Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung 1
2 Nötige Faktoren für ein erfolgreiches Wachstum 3
2.1 Wirtschaftswachstum und Einkommen - Wachstumstheorien 3
2.1.1 Schumpeter - Theorie der „kreativen Zerstörung 4
2.1.1.1 Industrieökonomik. 4
2.1.1.2 Arrow, Kennedy, Shell - „Wissen als Output und Input in
Produktionsprozessen. 4
2.1.1.3 Nelson, Winter - Evolutionstheorie 5
2.1.2 Frühere Ansätze der formalen Wachstumstheorie. 5
2.1.2.1 Das Neoklassische Wachstumsmodell nach Solow 6
2.1.2.2 Neokeynesianische Wachstumstheorie 6
2.1.3 Die Internationale Unabhängigkeitsrevolution. 6
2.1.4 Drei-Sektoren-Hypothese 7
2.2 Soziale Indikatoren. 8
2.2.1 HDI-Index. 8
2.2.1.1 Gesundheitspolitik - Lebenserwartung 9
2.2.1.2 Bildungswesen. 10
2.2.1.3 Kinderarbeit. 11
2.3 Entwicklung mit Nachhaltigkeit. 11
2.3.1 Umweltproblematik. 11
2.3.2 Nachhaltigkeit. 12
2.4 Armut und Ungleichheit 13
2.4.1 Ungleichheit messen. 13
2.4.1.1 Die Größenverteilung von Einkommen 13
Abbildungsverzeichnis
2.4.1.2 Gini-Koeffizient 14
2.4.2 Armut messen. 15
2.4.2.1 Die internationale Armutsgrenze. 15
2.5 Ethnische Minderheiten und indigene Bevölkerungen. 15
3 Fallbeispiel Brasilien 17
3.1 Wirtschaftswachstum und Einkommen 17
3.1.1 1965-2000. 17
3.1.2 2000-2007. 17
3.1.3 Außenhandel. 18
3.2 Soziale Indikatoren. 19
3.2.1 Entwicklung Brasilien im HDI („Index des menschlichen
Entwicklungsstandes “) 19
3.2.1.1 Lebenserwartung 20
3.2.1.2 Bildungswesen. 20
3.2.1.3 Kinderarbeit. 21
3.3 Entwicklung mit Nachhaltigkeit. 21
3.4 Ungleichheit 23
3.5 Armut. 23
3.6 Ethnische Minderheiten. 25
4 Schlusswort 26
III
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Entstehung der neuen Wachstumstheorie ....................................................................3
Abb. 2: Drei-Sektoren-Hypothese/Entwicklung in Deutschland..............................................7
Abb. 3: Ausschnitt aus dem Human Development Index 2008 (Daten aus 2006) ...................9
Abb. 4: Erträge für die Gesellschaft aus der Investition in die Ausbildung der verschiedenen
Schultypen ..............................................................................................................................11
Abb. 5: Typische Größenverteilung des Einkommens in Entwicklungsländern (Quintile und
Dezile) ....................................................................................................................................14
IV
1 Einführung
Man kann weltweit große Unterschiede sowohl zwischen dem Niveau der Pro-Kopf-Einkommen als auch in den regional erzielten Wachstumsraten erkennen. In den letzten zwei Jahrhunderten war das Wachstum in den industrialisierten Ländern so groß wie niemals zuvor. Die Weltrangliste der führenden Wirtschaftsmächte wird seit daher von den führenden Ländern der Ersten Welt angeführt. Doch zu Beginn des 21. Jahrhunderts erschienen neue Akteure am Horizont: Die BRIC-Staaten -Brasilien, Russland, Indien, China - haben das Potenzial, um in den nächsten 50 Jahren für tief greifende Umwälzungen zu sorgen. Laut der BRIC-Theorie von Goldman Sachs werden diese vier Länder bis zum Jahre 2050 die westlichen Industrienationen der G7 in punkto Wirtschaftskraft überholt haben. Die Finanzbeziehungen und Investitionsflüsse werden sich in den nächsten 50 Jahren in Richtung aufstrebende Schwellenländer verschieben. Die BRICs werden jedenfalls heute schon auf dem Börsenparkett als Investitionsstandorte der Zukunft gehandelt. Momentan profitieren davon Banken wie Goldman Sachs, die Gewinn versprechende Fonds mit hohen Renditen anbieten. In die sogenannten BRIC-Fonds wurden in den letzten Jahren bereits Milliarden investiert.
Die These von Goldman Sachs basiert darauf, dass die Wirtschaft der Entwicklungs-und Schwellenländer modernisiert wird und daraufhin automatisch der wirtschaftliche Aufschwung und Wohlstand folgt. Unter Modernisierung versteht Goldman Sachs insbesondere die Liberalisierung der Märkte. Dem prognostizierten Wirtschaftswachstum wird vorausgesetzt, dass die Länder den Erfolg versprechenden neoliberalen Weg einschlagen. Goldman Sachs formuliert dies kurz mit „wenn alles richtig läuft” - „if everything goes right”. 1
Was aber geschieht, wenn dies nicht genau so passiert?
Länder wie Brasilien haben zwar viele Ressourcen, diese sind jedoch nicht unerschöpfbar. Weiters ist zu beachten, dass das Potenzial der Ressourcen, das zum wirtschaftlichen Wachstum benötigt wird, immer wieder durch innere Unstimmigkeiten in den Ländern selbst gebremst wird; sei es durch die
1 Vgl. Wilson, D.; Purushothaman, R.: 2003
1
Ungleichbehandlung der Menschen und die daraus resultierende große Armutsschicht oder auch durch die ungleiche Repräsentation der Bevölkerung in der Politik. 2
Hohe und steigende Wachstumszahlen geben keinen Einblick in den Wohlstand einer Nation. Das Pro-Kopf-Einkommen ist die beste Möglichkeit, Vergleiche der internationalen Entwicklung quantitativ darzustellen, jedoch ist es kein vollständiger Indikator. Um die Wohlfahrt der Bevölkerung darzustellen, benötigt es qualitative Indikatoren wie beispielsweise Umweltkennzahlen und Maßstäbe für die Einkommensverteilung. 3
Wachstum ist nur dann entwicklungsfördernd, wenn es sozialverträglich, umweltverträglich und arbeitsintensiv ist. Das heißt: Entwicklung und Wachstum sollten nicht auf destruktiven Grundlagen entstehen, sondern vielmehr auf der fairen Verteilung der erwirtschafteten Produkte und der Integration der Bevölkerung in den Produktionsprozess, um so die Entwicklung auch nachhaltig zu gestalten. 4
In vorliegender Arbeit soll analysiert werden, ob Brasilien ein aufstrebendes Schwellenland ist. Dazu werden zuerst die nötigen qualitativen und quantitativen Faktoren angeführt und beschrieben, die für ein langfristiges entwicklungsförderndes Wachstum nötig sind. Anhand dieser Faktoren wird Brasilien im praktischen Teil statisch analysiert. Aus der Analyse soll hervorgehen, wie die momentanen Voraussetzungen für ein erfolgreiches und nachhaltiges Wachstum in Brasilien sind. In der Arbeit werden keine mathematischen Analysen des quantitativen Wachstums durchgeführt, sondern vielmehr wissenschaftliche, bereits bestehende Statistiken herangezogen.
2 Vgl. Ahäuser, Farina; Al-Taher, Hanna; Beutell, Frank; Clemens, Antje; Hoffmann, Paul; Lühmann, Malte; Middeldorf, Matthias; Peters, M. Elisabeth; Scheuer, Stefan; Unger, Manuel: 2007, S. 3 f. 3 Bretschger, Lucas: 2004, S. 1
4 Vgl. Ahäuser, Farina; Al-Taher, Hanna; Beutell, Frank; Clemens, Antje; Hoffmann, Paul; Lühmann, Malte; Middeldorf, Matthias; Peters, M. Elisabeth; Scheuer, Stefan; Unger, Manuel: 2007, S. 3 f.
2
2 Nötige Faktoren für ein erfolgreiches Wachstum
2.1 Wirtschaftswachstum und Einkommen - Wachstumstheorien
Mit der langfristigen Wirtschaftsentwicklung haben sich vor allem die Ökonomen SMITH, RICARDO, MALTHUS und MARX im 18. und 19. Jahrhundert beschäftigt. Die Erforschung eines lang anhaltenden volkswirtschaftlichen Wachstums war ihnen ein zentrales Anliegen. 5
Abb. 1: Entstehung der neuen Wachstumstheorie
(Quelle: Wachstumstheorie, 2004)
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fand das Thema Wachstum aufgrund der Großen Depression nicht mehr dieselbe Beachtung wie im 18. und 19. Jahrhundert.
5 Vgl. Bretschger, Lucas: 2004, S. 8.
3
Arbeit zitieren:
Kerstin Strasser, 2009, Die Einbettung Brasiliens in die Weltwirtschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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