Abstract
The paper presents historical milestones focusing on conceptions of hysteria from the perspective of medical history. While the term "hysteria" has been used for over 2.000 years, its definition as a psychological disorder that alter motor or sensory functions with no organic cause, just developed in late 19th century.
In fact hysterical disorders where traditionally connected to medical conditions, thought to be particular to women. The term originates in ancient Greek medicine.
Primary appearing in Hippocrates’ Early Medical Concept hysteria was referring to an inhomogeneous group of symptoms, though to be caused from the wandering womb. This concept was applied and modified over the centuries, while the definitions have become broader and more diffuse over time. Followed up by demonological explanations in the Middle age, in which scientific approaches for mental illnesses rarely used. In Renaissance and Enlightenment hysteria became again connected to women.
By no mean the relationship of hysteria and woman kept vibrant until late 19th century. As a result the term was excluded as a medical and psychiatric diagnosis and splintered into different diagnoses.
The paper wants to bring the reader across the development in witch the psychological perspective of hysterical disorders got acknowledged in medical history.
Keywords: hysteria, womb, medical history, psychological perspective, diagnosis
2
I. Inhaltsverzeichnis
Abstract 2
Vorwort 4
1 Einleitung 5
1.1 Fragestellung. 6
1.2 Forschungsstand 7
2 Begriffsdefinitionen der Hysterie im Wandel der Zeit 9
2.1 Definition des Hysteriebegriffs. 9
2.2 Symptome der Hysterie 11
3 Die Entwicklung der Auffassungen über Hysterie in der Geschichte
der Medizin. 12
3.1 Die Hysterie in der altägyptischen Medizin. 12
3.2 Die Geburt des Hysteriebegriffs in der hippokratischen Medizin 14
3.3 Die Hysterie in der griechisch- römischen Medizin. 17
3.4 Hysterie im Mittelalter und in der frühen Neuzeit zwischen Krankheit und
S ünde 19
3.4.1 Hysterie als Besessenheit und Hexenwerk im christlichen Mittelalter und der
fr ühen Neuzeit 20
3.4.2 Medizinische Denkstile 22
4 Die Entwicklung der Hysterie von der Nervenkrankheit zur
psychischen Störung 25
4.1 Anfänge und Vorläufer. 25
4.2 Psychiatrische Denkrichtungen im 19. Jahrhundert 27
4.3 Der Weg zur psychogenen Krankheitsauffassung 31
5 Schlussbemerkungen 36
II. Glossar der Fachbegriffe 38
III. Abkürzungsverzeichnis 41
IV. Literaturverzeichnis 43
3
Vorwort
Diese Bachelorarbeit wurde an der Europa - Universität - Viadrina in Frankfurt (Oder) im Rahmen des Seminars „Medizingeschichte der Neuzeit“ im Verlauf des Sommersemesters 2008 geschrieben. Mein Dank gilt Herrn Prof. Dr. Christian Andree und Herrn Prof. Dr. Dr. Ulrich Knefelkamp für ihre Unterstützung, ihre Geduld und die Bereitschaft mich prüfen zu wollen. Zu Beginn meines Forschungsprozesses beging ich den methodischen Fehler, die Hysterie nicht aus dem für eine korrekte Darstellungsweise erforderlichen medizinhistorischen Blickwinkel zu betrachten. Stattdessen orientierte ich mich an der, in Bibliotheken hauptsächlich auffindbaren Fülle von Beiträgen, die feministische HistorikerInnen über das Thema Hysterie fabrizierten. Dadurch blieb mir in den ersten Monaten meiner Forschungen der nüchterne Blick auf die Hysterie als seelische Störung versagt. Hinzu kommt das Problem, aussagefähige Literatur über das Thema Hysterie aus rein medizingeschichtlicher Perspektive zu finden.
Trotz aller Schwierigkeiten, die sich bei der Erarbeitung zur Medizingeschichte der Hysterie ergaben, haftete dem Thema stets etwas konstant Faszinierendes und Rätselhaftes an und erhöhte dadurch meinen Anspruch an eine historisch möglichst interessant zu lesende und stringente Darstellungsweise.
4
1 Einleitung
„Die Störung wurde als Manifestation von nahezu allem aufgefasst, von göttlicher dichterischer Inspiration und satanischer Besessenheit bis zu weiblicher Unvernunft, Degeneration der Rasse und unbewussten psychosexuellen Konflikten. Sie hat zu gynäkologischen, humoralen, neurologischen, psychologischen und soziologischen Erklärungsversuchen Anlass gegeben und wurde im Schoß, dem Unterleib, den Nerven, den Eierstöcken, dem Bewusstsein, dem Gehirn, der Psyche und der Seele situiert. Sie wurde als körperliche Krankheit, Geistesstörung, spirituelles Leiden, Verhaltensabweichung, soziologische Kommunikation beschrieben, aber es wurde auch bestritten, dass sie überhaupt eine Krankheit sei.“ 1 Dieses Zitat des amerikanischen Medizinhistorikers Mark S. MICALE fasst all das zusammen, was sowohl medizinisch als auch kulturell in die Hysterie hinein interpretiert wurde. In dieser Arbeit sollen allerdings nur die medizinhistorisch relevanten Deutungsversuche interessieren. Im Zitat wird deutlich, dass es sich bei der Hysterie anscheinend nicht nur im Bereich der Medizingeschichte um einen kontroversen Gegenstand handelt. Speziell in der Geschichte der Psychiatrie sind abnorme Verhaltensweisen und Krankheitszeichen, die man früher unter den Begriff Hysterie fasste, neben anderen seelischen Störungen ohne organisches Korrelat ein interessanter Untersuchungsgegenstand. Sie traten wahrscheinlich zu allen Zeiten auf, wurden jedoch historisch mit zahlreichen Deutungen und Lokalisationsversuchen versehen.
Man kann sich heute kaum noch vorstellen, dass der Begriff Hysterie noch vor einem Jahrhundert als die klassische Neurose 2 bezeichnet wurde und eine ernst zu nehmende Erkrankung darstellte. Der allseits bekannte abwertende Ausspruch „du bist ja völlig hysterisch“ erinnert uns in diesem Sinne noch an diese Zeit. Doch abgesehen davon, dass der Begriff im umgangssprachlichen Sinne noch heute gern benutzt wird, um - meist Menschen weiblichen Geschlechts - auf ihr für die Umwelt als störend empfundenes unechtes und übertrieben emotional wirkendes Verhalten hinzuweisen, erinnert sonst nicht mehr viel an den einst so präsenten Krankheitsbegriff. Das kommt
1 Zit. nach: Micale, Mark S. (1995): „Approaching Hysteria. Disease and It’s Interpretations“, Princton
University Press, New Jersey, S. 285. In: Bronfen, Elizabeth (1998): Das verknotete Subjekt. Hysterie
in der Moderne, Berlin. S. 112.
2 Die wichtigsten Fachbegriffe werden bei der Erstnennung jeweils fett gedruckt und werden am Ende
der Arbeit im Glossar der Fachbegriffe kurz erläutert.
5
nicht von ungefähr, da, bis auf wenige Ausnahmen, die Hysterie in der medizinischen Literatur als reines Frauenleiden beschrieben wurde. Seit der Entstehung dieses Begriffs in der griechischen Antike hat die Hysterie grob unterteilt sowohl biologische, magisch-religiöse und psychologische Deutungsversuche zur Krankheitsentstehung und Behandlungsmethoden hervorgebracht. 3 Allerdings rückten die Mediziner erst allmählich von der irreführenden Fixierung auf die weiblichen Geschlechtsorgane ab und entwickelten neben den überwiegend somatisch geprägten
Krankheitsauffassungen neue Theorien, die sowohl psychische, als auch soziale Faktoren für die Entstehung von seelischen Störungen als wichtige Ursachen in Betracht zogen.
1.1 Fragestellung
Die Theorien zur psychischen Störung Hysterie waren, wie bereits unter 1. dargelegt, im Verlauf der Geschichte von sehr starken Veränderungen geprägt. Es dauerte viele Jahrhunderte bis die Medizin hysterische Symptome auch bei Männern beobachtete und sich von ihrem Bezug auf die weiblichen Geschlechtsorgane löste und damit zu der noch heute geltenden Auffassung gelangte, dass diese Symptome rein psychisch bedingt sind und geschlechtsunabhängig auftreten können. In diesem Sinne soll in der vorliegenden Bachelorarbeit der Versuch unternommen werden, einen Überblick über den Wandel im medizinischen Denken zur Hysterie zu geben. Die zentrale Fragestellungen dieser Arbeit sind: Welche unterschiedlichen Richtungen in den Krankheitsauffassungen zur Hysterie entwickelten sich in der Medizingeschichte? Welche historischen Entwicklungen lassen sich hinsichtlich der medizinischen Sichtweisen zur Hysterie feststellen? Inwiefern hing das Krankheitsverständnis der Hysterie mit der Begriffsprägung seit Hippokrates zusammen und welche Probleme und Schwierigkeiten ergaben sich daraus für die Mediziner? Inwiefern waren die medizinischen Konzepte eingebettet in den jeweiligen ´Denkstil’ 4 der Zeit? Warum gelang erst unter Sigmund Freud der entscheidende Durchbruch im Verständnis von Krankheiten mit rein psychischem Ursprung?
3 Vgl. Alexander, F. G., Selesnick, S. T. (1969): Geschichte der Psychiatrie, Diana Verlag, Konstanz,
S. 22-31.
4 Der Begriff des Denkstils stammt von dem Medizin- und Wissenschaftshistoriker Ludwig Fleck, der
damit die traditionell und kollektiv herrschende Lehrmeinung innerhalb wissenschaftlicher Disziplinen
bezeichnete. Seine Theorie von der Entstehung einer wissenschaftlichen Tatsache ermöglicht es, die
Geschichte der Hysterie als Teil der Wissenschaftsgeschichte in ihrer Komplexität zu erfassen. Anstatt
der einfachen und linearen Darstellung historischer Fakten über Entdeckungen und Entwicklungen in
der Heilkunde ermöglicht der Ansatz eine kritische Sicht, beispielsweise auf die Bedingungen bzw. die
Dauer, die ein von Kuhn bezeichnetes „wissenschaftliches Paradigma“ braucht, um sich allgemein in
6
Im Sinne einer medizinhistorischen Betrachtungsweise habe ich mich im Folgenden nur mit der Sichtweise der Ärzte zur Hysterie beschäftigt. Der Literatur zufolge haben sich seit der griechischen Antike ebenso Philosophen, wie beispielsweise Plato, mit dem Thema Hysterie befasst. Aufgrund des medizingeschichtlichen Fokus dieser Arbeit und des damit verbundenen Zwangs zur Kürze muss jedoch auf eine solche Betrachtungsweise in der Darstellung verzichtet werden.
In der Arbeit soll zunächst eine begriffliche Annäherung und Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Terminus Hysterie erfolgen. Danach soll folglich erläutert werden, was man früher und unter heutigem medizinischem Verständnis unter Hysterie versteht, welche Symptome früher unter dem Begriff gefasst wurden und welche Besonderheiten dazu beigetragen haben, dass neue diagnostische Begriffe an ihre Stelle getreten sind.
Anhand eines historischen Rückblicks wird im Hauptteil der Arbeit untersucht, was es seit der Antike mit dem Phänomen der Hysterie auf sich hat. Dabei sollen die prägenden Ansätze im Verständnis der heute als rein psychisch bedingt angesehenen Hysterie mit ihren medizinischen Hauptvertretern aus der griechisch-römischen Medizin zur Medizin zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach skizziert werden. Abschließend soll eine kritische Bewertung mit den Auffassungen zur Hysterie aus eigener Erkenntnis stattfinden. Außerdem soll ein Ausblick Aufschluss über die heutige Entwicklung des Hysteriebegriffs seit Freud geben und angedeutet werden, welche möglichen Gründe zum Verschwinden des medizinischen Diagnosebegriffs Hysterie geführt haben.
1.2 Forschungsstand
Erstmals schriftlich erwähnt wird der Begriff der „Hysterie“ in den hippokratischen Schriften aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Somit ist der Hysteriebegriff einer der ältesten medizinischen Krankheitsbegriffe, der noch bis zum Ende des 20. Jahrhunderts in der medizinischen Fachsprache Verwendung fand. 5 Die Beschäftigung mit einigen übersetzten Originaltexten aus der Medizin der griechisch-römischen Antike hat sich
der Fachwelt durch zu setzen. Vgl. Fleck, Ludwig (1980): Entstehung und Entwicklung einer
wissenschaftlichen Tatsache: Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Fischer TB,
Frankfurt/ Main. Kuhn, Thomas S. (1967): Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Fischer TB,
Frankfurt/ Main.
5 Vgl. Braun, Christina von (1999): Der Frauenkörper als Norm und Anomalie des
Gemeinschaftskörpers, in: Braun, Christina von, Dietze, Gabriele (Hrsg.): Multiple Persönlichkeit.
Krankheit, Medium oder Metapher?, Verlag Neue Kritik, Frankfurt/Main, S. 65.
7
daher für meinen Erkenntnisprozess als sehr nützlich erwiesen. Irreführender Weise bezeichnete der Begriff „Hysterie“ bis zum 19. Jahrhundert hinein ursprünglich ein eng mit dem weiblichen Geschlecht verbundenes und somit nur bei Frauen vorkommendes nicht genau differenziertes Krankheitsbild. Kurios und zum Teil skurril erscheinen deshalb für den heutigen Leser unzählige medizinische Publikationen, die sich mit dem Krankheitsbild, den Ursachen und der Therapie von Hysterie beschäftigten. Um ein besseres Verständnis über die, das weibliche Geschlecht bedingende und zu dieser Zeit meist als neurologische Störung betrachteten Sichtweisen zu erhalten, empfand ich es daher als notwendig, mich weniger mit den Angaben aus der Sekundärliteratur unserer Zeit zu begnügen, sondern mich auch mit den verfügbaren Artikeln medizinischer Lexika aus der Zeit um 1800 bis 1900 zu beschäftigen. Erst seit dem 19. Jahrhundert wurde akribischer begonnen, die damals sehr häufig auftretende Hysterie mit neuen naturwissenschaftlichen Methoden zu untersuchen und unter rationalen Gesichtspunkten einer engeren und systematischeren Erforschung zu unterziehen. Auf der Suche nach der Ätiologie von Gemütskrankheiten, wie die der Hysterie, lieferte das Fehlen jeglicher organischer Befunde den Grundstein für die Entwicklung der Psychoanalyse. Damit entstand die in ihrer Basis heute noch gültige Auffassung von der psychischen Genese von Störungen, d. h. von der rein psychisch bedingten Entstehung von Krankheiten. 6 Daher war es wichtig, Einblicke in die Originalarbeiten von Sigmund Freud sowie seine Übersetzungsarbeiten von Jean Martin Charcot zum Thema der Hysterie zu nehmen, um einen eigenständigen Blickwinkel über deren Auffassungen zur Hysterie zu erhalten. Vor allem seit dem 20. Jahrhundert erlangte die Hysterie als rätselhaftes Phänomen große Bedeutung innerhalb der Geisteswissenschaften. 7 Besonders seit den 1970er Jahren erschienen kontinuierlich zahlreiche Forschungsbeiträge zum Phänomen „Hysterie“, die sich u. a. aus kultur-, literatur-, sozialwissenschaftlicher und historischer Perspektive mit dem Thema auseinandersetzen. Aufgrund der Fülle und Verfügbarkeit an Literatur aus den Zweigen der Frauen- und Geschlechterforschung kam ich bei der Bearbeitung des Themas nicht umhin, mich, trotz der bereits im Vorwort erwähnten z. T. einseitigen Darstellungsweise, mit historischen Arbeiten aus diesen Disziplinen kritisch auseinander zu setzen. So beschäftigten sich beispielsweise die Darstellungen in den Publikationen „Hysterie und Weiblichkeit“ von Regina SCHAPS (1982) und „Krankheit Frau“ von Esther FISCHER-HOMBERGER (1979) getreu ihres
6 Alle im Text benutzten Abkürzungen finden sich am Ende der Arbeit im Abkürzungsverzeichnis.
7 Die Hysterie fand neben der Medizin und Psychologie großes Interesse, v. a. in den mit der
Frauenforschung verbundenen wissenschaftlichen Disziplinen, wie etwa der Philosophie, Soziologie,
Geschichtswissenschaft, Kunst- und Literaturwissenschaft.
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methodischen Forschungsansatzes sehr detailliert mit dem Thema Hysterie. Im Gegensatz dazu wird sie in den historischen Darstellungen zur Psychiatriegeschichte wie beispielsweise in Erwin H. ACKERKNECHTS (1985) „Kurze Geschichte der Psychiatrie“ oder F. G. ALEXANDERS und S. T. SELESNICKS (1969) „Geschichte der Psychiatrie“ im Kontext seelischer Störungen nur am Rande erwähnt. Neben dem benanntem Quellenstudium und der Sekundärliteratur beschäftigte ich mich mit einschlägigen medizinhistorischen Übersichtswerken, u. a. Erwin H. ACKERKNECHTS (1992) „Geschichte der Medizin“, Werner E. GERABEKS (2007) „Enzyklopädie Medizingeschichte“, Bettina von JAGOWS und Florian STEGERS (2005) „Literatur und Medizin. Ein Lexikon.“
2 Begriffsdefinitionen der Hysterie im Wandel der Zeit
Die Hysterie gilt als die älteste aller beobachteten psychischen Störungen. Die Vorstellungen von den Ursachen dieser Erkrankung reichen von einer im gynäkologischen Bereich angesiedelten Erkrankung über eine neurologische Verursachung bis hin zur psychischen Störung.
Schon immer haben es die Mediziner bei der Hysterie mit einem rätselhaften Krankheitsbild zu tun, dass sich eher durch die Vielschichtigkeit in der Symptomatik auszeichnet, als durch ein einheitliches Krankheitsbild. Der Begriff ist auch mit einer Menge von Vorurteilen, vor allem gegenüber Frauen, behaftet.
2.1 Definition des Hysteriebegriffs
Bei der Hysterie handelt es sich um ein nicht genau umschriebenes Krankheitsbild, das in der Medizingeschichte mit verschiedensten Bedeutungsinhalten verbunden wurde. Als Sammel- und Fachbegriff umfasste sie vielfache psychische und körperliche Symptome, bei denen keine körperlichen, d. h. organischen Ursachen festgestellt werden konnten. Ursprünglich bezeichnete der Begriff eine ausschließlich bei Frauen vorkommende Krankheit, da krankhafte Veränderungen der Gebärmutter (griech. hyster(a)) bis in das Mittelalter als Ursache der Erkrankung angesehen wurden. Auch in der Folgezeit hielt man lange an dem Begriff Hysterie fest.
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Arbeit zitieren:
Sandra Pfeil, 2008, Die historische Entwicklung psychischer Krankheitsdeutungen, München, GRIN Verlag GmbH
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