Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. 2
1. Einleitung 3
2. Geschichtliche Entwicklung des modernen Factoring. 3
3. Was ist Factoring 4
3.1 Grundsätzlicher Ablauf 4
3.2 Formen und Funktionen des Factorings. 5
3.2.1 Delkrederefunktion 5
3.2.2 Finanzierungsfunktion 6
3.2.3 Offenlegung 7
4. Vor und Nachteile des Factorings. 7
4.1 Perspektive Factoringnehmer. 7
4.2 Perspektive Factor. 11
5. Zusammenfassung. 11
6. Literaturverzeichnis 12
2
1. Einleitung
Die Absicherung der Liquidität ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen sehr wichtig, auch wenn die Realisierung dieses Ziels gerade hier äußerst schwierig ist. Daher ist es vor allem für diese Unternehmen von enormem Interesse, Alternativen zu den althergebrachten Finanzierungsformen zu finden.
Eine Möglichkeit, die auch immer mehr in den Blickwinkel der Unternehmen rückt, ist das Factoring. Dabei geht es darum, dass die Unternehmen ihre Forderungen gegenüber Kunden, die aus Lieferung und Leistung entstanden sind, an sogenannte Factoringgesellschaften verkaufen.
Hier unterscheidet man verschiedene Formen und Funktionen, auf die im Verlauf dieser Arbeit näher eingegangen werden soll. Außerdem werden die Vor- und Nachteile für beide beteiligten Seiten beleuchtet.
Zuvor soll allerdings die Historie des Factoring betrachtet werden.
2. Geschichtliche Entwicklung des modernen Factoring
Im 19. Jahrhundert begann die moderne Finanzierung durch das Factoring in Nordamerika. Die immer mehr an Bedeutung gewinnende Textilindustrie entdeckte diese neue Form der Liquiditätsbeschaffung und verkaufte ihre Forderungen teilweise an sogenannte „Factoring Houses“. 1 Dadurch konnte das Ausfallrisiko minimiert werden. In Deutschland war die Mittelrheinische Kreditbank Dr. Horbach & Co. KG das erste Kreditinstitut, welches 1958 Factoringleistungen anbot. Innerhalb von 42 Jahren, nämlich in der Zeit von 1962 bis 2004, wuchs der durch Factoring finanzierte Betrag auf das Dreihundertfache. Anfangs betrugen die Factoringumsätze umgerechnete 150 Mio. Euro; im Jahre 2004 waren es beachtliche 45 Mrd. Euro. 2 Damit ist Deutschland neben Italien, den USA, Frankreich und Japan eines der führenden Länder weltweit, was das Factoring betrifft. 3
Dabei wurde diese Entwicklung in Deutschland vor allem durch die Aufhebung des Abtretungsverbotes im Jahre 1994 begünstigt. Seitdem können Vollkaufleute auch bei
1 Vgl Hermann, Jürgen (2006), S. 16
2 Vgl Hermann, Jürgen (2006), S. 16
3 Vgl. Hibler, Theo / Müllner, Marlene (2007), S. 25 ff.
3
einem in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ihrer Schuldner festgehaltenen Verbot ihre Forderungen verkaufen. 4
3. Was ist Factoring
3.1 Grundsätzlicher Ablauf
Die grundsätzliche Funktionsweise des Factoring lässt sich gut an der folgenden Abbildung (Abb. 1) erklären.
Zuerst entsteht zwischen dem jeweiligen Unternehmen, in der Darstellung als Factoringnehmer bezeichnet, und dem Kunden (Debitor) ein Kaufvertrag. Daraufhin wird die Ware geliefert und eine Rechnung an den Kunden gestellt. Somit entsteht eine Forderung aus Lieferung und Leistung an den Kunden.
Abb. 1: Factoring
Quelle: abgerufen am 15.01.2008; http://www.el-factoring.de/images/3/96.jpg
Für den Fall, dass das Unternehmen einen Factor einschalten möchte (mögliche Gründe werden in 4.1 erläutert), prüft dieser die Bonität des Kunden des Factoringnehmers. Wenn
4 Vgl Hermann, Jürgen (2006), S. 16
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Arbeit zitieren:
Patrick Jürgens, 2008, Factoring als Möglichkeit der Unternehmensfinanzierung, München, GRIN Verlag GmbH
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