Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 2
2. Massenmedien kurzer Überblick über das Mediensystem
In der Bundesrepublik Deutschland 2-3
2.1 Presselanschaft in Deutschland 3
2.2 Hörfunk in Deutschland 4
2.3 Fernsehen in Deutschland 4-5
2.4 Das Internet 5
3. Funktionen der Medien im politischen Prozess 6
3.1 Informationsfunktion 6
3.2 Meinungsbildungsfunktion 6
3.3 Kritik- und Kontrollfunktion 7
3.4 Politische Funktion 7
4. Die Rolle der Medien 7
4.1 Agenda-Setting-Hypothese 7-8
4.2 Knowledge-Gap-Hypothese 8-10
4.3 Involvement-Hypothese 10
5. Mediokratie und Politainment -
Gef ährdung für die Demokratie? 10-13
6. Schlussbetrachtung 13-14
7. Literaturverzeichnis 15
1
1.Einleitung:
Die Wichtigkeit der Medien nimmt in der heutigen Informationsgesellschaft immer mehr zu. Wurde früher noch von einer einseitigen Abhängigkeit zwischen Politik und Medien gesprochen, wird in der heutigen Forschung die erweitere These der gegenseitigen Abhängigkeit bzw. des gegenseitigen Austausches beider Instanzen vertreten. Nicht nur die Politik an sich ist auf die Informationsfunktion der Medien angewiesen, auch die Medien werden von der Politik zu ihren Vorteilen instrumentalisiert. Beide Bereiche stehen in einem wechselseitigen Austausch zueinander, wobei Medien sowohl als Akteure als auch als Vermittlungsinstanz im politischen Prozess betrachtet werden können. 1 Im Folgenden wird das Mediensystem in der Bundesrepublik Deutschland betrachtet, die Funktionen und Rollen der Medien dargestellt sowie eine Verknüpfung der Massenmedien zur Politik hergestellt, hinsichtlich der Frage, inwiefern das deutsche Mediensystem die demokratische Gesellschaft beeinflusst und ob man im 21. Jahrhundert von einer Entwicklung hin zu einer Mediokratie sprechen kann.
2. Massenmedien-kurzer Überblick über das Mediensystem in der Bundesrepublik Deutschland
Da sich die Mediensysteme in den einzelnen Ländern stark unterscheiden, soll in dieser Arbeit der Blick auf das Mediensystem in der Bundesrepublik Deutschland fokussiert werden.
Ä(LQHVSH]LILVFKH)RUPGHU|IIHQWOLFKHQ.RPPXQLNDWLRQLVWGLH Massenkommuni-kation. Sie wird durch Massenmedien ermöglicht. Diese bieten organisierten
Kommunikatoren die Möglichkeit, ein unbegrenztes verstreutes Publikum zu er-
reichen, und umgekehrt erlauben sie den Mitgliedern des Publikums, zwischen
zeitlich, räumlich, sachlich und sozial differenzierten Kommunikationsangeboten 2 ]XZlKOHQ³
1 vgl. Pfetsch, Barbara; Perc, Dejan 2004: Die Medien als Akteure und Instrumente im politischen Prozess ± Mediatisierung und Inszenierung von Politik. In: Peter Massing (Hrsg.): Mediendemokra-
tie. Eine Einführung. Schwalbach/Ts. S. 23-32.
2 vgl .http://www.bpb.de/wissen/00829178508474929638007854602121,1,0,Massenmedien.html# art1, Zugriff:01.03.2009
2
/DXW5XG]LRVLQGGLH0HGLHQLQGHUKHXWLJHQ'HPRNUDWLHÄ]XP7UlJHUGHU öffentlichen Meinungsbildung JHZRUGHQ³ 3 Die Vermittlung von Politik und ihren weiteren Themenfeldern wird von den Massenmedien getragen. Massenmedien werden heute in die Einheiten Presse, Funk, Fernsehen und Internet untergliedert und dienen der Massenkommunikation. Neben der Informations-, Meinungsbildungs- und Kritik- und Kontrollfunktion haben die Medien natürlich auch eine Unterhaltungs- und Bildungsfunktion inne, die aber hinsichtlich des Schwerpunktes dieser Arbeit nicht weiterführend betrachtet werden.
2.1 Die Presselandschaft in Deutschland
Man kann die Presse heute in unterschiedlichen Ausprägungen differenzieren. Unterschieden wird zwischen politisch-neutraleren regionalen, sowie überregionalen Tageszeitungen mit politischen Tendenzen, sowie regionalen und überregionalen Boulevardzeitungen. Eine weitere Form der Printerzeugnisse stellen Zeitschriften dar, die in regelmäßigen Abständen erscheinen und teilweise ebenfalls politische Ausprägungen aufweisen. Die Form der Parteizeitung, die früher sehr verbreitet war, ist in der heutigen Presselandschaft so nicht mehr anzutreffen. Zeitungen sind in ihrer Mediennutzung vor allem durch ihre ausführliche Berichterstattung besonders hervorzuheben, die es ermöglichen die politische Meinungsbildung zu fördern. In ihrer Aktualität sind sie jedoch mit Medien wie Hörfunk, Fernsehen und Internet nicht zu vergleichen, denen es ermöglicht ist, schnell auf ± tagespolitische - Ereignisse zu reagieren und Bericht zu erstatten. Jedoch ist zu beobachten, dass das Nutzen des Mediums Zeitung im Vergleich zu früher nachgelassen hat. Die durchschnittliche Lesezeit ist zurückgegangen, besonders jüngere Menschen nutzen andere Formen der Medien wie Fernsehen und Internet wesentlich intensiver. 4
3 vgl. Rudzio, Wolfgang 2006: Das politische System der Bundesrepublik Deutschland. 7., aktual. u. erw. Aufl. Wiesbaden. S. 381-406.l.
4 vgl. http://www.bpb.de/wissen/00829178508474929638007854602121,2,0, Massenmedien.html#art2, Zugriff: 01.03.2009
3
2.2 Hörfunk in Deutschland
Der Hörfunk in Deutschland wird grob in öffentliche und private Radiosender untergliedert.
Das Medium Radio unterliegt heute einem grundsätzlich anderen Nutzerverhalten als dies bei Zeitungen zu beobachten ist. Wurden früher Radiosendungen verfolgt, um ± auch aus Ermangelung der Informationsvermittlung durch andere Medien - Sendungen und Nachrichten bewusst zu verfolgen, hat sich das Rezipientenverhalten durch den Einzug neuer Me-dienformate nun stark verändert. Während das Zeitunglesen einen langsamen Prozess darstellt, welcher sich nur auf das Lesen der Artikel an sich konzentriert, ist das Radiohören oftmals mit einer weiteren Beschäftigung verknüpft. Das Radio wird beim Autofahren genutzt, bei der Arbeit eingeschaltet oder es ist bei Alltagsbeschäftigungen im Hintergrund zu hören, so dass heute ca. 85% der Bevölkerung zu den täglichen Radiohörern gezählt werden können. Der Programmschwerpunkt bei den meisten Sendern wird zielgruppenspezifisch von Musik eingerahmt, aktuelle Nachrichten und Themen-Sendungen sind jedoch ebenfalls ein Hauptanreiz, einen Radiosender zu hören. Durch das Nutzerverhalten werden die Nachrichten jedoch generell wesentlich kürzer gehalten und können niemals die Ausführlichkeit und den Meinungspluralismus eines Zeitungsartikels oder -Kommentars erreichen. 5
2.3 Fernsehen in Deutschland
Ebenso wie den Hörfunk lässt sich das Fernsehen in öffentliche und private Sender unterteilen. Seit Entstehung des Fernsehens in den 50er bis 60er Jahren haben sich neben den ursprünglich öffentlich-rechtlichen Sendern viele andere private Sender und Spartenprogramme herausgebildet, die ihre Programme zielgruppenspezifisch ausrichten. Im Gegensatz zu Printerzeugnissen kann das Programm schnell auf aktuelle Geschehnisse und Meldungen reagieren und die Informationen im Sender ausstrahlen, so dass die Kommunikationswege immer kürzere Zeiten in
5 vgl. http://www.bpb.de/wissen/00829178508474929638007854602121,2,0, Massenmedien.html#art2, Zugriff: 01.03.2009
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Arbeit zitieren:
Elisabeth Enders, 2009, Medien und Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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