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UND DAS
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K
ING
Seminararbeit
im Fach Philosophie WiSe 03/04
Ethik in den Weltreligionen
an der Technischen Universität Dresden
vorgelegt von
André Schmidt
2. Semester
LA Gymnasium
Geschichte/Philosophie
Dresden, Januar 2004
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und das T
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André Schmidt
INHALTSVERZEICHNIS
Seite
1 Vorwort ______________________________________________________ 3
2 Der sozialpolitische Kontext ______________________________________ 4
2.1 Das neue Zeitalter _________________________________________________________4
2.2 Die Zeit der Kämpfenden Reiche _____________________________________________4
2.3 Der Alte Meister __________________________________________________________5
3 Die Lehre des L
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TSE
__________________________________________ 7
3.1 Das Unbeschreibbare ist das T
AO
_____________________________________________7
3.2 Führung und Kraft aus der Ewigkeit ___________________________________________7
3.3 Das Y
IN
und das Y
ANG
bilden das T
AO
________________________________________8
3.4 Das Natürliche Gesetz ______________________________________________________9
4 Die drei Schätze_______________________________________________ 10
4.1 Gezwungene, fassbare Attribute _____________________________________________10
4.2 Von der Liebe ___________________________________________________________11
4.3 Von der Zurückhaltung ____________________________________________________12
4.4 Von der Zufriedenheit _____________________________________________________12
5 Schlussbemerkung _____________________________________________ 13
Literaturverzeichnis________________________________________________ 14
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André Schmidt
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1 Vorwort
In dieser Seminararbeit soll der chinesische Philosoph L
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(sprich Laud-
se) und das ihm zugeschriebene bedeutende Werk der menschlichen Geistesge-
schichte das T
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(Daudedsching) näher betrachtet werden. Dabei sollen die
verschiedenen Einflüsse dieses Zeitalters für ein besseres Verständnis der Beweg-
gründe L
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-
TSE
s, diese Weisheitslehre zu verfassen, in einen sozialgeschichtlichen
Kontext eingeordnet werden. Neben einem kurzen Lebenslauf L
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TSE
s soll der
Schwerpunkt dieser Arbeit auf die Lehre des Alten Meisters gelegt werden. Ein
Hauptaugenmerk soll dabei der Fragestellung gewidmet sein, welche Leitsätze und
Hauptaussagen dieser chinesischen Philosophie der Antike entnommen werden kön-
nen. Im Speziellen soll der Versuch einer Interpretation eines ausgewählten Textab-
schnittes unternommen werden, indem auch der Frage nach der Rolle der vielseitigen
Übersetzungsmöglichkeiten der chinesischen bildlichen Schriftzeichen nachgegan-
gen werden soll.
Als wissenschaftliche Grundlagen zur Klärung dieser Fragen dienen unter ande-
rem die schriftlichen Übersetzungen von europäischen Autoren wie R
ICHARD
W
ILHELM
,
B
ODO
K
IRCHNER
, sowie E
RNST
S
CHWARZ
. Aber auch Sekundärliteratur,
wie die Monographien K
ALTENMARK
s, ,,Lao-tzu und der Taoismus", K
HONRY
s,
,,Das Ethos der Weltreligionen; Das Ethos des Konfuzianismus und Daoismus", so-
wie ,,Lau-dse; Führung und Kraft aus der Ewigkeit" von R
OUSSELLE
werden hierfür
herangezogen, um die Ansichten und Meinungen anderer Philosophen sowie den
Forschungsstand mit einzubeziehen.
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2 Der sozialpolitische Kontext
2.1 Das neue Zeitalter
Im sechsten vorchristlichen Jahrhundert erwachte nicht nur in Europa, son-
dern auch nahezu zeitgleich in Asien der menschliche Geist zu sich selbst und wurde
sich seiner Macht bewusst.
1
Der Mensch machte sich jetzt Gedanken über die Ord-
nung der Welt und im Besonderen über seine eigene Stellung in ihr. Auf Grund eines
sich allmählich durchsetzenden selbstständigen und kritischen Erkennens kam es zu
einer Ablösung des mythischen Zeitalters, indem die Kunde der Vorzeit, das heilige
Wissen vom Urgrunde der Welt und des Lebens zunehmend an Bedeutung verloren.
2
Es setzte ein frühes, philosophisches und forschendes Auseinandersetzen mit den
alten religiösen Bindungen und Vorstellungen der Vorzeit ein. Die Natur nachah-
mende Kunst ersetzte den mythisch-magischen Stil und das eiserne Zeitalter ver-
drängte langsam aber sicher das Bronzene.
3
Der Mensch versuchte sich des Urälte-
sten sowie des Zusammenhanges zwischen der Tiefe des Geistes und des Urgrundes
des Weltganzen bewusst zu werden und nutzte erstmals die Fähigkeit des klaren
Ausdrucks sowie des schöpferischen Wortes. Dieses gilt in Indien für M
AHAVIRA
ebenso wie für G
AUTAMA
B
UDDHA
, in Griechenland für H
ERAKLIT
und H
ESIOD
und
im chinesischen Kulturkreis für L
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sowie K
ONFUZIUS
.
4
2.2 Die Zeit der Kämpfenden Reiche
Diese Übergangszeit, als das philosophische Denken in China einsetzte, war
geprägt von langen kriegerischen Auseinandersetzungen sowie von tiefgreifenden
Veränderungen im politischen und sozialen Gefüge der Region.
5
Schon bereits im 5.
Jahrhundert vor Chr. zerfiel China in eine sehr große Zahl von Kleinstaaten, die von
Lehnfürsten regiert wurden, welche sich untereinander bekriegten. Erst 221 vor Chr.
gelang es C
H
´
IN
S
HIH
-
HUANG
-
TI
nach drei Jahrhunderten, erster Kaiser eines verein-
ten Chinas zu werden.
6
Diese Zeitspanne, welche von Historikern als die Zeit der
,,Kämpfenden Reiche" genannt wird, kann man aber auch ebenso gut als die Zeit der
1
Vgl.
R
OUSSELLE
, Erwin: Lau-dse; Führung und Kraft aus der Ewigkeit, Insel Bücherei Nr. 253, Wiesbaden, S. 57.
2
Vgl.
R
OUSSELLE
: Lau-dse; Führung und Kraft aus der Ewigkeit, S. 57.
3
Ebd., S. 57.
4
Ebd., S. 57.
5
Vgl.
K
ALTENMARK
, Max: Lao-tzu und der Taoismus, Frankfurt am Main und Leipzig 1996, S. 9.
6
Vgl.
K
ALTENMARK
: Lao-tzu und der Taoismus, S. 9.
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Philosophen betrachten. Es wurde niemals sonst das spekulative Denken so intensiv
und in so großer Freiheit gepflegt wie in jenen unruhigen Zeiten in China.
7
Man löste
sich durch die Philosophie von der überkommenen Religion und Moral und es ent-
stand eine Metaphysik, welche nur noch unter dem Einfluss des Buddhismus verän-
dert werden sollte.
8
2.3 Der Alte Meister
Neben K
ONFUZIUS
ist wahrscheinlich L
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TSE
die berühmteste Gestalt des
chinesischen Altertums und dazu noch eine, welche auch in westlichen Kontinenten
einen hohen Bekanntheitsgrad hat. Das Buch, welches T
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genannt wird
und zu dem L
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TSE
Erhebliches beigetragen hat, ist das weltweit mit Abstand
meistübersetzte Werk fernöstlicher Literatur. Doch leider weiß man nicht wirklich
viel über den Philosophen und Menschen L
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TSE
. Wenig genug, so dass man, wenn
man wissenschaftlich arbeiten will, alle biographischen Aspekte mit großer Vorsicht
betrachten sollte.
Schon der Name L
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ist kein Eigenname, sondern ein Appellativum, welches
so viel wie der ,,Alte Meister" bedeutet. Die Überlieferungen, welche seinen wirkli-
chen Namen betreffen, nennen seinen Familiennamen L
I
(Pflaume) und seinen Ruf-
namen Ö
RH
(Ohr), wobei der Familienname auf einen Stammbaum der Familie L
I
zurückzuführen ist, welche höchstwahrscheinlich ihren Ursprung auf L
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be-
gründen wollte, um ihren gesellschaftlichen Status zu verdeutlichen.
9
Vielfach wird
ihm auch der Titel D
AN
zugenannt, das als Ohr mit herabhängenden Läppchen über-
setzt werden kann und als Zeichen des Alters und der Weisheit gegolten hat. Und so
nennen ihn die Chinesen auch heute noch manchmal liebevoll L
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DAN
, ,,Altes
Weisheitsohr".
10
Als einzige sichere Informationsquelle dienen uns nur die drei wesentlichen Aus-
sagen des S
ZU
-
MA
C
H
´
EIN
, welcher die erste Geschichte Chinas ca. 100 vor Chr. ver-
fasste und zugeben musste, dass nur sehr wage Überlieferungen über L
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schon
zu seiner Zeit existierten. Als ziemlich sicher gilt, dass L
AO
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TSE
ein älterer Zeitge-
nosse K´
UNGS
(K
ONFUZIUS
) gewesen ist, da von einem Treffen beider in mehreren
7
Vgl.
K
ALTENMARK
: Lao-tzu und der Taoismus, S. 9.
8
Ebd.,
S. 9.
9
Ebd., S. 20.
10
Vgl.
R
OUSSELLE
: Lau-dse; Führung und Kraft aus der Ewigkeit, S. 57 f..
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