenken geben, dass es schon im Volksmund heißt: Es kommt alles zurück, das Pech und das Glück! Da mir persönlich aber die Religion sehr wichtig ist, möchte ich auch hier die Bogen zur Heiligen Schrift spannen und dann wird erschreckend deutlich, wie nahe hier Volksmund und Theologie/Religion beieinander liegen; so heißt es im Brief des Apostel Paulus an die Galater „Was der Mensch sät, das wird er auch ernsten!“ 16 So war man bis in die letzten Jahrzehnte der Meinung, dass biblisches Verhalten und Erziehung so nahe beieinander liegen, dass sogar die körperliche Züchtigung als Liebe verstanden wurde. So heißt es in Sprüche 13 beispielsweise: „Wer die Rute spart (schont), der hasst seinen Sohn; wer ihn lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten“. 17 Eine andere, aber inhaltliche gleiche Aussage lautet: „Die Torheit steckt dem Knaben im Herzen; aber die Rute der Zucht vertreibt sie draus“; 18 Im Neuen Testament hört sich das dann so an: „Was wollt ihr? Soll ich mit der Rute zu euch kommen oder mit Liebe und dem Geist der Sanftmut?“ 19 Liebe und Rute werden immer wieder miteinander verknüpft; die letzten Jahre haben hier aber zu einer deutlichen Veränderung geführt und den Schwerpunkt, mit den angewendeten psychologischen Wissen um die Bedeutung von Liebe, dementsprechend verlagert.
Wie enorm wichtig Zuwendung und Liebe für die gesunde Entwicklung eines Babys sind, wurde in verschiedenen Studien untersucht, die alle in ihrer Auswertung ein ähnliches Ergebnis aufweisen. Untersucht wurden dabei Kinder, die nur ungenügend
16 Die Bibel, Brief an die Galater, Kapitel 6, Vers 7
17 Die Bibel, Sprüche 13, Vers 24
18 Die Bibel, Sprüche 22, Vers 15
19 Die Bibel, 1. Brief an die Korinther, Kapitel 4, Vers 21
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betreut wurden und einen Mangel an Geborgenheit, Liebe und Zuwendung aufwiesen. Diese Kinder litten nicht nur an Krankheiten, sondern sie waren auch vor allem in ihrer psychischen Entwicklung deutlich beeinträchtigt. Sie hatten alle gemeinsam, dass sie später anfingen zu greifen, zu laufen, zu sprechen und sie hatten deutliche Kontaktschwierigkeiten sowie bereits erste, depressive Züge. Remo H. Largo, Autor und Professor für Kinderheilkunde, erklärte dazu, dass wir Geborgenheit und Zuwendung dann erleben, wenn unsere körperlichen Bedürfnisse befriedigt werden, uns vertraute Menschen ein Gefühl von Nähe geben und damit ein Gefühl des Angenommenseins vermitteln.
Nähe bedeutet in diesen ersten, stark prägenden Lebensjahren vor allem Körperkontakt. Das Gefühl, gehalten, berührt und gestreichelt zu werden, vermittelt dem Säugling Sicherheit und Geborgenheit. Diese fundamentalen Empfindungen sind grundlegend für die körperliche und psychische Entwicklung des Babys. Das Gefühl von Geborgenheit und Zuwendung wird also in erster Linie durch Körperkontakt, Streicheln und Körperwärme sowie die Verfügbarkeit der Bezugsperson, wenn ein Kind nach Zuwendung und Schutz verlangt, vermittelt. Mit regelmäßigem Füttern und Pflegen allein ist es also nicht getan. Ein Baby braucht vor allem die Nähe zu vertrauten Menschen und das Gefühl, nicht allein zu sein. Wenn ein Baby schreit, will es ein Bedürfnis befriedigt haben. Welches das ist, ist zunächst gar nicht so einfach herauszufinden. Also wird zunächst gewickelt, dann gefüttert und wenn das Kleine dann immer noch schreit, hilft in den meisten Fällen bereits die Nähe zur Bezugsperson.
Bei dem Kind bildet sich so ein Grundgefühl heraus, das den weiteren Lebensweg entscheidend mitbestimmt. Es fühlt sich aufgehoben, die Menschen sind ihm wohl gesonnen, die Welt ist ein sicherer Ort, es erhält Schutz und Hilfe, wenn es sie braucht. Wie wichtig gerade Körperkontakt ist, zeigen Untersuchungen an Frühgeborenen.
Montague Francis Ashley Montagu, (am 28. Juni 1905 in Ehrenberg, Israel geboren, lebte in East London, England - am 26. November 1999, Princeton, New Jersey gestorben; er war ein britisch-amerikanische Anthropologe und Humanist, der populäre Themen wie Rasse und Geschlecht und ihr Verhältnis, die Politik und Entwicklungen in seine Überlegungen und schriftlichen Auftritte aufgenommen hat. Er war der Berichterstatter, im Jahr 1950, der UNESCO-Erklärung „Das Rennen Frage“. Als junger Mann änderte er dann seinen Namen in „Montague Francis Ashley-Montagu“ und ging von „Ashley Montagu“ in die Vereinigten Staaten.) berichtet in seinem Buch „Körperkontakt“ darüber, dass diejenigen Babys, die regelmäßig gestreichelt wurden, weniger häufig schrieen, aktiver waren und noch Monate später eine gesündere Wachstums- und Bewegungsentwicklung zeigten als die Babys, die nur selten berührt wurden. Die Haut ist nach Ashley Montagu das erste Kommunikationsmedium eines Babys. Jede weitere Berührung ist Nahrung für sein Nervensystem. Hautstimulationen wie beispielsweise bei der Babymassage nach Leboyer sind daher eine wichtige Kontaktaufnahme mit dem Baby. Die meisten Mütter und Väter suchen bereits intuitiv den Körperkontakt mit ihrem Baby. So wächst deutlich die Zahl derjenigen Eltern, die ihr Baby so oft wie möglich in einem Tuch oder Tragesack bei sich tragen. Das Baby erfährt dabei nicht nur den wichtigen Körperkontakt, es wird auch ständig neuen Reizen ausgesetzt, die es im Liegen kaum erlebt. Entscheidend dabei ist, dass jeder neue Reiz ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung ist. Idealerweise hat es die Natur so eingerichtet, dass der Mensch nicht nur das Bedürfnis hat, Liebe zu empfangen, sondern sie auch an andere zu geben. Übrigens, was für Babys gilt, gilt auch für größere Kinder, und natürlich auch für uns Erwachsene, denn jeder Mensch, ob groß oder klein ist dabei bedeutungslos, wird bei
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einem Mangel an Zuwendung krank und/oder depressiv. Forscher fanden jetzt auch heraus, dass soziale Isolation ein ebenso hohes Erkrankungs- und Sterberisiko nach sich ziehen, wie sie es Rauchen, hoher Blutdruck oder Mangel an körperlicher Bewegung beinhalten. Nehmen Sie also Ihr Baby, Ihr Kind und alle Menschen die Sie lieb gewonnen haben, ruhig öfter einmal und ohne Hemmungen in den Arm. Nicht nur in der profanen Wissenschaft wird über die Bedeutung von Liebe geforscht und geschrieben, die Bibel hat dazu auch etwas zu sagen. Wenn im Alten Testament von Liebe die Rede ist, sie gebraucht dabei immer das Wort ahab, ahaba, dann meint sie zunächst die Liebe zwischen Mann und Frau 20 , die Liebe zwischen Eheleuten; in der weiteren Erläuterungen wird dann deutlich, dass auch die Liebe von den Eltern zu den Kindern 21 und auch die Freundschaftlichen Beziehungen 22 gemeint sind. Wenn allerdings die Liebe zwischen den Menschen zur Bevorzugung einer einzelnen Person führt, dann entstehen Konflikte, unabhängig von dem jeweiligen Bereich, ob in der Ehe, dem Kindschaftsverständnis und somit in der Erziehung oder auch dem Freundschaftsverständnis.
In der Systematischen Theologie spricht man bei dem Begriff Liebe von einem Optimum an persönlicher Liebe; dieses Verständnis geht aber weit über den persönlichen Bereich hinaus; ich möchte deshalb an Stelle auch nur auf das Gebot der
Feindesliebe 23 hinweisen.
Biblische Liebe meint also die Nächstenliebe, sie ist christliche, biblische Liebe; dieses Wissen impliziert ein Minimum an eigener, persönlicher Liebe voraus, ich könnte auch eine gesunde Portion Egoismus sagen; sie setzt aber auch die Erkenntnis und das Wissen darum voraus, dass der Mensch, der sich selbst nicht liebt, dann auch sein Kind nicht lieben kann.
Echte Liebe, völlig unabhängig von ihrem Erscheinungsbild oder auch ihrer Interpretationsform, ist also immer personal zu verstehen und insofern niemals selbstlos.
Liebe unter den Menschen, um es kurz und bündig zusammenzufassen, ist der Grundwille Gottes für das Zusammenleben - Leben, beziehungsweise der Menschheit (an dieser Stelle sei noch einmal auf das doppelte Liebesgebot hingewiesen, das keinerlei Einschränkungen im Bezug auf den Personkreis kennt, auf die sich Liebe bezieht) 24 .
20 1. Buch Mose, Kapitel 24, Vers 67: „Da führte sie Isaak in das Zelt seiner Mutter Sara und nahm die Rebekka, und sie wurde seine Frau, und er gewann sie lieb. Also wurde Isaak getröstet über seine Mutter“.
21 1. Buch Mose, Kapitel 22, Vers 2: „Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde“.
22 1. Buch Samuel, Kapitel 18, Vers 1 und Vers 3: „Als David aufgehört hatte, mit Saul zu reden, verband sich das Herz Jonathans mit dem Herzen Davids, und Jonathan gewann ihn lieb wie sein eigenes Herz. 3 Und Jonathan schloß mit David einen Bund, denn er hatte ihn lieb wie sein eigenes Herz“.
23 Matthäusevangelium, Kapitel 5, Vers 38-42: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: ‚Auge um Auge, Zahn um Zahn’. 39 Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. 40 Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. 41 Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will“.
24 Matthäusevangelium, Kapitel 22, Vers 34-39: „Als aber die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. 35 Und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte: 6 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? 7 Jesus aber antwortete ihm: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt’. 38 Dies ist das höchste und größte Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst’.
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„Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“. 25
Nur wenn sich jeder Einzelne über die Folgen seines Handelns und Denkens bewusst ist, können die Probleme unserer Zeit bewältigt werden, welche im Prinzip alle aus purem Egoismus entstehen. Sie sind Schöpfer der Ereignisse, die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewusst, wie und was Sie denken, sprechen und wie sie auch handeln. So weit der Exkurs. 7.Monat Sarah wiegt jetzt 7.800 Gramm
Heute ist der 22.09.2004. Die Zeit mit ihr ist wieder vorbei und sie fährt mit ihrer Mama nach Bad Homburg zurück.
Sarah ist, wie schon beschrieben ein sehr aktives Kind, immer darauf bedacht, etwas Neues zu versuchen. Dazu gehört auch der Versuch, über die am Boden liegende Mama zu klettern. Am 27.09.04 hat Sarah Erfolg und krabbelt aus eigener Kraft über ihre Mama. Später steht sie alleine am Sessel auf (sie hat sich mühsam und mit mehreren Versuchen hochgezogen) und läuft ein paar Schritte; schon ertönt ihre Stimme - Mama, Opa/Apa und Papa ruft sie, gerade so, als wollte sie sagen: Seht ihr denn nicht, was ich hier geschafft habe? Nichts und niemand ist vor ihr sicher. Sie versucht überall aufzustehen, schaukelt in der Hockestellung, rutscht und nimmt Kontakt mit Kindern und Hunden auf und lacht viel. 8. Monate sind seit der Geburt vergangen.
Sarahs rechte Hand am 11.11.2004
Nun beginnen so langsam und behutsam die ersten Versuche einer Reinlichkeitserziehung; so war Sarah am 01.11.2004 das erste Mal mit Erfolg auf dem Töpfchen. Sie lässt sich an den Händen führen, von ihrer Mama zum Opa und wieder zurück; sie reicht uns ihre Händchen und tanzt an unseren Händen den notwendigen 24 - 25 Die Bibel, siehe Bibelzitate und Bibeltexte dazu in den Zitaten 23 und 23
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Halt findend. Kein Wunder also, wenn nichts mehr vor ihr sicher ist, sie mit Vorliebe versucht den Tisch abzuräumen.
Zu meinem 54. Geburtstag besucht mich Sarah. Sie kommt nicht mit leeren Händen, denn ich bekomme von Sarah eine ganz liebe Karte, eine Tafel Opa-Schokolade und einen wunderschönen Blumenstrauß.
Vom 08.-14.Noveber machen Sarah und Sonja wieder einmal bei mir Urlaub. Am 09.11.04 versucht Sarah ihre ersten, freien Schritte zu machen. Sarah schläft mittags mit mir zusammen im Bett. Nach dem Aufwachen lacht sie mich dann fröhlich an und ruft strahlend „Opa“ oder „Apa“. Sie ruft auch aus ihrem Bettchen, wenn sie mich abends ins Bett gehen hört; es ist offensichtlich Ziel, mich dazu zu bewegen, sie aus ihrem Bettchen zu mir ins Bett zu nehmen. Da ich das im Regelfall nicht mache, schläft sie dann ruhig bis zum Morgen weiter. Seit dem 16.11.04 hat telefonieren eine neue Dimension bekommen, denn Sarah antwortet am Telefon, wenn ich sie anspreche, sie etwas frage; antworten im Sinne von sie reagiert akustisch wahrnehmbar. 9.Monat
Vom 22.-28.11.04 ist Sarah mit Sonja in Hanau bei mir. Am 23.11.2004 machen wir einen Einkaufsbummel; in Zuge dessen frühstücken wir im Kaufhof, wobei Sarah das ganze Lokal unterhält. Sie trinkt O-Saft, isst Ei, Brötchen und Schinken. Sie bekommt einen großen Kuschelbären aus dem Jubiläumsangebot. Zuhause bekommt sie gegrillte Schweinshaxe, Brötchen und Rührei.
Sarahs rechter Fuß am 23.11. 2004
Servierwagen. Ehe wir uns versehen, ist Sarah in den Servierwagen gekrabbelt, sitzt auf dem unteren Boden, und kommt dann krabbelnder
Weise auf meiner Seite wieder heraus, um im Anschluss daran mit mir zu schmusen. Das Kind ist eben immer für eine Überraschung gut. Sarah stellt sich später hinter den Servierwagen, schiebt ihn vor sich her und versucht mit ihm als Gehwagen zu laufen.
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Ähnliche Experimente sind für nicht mehr ungewöhnlich. Am 25.11.04 stand Sarah beispielsweise im Autositz alleine auf, nachdem sie heimlich hineingekrabbelt war. Am 26.11.04 waren wir gemeinsam ganz oben, in meinem Studierzimmer. Sarah lag still in der Wippe, um zu schlafen, als ihre Mama und ich aus dem Fenster schauten. Ein zufälliger Blick ließ uns das Blut in den Adern erstarren. Sarah stand in der Wippe und sprang fröhlich auf und ab.
Auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Homburg erweitert Sarah am 01.12.2004 erneut Speiseplan, denn sie isst mit großem Genuss ihren ersten Crepes. Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus, so auch bei ihr - Unruhe und leichte Verdauungsstörungen - erklären sich wie von selbst am 04.12.2004, denn Sarah hat ihren ersten Zahn bekommen (unten rechts -1-). Stolz steckt sie sich am 05.12.04 meinen Finger in den Mund und tippt auf den Zahn, sodass ich ihn nun auch fühlen kann.
Vom 05.12. - 15.12.2004 machen die beiden Damen erneut Urlaub in Hanau. Wen wundert es, wenn am folgenden Tag ein Besuch auf Marktplatz angesagt ist, auf dem auch der Nikolaus einen Besuch machen will. So hatte Sarah am 06.12.04 ihre ersten Begegnungen mit einem Nikolaus; die 1. Begegnung war doch recht überraschend für Sarah in der Fußgängerzone an der Volksbank; eine 2. Begegnung folgte dann in der Sparkasse. Beide Male war der Nikolaus sehr feinfühlig und behutsam mit Sarah, und bekam sogar etwas geschenkt. Anschließend machten wir gemeinsam einen Bummel über den Hanauer Weihnachtsmarkt.
Am 07.12. kommt Sarah im Schneeanzug zum Ausgehen fertig das erste Mal auf Rufen hin zu mir zum Rollstuhl, damit sie in den Baby Björn „gesteckt“ werden kann. Eine erneute Erweiterung des Speiseplans am 09.12.04 lässt das Kochen immer einfacher werden, denn nun isst sie zum ersten Mal Lachsfilet. Am 11.12.04 war Sarah mit Onkel Sascha und mir im Hessen-Center, dem größten Einkaufzentrum in Umkreis. Hier gab es viel zu sehen und viel zu erleben und natürlich auch zu essen. Sie aß „schmatzend“ mit uns einen LKW (Brötchen mit Fleischkäse, Tomate und Gurke).
Es erweitert sich nicht nur ihr Speiseplan, sondern auch ihr Wortschatz. Sarah kann neue Worte so aussprechen, so, dass man weiß, wen oder was sie meint: Auto, Alf und für Sascha ruft sie Da … da oder auch Da … scha, gelegentlich auch Ball. Ihr Bedürfnis nach Liebe hat sie heute, am 14.12.04 in besonderer Weise gezeigt, indem sie meine Hand genommen hat und sich selbst damit streichelte. Im Keller stand Sarah heute etwa 10 Sekunden mit den Kissenknöpfen in der Hand völlig frei in der Waschküche. Sie versucht seit 2 Tagen aus der Hocke immer wieder frei aufzustehen. Es ist zu spüren, dass „krabbeln“ nicht mehr so befriedigend für sie ist, denn sie will jetzt immer mehr an der Hand laufen. Wenn sie ihren Onkel Sascha am Telefon hört, dann ruft sie laut: Da … da!
Nun sind die letzten drei Monate des ersten Lebensjahres angebrochen - Der 10. Monat:
Seit dem 23.12.2004 kann Sarah alleine im Zimmer aufstehen und auch frei stehen. An Heilig Abend, so sagt Sarahs Mama, mach sie ersten eigenen Schritte direkt auf den Tannenbaum zu.
Sarah ist vom 25.12.2004 bis zum 02.01.2005 zum Urlaub in Hanau. Seit dem 27.12.2004 hat sie ihren zweiten Zahn - unten links. Sarah holt sich mit Vorliebe den Baby-Björn von meinem Rollstuhl. Wenn etwas nicht so läuft, wie sie es möchte, dann sagt sie: „Gott o Gott“ (legen wir ihrem Gebrabbel in den Mund). 27.12.2004 Sarah steht bis zu 30 Sekunden frei im Zimmer. Sie kann jetzt schon Gegenstände alleine
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vom Boden aufheben, um dann wieder frei zu stehen. So spielt sie oben (in meinem Studierzimmer) mit dem kleinen Nusskorb; sie leert ihn aus und sammelt die Nüsse dann einzeln wieder ein; dabei lacht sie schelmisch. 28.12.2004 Sarah macht mit Onkel Sascha und mir einen „großen“ Ausflug zu Möbel Walther. Das Bummeln bereitet ihr auch hier wieder sichtbar Freude. Silvester 2004 Sarah „stiehlt“ sich oben vom Servierwagen einen Nikolaus, wird plötzlich ganz leise, setzt sich hin in eine Ecke, packt den Nikolaus aus und bricht sich große Stücke davon ab, um sie zu essen. Am Nachmittag war sie mit uns bei türkischen Freunden, um einen Neujahresgruß zu übergeben. Um 18. 20 Uhr sagt sie klar das Wort „danke“ nach. Auf die Frage: Wo ist
Onkel Sascha? Schaut sie ihn an, deutet nach ihm und sagt: „Da“! Sarah steht bis zu einer Minute frei im Zimmer. Beim täglichen Bad habe ich meinen besondern Spaß, denn mit ihrer Wasserpistole macht sie nur Unsinn: Sie „schlägt“ damit nach mir und nach Onkel Sascha; es bereitet ihr sichtbares Vergnügen das Geräusch des Treffens zu hören. Ihr Lieblingswort ist im Augenblick: „doddel, doddel“ und wird immer dann von ihr verwendet, wenn etwas nicht so funktioniert, wie sie es haben möchte. Das Lernauto, das sie zu Weihnachten bekommen hat, beherrscht sie. Völlig selbständig öffnet sie das Dach, die Türen und stellt dabei auch die Musik an. Sie hebt es hoch und wirft es auch frei stehend durch das Zimmer.
Sarah im Reisebett zu haben, ist auch ein besonderes Vergnügen: Sie schaut über den Bettrand und lacht; kommt man zu ihr, dann rutscht sie am durchsichtigen Seitenteil entlang, drückt den Mund dagegen und wartet so lange, bis sie dann endlich geküsst wird. Quietschend vor Vergnügen tapst sie dann an eine andere Stelle und wiederholt das ganze Spiel.
01.01.2005: Mama und Papa sind zum Essen in Hanau. Nach dem Essen spielen Sarah, Onkel Sascha und Sarahs Papa im Wohnzimmer am Boden. Da bekommt ihr Papa endlich seinen so heiß ersehnten, ersten Kuss von seiner Tochter Sarah. 01.01.2005: Sarah bekommt von meiner Freundin Helga Besuch; sie hat ihren Enkel Ben mitgebracht; er ist 5 Monate. Sie lacht ihn an, greift nach ihm und will ihn küssen, schafft es auch mehrmals. Mit „Tante Helga“ lacht sie. Der 02.01.2005 wird der Besuchtag von Norman und Janine (Sohn und Schwiegertochter von Helga, einer Freundin von mir), denn sie kommen zu einem Kurzbesuch vorbei. Sarah geht zwar kurz zu Norman, nicht aber zu Janine; Sarah kommt wieder zu mir zurück und lächelt die beiden lieber aus der sicheren Entfernung an. Sie scheint sie nicht besonders zu mögen. Sarah wird von Onkel Sascha nach den einzelnen Personen gefragt; wo ist der Opa? Sie schaut mich an und ruft: „Da!“ Das macht sie auf alle Fragen; da sagt Onkel Sascha: Wo ist der Alte? Sie schaut mich an und ruft ganz strahlend: „Da!“ Endlich kann ich laufen, könnte Sarah gedacht haben, als sie 09.01.2005 sie ihren ersten Schritte ganz alleine in der Zimmermitte macht. Mit gehört die Welt, das ist offensichtlich Sarahs Devise, denn aus dem Laufen wird am 04.01.05 klettern. Sarah klettert in Bad Homburg alleine auf das Sofa und fängt an zu hüpfen. Am 11. und 12. Jan. 2005 meine beiden Damen wieder in Hanau zu Besuch. Wir lassen während dieses Aufenthaltes Bilder bei „PIX Fotos“ in Frankfurt machen. Wir haben im Zuge des Besuches auch einen Kinder-Autositz gekauft. 11. Monat
Am 20.01.2005 krabbelt Sarah alleine hinter ihrer Mama Sonja und mir in den Sessel (im Studierzimmer), lehnt sich an die Rückenlehne und fängt dann fröhlich an zu hüpfen.
Sarah ist vom 24.01. - 27.01.2005 mit Sonja in Hanau. Sie kommen Woche für Woche. Für mich wird deutlich, dass in der Familie, beziehungsweise in der Ehe etwas
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nicht stimmt. Wir kaufen für Sarah einen Rattansessel, ihren ersten, eigenen Stuhl. Am Abend des 24.01.05 läuft sie alleine und völlig frei vom Ledersessel zum Kindersessel und dem Bücherregal. Am 25.01.2005 hat sie alleine, das heißt ohne Hilfe, ihr ganzes Leberwurstbrot (in kleine Stückchen geschnitten) gegessen. Am Mittwoch dieser Woche wird deutlich, dass Einbildung auch Berge versetzen kann: Sarah läuft alleine, nur mit dem eingebildeten Halt am Strampelanzug, vom Tisch quer durch das Zimmer, hin zu meinem Computer. Sarah beschäftigt sich alleine, kann mit Dosen und allem was klappert spielen. In ihren Sessel lässt sie niemanden; er hat einen hohen Stellenwert in ihrem Leben bekommen, denn wenn er von Sonja an eine andere Stelle gestellt wurde, holt sie ihn schimpfend und bringt ihn an den vertrauten Ort zurück.
Neuen nicht bis zum Wasser, sodass wir entschieden, das Schwimmbad wieder zu verlassen. Am 30.01.2005 macht Sarah dann im Flur, vor meiner Küche, ganz alleine 14 Schritte. Zum Mittagessen treffen wir uns mit Mama Sonja und Papa Stefan in Frankfurt bei Möbel Flamme. Sie bummelt mit uns durch das Möbelhaus, isst mit uns Wiener Würstchen und besucht die Kinderecke mit Kinderfilm, Luftballon, Bastelmöglichkeit. Sarah versucht immer häufiger und mit Erfolg, kurze Strecken ohne fremde Hilfe zu laufen.
Sarah darf weiterhin alleine bei ihrem Onkel und mir bleiben, Sonja und Stefan fahren aber nach Bad Homburg zurück. Sonja kommt dann aber am Montag wieder und bleibt mit Sarah bis 03.02.2005. Am 02.02.2005 war Sarah mit Mama Sonja und mir erneut im Panoramabad. Sie war zunächst sehr skeptisch und zögerlich, dann aber sichtbar zufrieden. Sie tobte zunächst im Planschbecken, später dann im Nichtschwimmerbecken. Sie war nur schwer aus dem aus dem Wasser zu bringen, obwohl sie hier und da schon etwas Wasser in den Mund bekommen hatte. Sarahs nächster Urlaub mit Sonja war in der Zeit vom 06.02.05 - 09.02.05. Am 06.02.05 waren wir auf dem Flohmarkt bummeln. Für 07.02.05 war dann ein Schwimmbadbesuch (Panoramabad) in Frankfurt mit einem fünfjährigen, türkischen
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Jungen geplant. Der Schwimmbadbesuch war dann für beide Kinder ein riesiges Erlebnis. Sarah durfte Pommes-Frites essen und Fanta dazu trinken. Sie suchte sehr zu meiner Freude zu allen Kindern Kontakt und wollte eigentlich zu keinem Zeitpunkt aus dem Wasser.
Am Abend machte Sarah 20 Schritte alleine und frei durch mein Studierzimmer. Nach dem Aufstehen hatte sie ersten Kontakt im Zimmer mit Schnee, den Sonja ihr in die Hand gab. Am 08.02.2005 war Sarah den Faschingsmarkt auf dem Hanauer Marktplatz besuchen. Angespannt beobachtete sie alles. Laufen wird immer selbstverständlicher für Sarah, sodass sie es am 12.02.2005 schafft, 56 Schritte alleine durch die Wohnung zu machen. Heute, dem 13.02.2005 kommen Sonja und Sarah wieder nach Hanau. Am Abend schneide ich ihr einige Haare für ihr persönliches Album ab. Die beiden wollen dieses Mal bis zum 17.02.05 bleiben.
Am 14.02.2005 wollen wir zusammen mit dem türkischen Jungen wieder zum Panoramabad nach Frankfurt fahren. Im Schwimmbad läuft Sarah frei. Mittags hatte sie Schupfnudeln, im Schwimmbad Pommes-Frites gegessen. Es war ein wunderschöner Nachmittag. Am Abend bläst Sarah alleine auf der Flöte, die wir am Vormittag gekauft haben.
15.02.2005: Speiseplanerweiterung: Zu Mittag isst Sarah Kasseler mit Karotten und Kartoffelbrei mit sichtlichem Genuss.
Sie spielt alleine Flöte und auf dem Xylophon. Nach unserem gemeinsamen Bad macht sie auf dem Topf „Pipi“. Sarah ist jetzt 1 Jahr
Sarah kommt am 19. Februar zur Geburtstagsfeier mit Mama und Papa nach Hanau. Sie bleibt bis zum 24.02.2005 in Hanau bei mir. Geburtstag: Speisekarte Gratulanten:
Mama und Papa, Onkel Sascha; Seyma und Tuba; Oma und Opa aus Frankfurt; Uroma aus VS (telefonisch); Andrea und Helga telefonisch, Besuch am 22.02.05 von Mehmet, Heike u. Romi Geburtstagspost:
Oma; BEK; Abel aus Bad Homburg; Oma und Opa aus Frankfurt; Baby Butt; E-Mail von Hipp; E-Mail von My Toys; Alete/Milupa; Frau Kansy, Merem mit Familie; Onkel Sascha und Opa Hanau. Geburtstagsgäste:
Mama, Papa, Onkel Sascha, Oma und Opa aus Frankfurt, Sinan; Helga und Tante Andrea, Geschenke:
Blumen, Dreirad, Auto-Kindersitz, pädagogisches Spielzeug zur Förderung der Feinmotorik, Herzanhänger, Gutschein, Puppe, Pulli, Spieluhr, Maikäfer mit verschiedenen Kinderliedern, silbernes Armband mit verschiedenen Anhängern, Tasche und passenden Hut, Medaillon, Spardose, Geburtstagsfeier als solche, Puppe von Mehmet
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Sarahs Wortschatz mit einem Jahr
01. Ja 14. Au Auge
02. Bus 15. all leer
03. ba Ball 16. Hamm Essen
04. 04. Na Nase 17. Bu Blume
05. aua 18. bä Ba Ekel
06. Mu Mund 19. da zeigt auf etwas
07. ada das da 20. ab runter
08. Mama 21. ei schmusen
09. Papa 22. alla hallo
10. Apa Opa 23. da da weggehen
11. danke 24. HU sie erschreckt
12. adda spazieren 25. Auto
13. Alf 26.Daa daa Sascha
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Ich habe in meinem kurzen Leben schon so allerlei angestellt:
Als mein Opa in der Küche war und das Essen vorbereitete, habe ich mich an das Aquarium geschlichen. Ich wollte wissen, wie sich Fische anfühlen. Da habe ich einfach einen Fisch aus dem Aquarium genommen; der war aber so glitschig und hat
so gezappelt, dass ich nicht halten konnte; er ist aus meinen Händen gerutscht, und weil ich meinem Opa nichts davon gesagte habe, ist mir der Fisch dabei auf den Boden gefallen und dadurch jämmerlich auf dem Teppich erstickt;
Am 24.11.2004 ist eine Nachhilfeschülerin bei uns; sie will die Präsentation ihrer Arbeit für das Schulprojekt mit meinem Opa besprechen, notwendige Ergänzungen einfügen um einen entsprechend guten Notenabschluss erreichen zu können. Ich sitze während dieser Besprechung auf dem Sessel, vor mir steht ein Servierwagen. Ehe mein Opa sich versieht, bin ich in den Servierwagen gekrabbelt und sitze auf dem unteren Boden; erst als ich krabbelnder Weise auf der anderen Seite wieder herauskrabbele, um im Anschluss daran mit meinem Opa zu schmusen, sieht es, was ich gemacht habe. Lachend sagt er: „Das Kind ist eben immer für eine Überraschung gut“. Später stelle ich mich hinter den Servierwagen und schiebe ihn vor mich her und versuche, mit dem Servierwagen als Gehwagen zu laufen. Ähnliche Experimente sind für Sarah nicht mehr ungewöhnlich. Am 25.11.04 stand Sarah beispielsweise im Autositz alleine auf, nachdem sie zuvor heimlich hineingekrabbelt war.
Am 26.11.04 waren wir alle ganz oben in meinem Studierzimmer. Sarah lag zum vermeintlichen Einschlafen in ihrer Wippe, während ihre Mama und ich aus dem Fenster nach draußen schauten. Ein zufälliger Blick zurück auf Sarah, ließ uns das Blut in den Adern erstarren. Sarah stand in ihrer Wippe und sprang fröhlich auf und ab.
Am 06.04.2005 hat sich Sarah meinen Haustürschlüssel „gestohlen“. Sarah und ihr erster Verehrer 09.05.2005
Sarah hat ihren ersten Verehrer gefunden, denn am 02.05.05 Sie bekommt sie von Steven, er wird am 08.05.05 zwei Jahre, einen Blumenstrauß (Löwenzahn) geschenkt. Sarahs Kräfte haben auch schon versagt und sie ist zusammengebrochen: Das erste Mal:
Ein ganz schlimmer Tag für Onkel Sascha und mich war der 01.11.2005, als Sarah gegen 19. 00 Uhr so seltsam ruhig wurde. Sie fühlte sich warm an. Als ich gegen 19. 30 Uhr Sarahs Körpertemperatur überprüfte, hatte sie 38,6 0 Grad. Dann kam Onkel Sascha vom Baden und sagte zu mir: „Schau, Sarah schläft ein; sie war wohl doch sehr müde und überfordert“. Als er sie anschließend hinlegen wollte, es war gegen 20. 10 Uhr, fiel ihr Kopf nach hinten weg, sie verdrehte die Augen und war nicht mehr ansprechbar. Eine erneute Temperaturüberprüfung ergab ein Messergebnis von 40,6 0 Grad. Wir hatten riesige Angst um sie. Jetzt nur keine Panik, war unser erster Gedanke. Sascha bereitete sofort kühle Wadenwickel für sie vor, und verabreichte ihr anschließend ein Zäpfchen gegen Fieber und lagerte sie auf meinem Bauch. Nach dem gut 10 Minuten verstrichen waren, reagierte Sarah wieder. Wir verständigten Sarahs Mutter, verabredeten uns in der Notaufnahme der Bad Homburger Klinik, da wir die Ursache dieses Geschehens nicht kannten und große Sorgen und Angst um Sarah
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hatten, und verließen gegen 20. 30 Uhr Hanau. Es war gerade 21. 00 Uhr, als wir die Klinik erreichten. Mama Sonja kam unmittelbar nach uns an. Die Untersuchung ergab, dass ein Infekt der Ohres und des Gehörgangs ursächlich für das Fieber waren. Die Lunge war aber auch nicht frei, die Bronchien waren verschleimt. Der Arzt war sehr lieb zu Sarah, verordnete ihr ein Nasenspray, Zäpfchen gegen das Fieber und einen Saft gegen den Husten. So war der von Sarah geplante Urlaub sehr schnell für unser „Popelchen“ wieder zu Ende. Das zweite Mal:
Schon am 21.01.2007 erleben wir gegen 16. 40 Uhr das Drama vom 01.11.2005 erneut; Sonja will mit Sarah zurückfahren. „Ich will beim Opa bleiben!“ ruft Sarah traurig und energisch zugleich. Dann der Schlag: Sarah legt sich zurück, verdreht sie Augen, der Mund öffnet sich, das Körperchen zuckt, das Kind reagiert kaum noch! Wir kennen das schon von unserem Erleben am 01.11.2005; beide Male war Sarah krank, nur dieses Mal hätte der Zusammenbruch vermieden werden können, wenn Sonja nicht mit dieser Ignoranz, Kälte, Aggression im Bezug auf den Kinderwunsch agiert hätte.
Sascha und ich konnten, Gott sei es gedankt, noch einigermaßen gelassen reagieren, indem wir ihr die Kleider vom Leib „rissen“, sie ruhig ansprachen, das Körperchen und das Köpfchen streichelten und sie mit kühlen Umschlägen auf der Stirn relativ schnell wieder zu Reaktionen bringen konnten.
Als wir im 1. Obergeschoss waren sagte ich ihr dann, dass sie heute nicht zurück muss, dass sie mit mir in meinem Bett schlafen darf und ich die ganze Nacht bei ihr bleiben werde. Immer noch im Abgleiten drückte ich sie an mich und sagte: „Kind, ich habe solche Angst um dich!“ Durchgedrungen an ihr Bewusstsein sagt sie ganz leise: „Opa, du musst keine Angst haben!“ Da wusste ich, dass wir es geschafft hatten. Als wir endlich wieder auf der sicheren Seite waren, war die Freude groß, dass Sarah noch lebte. Sonja auf dieses Geschehen angesprochen antwortete: „Ich habe alles sehr wohl gesehen und auch verstanden, auch dass sie beinahe gestorben wäre. Ich wäre auch dieses Mal Schuld gewesen, wieder Schuld gewesen, wie beim 1. Mal, denn beide Male war ich dabei, aber ich war einfach unfähig in irgendeiner Weise zu reagieren“. Eine unruhige Nacht folgte. Das dritte Mal: 11.07.2007
Sarah hat sich nicht gut gefühlt. Ihre Mama wollte sie wieder mit nach Bad Homburg mitnehmen; dabei hat sie sich, weil sie lieber bei uns in Hanau bleiben wollte so aufgeregt und geweint, dass das geschwächte Körperchen erneut die Kraft verlor und sie die Augen „buchstäblich“ verdrehte. Eine riesige Angst erfasste uns auch dieses Mal, aber sie kam sofort wieder zu sich; ich beruhigte sie und versprach ihr, dass so lange bleiben kann, bis sie wieder ausreichende Kräfte hat, um mit ihrer Mama sicher nach Bad Homburg zu fahren!
Was ich schon alles kann:
Sarah kann zu meinem großen Erstaunen schon die ersten, kleinen Aufträge ausführen: So bringt sie nach Aufforderung sofort einen kleinen Ball zu mir, öffnet Schranktüren und schließt sie auch wieder, oder sie bringt mir auf meinen Wunsch hin das richtige Spielzeug! Am 08.03.05 hat sie das erste Mal ganz leise still und heimlich einen Tetra Pack (ACE Saft) aufgeschraubt.
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09.03.2005
Sarah hat sich beim Baden das 1. Mal doch recht erstaunlich ordentlich gewaschen. Ihre Haare, ihre Brust und ihr Bauch sind von diesem selbständigen und alleinigen Tun betroffen. 13.03.2005
Seit heute kann sie in die Hocke gehen und sich anschließend wieder aufrichten. 15.03.05
Sarah kann seit heute „Sascha“ sagen. 16.März 2006,
Sarah singt heute zum ersten Mal: „Alle meine Entchen!“ 17.03.2005
Sarah hat das Gartentürchen alleine aufgemacht und das Grundstück verlassen. 22.03.05
Sarah war heute auf der Wochenstation, um Müri und ihre Baby „Ali“ zu besuchen. 23.05.2005
Sarah zieht sich alleine eine Sandale an. 13.06.2005
Sarah kann die ersten Zwei-Wort-Sätze; „Mama, da!“ 13.06.2005
Sarah kann jetzt alleine ordentlich aus einem Glas trinken. 15.06.2006
Sarah fährt in Tolliwood alleine, aber erstaunlich sicher mit einem Elektroauto. 16.06.2005
Sarah kann nun verständlich ihren Namen „Sarah“ sagen. 10.12.2005
Sarah isst zum ersten Mal Käsefondue. 03.06.2006
Zum ersten Mal fährt sie alleine mit dem Dreirad (in Tolliwood). 15.6.2006
Am Vormittag waren wir beim Feuerwehrfest im Niederissigheim, bei der Hüpfburg und nachmittags im TOLLIWOOD. Sie fährt sowohl alleine Dreirad als auch mit dem Elektroauto. 27.02.2007
Ich kann alleine mit dem Fahrrad fahren. 15.04.2007
Sarah klettert die Haushaltsleiter alleine und rückwärts hinunter.
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11.09.2007
Als Sarah mit Onkel Sascha die Schlafsäcke und den Rest für eine Übernachtung in meinem Arbeitszimmer mit offener Terrassentür richtet und er zu ihr sagt, dass sie im Treppenhaus aufpassen und schön hören soll, antwortet sie ihm: „Ich bin doch nicht unhörig“. Entgegen aller Erwartungen schlafen wir die ganze Nacht oben. 09.12.2007
Beim Nikolaus im Panoramabad, sagt Sarah ein Gedicht auf, und bekommt dafür sogar noch eine 2. Geschenktüte. Sonja ist dabei; die Spannung ist wie so oft hoch, aber es geht gut, da Sarah weiß, dass sie mit Onkel Sascha und mir zurück nach Hanau fahren darf. Auch heute ist Sarah wieder trocken. 25.02.2008
Ich kann schon beim renovieren helfen und Tapeten von der Wand ablösen. 17.03.2009
Sarah sieht beim Schreiben in Photo des Gehirns. Spontan kommt sie und sagt: „Das ist mein Gehirn“. 02.05.2009
Sarah schält mit mir das erste Mal alleine Spargel. Worüber ich mir, also Sarah, Gedanken mache 07.12.06
Am Abend gehen wir auf den Weihnachtsmarkt.
Sarah fragt im Bett: „Opa, warum gibt es gute und böse Menschen? Warum gibt es lügende Menschen? Warum machen die bösen Menschen alles kaputt?“ 09.03.07
„Opa, warum bist du krank“? „Wirst du wieder gesund“? „Das ist aber schade, dass du krank bist und nicht mehr gesund wirst“! „Opa, ich brauche dich doch“! 08.11.2008
Wenn die Menschen tot sind, bleiben sie dann für immer im Grab? Wo ist der liebe Gott? Wie sieht der liebe Gott aus? Meine, also Sarahs Sprüche aus dem Kindergarten Im neuen Kindergarten, im Herbst 2008 Sarah nennt einen Jungennamen und erzählt dann: „Dieser Junge hat mir die Hand geküsst“. Einige Tage später, es betraf wieder diesen Jungen: „Er hat mich geküsst. Ich war ganz aufgeregt. Ich hatte rote Wangen. Er hatte auch rote Wangen. Opa, es war einfach so romantisch!“
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Hier hat mein Opa meine schönsten Sprüche zusammengestellt, im Wesentlichen sind sie sogar nach dem Datum geordnet: 07.9.2005
Heute bekam ich die erste Liebeserklärung: Sie legte ihren rechten Arm um meinen Rücken, den linken auf den Bauch, drückte sich an und sagte: „Apa lieb!“ 17.11.2005 Besondere Sprüche: „Mann, so ein Mist“! „Mann, Mann, Mann!“ 04.12.2005
Als Sarah aufwacht, ist ihr Onkel schon unterwegs und nicht mehr im Haus. Sarah kommentiert: „Sascha weg! Schande! Sascha Zug weg!“ 04.02.2006
„Der Opa hat gehustet! Ich will auch so husten wie der Opa!“ 20.02.2006
„Onkel Sascha, bringst du die Nudeln hoch?“ ruft sie Sascha im Keller zu. 20.02.2006 „Machst du da?“ Onkel Sascha, kommst du leicht hoch?“ „Ganz alleine machen!“ „Nein! Will ich nicht! Schmeckt nicht!“ „Onkel Sascha, heb auf!“ „Onkel Sascha, hinlegen!“ „Chips, wollte ich!“ „Jetzt weiß ich das!“ „Das merke ich mir!“
Sagt zu Sascha, nachdem er das Treppenhaus gestrichen hat: „Schön siehst du aus, du kleines Ferkel!“ „Ich hab dich lieb (Opa) Onkel Sascha!“ „Hast du das geschafft!“ “Gott o Gott!“ 20.02.2006
„Opa, kommst du gleich wieder runter?“ ruft sie zu mir nach oben, als ich aufräumen muss. 20.02.2006
„Ich komme sofort!“ ruft sie immer dann, wenn sie nicht sofort kommen will. 20.02.2006
Sie mich und sagt unvermittelt: „Brauchst nicht weinen Opa, alles gut!“ Das Gleiche macht sie mit ihrem Onkel Sascha. 20.02.2006 „Logisch!“
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14.03.2006
„Ich bin es leid!“, sagt Sarah, wenn es etwas nicht nach ihrem Willen geht. 31.03.2006
Montag: Bin Sarah alleine. Als Sascha da ist, gehen wir zum Spielplatz am Main, machen einen Abstecher zum Kiosk in der Karlsbaderstrasse und dann nach Hause. Als ich beim Baden Seifenblasen mache: „Du kannst das ja, Opa“; freut sich Sarah. 03.04.2006
„Onkel Sascha muss arbeiten, Geld verdienen“. Dabei reibt sie dir Fingerspitzen. 03.04.2006
Sarah hält dem Tele-Tuby Hähnchen an den Mund: „Das schmeckt? Gell, das schmeckt dir!“ 09.04.2006
Sonntag: Sarah spielt, nachdem wir auf dem Flohmarkt waren. Sie nimmt Alf und sagt: „Alf, ich bin Sarah“! 09.04.2006
„Onkel Sascha, ich schlafe“. „Ist gut Sarah“. „Ich schlafe ja gar nicht!“ Als ich am 11.04.06 Sarahs Fleisch zum Mittagessen klein schnitt, „erwischte“ es meinen Zeigefinger auch! Später erzählte Sarah Onkel Sascha und auch ihrer Mama: „Opa Finger abgeschnitten!“ 15.04.2006
„Opa, brauchst du auch einen Schnuller?“ „Ich bin sofort gleich zurück!“ 17.04.2006
„Ich trinke Saft, Opa; willst du auch Saft?“ 17.04.2006
In der Badewanne: „Opa, wir müssen uns waschen, sonst stinken wir wie die Säue!“ 18.04.2006
Nach dem Baden. „Na du kleiner Jammerlappen“ sagt Sarah zu mir und klopft mir ermunternd auf die Schulter. 27.04.06
In der Klinik bleibe ich mit dem Rollstuhl an der Seite hängen. „Du wirst aufpassen!“ sagt sie zu mir. 15.05.2006
Am Abend möchte sie eine Rumkugel. Das hört sich dann so an: „Opa, ich will eine Kugelwaffel!“ 20.05.2006
„Opa, was machst du da? Schreibst du die Sätze vom Mädele auf?“ Sarah macht das Licht an. Ihr Kommentar dazu: „Schau Opa, mit ohne Licht!“
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22.05.2006
Das Licht über dem Aquarium in der Polsterecke schaltet sich automatisch an. Sarah kommt ganz stolz, lacht und sagt: „Jetzt machen die Fische wieder die Augen auf!“ 25.05.2006 2006
„Der Duft ist all“. Warum? „Weil er leer ist!“ Beim Baden: „Du bist eine Süße, Opa!“ 25.05.2006
Beim Baden zeigt sie mir die Wasserpistole und sagt: „Das ist eine Wassertole; mit der kann man in der Badewanne schwitzen!“ 26.05.06
Aufgeregt „schreibt“ Sarah auf einem Blatt; auf die Frage, was sie macht antwortet sie: „Ich muss meine Sätze aufschreiben“. 26.05.2006
„Opa, was ist das da oben?“ Luft und Wolken. „Was kann man mit Luft machen?“ Atmen „Woher kommt die Luft, Opa?“ vom lieben Gott. 26. 05.2006
„Opa, brauchst du auch einen Schnuller?“ „Ich bin sofort gleich zurück!“ „Ich sitze neben Onkel Sascha!“ „Ich bin ein Punker!“ „Du bist eine Süße, Opa!“ „Der Duft ist all“. Warum? „Weil er leer ist!“ 02.06.2006
„Ich muss erst aufessen, dann kann ich trinken“. „Opa hat gut gekocht“. 02.06.06
Beim Baden macht Sarah Sascha einen Pickel an der Nase weg. Sie spült mit Badewasser nach. „Brauchst nicht jammern. Lass die Augen zu. Gleich ist alles vorbei. 03.06.2006
Nach dem Frühstück sagt Sarah: „Ich hab aufgegessen; du brauchst dir keine Sorgen machen, Opa“. 03.06.06
Wenn sie den Peugeot ihrer Mutter sieht, dann sagt sie: „Das da ist Mamas Auto!“ Wenn sie den Fiat von Onkel Sascha sieht kommentiert sie: „Das ist unser Auto!“ 03.06.2006
Beim Weg zum Einkauf: „Ich kann rutschen; die Sonne scheint, es ist warm“. 03.06.2006
Nach der Busfahrt mit Onkel Sascha: „Der Bus hat für mich geklingelt. Das muss ich gleich dem Opa erzählen“.
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03.06.2006
Wenn ihr etwas nicht gefällt, wie zum Beispiel Haare waschen, dann sagt sie: „Das ist nicht gut!“ 04.06.2006
„Die Hose ist angebunden am Knie, da kann ich nicht reinschlüpfen“, erklärt Sarah ihrer Mama, als sie sie zum Fahren nach Bad Homburg anziehen will. 04.06.06
Sie schüttet auf der Terrasse oben alle Figuren aus der Spielkiste aus. Ich sammle sie wieder ein. „Du bist ein braves Mädchen, Opa!“ 28.06.2006 „Wo ist mein Planschbecken?“ 04.07.2006
Ruft zu Sascha: „Bye Bye, wir sehen uns!“ 04.07.2006
Sarah haut mit der Hand auf den Tisch; „das kann doch nicht wahr sein! Ich will nicht bei der Mama bleiben!“ 21.07.06
„Wo ist meine Wassertole? Ich will schwitzen!“ 24.07.2006
Sarah fragt mich: „Opa, stinkst du? Ich rieche gut, ich war baden!“ 26.07.2006
Sarah fragt mich: „Opa, stinkst du?“ Sie will offensichtlich wieder baden und Unsinn machen. 09.08.2006
Sarah am Telefon: „Opa, ich will zu uns; ich will nicht mit der Mama einkaufen, ich will zu uns!“ 30.08.2006
Sarah am Telefon: „Opa, ich will zu uns fahren!“ (sie meint damit, dass sie zu Onkel Sascha und zu mir will). 21.08.2006
Onkel Sascha zu Sarah: Du musst vorsichtig gehen! Antwort von Sarah: „Du bist doch an meiner Hand!“ 26.08.2006
Na du kleine Stinkmaus! Sarah antwortet: „Opa, ich stinke nicht, ich habe mich im Schwimmbad gewascht!“ 31.08.2006
Sarah fragt Sonja am Telefon, als wir miteinander sprechen: „Fahren wir zum Opa?“
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03.09.2006
„Ich habe sehr gejammert!“ Warum hast du denn gejammert? „Weil du nicht das warst, weil der Opa nicht da war!“ 12.09.2006
„Opa, ich mache schnell die Tür zu; sonst kommt die Mama rein!“ 04.10.2006
„Opa, du hast mir die Zeit gestohlen; gib sie mir wieder, du Schurke!“ 06.10.2006
Sarah singt: „Opa, ich liebe dich! Ich will dir einen Kuss geben! Danke für das Essen, das du mir machst!“ 08.10.2006
Im Bad: „Danke, das du mit mir nach Tolliwood gefahren bist; ich habe mich bei Onkel Sascha bedankt, dass ihr mit mir mit wart!“ 23.10.2006
Als sie sich unbeobachtet fühlt deckt die Futterklappe des Aquariums ab und hält die Hand in das Wasser. Daraufhin angesprochen erklärt sie mir: „Ich wollte die Baby-Fische streicheln!“ 23.10.2006
Sie schnappt das Wort „Bösewicht“ auf und mach daraus „böses Gewicht“! 23.10.2006
Es ist nach 19. 00 Uhr, als Sarah Erdnüsse verlangt. Sie rennt im wahrsten Sinne des Wortes mit Sascha zum Supermarkt und kauft ein. Von der Strasse aus ruft sie mir zu: „Ich habe alleine bezahlt und auch das Rückgeld genommen. Ich gehe jetzt rein!“ 23.10.2006
Sarah sieht die Matratze ihres Kinderbettes auf meinem Schrank liegen. Sie fragt mich, warum sie denn da liegt. Als ich ihr erkläre, dass ich sie brauche, wenn Onkel Sascha auch einmal ein Baby hat, lacht sie und sagt: „Opa, das Baby von Onkel Sascha schläft doch in deinem Bett!“ 05.12.2006
Sarah schimpft: „Was soll das, dass du mich immer rufst?“ „Das kann ich nicht leiden“. 12.12.2006 Gespräch mit Sarah am Telefon:
„Bist du im Internet, Opa?“ Ja, aber ihr wart doch auch im Internet, Schätzchen. „Nein, Opa“, sie lacht, „wir waren immer in der Wohnung, die ganze Zeit!“ 09.02.1007
„Opa, kommt bei dir auch das Sandmännchen im Fernsehen und Nils Holgerson?“
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Arbeit zitieren:
Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher, 2009, Sarah, ein Leben zwischen Geborgenheit, Liebe und Anspannung, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
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Kind sein in einer Welt, die von Spannungen, Unfrieden, Not und Egoism...
Die Problematik von Kindesmiss...
Fachbuch, 349 Seiten
Günter-Manfred Pracher's Text Sarah, ein Leben zwischen Geborgenheit, Liebe und Anspannung ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Günter-Manfred Pracher hat den Text Sarah, ein Leben zwischen Geborgenheit, Liebe und Anspannung veröffentlicht
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Kinder im Alltag mit Ritualen ...
Christel Langlotz, Bela Bingel, Vanessa Paulzen
Kinder einfühlend ins Leben begleiten
Elternschaft im Licht der gewa...
Marshall B. Rosenberg, Michael Dillo
Was auffällige Kinder uns sagen wollen
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