Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis. II
1 Einleitung. - 1 -
2 Die Europäische Zentralbank. - 1 -
2.1 Die Organe der EZB. - 2 -
2.2 Ziele und Aufgaben der EZB und des Eurosystems - 2 -
3 Die Geldpolitik der EZB. - 5 -
3.1 Die geldpolitische Strategie - 5 -
3.2 Die geldpolitischen Instrumente. - 7 -
3.2.1 Offenmarktgeschäfte - 8 -
3.2.1.1 Verfahren. - 8 -
3.2.1.2 Formen der Offenmarktgeschäfte. - 10 -
3.2.2 Ständige Fazilitäten - 11 -
3.2.2.1 Spitzenrefinanzierungsfazilität. - 12 -
3.2.2.2 Einlagefazilität - 12 -
3.2.3 Mindestreserven - 12 -
4 Schlussbetrachtung - 14 -
Anhang - 15 -
Literaturverzeichnis............................................................................................................. - 18 -
Abbildungsverzeichnis
Abbildung1: Die Beschlussorgane der EZB…………………………………………..16
Abbildung 2: Die stabilitätsorientierte geldpolitische Strategie der EZB…………….16
Abbildung 3: Art der reservepflichtigen Verbindlichkeiten………………………… 17
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Geldmengenaggregate im ESZB………………………………………..18
Tabelle 1: Offenmarktgeschäfte und ständige Fazilitäten des Eurosystems……….18
II
1 Einleitung
Die Europäische Zentralbank (EZB) übernahm seit Januar 1999 mit dem Eintritt in die 3. Phase der Europäischen Währungsunion (EWU) die Verantwortung für eine einheitliche Geldpolitik im Euroraum. In Deutschland wurde vor der Einführung des Euro eine sehr intensive und zum Teil leidenschaftliche Debatte über die Vor- und Nachteile einer Währungsunion geführt. Befürchtet wurde insbesondere, dass die im internationalen Vergleich sehr stabile Deutsche Mark durch eine weniger wertbeständige Gemeinschaftswährung abgelöst werden würde. Dabei wurde vor allem die Bereitschaft der EZB bezweifelt, sich ebenso eindeutig und konsequent für das Primat der Geldwertstabilität einzusetzen wie die Deutsche Bundesbank. Noch heute ist die Skepsis der deutschen
Bevölkerung gegenüber dem Euro zu spüren. 1
Ziel der vorliegenden Seminararbeit ist die Darstellung der Geldpolitik der EZB. Nach der Einführung befasst sich Kapitel zwei mit der Darstellung der Organisationsstruktur, Ziele und Aufgaben des ESZB. Kapitel drei widmet sich mit der geldpolitischen Strategie der EZB sowie der ihr zur Verfügung stehenden Instrumente. Anschließend wird in Kapitel vier auf die kritische Betrachtung der geldpolitischen Strategie der EZB eingegangen. Und die Schlussbetrachtung in Kapitel fünf gibt ein Resümee der Geldpolitik der EZB.
2 Die Europäische Zentralbank
Durch den Maastrichter Vertrag (1992) wurde mit der Errichtung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) geschaffen. Es besteht aus der EZB, die am 1. Juni 1998 als Nachfolger des Europäischen Währungsinstituts (EWI) gegründet wurde, und den nationalen Zentralbanken aller 27 EU-Mitgliedsstaaten. Davon abzugrenzen ist das Eurosystem, zudem die Mitgliedsstaaten zugehören, die schon den Euro als gemeinsame Währung eingeführt und ihre geldpolitische Autonomie an das ESZB abgetreten haben. Das Eurosystem besteht zurzeit aus
16 Mitgliedsstaaten 2 und ist für eine einheitliche Geldpolitik zuständig. Die Euro Banknoten und Bankmünzen wurden am 1. Januar 2002 in zwölf der damals 15 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) eingeführt. Am 1. Mai 2004 traten der EU zehn weitere Länder (Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und
1 Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2005, S.
407.
2 Zu den Mitgliedsstaaten des Eurosystems gehören Deutschland, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich,
Spanien, Portugal, Irland, Finnland, Österreich, Italien, Griechenland, Slowenien, Republik Zypern, Malta und
seit Januar 2009 die Slowakei.
H1H
Zypern) bei, zwei weitere Länder (Bulgarien und Rumänien) kamen am 1. Januar 2007 hinzu. Von diesen Ländern wird erwartet, dass sie an der Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmen und den Euro einführen, wenn sie die Konvergenzkriterien (auch Maastrichtkriterien genannt) erfüllen.
2.1 Die Organe der EZB
Zuständig für die Leitung des Eurosystems sind der EZB-Rat und das EZB-Direktorium. Das EZB-Direktorium setzt sich aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und vier weiteren Mitgliedern zusammen (siehe Abbildung 1). Der EZB-Rat umfasst neben den sechs Mitgliedern des Direktoriums auch die Präsidenten der NZBen des Euro-Währungsgiets. Die Aufgaben des EZB-Rats bestehen darin, die Geldpolitik des Eurosystems festzulegen und Entscheidungen über geldpolitische Zwischenziele, Leitzinssätze und die Bereitstellung von Zentralbankgeld im Eurosystem zu treffen. Das Direktorium als zentrales Exekutivorgan hat die Aufgabe, die Sitzungen des EZB-Rats vorzubereiten, die geldpolitischen Entscheidungen des EZB-Rats auszuführen, die erforderlichen Weisungen an die NZBen zu erteilen und die
laufenden Geschäfte der EZB zu führen. 3 Neben dem EZB-Rat existiert der erweiterte EZB-Rat (drittes Beschlussorgan), zu dem auch diejenigen Mitgliedsstaaten gehören, die den Euro noch nicht eingeführt haben. Der erweiterte EZB-Rat trägt keine Verantwortung für geldpolitische Entscheidungen im Euro-Währungsgebiet und stellt nur eine institutionelle Verbindung zwischen dem Eurosystem und den NZBen der nicht dem Euro-Währungsgebiet angehörenden Mitgliedsstaaten her. Er fungiert nur als beratendes Gremium, d.h. er berät die EZB, ist bei der Erhebung statistischer Daten tätig und hilft den Mitgliedsstaaten bei den notwendigen Vorbereitungen zur unwiderruflichen Festlegung der Wechselkurse.
2.2 Ziele und Aufgaben der EZB und des Eurosystems
Das vorrangige Ziel des ESZB ist die Sicherung der Preisstabilität, dass durch Artikel 105 Abs. 1 des EG-Vertrags (Europäische Gemeinschaft) festgelegt ist. Darüber hinaus soll das ESZB die allgemeine Wirtschaftspolitik der Europäischen Union unterstützen, soweit dies ohne die Beeinträchtigung des Zieles der Preisstabilität möglich ist. Preisstabilität trägt zu einem hohen Beschäftigungsgrad, eines beständigen nichtinflationäres Wachstums und zu einem hohen Grad von Wettbewerbsfähigkeit bei. Die Bedeutung der Preisstabilität für den
3 Vgl. Anderegg, 2007, S. 331; Scheller, 2004, S. 64f.
H 2H
wirtschaftlichen Wachstum und die hohe Beschäftigung ist durch empirische und theoretische
Untersuchungen bestätigt worden. 4
Zu den grundlegenden Aufgaben des ESZB gehören nach Artikel 105 Abs. 2 EG-Vertrag
folgende 5 :
N Festlegung und Ausführung der Geldpolitik des Euro-Währungsgebiets
N Durchführung von Devisengeschäfte im Einklang mit Artikel 111 EG-Vertrag
N Haltung und Verwaltung der offiziellen Währungsreserven der Mitgliedstaaten des Eurogebiets
N Förderung des reibungslosen Funktionierens der Zahlungssysteme Darüber hinaus hat die EZB das ausschließliche Recht nach Artikel 106 Abs. 1 und 2 EG-Vertrag die Ausgabe von Banknoten innerhalb der Gemeinschaft und den Umfang der Münzprägung, die wiederum bei den jeweiligen nationalen Zentralbanken (NZB) des Eurosystems verbleibt, zu genehmigen. Zu den weiteren Aufgaben des ESZB gehören noch die Erhebung statistischer Daten für das gesamte Währungsgebiet, zur reibungslosen Durchführung der von den zuständigen Behörden auf dem Gebiet der Aufsicht über die
Kreditinstitute und der Stabilität des Finanzsystems ergriffenen Maßnahmen beizutragen 6 und es darf in internationalen Organisationen mitarbeiten und sich finanziell an ihnen beteiligen. Damit die ESZB seine geldpolitischen Ziele effektiv durchsetzen kann, bedarf es einer wesentlichen Voraussetzung der Unabhängigkeit, die in vier Arten unterteilt ist: 1. Finanzielle Unabhängigkeit
Die EZB verfügt über einen eigenen Haushalt, der unabhängig von den anderen Institutionen ist und finanziert sich damit selbst. Ihr Kapital wird von den NZBen gezeichnet und eingezahlt. 2. Funktionelle Unabhängigkeit
Die EZB verfolgt das vorrangige Ziel der Preisstabilität. „Sonstige Funktionen dürfen sie nur insoweit wahrnehmen, als der EZB-Rat sie mit dem Ziel der Preisstabilität für
4 Vgl. Europäische Zentralbank, Geldpolitik, 2004, S. 42.
5 Vgl. Europäische Zentralbank, Geldpolitik, 2004, S. 10.
6 Vgl. Art. 105 Abs. 5 EG-Vertrag.
H 3H
Arbeit zitieren:
Sven Schönwald, 2009, Die Geldpolitik der EZB, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Mobbing als Problemfeld im Personalmanagement: ein kurzer Überblick
BWL - Personal und Organisation
Referat (Ausarbeitung), 19 Seiten
Neue Institutionenökonomik internationaler Transaktionen
VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen
Seminararbeit, 22 Seiten
Corporate Social Responsibility
Ein ambivalentes Konzept
BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
Hausarbeit, 12 Seiten
Bildungsproblematik der Jugendlichen mit türkischer Herkunft durch das...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 105 Seiten
Das Münchener Motivationstraining
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Hausarbeit (Hauptseminar), 14 Seiten
Unternehmensbewertung als Entscheidungsgrundlage im Akquisitionscontro...
Hausarbeit (Hauptseminar), 30 Seiten
Der Klassenbegriff bei Karl Marx und Max Weber
Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung
Hausarbeit, 28 Seiten
Shareholder Value: Vorteile - Nachteile
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 19 Seiten
Praxisbeispiel: DaimlerChrysle...
Seminararbeit, 23 Seiten
Erfolgsfaktoren im Dienstleistungsfranchising
Dargestellt am Beispiel einer ...
Diplomarbeit, 152 Seiten
Leistungsmotivation - Erfolg oder Misserfolg in der Schule
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Hausarbeit, 17 Seiten
Die Feinsteuerungsoperationen der EZB
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Interkulturelle Bildung in der Schule - Ein Weg zur Integration?
Pädagogik - Pädagogische Soziologie
Examensarbeit, 88 Seiten
Der Klassenbegriff bei Marx und Weber - Ein beurteilender Vergleich
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
Hausarbeit, 21 Seiten
Projektmanagement - Grundlagen und Ziele
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 25 Seiten
S. Schönw.'s Text Die Geldpolitik der EZB ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
S. Schönw. hat den Text Die Geldpolitik der EZB veröffentlicht
S. Schönw. hat einen neuen Text hochgeladen
Theorie - Empirie - Praxis
Egon Görgens, Karlheinz Ruckriegel, Franz Seitz
0 Kommentare