Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 3
1.1 Vorbetrachtung: Kino als Ort der geschichtlichen Aufklärung? 3
1.2 Vorgehen 3
2 Kontext des Filmes 4
2.1 Produktion des Filmes. 4
2.1.1 Drehbuch, Dreh und Hauptdarsteller 4
2.1.2 Der Regisseur Dennis Gansel. 4
2.1.3 Inspiration zum Film NAPOLA. 4
2.2 Historischer Hintergrund. 5
2.2.1 Der nationalsozialistische Staat. 5
2.2.2 Die Napola. 5
3 Analyse des Filmes „Napola - Elite für den Führer“ 6
3.1 Handlung des Filmes „Napola - Elite für den Führer“ 6
3.2 Figuren, Figurenkonstellation und Raumkonstellation. 9
3.2.1 Charakterisierung und Einordnung der Figuren. 9
3.2.2 Figuren- und Raumkonstellationen 11
3.3 Musikalische Unterlegung des Filmes 13
3.4 Symbolik im Film 14
4 Diskussion der Altersfreigabe. 14
4.1 Einordnung des Filmes. 14
4.2 Beurteilung des Filmes hinsichtlich der FSK-Freigabe 15
5 Zusammenfassung 16
Anhang: Sequenzplan. 17
Quellenverzeichnis 19
2
1 Einleitung
1.1 Vorbetrachtung: Kino als Ort der geschichtlichen Aufklärung?
Das Thema „Medienkompetenz von Kindern“ macht auch vor dem Phänomen Kino nicht halt. Die FSK (freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) entscheidet, welche Filme für welche Altersgruppe freigegeben werden. Jedoch ist mit dieser „Freigabe keine pädagogische Empfehlung oder ästhetische Bewertung verbunden.“ 1 Deshalb ist es von großer Notwendigkeit, Kinofilme, die beispielsweise im Unterricht eingesetzt werden, immer daraufhin zu untersuchen, ob sie der Medienkompetenz der jeweiligen Konsumenten entsprechen. In Bezug auf Filme, die den Krieg thematisieren, egal, ob Kriegs-, Antikriegs-, Dokumentar-, Trickfilme oder Dramen, muss darauf geachtet werden, dass diese eine intensive Vor- und Nachbereitung verlangen, wenn sie Kindern oder Jugendlichen vorgeführt werden.
1.2 Vorgehen
Um medienpädagogische Aussagen über den Film „Napola - Elite für den Führer“ treffen zu können, soll zu Beginn der Arbeit der Kontext des Filmes dargestellt werden. Diesem Schritt folgt eine Filmanalyse. Das letzte Kapitel wird sich mit der medienpädagogischen Relevanz des Filmes beschäftigen und sich mit der Altersfreigabe der FSK auseinander setzen. Um die Analyse genauer durchführen zu können, wird ein Sequenzplan angefertigt, welcher im Anhang zu finden ist.
1 Url: http://www.spio.de/index.asp?SeitID=18
3
2 Kontext des Filmes
2.1 Produktion des Filmes
2.1.1 Drehbuch, Dreh und Hauptdarsteller
Das Drehbuch zum Film schrieb Dennis Gansel 2 in Kooperation mit Maggie Peren. Gansel fugnierte ebenfalls als Regisseur des Filmes. Gedreht wurde das Werk vorwiegend in Prag beginnend im Herbst 2003. Die Hauptdarsteller sind Max Riemelt (Friedrich), Tom Schilling (Albrecht), Devid Strisnow (Vogler), Justus von Dohnányi (Heinrich Stein) und Alexander Held (Friedrichs Vater).
2.1.2 Der Regisseur Dennis Gansel
Dennis Gansel wurde 1973 in Hamburg geboren. Er studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Sein Filmdebüt hatte er mit dem RAF-Politthriller „Das Phantom“. Dieser wurde im Mai 2000 im Fernsehen ausgstrahlt. Neben dem 3SAT-Zuschauerpreis und dem Jupiter von CINEMA für den besten TV-Film 2000 erhielt er für dieses Werk drei mal den Adolf-Grimme-Preis. Mit „Mädchen,Mädchen“, einer Komödie, feierte er seinen ersten Kinoerfolg und begeisterte damit mehr als 1,8 Millionen Zuschauer. 3 Der Film „Napola - Elite für den Führer“, der Gegenstand dieser Arbeit ist, erhielt ebenfalls viele Auszeichnungen. Schon vor dem deutschen Kinostart mit dem Deutschen Filmpreis für das beste noch nicht verfilmte Drehbuch ausgezeichnet. Auf dem Viareggio European Filmfestival 2004 wurde sein Werk als bester Film ausgezeichnet und erhielt bei „The Hamptons“, einem US-Filmfest, den Puplikumspreis. 4
2.1.3 Inspiration zum Film NAPOLA
Inspiriert wurde Gansel von seinem Großvater. Dieser erzählte ihm von seiner Vergangenheit als Fähnrich einer deutschen Kriegsschule im Dritten Reich. Später war er sogar Ausbilder auf einer Artillerieschule. Der junge Gansel konnte nie verstehen, wie sein eigener Großvater
2 Siehe Punkt 2.1.2.
3 Url: http://cinema.msn.de/stars_glamour/abisz?id=2521&type=portrait
4 a.a.O.
4
eine „Nazi-Karriere“ machen konnte. Deshalb begann er, sich intensiver mit dieser Thematik auseinander zu setzen. Zwanzig Jahre lang führte er Interviews mit ehemaligen Napola-Schülern. Er informierte sich vor allem darüber, wie diese damals das Verhältnis zu ihren Lehrern erlebten. Sein Fazit: „Lehrer waren oft sympathische Menschen, denen man damals gerne gefolgt ist.“ 5 Durch diese Erkenntnis gelang es Gansel zu verstehen, weshalb sich sein Großvater damals so verhielt und widmete ihm diesen Film.
2.2 Historischer Hintergrund
2.2.1 Der nationalsozialistische Staat
Der Film spielt in Deutschland im Spätsommer 1942. Deutschland ist im Krieg und steht unter der nationalsozialistischen Herrschaft: unter Hitler. Eingebettet in die nationalsozialistische Ideologie hatte Hitler auch spezielle Pläne für die Jugend des Landes. Er wollte alle Kinder und Jugendliche von Kindheit an in seinem Sinne erziehen. Am wichtigsten war dabei die körperliche Ertüchtigung und Gesundheit. Dem folgte das Herausbilden geistiger Fähigkeiten im Rahmen der ideologischen Grundsätze: Rassengefühl prägen, Deutsch-Stolz stärken, Volksgemeinschaft bilden und Führer-Treue indoktrinieren. Um dies zu erreichen, richtete er verschiedene Institutionen ein, um die Jugendlichen zu erreichen. Eine dieser Erziehungsanstalten war die Napola.
2.2.2 Die Napola
Die ersten nationalsozialitstische Erziehungsanstalten (Napolas oder auch NPEAs genannt) gingen 1933 aus ehemaligen Kadettenanstalten hervor. Sie waren ein Instrument , dass „zur Auslese von geeignetem Nachwuchs für Führungspositionen in den zivilen Bereichen der Gesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung, in den freien Berufen und für das Militär“ 6 verhelfen sollte.
Die Jungmannen sollten vordergründig für den Elitenachwuchs in Armee und Staat herangezogen werden. Nach einiger Zeit gerieten die Napolas immer mehr in den
5 Url: http://www.filmreporter.de/?task=1315&cat=1&movietextlink=256
6 Schneider, Christian: Das Erbe der Napola: Versuch einer Generationengeschichte des Nationalsozialismus.
2. Aufl. Hamburg, 1996. S. 33.
5
Einflussbereich der SS, womit die Schulen hinsichtlich ihrer Lehrgegenstände mehr und mehr rassenideologisch geprägt wurden.
3 Analyse des Filmes „Napola - Elite für den Führer“
3.1 Handlung des Filmes „Napola - Elite für den Führer“
Es ist Spätsommer 1942. Der 17Jährige Friedrich Weimer ist ein begabter junger Boxer. Bei einem seiner Kämpfe beobachtet ihn Vogler, ein Erzieher der Napola-Einrichtung Allenstein. Nach dem Kampf kommt Vogler in die Umkleidekabine und bietet Friedrich an, an einer Aufnahemprüfung für die Napola Allenstein teilzunehmen. Friedrich kennt diese Einrichtungen nicht, doch nachdem seine Freunde ihm sagen, dass dies eine riesige Chance ist, weil dort die zukünftige Elite ausgebildet wird, entscheidet er sich, die Prüfung zu absolvieren. Die Tauglichkeitsüberprüfung besteht er mit der Beurteilung „nordisch, Klasse 1b“. Als er nach Hause kommt und seinen Eltern davon erzählt, reagieren diese geschockt. Sein Vater ist empört und verbietet ihm, eine solche Einrichtung zu besuchen und will ihn zwingen, eine Lehre in einer Fabrik zu absolvieren. Heimlich verlässt Friedrich noch in der Nacht des selben Tages sein Elternhaus. In der Erziehungsanstalt Alleinheim angekommen wird er sofort von Vogeler begrüßt. Dieser stellt ihm Christoph Schneider vor, der ihm die Anstalt und die zu befolgenden Regeln nachbringen soll. Christoph führt ihn auf die Stube, die Friedrich gemeinsam mit vier Jungen bewohnt. Kurz nach seiner Ankunft kommt Albrecht an. Albrecht ist der Sohn das Gauleiters Heinrich Stein. Friedrich und Albrecht freunden sich schnell an. Der schöngeistig geprägte Albrecht beginnt, für die Schülerzeitung zu schreiben und trifft sich deshlab oft mit Friedrich in der Redaktionsstube. An einem morgen beim Frühsport erleben die Jungen, wie Sigfried, den alle nur Sigi nennen, vor der gesamten Manschaft bloßgestellt wird, weil er Bettnässer ist. Der Jungmannführer Justus Jaucher hatte Sigi bei seinem Sportlehrer angeschwärtzt.Friedrich geht diese Demütigung sehr nahe. Doch sein Boxtrainer Vogler, der mit ihm ein Einzeltraining absolviert, ermahnt ihn, weder in diese Situation noch beim Boxkampf Mitleid zu haben gescheige denn zu zeigen. Bei seinem ersten großen Kampf während der Napola-Meisterschaften streckt Friedrich mit einem K.O.-Sieg seinen Gegner nieder und gewinnt unter den Lehrern und Anstaltsleitern an Ansehen. Nur Albrecht ist entsetzt und kritisiert seine Grausamkeit. Zu einem schlimmen Erlebnis kommt es für die jungen Männer während einer Handgranatenübung auf dem Übungsplatz. Einer von ihnen verpatzt seine Übung und die
6
Arbeit zitieren:
Saskia Tiedemann, 2006, Filmanalyse: Napola – Elite für den Führer, München, GRIN Verlag GmbH
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