Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Biographie Renè Descartes. 2
2.1 Herkunft und Leben. 2
2.2 Philosophischer Ansatz 4
2.3 Werke 5
2.4 Bedeutung. 6
3 Meditationes de Prima Philosophia 7
3.1 Inhaltsangabe 8
3.2 Philosophische Kernaussagen 10
4 Fazit 14
5 Literaturverzeichnis 16
I
- 1 - 1Einleitung
Mit Hilfe der hier vorliegenden, von mir persönlich, im Rahmen des im Wintersemester 2006/07 an der Katholischen Universität Eichstätt- Ingolstadt belegten Hauptseminars in Philosophie „Renè Descartes Meditationes de Prima Philosophia - Meditationen über die Erste Philosophie“, angefertigten Hausarbeit „Renè Descartes Meditationes de Prima Philosophia - Die zweite Meditation: Über die Natur des menschlichen Geistes; dass er der Erkenntnis näher steht als der Körper“, möchte ich mich konzentrierter mit der philosophischen Kernaussage „Cogito ergo sum“, auseinandersetzen. Hierbei werde ich zunächst die Person Descartes, seine Herkunft, sein Leben, seine philosophische Entwicklung und seine Werke beleuchten, um zu einer Bewertung seiner Gedanken, seiner Schriften, seiner Lehren für den weiteren Verlauf der Philosophie formulieren zu können. Diese Vorüberlegungen dienen der intensiveren Beschäftigung mit der zweiten Medition seines Hauptwerkes, die ich im Folgenden herausarbeiten, vorstellen und kritisch hinterfragen werde sowie nach Betrachtung und in Rücksichtnahme aller Fakten eine fundierte Stellungnahme abgeben werde.
Die Meditationes de Prima Philosophia, ergo die Meditationen über die Erste Philosophie, aus dem Jahre 1641, in denen die Existenz, das Vorhandensein Gottes sowie die Unsterblichkeit, die Ewigkeit der Seele bewiesen werden sollen, stellen ein elementares und fundamentales Hauptwerk des französischen Philosophen Renè Descartes über Metaphysik und Erkenntnistheorie, dar 1 .
Mich persönlich tangiert dieses Thema „Renè Descartes Meditationes de Prima Philosophia - Die zweite Meditation: Über die Natur des menschlichen Geistes; dass er der Erkenntnis näher steht als der Körper“ im speziellen Maße auf Grund dessen, dass für mich primär eine gewisse Faszination von der Persönlichkeit des Renè Descartes, sowie eine tiefgreifende Erfurcht vor den bahnbrechenden Denkansätzen und Veränderungsimpulsen, die Descartes in der Philosophiegeschichte bewirkt hat, ausgeht. Sich seiner Person, seinem Denken in einem wissenschaftlichen Zugang zu nähern, gestaltet subjektiv betrachtet ein großes Bedürfnis. Ich unternehme den Versuch
1 vgl.: P. Prechtl: Descartes zur Einführung. 2000; S. 26.
- 2 -mit meinen Ausführungen und Erläuterungen dem bedeutenden Philosophen Renè Descartes gerecht zu werden sowie die Sinnmitte der zweien Meditation zu erfassen.
2 Biographie Renè Descartes
Der französische Philosoph, Mathematiker sowie Naturwissenschaftler Renè Descartes (* 31. März 1596 in La Haye/Touraine, Frankreich; † 11. Februar 1650 in Stockholm, Schweden) gilt als einer der hervorragernsten sowie einflussreichsten Denker seiner Zeit 2 .
2.1 Herkunft und Leben
Der Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler René Descartes, Du Perron (lat. Cartesius Renatus) wird am 31. März 1596 in La Haye bei Tours Touraine in Frankreich als drittes Kind des Parlamentsrats Joachim Descartes geboren 3 . Er entstammt einem altfranzösischen Adelsgeschlecht, „was ihm erlaubt, bescheiden, aber ohne Sorgen, von deren Unterstützung zu leben“ 4 . Sein Vater war Gerichtsrat am Obersten Gerichtshof der Bretagne in Rennes. Seine Mutter verstirbt ein Jahr nach seiner Geburt im Wochenbett und so wächst René Descartes bei einer Amme und seiner Großmutter auf 5 . René Descartes besucht ab 1604 als Internatsschüler das Jesuitenkolleg von La Flèche, eine der führenden Schulen seiner Zeit. Mit seinem 16. Lebensjahr schließt René Descartes seine klassisch mathematische Ausbildung erfolgreich ab. Nach dem Schulbesuch „war er insbesondere von der traditionellen, scholastischen Philosophie als Grundlage seiner Bildung enttäuscht, da sie seines Erachtens eine zusammenhanglose, in sich widersprüchliche und lebensferne bloße Meinung, aber kein sicheres Wissen von der Wirklichkeit darstellt“ 6 . René Descartes studiert daraufhin Jura in Poitiers in Paris. Im Jahr 1616 legt er sein juristisches Examen ab, jedoch galt sein Interesse nicht dem Rechtsstudium. Nach dem Studium der Jurisprudenz wandte sich Descartes schließlich völlig von der Gelehrsamkeit alter Art ab. Statt eine juristische Karriere einzuschlagen, absolvierte er an einer Pariser Akademie für junge Adelige einen Lehrgang in Fechten,
2 vgl.: Der Brockhaus in einem Band. 2000; S. 182.
3 siehe: A. Werner (Hrsg.): Einführung in die Philosophie Descartes`. 1921. S. 27.
4 K. Schlapbach in M. Vinzent (Hrsg.): Metzler Lexikon Christlicher Denker. 2000. S.196.
5 siehe hierzu genauer: B. Williams: Descartes. Das Vorhaben der reinen philosophischen
Untersuchung.1981; S. 1.
6 E. Martens: Ich denke, also bin ich. Grundtexte der Philosophie. 2003; S. 130.
- 3 -Reiten, Tanzen und gutem Benehmen. Noch im selben Jahr arbeitet Descartes bei dem berühmten Feldherrn Moritz von Nassau im holländischen Breda. Dort begegnet er dem Arzt und Naturforscher Isaac Beekman. Dieser erweckt bei René Descartes das Interesse für Physik, er widmet ihm sein erstes mathematisch-physikalisch Werk „Musicae compendium“, das im Jahr 1618 erscheint. In der Zeit von 1619 bis 1620 tritt Descartes in die Dienste des Herzog Maximilian von Bayern ein, um in anderen Ländern Lebenserfahrungen zu sammeln sowie die Welt zu sehen. Als Soldat während des Dreißigjährigen Krieges 7 nimmt er auf der kaiserlich-katholischen Seite an der Eroberung Prags teil. Bis 1622 blieb er in de Armee, dann kehrte er nach Paris zurück. Im folgenden Jahr besuchte er Italien, wo er sich zwei Jahre aufhielt 8 . Mit einem stattlichen Erbe lässt sich Descartes 1625 in Paris nieder. Dort findet er schnell den Kontakt zu Intellektuellen und der wohlbetuchten Gesellschaft, er las und schrieb viel und gewann zunehmendes Ansehen. 1628 schreibt er die „Regeln zur Leitung des Intellekts“, was ihm einen bedeutenden Ruf und Ansehen verschafft. Ein Jahr später siedelt René Descartes nach Holland über und verbringt dort die nächsten 18 Jahre seines Lebens. Hier verbrachte er, zwar im Austausch mit Gebildeten unterschiedlichster Ausrichtung und Herkunft, aber dennoch relativ zurückgezogen, wobei er häufig Wohnungen und Wohnorte wechselte. Er widmet sich dort intensiv dem Studium der Mathematik und mathematischen Physik, die durch die Forschungen von Kepler 9 und Galilei 10 eine sichere Wirklichkeitserkenntnis zu bieten schienen. In Holland arbeitet er an einem Traktat zur Metaphysik, beendet es jedoch zugunsten eines anderen naturwissenschaftlichen Werkes nicht. Das Werk „Traité du Monde“, wie es
7 Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um Hegemonie oder Gleichgewicht
zwischen den Mächten Europas und zugleich ein Religionskrieg. In ihm entluden sich sowohl die
Gegensätze zwischen der Katholischen Liga und der Protestantischen Union innerhalb des Heiligen
Römischen Reiches als auch der habsburgisch-französische Gegensatz auf europäischer Ebene (siehe
hierzu genauer: Fahlbusch, E.; Lochmann, J. M.; Mbiti, J.; Pelikn, J; Vischer, L. (Hrsg.): Evangelische
Kirchenlexikon. 1989; S. 918-923).
8 Vgl. hierzu genauer: B. Russell: Denker des Abendlandes. Eine Geschichte der Philosophie. 2005; S.
265-266.
9 Friedrich Johannes Kepler (* 27. Dezember 1571 in Weil der Stadt; † 15. November 1630 in
Regensburg) war ein Naturphilosoph, Mathematiker, Astronom, Astrologe und Optiker (vgl.: Betz, H. D.;
Jüngel, E.; u.a. (Hrsg.): Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und
Religionswissenschaft. 2004; Bd. 3; S. 931-932).
10 Galileo Galilei (* 15. Februar 1564 in Pisa; † 8. Januar 1642 in Arcetri bei Florenz) war ein
italienischer Mathematiker, Physiker und Astronom, der bahnbrechende Entdeckungen auf mehreren
Gebieten der Naturwissenschaften machte (siehe: Betz, H. D.; Jüngel, E.; u.a. (Hrsg.): Religion in
Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. 2004; Bd. 2; S.
456).
Arbeit zitieren:
Ulrike M. S. Röhl, 2007, Über Renè Descartes "Meditationes de Prima Philosophia" – Die zweite Meditation, München, GRIN Verlag GmbH
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