Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
Ausarbeitung des Themas 4
Der Stress 5
Mobilmachung bei Stress - Was in unserem Gehirn geschieht 9
Stress im Zusammenhang mit Gedanken und Gefühlen 11
Selbstbewusstsein / Selbstwertgefühl. 14
Das Ziel 15
Motivation als Voraussetzung der Aufgabenbewältigung 17
Einstellungs -und Verhaltensänderungen lernen. 21
Daher STOPP Gedankenstopp 24
Gewohnheiten umgewöhnen 27
Der Entspannungsprozess 29
Schlussfolgerungen - mögliche Gefahren Weiterführung. 31
Literaturnachweis : 34
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Einleitung
„Es muss ja gemacht werden...“ und ...“wenn die das so wollen, dann mach ich’s eben....“,
das sind die häufigsten Antworten die man hört, wenn ich so durch meine Arbeitsstelle gehe und die Kollegen reden höre. Und ich denke mir dabei, Mensch, hier ist niemand so richtig zufrieden, man macht die Arbeit nur noch, weil sie gemacht werden muss und nicht weil die Arbeit einem Spaß macht.
Es herrscht Unzufriedenheit, es muss das gemacht werden, was der Chef verlangt, zum Teil immer mehr, immer häufiger, und ehe man sich versieht flüchtet sich der ein oder andere in die oben beschriebene Antwort. Hier befindet man sich bereits in einem Kreislauf, in den man, ja vielleicht auch unbewusst hineingeraten ist, und aus dem man schwer wieder herauskommt.
Ein Kreislauf zwischen erhöhtem Anforderungsbedarf , höheren Leistungsbedarf und vor allem alles in weniger zur Verfügung stehender Zeit... Die Folge davon sind chronische Unzufriedenheit, mangelndes Selbstvertrauen, Stress, Versagensängste, vielleicht Schlafstörungen und so weiter…
Zunächst sind Gründe herauszufiltern, worin denn die eigentliche Unzufriedenheit liegt, was eigentlich den Stress in uns auslöst, wie kommt er zustande. Nimmt man hierfür das Beispiel Beruf, so stellt sich der ein oder andere schon die Frage, woran das liegt, ob vielleicht die Anforderungen zu hoch gesteckt wurden. Um dabei ein Konzept zur Bewältigung gegen Stresssituationen durchführen zu können ist es erforderlich zu wissen, was Stress überhaupt ist, wo er herkommt, was er in uns auslösen kann.
Ich möchte hier in dieser Ausarbeitung mit meinem Konzept ansetzen, dass es für jeden einzelnen die Möglichkeit gibt, den Stress anzunehmen, die Bereitschaft zu erlangen mit dem Stress umzugehen und zu erkennen, wo und wie unsere Stärken und Energien so eingesetzt werden können, dass die Motivation zur Leistungsbereitschaft erhalten bleibt oder sogar gefördert wird und nicht alle Kraftaufwendungen in Frustration, Resignation oder Depression enden.
Dafür müssen wir in unser „Innerstes“ gehen um herauszufinden wie stark oder schwach die Persönlichkeit eines jeden einzelnen ist. Was sind meine Stärken, was sind meine Schwächen. Um dieses herauszufinden ist unsere Persönlichkeitsphilosophie angesprochen. Jeder muss sich in seiner eigenen Situation für sich hinterfragen:
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„Was will ich eigentlich, was traue ich mir zu, was sind meine Zielvorstellungen, was möchte ich erreichen, welche Werte sind mir dabei wichtig, was ist für mich unwichtig. Die Zielerfassung ist dabei eng mit den eigenen Gefühlen und Gedanken verbunden, muss ich etwas Verändern, umdenken, mich anders orientieren? Grundvoraussetzungen dafür sind
- Motivation , d.h. das auch zu wollen, was wir können, und das was wir können auch in die Tat umzusetzen.
- die persönliche Einstellung eines jeden einzelnen , d. h. zum Beispiel: Wie bewerte ich Situationen und was kann ich für mich am Besten aus der Situation machen. Nach diesen Erforschungen unserer inneren Werte folgt die eigentliche Bewältigung von Stress, dargestellt in einem kurzen Vorschlagsprogramm zur Bewältigung von Stress. Spezielle Bewältigungsmethoden helfen uns dabei praktisch aus einer angespannten Situation eine entspannte Situation zu machen.
Ausarbeitung des Themas
An erster Stelle überhaupt steht bei uns die Gesundheit. „Gesundheit beginnt im Kopf.“
Sind wir gesund fühlen wir uns gut, und dieses für uns alle sehr wichtige Ziel gilt es zu erreichen!
Schaut man sich heutzutage mal auf dem Zeitschriftenmarkt um, so hat das Thema mehr denn je Aktualität. So titelt der Stern in Ausgabe 30/2007 - „Ausgebrannt“-, der „Focus“ kommt sogar mit mehreren Ausgaben allein im Jahr 2007 auf das Thema zurück , dort heißt es „Glückskiller Stress“ oder „Burnout“. Ganz neu begann der Stern im Sommer 2007 erneut mit einer großen Serie über Stress. Dass dieses Thema durchaus die Runde in der Bevölkerung macht, wird hier sehr deutlich. Aber es sind nicht nur typische Managerkrankheiten, wie manche Zeitschriften berichten, es betrifft fast jeden von uns. Unsere Erfahrung, neue Kreativität, neue Denkgewohnheiten, die Anwendung mentaler (geistiger, gedanklicher) Strategien verbunden mit aktiver körperlicher Tätigkeit soll eine kleine Hilfe zur Überwindung unserer inneren Unzufriedenheit sein, neue Kraft und Energien zu schöpfen, um die Probleme zu lösen durch welche wir letztendlich in die Stressfalle geraten sind.
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Dabei tritt unsere innere Unzufriedenheit nicht urplötzlich ein. Man fragt sich, was ist eigentlich passiert“, was habe ich von außen wahrgenommen, wie bewerte ich das Wahrgenommene .
Der Stress
Was hat es also damit auf sich, was ist Stress, wodurch entsteht er? Warum kommen auf einmal Probleme auf bei der Ausführung der Arbeit, warum reichen meine Fähigkeiten auf einmal nicht mehr aus, um allen Anforderungen zu entsprechen? Hinter dem Begriff Stress steht eine „andauernde Überlastung oder Überforderung, die durch vielfältige Mechanismen bewirkt und als unangenehm erlebt wird“ (Hansen 2004, S.99).
Es gibt natürlich vielfältige Definitionen von Stress, die Definition von Hansen erscheint mir für dieses Thema genau passend. Innerhalb des Berufslebens würde sich der Stressbegriff dann beziehen auf das Zusammenspiel von Arbeitsanforderungen, Belastungen, Beanspruchungen, die persönlichen Voraussetzungen und den Möglichkeiten, wie ich all dieses am besten für mich meistern kann.
Ich für meine Person würde das Ganze kurz darstellen als: „Es wird mir zu viel, ich kann nicht mehr.........“ich fühle mich überfordert, den Anforderungen mit meiner Kompetenz nicht mehr gewachsen.
Daher ist es wichtig Aufklärung zu betreiben, wie Stress entstehen kann , in welcher Form wir dem Stress begegnen können oder wollen um dem Ganzen eine positive Richtung zu geben, um zu erkennen, dass Stress in uns existiert, gleichzeitig die Erfahrung erlangen damit positiv umzugehen. Leider gibt es unter uns berufstätigen Menschen immer noch zu viele, die jammern, man jammert, man klagt an, man ist unzufrieden, es entsteht Stress. „Tatsache ist jedoch auch, wann immer wir jammern oder anklagen, jammern ,negativ denken, wir sind immer im Widerstand gegen das , was ist!!“ (Tepperwein,2007, S.19) Jeder von uns geht mit Stress unterschiedlich um. Manch einer benötigt den Stress, um eine neue Motivation z.B. für das Berufsleben zu erlangen , er sieht den Stress als Herausforderung oder als Gelegenheit, sich, warum auch immer, zu beweisen. Andere hingegen können mit dem was auf sie einwirkt nicht fertig werden, für sie ist Stress ein unvermeidbares Hindernis.
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„Stress sind wir nicht hilflos ausgeliefert, sondern unsere Stressanfälligkeit ist durch uns selber mit zu verantworten“.(Hansen,2004,S 107)
Man unterscheidet hier den positiven Stress, den Eustress, sowie den negativen Stress, den Distress.
Negativer Stress wird deutlich, wenn z.B. die Arbeitsleistung durch Hektik, durch eine tägliche Reizüberflutung von außen negativ beeinflusst wird . In unseren Organen werden dann beispielsweise unspezifische Reaktionen ausgelöst.
Auf diese organischen Reaktionen gehe ich später im Abschnitt Nervensystem näher ein. Negativer Stress ist ein Ungleichgewicht zwischen Wollen und Können. Wenn wir in einer zur Verfügung stehenden Zeit mehr wollen als wir können ist die Gesundheit gefährdet. „Stress jedweder Ursache ist immer von einer messbaren körperlichen Reaktion begleitet, andernfalls handelt es sich nicht um Stress ! (Bamberger 2007,S.17)“ Die Auslöser des Stresses Werden als STRESSOREN bezeichnet -Die STESSREAKTIONEN sind unsre Reaktion auf den Stressor.
Er entsteht erst, wenn man meint, keinen Einfluss auf die Situation nehmen zu können. Wenn man sich dem Stress als Opfer ausliefert 1
Stressreaktionen sind also unser typisches Handeln bzw. das Reagieren auf etwas bestimmtes, was in uns Stress auslöst, die sogenannten Stressoren . Das können z.B. sein eine schwierige Aufgabe, die es zu meistern gilt, die Anordnung des Chefs , die es zu befolgen gilt. Wichtig dabei ist zu erkennen, welche Einstellung ich zu dem Bezug habe, wie bewerte ich die Stresssituation für mich und wie reagiere ich dementsprechend darauf. Unsere persönliche Bewertung entscheidet darüber, ob wir Stress empfinden oder nicht. Jeder Anforderungen , bei jeder uns aufgetragenen Aufgabe greifen wir dabei, wie eben erwähnt aus unseren Erfahrungen in unserem Gedächtnis zurück und erinnern uns an Situationen, die wir vielleicht schon mal erlebt haben. Es erfolgen postwendend individuelle Wertungen wie:
1 Seiwert - Das Bumerang-Prinzip - Mehr Zeit fürs Glück , dtv 2. Aufl. 2005 (Raus aus dem Stress, rein in den
Flow, S.146 ff.)
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• „das kann ich, das kenn ich schon, ich weiß ja wie es geht“ ,oder im Umkehrschluss:
• “das kenn ich, das bringt ja doch nichts, das hat noch nie etwas gebracht“. Ganz interessant hierbei ist es, dass vorab bereits eine Bewertung der Situation stattgefunden hat, obwohl wir noch gar nicht mit der Aufgabe begonnen haben. Aktuelle Stresszustände werden unterschieden 2
2 Lehrbrief „Berater Stressmanagement“, BSA-Akademie 2006, Autorin Dr. Renate Mathesius
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Folgende Schritte sind für Lösungsmöglichkeiten nach Bamberger (zu beachten: 3
•
•
Stress verstehen oder erkennen heißt , dass wir bereit sind, Aufgaben zu bewältigen und diese sozusagen als eine Herausforderung anzunehmen und zu verarbeiten. Unzweckmäßig wäre es, wenn wir anfangen, etwas zu verdrängen oder zu ignorieren: Damit schieben wir natürlich den Stress lediglich vor uns her; und noch schlimmer, wir versuchen dann mit allen Mitteln ihm nicht zu begegnen. Dann heisst es „ich habe keinen Stress“ oder „Stress - das kenne ich nicht“.
Viele von uns geraten hier bereits unbewusst in die erste Stressfalle hinein, wenn wir zum einen Anforderungen oder Aufgaben subjektiv bewerten, gleichzeitig jedoch sinngemäß abwerten wie z.B. mit den Aussagen
• …Das muss ja gemacht werden …..
• …es muss ja funktionieren, man verlangt das von mir“…
• …das wird schon seine Richtigkeit haben…“.
Wir nehmen dabei etwas wahr, was uns vielleicht missfällt z.B. die harte Gangart des Chefs, die abfallenden Bemerkungen von Kollegen und ähnliches. Wir nehmen diese Wahrnehmung an, es entstehen Gedanken in uns welche wir sofort versuchen zu verarbeiten:
• wie kann ich was machen, wer wird am besten wie zufrieden gestellt.
2 Seiwert - Das Bumerang-Prinzip - Mehr Zeit fürs Glück , dtv 2. Aufl. 2005 (Raus aus dem Stress, rein in den
Flow, S.146 ff.)
3 Bamberger, Stress-Intelligenz, Knaur 2007, S. 9 ff
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Die eigentliche Wahrnehmung beginnt dabei im Kopf. Es beginnt in uns ein Prozess, den wir
bewusst erkennen, wir bilden uns so unsere eigene Meinung darüber. Diese Meinung oder der Ursprung dieser Meinung haben wir irgendwo in unserem Unterbewusstsein gespeichert und kennen diese aus irgendwelchen Situationen oder Erfahrungen heraus, die wir bereits irgendwann schon einmal erlebt haben. Und sofort bildet sich die sogenannte „ innere Einstellung“ dazu. ( wie stehe ich dazu, was soll ich damit) Wie wir etwas wahrnehmen bestimmt also zum großen Teil unser Gedächtnis. Im Gedächtnis liegt etwas verborgen, was wir irgendwann mal darin gespeichert haben, was wir in der Vergangenheit gelernt und befolgt haben ., also alle unsere Erfahrungen. Die Erfahrungen sind ein wesentlicher Bestandteil dessen, wie wir unser Leben gestalten können, auf welche Art wir dem Stress begegnen und ihn bekämpfen können. Dies alles soll uns helfen, Handlungen in der Gegenwart einzusetzen.
Mobilmachung bei Stress - Was in unserem Gehirn geschieht
Was geschieht in unserem Gehirn, wie ist unser Nervensystem gestrickt, was passiert dabei in Stressituationen?
Das Gehirn ist unterteilt in Großhirn (Kortex/Subkortex), dem Zwischenhirn und dem Stammhirn.
Das Großhirn, auch Endhirn genannt, wird unterschieden in Kortex (Hirnrinde)- und Subkortex.
Im Großhirn befinden sich die Steuerungszentralen für den Ablauf psychischer Funktionen, wie Erinnern, Denken, Planen, Zielstellung und auch abrufbare Erfahrungen. Über unsere 5 Sinne nehmen wir ständig Informationen auf, die Sinnesorgane leiten die an das Gehirn weiter. Das Gehirn setzt dann entsprechende Antworten in Gang. Hierzu sendet das Gehirn mittels Nervenimpulse und chemischer Botenstoffe (Neurotransmitter) Befehle an die Muskulatur und es veranlasst die Produktion von körpereigenen Botenstoffen (Hormonen), welche Nachrichten übermitteln, die von allen möglichen Organen kommen. Zum Zwischenhirn gehören der Thalamus und Hypothalamus, dazu auch die Hirnananhangdrüse Hypophyse. Der Thalamus ist die Schaltstation für ankommende Sinnesinformationen hier werden die Signale aus den Sinnesrezeptoren der 5 Sinnesorgane empfangen und zum Großhirn weiergeleitet, diese Signale werden zu einer Wahrnehmung. Der Hypothalamus fungiert als Steuerzentrale des vegetativen Nervensystems, da er direkten
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Arbeit zitieren:
Bernd Koll, 2008, Streßbewältigung mit Motivationsanalyse, München, GRIN Verlag GmbH
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